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Rocky Balboa - ein kleiner Schritt für die Menschheit, und ein großer für die Menschlichkeit

Schnee schält sich von Bordsteinkanten, während feuchte Kälte in die Taschen stürzt und schmerzhaft in den Nasenhöhlen flackert. Flugs beherbergt das Großraumkino, mit der zuckerwattenen Gastlichkeit, die einem Tempel des Kapitals angemessen ist. Auf angenehm schwarz-weißen Plakaten jubelt die ersehnte Identifikationsfigur, die Arme erneut zum Himmel gereckt:
It's not over, until it's over.
Ein Paroxysmus war Rocky nie, das würdige Ende sollte die Schmach der letzten, harmloseren Eruptionen vertreiben. Man ist gespannt und entspannt, lockere Atmosphäre im roten Saal, ein ums andere Mal versuchen Fans wenig erfolgreich den Chor.
Das Mitleid mit denen, die die lange Zeitspanne nicht überlebten und um das Ende geprellt davonstarben. Die Dankbarkeit, in einer Zeit zu leben, die einen friedlich vor derartigen Halbheiten bewahrt. Rocky sehen und sterben. So war es bei Star Wars, so wird es bei Rambo sein. Danach wird es nie wieder eine ähnlich erfolgreiche Filmserie geben. Die über dreißig Jahre überdauert und Widersprüche einzufangen wusste, wie ein Sammler einen seltenen Schmetterling.
Das Publikum samt und sonders sympathisch, hier sitzt das aufgeklärte Proletariat, der italienische Kellner nebst intellektueller Unterschicht. Ohne Angst verschieden sein, und bei Aldi einkaufen.
Nach dem Ereignis dominiert Melancholie. Grenzenlose erfüllte Leere. Die Hoffnung auf einen siebten Teil, egal, wie schlecht er wird.
Und wieder die klammen Schuhe in den grauen Matsch hacken...  
 
9.2.07 17:13
 


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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Edward E. Nigma / Website (9.2.07 20:12)
"Und die Hoffnung auf einen siebten Teil, egal, wie schlecht er wird."

So siehts aus...


hierundjetzt / Website (12.2.07 15:06)
jaja, das war schon großes kino! ich bin wirklich überrascht das sylvester tatsächlich schauspielerisches talent besitzt. und ich muss ohne rot zu werden zu geben das ich auf den vierten teil von rambo gespannt bin!
eins noch: es ist pflicht balboa in englisch zu sehen!


nichtidentisches / Website (12.2.07 21:54)
Ich such schon die Ganze Zeit nach der Originalversion... Die läuft bei anderen Filmen gelegentlich Sonntags in Cineplexen...
Rocky 1 ist doch schon der beste Beweis für die schauspielerische Qualität dieses Giganten...


identisches (12.2.07 22:37)
geht's eigentlich noch pueril-schleimiger?


unkultur / Website (13.2.07 09:20)
A propos Stallone: Rambo IV is ahead.... watch out!


nichtidentisches / Website (13.2.07 11:46)
Nicht zuletzt wegen der Standpauke, die Rocky seinem Sohn Robert hält, verdient es der Film, in die Kategorie "antifaschistisch" aufgenommen zu werden.
Es ist ein Film gegen den Trott des Alltags, gegen das Aussortieren des Alten, gegen die Einreihung in die kulturindustrielle Vermarktung des Besonderen (Rocky will raus aus seinem Kitsch-Restaurant, in dem er Geschichten erzählt), Die Überwindung der eigenen Bequemlichkeit, den sozialen Zwang, gegen die familiäre Abstammungslogik, die den Sohn nur als Kopie des Vaters dulden kann, gegen das Verantwortlichmachen von scheinbar übermächtigen Zwängen, die einen am Vorwärtskommen hindern.
Und, was Rocky schon immer war: Ein Film gegen Rassismus, der dennoch allzu plumpen Antirassismus untergräbt! (Siehe Rocky 1 die Szene: "Ist es Zufall, dass sie gegen einen Schwarzen boxen?")


nichtidentisches / Website (13.2.07 11:48)
In Rocky ist die Reflexion auf Kulturindustrie in ihrer eigenen Sphäre, mit ihren eigenen Mitteln, aufgehoben. Daher ein gutes Stück Dialektik.


nichtidentisches / Website (13.2.07 13:10)
Und zuletzt noch ein bisschen Jargon:

"Nicht zu jedem soll das Glück einmal kommen, sondern zu dem, der das Los zieht, vielmehr zu dem, der von einer höheren Macht - meist der Vergnügungsindustrie selber, die unablässig auf der Suche vorgestellt wird - dazu designiert ist." (Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung. S. 130)

Rocky ist der, der ein ums andere Mal mit einem Million-to-one shot in den Ring zieht. In Rocky 1 ist es genau dieses Los, das Zitat scheint zunächst perfekt umgesetzt, in Rocky Balboa erhält er es durch den Computerkampf zugespielt. Das Los anzunehmen verweist jedoch noch auf die Vermittlung, die es nicht zu einem reinen Akt des Glücks, sondern immer auch zu einem des Könnens macht: gegen einen ernsthaften Gegner zu gewinnen. Man wird nicht nur ausgelost, sondern hat tatsächlich die Chance, sich fern jeder Statistik mit eigenem Antrieb emporzuboxen... Protestantische Erwerbsethik, und dadurch mit eine der sympathischsten Seiten des Epos die nicht ohne Reflexion auf Dialektik bleibt.

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