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Behindertenfeindlichkeit und Regression

Southpark: Kyle und Mr. Hanky, der Weihnachtskot

Fragmente zwischen Aufwachen und Frühstück:

"Arschgeburt", "Missgeburt" und "Fehlgeburt" gehören zum Grundinventar eines jeden schulhofsozialisierten pubertierenden Jungen. Solche Begriffe schmiert er in geradezu häretischer Orthographie auf Gegenstände in Reichweite seines Reviers, wozu Schulbusssitze, Straßenlaternen und Bushaltestellenhäuschen gehören.

(Anmerkung: Auf der Gästebuchseite hat Lil Niki protestiert und gemeint, nicht alle Jugendlichen wären so, im Gegenteil wären solche Leute die Außenseiter. Das müsste ich genauer untersuchen und entschuldige mich für die für unnnötig verletzende polemische Pauschalisierung.)  

Die infantilen Sexualtheorien führen neben gängigen Konzeptionen einer Befruchtung durch den Mund zu der, dass das Kind im Darm der Mutter wohne und über den After geboren werden müsse. Der Versuch, es ihr auf diesem Wege gleichzutun, (siehe Bild) ist zum Scheitern verurteilt, das Kind ist enttäuscht und gibt diese Phantasie zu Gunsten tiefergehenden Fragen auf.

In der analen Phase erlebt das Kind, dass die omnipotente Mutter Schwäche zeigt: den Ekel vor Fäzes und Urination des Kindes. Es versteht fortan diese Bestandteile des Lebens als Aggression gegen das Geliebte, aber auch als verlockende Infragestellung der bedrohlichen Omnipotenz der Mutter, die umso mehr verdrängt/vermieden werden muss, als Omnipotenz tatsächlich ein Anspruch der Mutter/des Vaters ist.

Damit ist die Vorstellung noch nicht gänzlich sublimiert. Reste davon tauchen in erwähnten Schimpfwörtern und Southparkfolgen auf. Wo immer etwas Fremdes an eigene Inkompetenz oder die Angst davor gemahnt, tritt der Hass auf das Schwache in Kastrationsgelüsten und -Ängsten zu Tage. Ähnlich wie der Defäkationsakt als Machtumkehr wirkt, der die mütterliche Omnipotenz bedroht, sehen Behindertenfeindliche ihre eigene Macht von ihrem eigenen Ekel bedroht, um sie wiederherzustellen, muss die Ursache des Ekels, der an eigene und mütterliche Schwäche gemahnt, beseitigt werden. Der Neid auf die als phallisch wahrgenommene Erweiterung von Behinderten durch Rollstuhl, Krücken, Pflegehilfe und Behindertenparkplatz wird als ungerechtfertigte Bevorzugung wahrgenommen, die um so schmerzlicher ist, als das Individuum seine Schwächen nicht befriedigt sieht, und zudem außerstande ist, sie aus sich selbst zu befriedigen: Hier hat jemand mehr bekommen, als ihm zusteht, und das obwohl er weniger potent ist. Aus dieser Mischung steigert sich der Widerspruch von Herabwürdigung und Neid zum grenzenlosen Hass, der in der Vernichtung des Objekts endet.

Der Verdacht, nicht ein Geschenk, sondern Abfallprodukt des Aktes zu sein spiegelt sich in der Betonung des Aktes als allein einen zur Zeugung, sowie dem Hass auf alles, was als Abfall- oder Zufallsprodukt wahrgenommen wird. In einigen Regionen Afrikas wurden und werden behinderte Kinder als spirituelle Verseuchung der Gemeinschaft betrachtet und getötet, bzw. auf hohe Steine gelegt, von denen sie "aus Versehen" herunterfallen. Das ökonomische Argument ist vor- (und nach-) geschoben: Die Leistungen, die allein für rituelle Opfer verwendet werden, könnten und konnten in den meisten Fällen von je mehr als die übliche Rate an Trisomien etc. versorgen.

Behindertenfeindlichkeit ist die Regression zur Dyade, Mutterkult, der die Kränkung der Omnipotenz des Zeugungsaktes nicht wahrhaben will. Weil die Mutter nicht schuld sein darf, dass ein imperfektes Wesen geboren wurde, muss diese Imperfektion bekämpft und geleugnet werden. Deshalb wurden Behinderte in archaischen Gesellschaften als grauenhafte Strafe der Götter, als böses Omen empfunden. Und deshalb ist sie auch der erste Schritt zur nationalsozialistischen Vernichtungsideologie, die auf dem Wege zur Reinheit der Rasse zunächst das vernichtete, was dem Selbstbild der omnipotenten, zeugenden Urmutter, der Rasse, nicht entsprach.

Ende des küchenpsychologischen Fragments.


2.2.07 10:19
 


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