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Aguilera again...

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"Les mal Marcuse, anstatt Leistungsprinzip, Zwangsheterosexualität und normative Schönheitsstandards abzufeiern" (Sagt w zu meinem Text über Christina Aguilera )

Vorerst habe ich das Gegenteil getan, nämlich die Ausgabe des Spiegels gelesen, auf der eine riesige Kurzfühlerheuschrecke Hochhäuser mampft.

Dort findet sich ein interessantes Interview mit Christina Aguilera, das solchen zwanghaft antinormativen, inquisitorischen Genossen mal zur Lektüre empfohlen sei. Hier ein paar Highlights, wie eine schlagfertige, emanzipierte Christina Aguilera einen ziemlich unverschämten und zudringlichen Readakteur auflaufen lässt:

Aguilera: Ich bin seit Wochen auf Tournee. Verbringe meine Tage in schlecht gelüfteten Räumen. Hier in Deutschland ist es besonders schlimm, es wird so viel geraucht. Wie halten Sie das aus?

Spiegel: Ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden wird hierzulande gerade diskutiert.

Aguilera: Gott sei Dank.

[...]

Spiegel: Was hat man der kleinen Christina denn angetan?

(Sie wurde von ihrem Vater verprügelt, wenn sie gesungen hat, was für eine unverschämte, herablassende Art und Weise zu fragen! Da fällt das "Sie" auch mal unter den Teppich. d.A.)

[...]

Aguilera: Ich will, dass sich in 20 Jahren junge Musiker auf meine Musik beziehen, wie sie es heute bei Ella Fitzgerals, Aretha Franklin oder Stevie Wonder tun.

Spiegel: Hoppla, da haben sie sich aber etwas vorgenommen.

Aguilera: Ziele, die leicht erreichbar sind, sind keine Ziele, nicht wahr?

Spiegel (ganz dekonstruktivistisch, darüber hinaus beleidigend! d.A.): Kann es sein, dass sie nur deshalb als Sängerin nicht ernst genommen werden, weil ihr Auftreten zu sexy ist?

Aguilera: Keine Ahnung, wovon sie reden. (Yes, gibs ihm!) Sah Ella etwa nicht sexy aus? Glauben Sie mir, mein Sex-Appeal ist mir vollkommen egal, der kommt von ganz allein.

Das Interview läuft unter dem Subtitle: "Die ehemalige Teeni-Röhre Christina Aguilera, 26, möchte endlich als große Sängerin akzeptiert werden." Jemand, dessen Alben 30 Millionen mal verkauft wurden, braucht kaum beim Spiegel um Anerkennung betteln. Man fragt sich, wieviel der Spiegel für das Interview zahlen musste, Aguilera könnte ihn demnächst wohl ohne weiteres aufkaufen...

[...]

Spiegel: Paris Hilton zum Beispiel. Wie gefällt ihnen der Song "Stars are blind"?

Aguilera: Ich kenne ihn nicht.

Spiegel: Vielleicht aber die sehr freizügigen Fotos von Hilton und ihrer Kollegin Britney Spears, die vor drei Wochen um die Welt gingen.

Aguilera: Hören sie, wenn sie jetzt darauf hinauswollen, dass ich mich zu dem Zeug äußere, vergessen Sie's. Ich hasse es, Leute zu verurteilen, und ich werde das auch jetzt nicht tun.

[...]

Spiegel: Erachten sie die neue Freizügigkeit von Britney Spears als einen weiteren Befreiungsschlag der Frauen? Oder doch nur als Provokation?

Aguilera: Fragen sie die Frauen, die sich so präsentieren. Mich ärgert nur die Diskussion zu dem Thema. Es ist doch so: Wenn ein Mann betrunken in der Gegend herumfällt und sich auch sonst total daneben benimmt, hält man ihn für einen coolen, unangepassten Typen. Lebt sich eine Frau aus, tut was ihr gefällt, drückt man ihr sofort einen sehr hässlichen Stempel aus. (Beispielsweise zwangsheterosexuell, d.A.)

Spiegel: Christina, die Frauenrechtlerin?

Aguilera: Das versteht sich doch von selbst. Frauen müssen genauso frei sein können wie Männer.

[...]

Spiegel: Wollen sie ein Vorbild sein?

Aguilera: Ich mag schon die Begriffe Vorbild und Rollenmodell nicht. Sie implizieren zu viele Stereotype und damit zu viele Vorschriften, wie jemand sein sollte und wie nicht. Jeder soll sein eigenes Ideal haben. Ich habe keine Lust, mir über diese Vorbildfunktion zu viele Gedanken zu machen. Denn das würde bedeuten, dass ich im Grunde für andere lebe. Wenn ich Menschen inspiriere, ist das gut, aber ich möchte nicht darüber nachdenken, ob ich gerade ihre Erwartungen erfülle. Ich erfülle meine eigenen. Das muss genügen.

Aus: Spiegel, 51/2006, S. 154f

 

14.1.07 12:52
 


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bisher 54 Kommentar(e)     TrackBack-URL


salty / Website (14.1.07 14:03)
'Les mal Marcuse, anstatt Leistungsprinzip, Zwangsheterosexualität und normative Schönheitsstandards abzufeiern'

lach. super!
wobei man sich bei manchen nicht wundert, warum sie was gegen schoenheitsstandards haben.


nichtidentisches / Website (14.1.07 17:42)
Hm. Ich kenne jetzt niemanden, der exorbitant hässlich wäre, und was gegen normative Schönheitsstandards hat. Im Gegenteil haben vielleicht gerade gutaussehende Menschen hier einen Weg gefunden, ihrem "Mitleid" freien Lauf zu lassen, indem sie den "Schönheitsstandard" kasteien. Würde also nicht zu Häme greifen...


w / Website (14.1.07 21:49)
Wo genau liest du die Inquisition heraus, Scherzkeks?
Naja, Hauptsache du liegst auf einer Ebene mit der Norm einer Gesellschaft, die Sternchen wie Aguilera hervorbringt - egal was deren in Interviews dann und wann geäußerten Privatansichten sind - und diese Ideale v.a. den weiblich sozialisierten Subjekten mit einer dermaßen starken Macht einimpft, dass etliche Frauen unter Essensstörungen (hast DU schon mal den Finger im Hals gehabt weil du dich zu dick fühltest?) oder schlimmerem leiden bzw. dank der unheimlich stark und autonom sozialisten männlichen Konterparts alltäglich sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.

P.S.
Wenn du schon wie der hinterletzte Spex-Schreiberling den Feminismus in der Popkultur abfeiert, wie wär es dann mit der Rapperin Khia? Ach nein, die ist ja nicht so schön weiß, rein, blond und wohlproportioniert wie Aguilera.


Alex De Large / Website (14.1.07 23:26)
Wenn man gegen frauenlesbentransgender polemisiert, hat man gleich die anderen pseudofeministischen Sprachterroristen am Hals. Waiting ist einer davon:
http://bad-blog.com/2007/01/14/frauenlesbenqueertranstudentinnen/#comment-335


Alex De Large / Website (14.1.07 23:27)
Das versteht sich doch von selbst. Frauen müssen genauso frei sein können wie Männer.

----------------------------

Darum geht's und um mehr nicht....


w / Website (15.1.07 00:00)
So siehts aus:

"Alex De Large ... man[n] gegen frauenlesbentransgender"

Hach, schrecklich, dieser "PC-Terror" (Junge Freiheit) bzw. "pseudofeministischen Sprachterroristen" (DeLarge)

Die Kapitulation jeder Gesellschaftskritik:
"Frauen müssen genauso frei sein können wie Männer. Darum geht's und um mehr nicht..."

Und Polen Polen und Deutsche Deutsche. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, immer schön egalitär ...


lysis / Website (15.1.07 02:52)
Hahaha, Alex De Large labert in seinem paranoiden Beitrag auf dem Bad Blog was von "linken Geschlechtsmördern". Das ist einfach nur zu geil: jetzt können auch schon begriffliche Abstraktionen gemeuchelt werden!


nichtidentisches / Website (15.1.07 07:57)
Hey W, was für ein Problem hast du konkret? Kannst du das eingrenzen? Oder ist es eher so ein allgemeinfrust?
Bloß weil man im Fernsehen Bilder aus Äthiopien zeigt wird niemand magersüchtig. Und wenn jemand um einem Arschloch zu gefallen sich den Finger in den Hals steckt hat er ein Problem bestimmt nicht: Dass das Model und die Werbung daran schuld wäre. Wer zwanghaft gefallen will, hat seinen Grund in einer Zeit, die noch lange vor der Werbung und Zeitschriften liegt, aber Psychoanalyse ist ja nicht so der Hit bei Dekonstruktivistas, weil es da um Sexualität geht.
Viel öfter fressen sich Menschen kaputt, um jemandem bestimmten nicht zu gefallen, und das ist viel gravierender.
Würde man in der Werbung zeigen, dass es cool ist die Luft anzuhalten, würden Millionen Dekonstruktivisten ersticken, und dann behaupten, die Werbung war schuld.


Alex De Large / Website (15.1.07 09:22)
Mein Gott lysis, das ist eine Polemik auf das Wort "gender killer". Sind Sie nur noch frustriert? Haben gar keine Fantasie...?


Alex De Large / Website (15.1.07 09:22)
"Und Polen Polen und Deutsche Deutsche. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, immer schön egalitär ... "

Da besteht kein Zusammenhang.


Bürger (15.1.07 10:14)
@w:

Ach Gott, die armen Frauen. Immer und überall sind sie Opfer von irgendwas. Mir kommen gleich die Tränen.

@Lysis:

Der Glaubenssatz, Geschlecht sei ein Konstrukt oder eine reine Abstraktion, wird auch durch ständige Wiederholung nicht überzeugender.

@nichtidentisches:

Gut pariert, aber leider auf halber Strecke stehengeblieben. Keine Frau steckt sich den Finger in den Hals, "um einem Arschloch zu gefallen". Diese Konzession an dem Feminismus müsste nicht sein. Essstörungen haben psychische Ursachen, da ist kein Arschloch dran schuld.


nichtidentisches / Website (15.1.07 11:40)
Ay Bürger: nichts anderes behaupte ich.


lysis / Website (15.1.07 18:37)
@Bürger: *lol*, wenn "Geschlecht" kein Begriff ist, was ist es dann? Ein Lebewesen oder Gegenstand? Na dann würde Alex De Large Furcht vor "linken Geschlechtsmördern" natürlich Sinn machen! :D


Bürger (15.1.07 19:23)
Was gibt's denn da zu lollen? "Begriff" bedeutet nicht, dass dem nichts zu Grunde liegt. Auch wenn Dir das zu plump und profan scheint: es gibt Männer und Frauen.


lysis / Website (15.1.07 21:10)
So ein Unsinn, als ob Begriffe in der dinglichen Realität existieren würden! Kein Begriff tut das. Begriffe sind Merkmalszusammenfassungen, und diese Zusammenfassungen sind noch immer die Leistung eines synthetisierenden Verstandes und nicht die einer dinglichen Realität.

Dasselbe gilt natürlich auch für "Mann" und "Frau". Natürlich gibt es die: als Begriffe! Was denn sonst?

*lol* Man merkt: heute bekommen Schüler und Studenten einfach keine logische Grundausbildung mehr, von Philosophiegeschichte einmal ganz zu schweigen ...


lysis / Website (15.1.07 21:23)
Irgendwie originell wär's ja noch, wenn du behaupten würdest, dass die Denkform Geschlecht angeboren sei -- so wie bei Kant die Anschauungsformen von Raum und Zeit. Aber den Begriff mit einem real existierenden Ding zu verwechseln, so als gäbe es "den Mann" nicht nur als abstrakte Merkmalseinheit, sondern auch als konkretes "Gattungs-Individuum" (ich hoffe, die contradictio in adjecto fällt ins Auge!), das passiert echt nur einem logik-philosophischen Nullchecker.


lysis / Website (15.1.07 21:25)
arm, mit was man sich unterhalten muss!


Bürger (15.1.07 21:38)
Du Dummbatz, du baust dir hier einen Pappkameraden. Nirgendwo habe ich "den Begriff mit einem real exisitierenden Ding" verwechselt. Ich habe lediglich auf die Banalität hingewiesen, dass einem Begriff, wenn er sinnvoll sein soll, etwas real Existierendes zugrunde liegen muss. Eine Abstraktion abstrahiert von etwas, das es tatsächlich gibt, sonst wäre es ja keine Abstraktion, sondern Schwurbel. Der Begriff Geschlecht bezeichnet die Tatsache, dass es Männer und Frauen gibt, und zwar von Natur aus. Und wenn du dich auf den Boden wirfst und mit den Fäusten hämmerst, auch Natur ist nicht bloß eine begriffliche Abstraktion, sondern etwas, das es tatsächlich gibt. Noch einmal ad personam: nur weil du kein Mann bist/sein willst, heißt das keineswegs, dass es keine Männer gibt. Im übrigen musst du dich nicht mit mir unterhalten, wenn du nicht möchtest. Du kannst dich gerne wieder in deine dekonstruktivistische Wahnwelt flüchten, die du anscheinend für Philosophie hälst.


nichtidentisches / Website (15.1.07 22:23)
Nominalistenpack! Vorrang des Objekts, huraah! Halbgebildeten Dünkel smashen! Vorwärts Bürger!

Mal im Ernst. Aus der einfachen (materialistischen)Tatsache, dass es Intersexuelle gibt ist im dekonstruktivistischen Jargon die Leugnung jeglicher Materialität von Geschlechtlichkeit und Sexualität geworden. Heterosexualität wird zur Zwangsheterosexualität und Sexualität zum schnöden Konstruieren.

Also, wenn ich Lysis wäre und irgendwann merken würde, dass ich mich auf dem Holzweg befinde, dann würde ich sagen:
"Sie werden schon sehen, das ist Amerika und wenn hier was Scheiße ist, dann ist es erlaubt, sein Geld zurückzukriegen."
(Stan: "Die Passion des Juden", Southpark)

Hey Lysis, auch wenns wehtut: Auch du hast eine Mutter!


Bürger (16.1.07 00:06)
Da lacht der Analytiker: "Herr Doktor, Sie können mich alles fragen, aber lassen Sie meine Mutter aus dem Spiel!"


Erdge Schoss / Website (16.1.07 00:24)
Der Spiegel ist seit dem Tod von Rudolf Augstein eben auch nur noch aus Papier.


lysis / Website (16.1.07 03:51)
Der Begriff Geschlecht bezeichnet die Tatsache, dass es Männer und Frauen gibt, und zwar von Natur aus.

*lol*, du zerlegst einen Begriff in zwei weitere Begriffe, und meinst damit belegt zu haben, dass der Begriff auf Naturalia und nicht auf den synthetischen Leistungen des Verstandes fußt.

Herrlich! :D

Leute, die noch nie Kant gelesen haben, sondern mit der Naivität eines Grundschülers auf den Erkenntnisvorgang losgehen, den sie sich nach der Art eines Spiegels vorstellen, sind wirklich pretty cute!


lysis / Website (16.1.07 04:18)
Übrigens, Bürger, was sagtest du oben? Eine falsche Behauptung wird durch penetrante Wiederholung nicht wahrer. Da kannst du dich noch so oft auf den Boden werfen und schreien: "Es gibt Mann und Frau, und zwar von Natur aus." Sinn macht dieser Satz trotzdem keinen. Denn wenn man aufhört, bestimmte begriffliche Sortierungen an der Realität vorzunehmen, dann verschwindet auch das falsche Bewusstsein, dasss diese begrifflichen Sortierungen als *objektiven Bestandteil* der Realität v/erkennt.

@nichtidentisches: ja, mich hat jemand geboren. der begriff "mutter" bezeichnet aber eine soziale rolle, die diese person, die mich geboren hat, innerhalb einer patriarchalen institution wie der familie ausübt. sonst könnte man kaum von "adoptivmüttern" schreiben.

ps: lasst doch mal vulgärdenker wie freud weg. ich komm doch auch nicht mit rudolf steiner und solchem esoterischen quatsch! :D


lysis / Website (16.1.07 04:58)
PPS: Ganz lesenswert, was die Einschätzung Freuds durch die universitäre Wissenschaft angeht: Der Überschätzte.


Bürger (16.1.07 08:58)
ich glaube, Lysis ist ein soziales Konstrukt. Oder kann sich jemand Lysis als bio-physische Entität vorstellen? Ich nicht.


Nichtidentisches (16.1.07 10:11)
Jaja, der Lysis. Wurde von einem Konstrukt geboren, das er sein ganzen Leben lang dekonstruieren will. Vielleicht ist folgender Witz ein gutes Argument?

Shlomo kommt vom Philosophenkongress nach Hause. Er sagt zum Rebbe: Pass auf, Rebbe, ich hab was gelernt. Pass auf:
Ist Wien anderswo als Lodz?
Ja, sagt der Rebbe.
Bist du in Wien?
Ja, sagt der Rebbe
Triumphiert der Shlomo: Also bist du Anderswo und nicht hier!
Der Rebbe denkt nach. Nach einer Weile steht er auf, beugt sich über den Tisch und haut Shlomo mit aller Kraft eine runter.
Oj! Schreit der Shlomo. Warum haust du mich?
Wer, ich? sagt der Rebbe. Ich bin doch gar nicht hier.

Und lies lieber mal, was Freud über die Wissenschaft schreibt, als was die "Wissenschaft" über Freud schreibt.


lysis / Website (16.1.07 12:09)
Ja, ich bin ja auch ein Lebewesen und kein Begriff. Mich kann man meucheln, einen Begriff nicht. Hammer's jetzt?

Und, nichtidentisches, steck dir Freud sonstwo hin!


Bürger (16.1.07 12:46)
Dann kann man deine Mutter offenbar nicht meucheln, denn "Mutter" ist ja auch nur ein Begriff.


Bürger (16.1.07 13:06)
Na, wat is deine Mutter denn nu? Ein Begriff, eine Abstraktion, eine soziale Rolle - alles, Hauptsache kein realer Mensch? Wie fängst du eigentlich Weihnachtspostkarten an? "Liebes Lebewesen, das im patriarchalen Zwangssystem Familie die soziale Rolle der Mutter ausübt, ich wünsche dir alles Gute ..."


Nichtidentisches (16.1.07 13:38)
Hach Lysis, Antisemiten wie dich erkennt man nicht nur an analen Konnotationen, die aufgepeitscht gegen jede Kritik ausgefahren werden, sondern auch daran, dass sie einen jüdischen Witz erzählen müssen, um zu beweisen, wie schrecklich die Juden sind. Ob die Juden damit nur ein Vorurteil überidentifizieren und sich darüber lustig machen, oder ob sie den Witz als permanentes Tabu gegen die dadurch nie erfolgende Steinigung aufrichten, wird bei dir nicht gefragt.
Erzähl doch bei Gelegenheit einfach mal einen guten islamischen Witz über die Steinigung.

Ach so, Freud habe ich mir sonstwohin gesteckt. Aber dadurch komme ich auch nicht weiter. Vielleicht sollte ich doch wieder dazu übergehen, ihn zu lesen? Komische Methode, tut außerdem ein bissl weh, die Kanten, zum Glück gibts auch einen Schmutztitel...


Bürger (16.1.07 13:55)
Mann, nichtidentisches, bist du blöd. Hast wohl in der Grundschule im Filosofieunterricht nicht aufgepasst. Mit Freud meinte Lysis doch eine Abstraktion und nicht das reale Buch. Selbst schuld, du naiver Realist. :-)


Bürger (16.1.07 17:33)
Lysis, Lysis, wir wissen doch schon längst, dass du Antisemit bist, nun reit dich doch nicht immer weiter rein. Die Steinigungen der Bibel liegen Jahrtausende zurück, die haben mit dem heutigen Judentum nicht das geringste zu tun. (Wenn sie überhaupt etwas damit zu tun haben, was man sinnvollerweise als Judentum bezeichnen kann. Dazu Jan Assmann: http://www.welt.de/data/2007/01/13/1173853.html). Das mit dem Islam als Ersatzobjekt des Antisemitismus ist wieder so eine hübsche Sophisterei. Da nimmste lieber gleich das Original, ne, Lysis? Ohnehin fehlt für diese Behauptung jede Evidenz, genau wie für die ganze Sex vs. Gender-Geschichte.
Und weil's so schön ist, gleich noch ein Beleg für Lysis' Antisemitismus: In einem Kommentar auf seinem eigenen Blog (http://lysis.blogsport.de/2007/01/06/morris-plea-for-pre-emptive-genocide/#comment-9903) spricht das Lysis vom "neokolonialistischen Israel". Das musste mal raus, was Lysis? Der Furz saß dir schon lange quer. Tat's gut? Ich mein, das wird man doch wohl mal sagen dürfen. Man muss doch Israel noch kritisieren dürfen, oder?


Nemesis (16.1.07 17:47)
Was ist an "neokolonialistisch" antisemitisch?


Bürger (16.1.07 17:53)
Die Behauptung, dass Israel es sei.


Nemesis (16.1.07 18:04)
Warum ist es antisemitisch zu sagen, das Israel "neokolonialistisch" ist? Entweder stimmts oder es stimmt nicht. Wenn Lysis das beweisen kann, gut, wenn nicht hat er Stuß gesprochen.


Bürger (16.1.07 18:19)
Als ob das Lysis je irgend etwas beweisen würde *lol*. Wer in der Zuschreibung von Neokolonialismus an den Staat Israel (zumal die tatsächlichen Verhältnisse ja kein Geheimwissen darstellen, zumal für jemand des Lesens Mächtigen nicht) keinen Antisemitismus erkennt, der hat gar nichts begriffen. Dass Israels Politik gegenüber den Palästinensern nun wirklich nichts mit Kolonialismus zu tun hat, ist nun wirklich kleines 1x1. Israel wäre schon längst aus den Gebieten draußen, wenn die Palis nicht wieder und immer wieder angreifen würden. Aber warum sage ich das, das weiß eigentlich jeder.


(16.1.07 18:55)
Das mag ja alles stimmen (oder auch nicht), nur mit Antisemitismus hat das trotzdem nichts zu tun, was widerum drauf ankommt, wie du den Begriff definierst.

Ansonsten ist es halt so, das so "Antisemitismus" Vorwürfe zu Stilmittel verkommen.


nichtidentisches / Website (16.1.07 20:29)
Loggorhoe! Wie immer. Lysis kriegt es nicht gebacken, seinen Antisemitismus ehrlich zu vertreten. Wegen dem Antisemitismus gegen die Juden. Natürlich nur, weil ihre Religion scheiße ist. Und gleich. Und weil sie gleicher ist als andere, verteidigt Lysis den Islam und nicht das Judentum. Weil das Judentum von den ganzen Philosemiten viel zu sehr verteidigt wird. Oder hat man Lysis schon mal den ganzen Tag auf muslim-markt herumposten sehen, wo er dann gegen Islamisten das Judentum verteidigt? Nö.

Wenn Lysis mal einen in irgendeiner Weise qualifizierten Theologen fragen würde, wäre ja schnell klar, dass die intellektuelle Leistung des Ersten Testaments in keinster Weise in irgendeinem Verhältnis zu dem Geschwurbel steht, das sich Koran nennt.

Also, hier nochmal der Hinweis an Lysis: Du bleibst hier nur ungelöscht, weil es mich bis zu einem gewissen Punkt amüsiert. Nicht etwa, weil ich mir über deinen Antisemitismus im Zweifel wäre, und der Illusion erligen würde, dich "bekehren" zu können. An alle Mitstreiter natürlich ein Dankeschön.


nichtidentisches / Website (16.1.07 20:35)
Ach so, für alle, die in Versuchung kommen, Lysis "Beweistext" anzuklicken: es ist der übliche Schwachsinn. Logischerweise gibt Israel Milliarden dafür aus, Palästina profitabel zu kolonisieren. Wer weiß, vielleicht kann man da ja Kalaschnikows ernten. Der Iran schleust sie ein und die IDF entwaffnet wenn genug "nachgewachsen" sind. Oder Israel verkauft an antisemitische Nachrichtenagenturen die scharfen islamistischen Snaf-Filmchen aus Gaza. Oder so. Irgendwie. Stellen sich Islamisten wie Lysis das vor...


nichtidentisches / Website (16.1.07 20:36)
Die Zwanghaftigkeit, mit der Lysis von einem Thema wie Christina Aguilera auf die Juden kommt ist überdies außerordentlich verblüffend und gibt tiefe Einblicke in den inneren Kern der Genderdebatte.


nichtidentisches / Website (16.1.07 21:49)
Nochwas Lysis: "Ich hab zu dieser oben angesprochenen Verschiebungsleistung mal was Schönes geschrieben: "
Soviel Selbstbewusstsein stinkt...
"Wenn ick mir mal ehmdt selbst zitiern darf..."


Bürger (17.1.07 00:05)
Wenn es eines letzten Beweises für Lysis' Antisemitismus bedurft hätte: sein Hinweis, mit der (selbstverständlich rabiat antizionistischen) Kommunistischen Partei Israels "solidarisch" zu sein, hätte ihn geliefert.


Bürger (17.1.07 09:52)
Der letzten 40 Jahre? Also meinst du nicht nur die Besetzung des Gazastreifens und des Westjordanlandes, sondern Israel als Ganzes?


Bürger (17.1.07 09:55)
Zu den angeblich "falschen(!) Juden", mit denen Lysis solidarisch ist: Die Kommunistische Partei Israels besteht fast nur aus Arabern und ist dem jüdischen Staat feindlich gesinnt.


Bürger (17.1.07 10:27)
Das Argument lautete, Lysis könne gar nicht antisemitisch sein, da er ja mit jüdischen Kommunisten sympathisiert. Ich habe mir lediglich erlaubt, darauf hinzuweisen, dass seine Freunde von der CPI allerdings Araber sind.


Nemesis (17.1.07 10:59)
@Bürger
Nein ich habe nicht behauptet, Lysis können gar nicht antisemitisch sein. Ich habe behauptet, das was du alles aufzählst, keine hinreichenden Bedingungen für sind für Antisemitismus. Lysis macht keine Aussagen über das Wesen von Juden oder macht Pauschalisierungen. Es geht um Israel und über den spricht ihr wie über Gott und nicht wie über einen Staat.

Auch behauptet ich das die Solidarität mit jüdischen Kommunisten (die nicht nur aus Arabern bestehen) kein Beweis für Antisemitismus ist. Es gibt schließlich mindestens einen Antisemiten auf der Welt, der auch mit Sharon oder Olmert solidarisch ist. Wenn man alles unter Antisemitismus fasst, wird er eben ganz harmlos, das meinte ich mit Stilmittel.


Nichtidentisches (17.1.07 11:24)
Hi Lysis. Du wirst ab sofort gelöscht. Wenn du einen hinreichenden Beweis bringen kannst, dass du kein Antisemit mehr bist, darfst du wieder posten.
Denn, lieber Nemesis, nicht ich muss ihm irgendwie beweisen, dass er Antisemit ist, das macht er schon ganz alleine und wenn du was davon verstehen würdest, könntest auch du es erkennen.
Leider leidet dadurch die Lesbarkeit der obigen Argumente etwas, aber das letzte, wozu dieses Blog hier dienen soll, ist akademischen Antisemiten noch ein Forum zu geben, auf dem sie ihre Beschimpfungen und ihre scheinheilige Solidarität mit israelischen Antisemiten zu Schau stellen um sich weiß G'tt was auf ihre Diskussionsfähigkeit einzubilden...


Nemesis (17.1.07 11:46)
Tja das müssen wir wohl dann hinnehmen.


Nichtidentisches (17.1.07 11:47)
So, und hier eine Zusammenfassung:
Lysis wollte mit einem jüdischen Witz über Steinigung den Beweis erbringen, dass Juden Steinigen, und deshalb genauso schlimm sind (weil für Lysis alle Religionen gleich sind) wie die Islamisten und der Koran. Trotz mehrfacher Aufforderung meinerseits, doch einen historischen Beweis für Steinigungen in den letzten 1500 Jahren zu erbringen, und dann noch zu beweisen, dass dies nicht ein Archaismus ist, sondern Kern der Religion.
Die Tatsache, dass Lysis auf einen jüdischen Witz, der ein philosophisches Problem diskutiert, einen jüdischen Witz anbringen muss, um nun auf einmal vom philosophischen Problem auf das Judentum zu schwenken, ist eine typisch antisemitische Reiz-Reaktion. In der Folge fühlte sich Lysis befleißigt, zu belegen, dass Israel die Palästinenser kolonisiert, was Terror jeglicher Form natürlich zum Widerstand werden lässt. Und damit er kein Antisemit ist, erklärt er sich solidarisch mit der antisemitischsten legalen Partei Israels, der Chadasch.
Weiterführende Probleme als die Räumung von legitimen jüdischen Siedlungen im Westjordanland sieht Lysis nicht, denn wenn der Jud erst weg ist, herrscht Friede in Utopia.


lysis / Website (17.1.07 13:11)
*lol* Jemand, der übers Thema Rauchen auf den Islam kommt, sollte vielleicht erstmal seine eigenen Reiz-Reaktions-Schemata überprüfen.


nichtidentisches / Website (17.1.07 20:03)
Abwehr...soll ichs löschen, bevors dir irgendwann peinlich wird?


lysis / Website (17.1.07 21:10)
Peinlich sollte dir eher dein eigenes Geschreibsel sein.


nichtidentisches / Website (17.1.07 22:06)
"Jeder einzelne dieser Begriffe hat für antideutsche Kritik eine zentrale Bedeutung, hier aber werden sie alle aus ihrem Zusammenhang gerupft und gedankenlos hingestreut - sie verlieren ihren Sinn und verkommen zu bloßen Wörtern, deren einziger Zweck im Wiedererkennungseffekt für antideutsche Leser besteht.[...]Begriffe, Gedanken und dialektische Figuren verlieren jeglichen Gehalt und erzeugen nur noch Pathos."

Wie schön, dass du das auch auf deine Sex/Gender Debatte anzuwenden verstehst.

Ansonsten danke für die Verlinkung, das meiste der "Kritik" würde ich bestätigen, wenn es nicht aus dem Munde eines Menschen kommen würde, der gegen Kritik aber sowas von immun ist und noch dazu aggressiv reagiert.

Todestrieb und Todessehnsucht zu verwechseln ist allerdings schon auch ein netter Fauxpas.

Der Unterschied zwischen deinem Text und meinem besteht nicht im Stil, Kompliment und dito (dein Text wäre in gleichen Floskeln zu kritisieren), sondern dass ich etwas ausformuliere, was nicht konform geht und m. E. auch neu ist, und du deine Kritik allein am Stil ansetzt, bei gleichzeitigem Konformismus. Dass du in der Kritik nicht weitertreibst, sondern beharrst, auf einen gemütlichen Status ante zurückkehrst, von dem du denkst, dass er schon perfekt ist. Was ich von vornherein nie beanspruche.


lysis / Website (17.1.07 22:09)
ähm, kleine verwechslung: der verlinkte blogeintrag ist nicht von mir.

aber lass halt einfach mal die abwehr und nimm die kritik des genossen an! :O

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