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Saddam is dead!

Heute wurde Saddam Hussein gehängt. Die Bilder auf CNN: etwas emotional, eine zu hagiographische Kurzbiographie, der Sprecher über Saddam während seines Prozesses: "He's fought his whole life and he dies ... fighting."

Die Bilder wecken Mitleid, sollen dies tun: Ein älterer Mann, gefasst wirkend, tritt seinen letzten Gang an, seine Henker mit schwarzen Masken erklären ihm gestikulierend den Ablauf seines Endes. Ein historischer Moment. Ein kurzes Augenzwinkern der Geschichte. Schnitt. Und weiter geht's. 30 Tote bei Autobombe in irgendeiner irakischen Stadt mit K. Und wieder Abscheu über die eigene Anfälligkeit für die propagandistische Selbstinzenierung Saddams als braver Bürger, als schicksalsergebenes Spielzeug der Verhältnisse. Er hat bekommen, was er verdient hat, und ist noch viel zu gut weggekommen.

Das tiefe Vertändnis für den etwas zaghaften, aber ehrlichen Jubel, der erste seit der Befreiung. Das Wissen, dass dieser alte Mensch am Galgen mehr als ein Mensch, ein Symbol, die Personifizierung der pervertierten Macht über die gesamten 90-er hinweg war. Die freie Welt ist sich im Prinzip einig: Dieses Regime darf nie wieder herrschen. Dann schon lieber einen Bürgerkrieg mit kleineren Guerrilleros, die zielsicher irgendwann das Schicksal einer lasergesteuerten Rakete oder der Autobombe eines Konkurrenten ereilt.

Die einen fürchten einen Märtyrer Saddam, wo jeder weiß, dass Märtyrer im Islam die sind, die im Kampf sterben, die sich nicht gefangen nehmen lassen. So einen wie Saddam hat Allah schon lange vorher verlassen. Der "Märtyrer Saddam" ist eine Projektion des friedensforschenden Westens und allein Saddam Husseins selbst. Nicht einmal die Baath-Partei will ihn ernsthaft wieder haben, keiner würde gerne wieder in totaler Abhängigkeit von seiner Paranoia und seinen Launen leben, er taugt tatsächlich nur noch als Symbol eines nihilistischen Terrorkrieges.

Der Jubel? Bleibt auch mir trotz des Verständnis, des Einverständnisses mit der Notwendigkeit dieser Tat im Bauch stecken. Eher: Ein Gefühl der Müdigkeit. Ein Hauch von Freiheit, und ein bisschen ein kurzer Placebo. Taugt nicht einmal zur Diskussion in der verrauchten linken Spelunke. Todesstrafe für so jemand, ja - nein, längst abgehakt. Ein Symbol ist tot. Die gesellschaftliche Zusammenhänge, die es repräsentiert und produziert hat, marodieren weiter vor sich hin, unter anderem dem Unwillen des alten Europas geschuldet. Saddam ist tot. 30. Dezember 2006. Ein Tag für's Geschichtsbuch. Vielleicht hilfts ein wenig. Und dumpfe Resignation.

Lucky: "Waren wir nicht gestern hier?"

[Samuel Beckett: "Warten auf Godot"]


30.12.06 13:46
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(30.12.06 21:40)
du präpotenter schwätzer traust dich noch nichtmal deiner genugtuung über staatlichen mord ausdruck zu verleihen. du bist wahrlich ein intellektueller.


nichtidentisches (31.12.06 00:24)
Jup, und Eichmann hätte man deiner Meinung nach begnadigen müssen, weil: "Weg mit den Knästen!"


nichtidentisches (31.12.06 00:32)
Und außerhalb meines Blogs gerierst du dich wahrscheinlich als "Sexismuskritiker". Hier kann mans ja ablassen. Aber warum so intellektuell? "Du arschgefickter Hurensohn" lief dann wohl doch nicht so flüssig in die Tastatur. Hat er dann ins Synonymwörterbuch gelinst und "präpotent" gefunden. Hui. Ein Hauch Respekt. Immerhin nicht "impotent". Soll ich mir jetzt darauf was einbilden? Und wann genau, wenn das "prä" temporal bestimmt ist, stellt sich "potent" ein? Würde ich gerne wissen. Weil auf so Zuschreibungen lege ich schon großen Wert. Wäre mir wirklich peinlich, wenn das Gefühl entstehen könnte, ich sei nicht so wirklich potent genug, um deinen Ansprüchen zu genügen.

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