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Äthiopien befreit Somalia!

Bildquelle: Wikipedia

Äthiopien hat auf die stete Expansion der gut unterstützten somalischen Islamisten jetzt mit dem einzig Richtigen geantwortet: die Kriegserklärung anzunehmen und sich offensiv zu wehren.

Nachdem im Herbst aus Eritrea vermehrt Provokationen kamen, unter anderem wurden UN-Mitarbeiter entführt und Un-Posten in der Sicherheitszone überfallen, ist wahrscheinlich, dass Eritrea mit der Unterstützung der immer frecher und aggressiver werdenden Islamisten in Somalia Äthiopien in einen Dauerkrieg hineinziehen will, aus dem heraus es seine eigene Schwäche kompensieren kann. Die gesteigerte Bedrohung des relativ freien und friedlichen Puntlandes und im nächsten Schritt womöglich Djibutis, mit Äthiopiens einzigem sicheren, kooperativen Hafen konnte Äthiopien schon aus strategischen Gründen nicht hinnehmen.

Die EU äußert sich wie üblich friedensforschungsgeschult, Gewalt gegen islamistischen Terror gilt wie immer als "Provokation":

"Zutiefst besorgt" zeigte sich Eu-Kommisar Louis Michel in Brüsselüber die Verwicklung der äthiopischen Armee in die jüngsten Kämpfe. Äthiopien müsse seine militärischen Interventionen in dem Nachbarland sofort einstellen, um nicht noch weitere Gewalt zu provozieren.

Ganz anders dagegen die mit mehr Realitätsbewusstsein ausgestattete AU:

26. Dezember: Die Afrikanische Union bekräftigt das Recht Äthiopiens, in Somalia einzugreifen. Der UN-Sicherheitsrat kann sich nicht auf einen Textentwurf für einen Waffenstillstand in Somalia einigen.

[Diese Meldung wurde durch spätere Stellungnahmen der AU konterkariert]  

kurier.at vermeldet über den Kriegsverlauf:

Die Islamisten haben nach eigenen Angaben bisher hunderte Menschen getötet. Äthiopien sprach von bis zu 1000 getöteten Islamisten Der UNO-Sicherheitsrat konnte sich am Dienstag nicht auf einen Aufruf zur Waffenruhe in dem völlig verarmten Land einigen. Hilfsorganisationen erwarten angesichts der Unruhen eine Welle von bis zu 200.000 Flüchtlingen.

Zu allem Überdruss wird Somalia auch noch von einer Naturkatastrophe heimgesucht. Heftige Regenfälle haben seit Oktober den ausgetrockeneten Boden in Südsomalia überschwemmt. Mehrere hundert Menschen starben, rund eine halbe Million Somalier wurden von den Fluten vertrieben.

zdf "heute" berichtet wie viele andere über jubelnde Einwohner in den mittlerweile an die 20 befreiten Städten. Heute soll Mogadischu gestürmt werden.

Scheinheilige Experten befürchten, dass Somalia zum Schauplatz eines regionalen Kriegs am Horn von Afrika werden könnte. Als wäre dieser regionale Krieg nicht seit einem Jahrzehnt in vollem Gange. Der "Flächenbrand" der wie immer befürchtet wird, findet in Wahrheit längst statt in der Radikalisierung und stetigen Unterwanderung staatlicher Strukturen durch Islamisten im gesamten (sub-) saharischen Afrika, von Nigeria über Sudan, Kenia, Mali, Mauretanien, Ägypten bis Eritrea und eben Somalia. Ob allerdings wie von den Islamisten lauthals gekräht die solidarischen Djihad-Kämpfer ihnen zu Hilfe eilen werden, bleibt in Afrika fraglich. Zumeist herrschen Synkretismen vor, die afrikanischen Clanstrukturen können zwar hin und wieder strategisch benutzt, aber kaum dauerhaft geeint werden. Somalia ist nicht Afghanistan oder der Irak, wo umliegende Staaten ihre Bestes tun, Massaker zu fördern und Ölmilliarden nur über eine der zahlreichen undichten Quellen fließen müssen. Gerade das Auftreten des bestbewaffneten und glamourösesten, weil nie kolonisierten Staates in Afrika könnte den Menschen in Somalia den starken Halt geben, der an den Islamisten zunächst bedingt begrüßt wurde. Der großsomalische Nationalismus ist wohl kaum so stark, wie dies die Islamisten und in ihrem Gefolge die Friedensforscher gerne hätten. Im zersplitterten Somalia gilt zuerst die Clanzugehörigkeit und nicht irgendeine abstrakte Nationalität. Die Hälfte Somalias ist ohnehin als Puntland und Somaliland de facto unabhängig. Dass nicht der mächtige Westen, sondern das arme Äthiopien nun die Drecksarbeit machen muss, trägt möglicherweise zusätzlich zur Legitimierung in Afrika bei.

Militärische Probleme wird Äthiopien, das aus dem Krieg mit Eritrea als moralischer und militärischer Sieger hervorgieng, kaum haben:

Nach Angaben der britischen Fachzeitschrift „Jane´s“ beträgt die Truppenstärke zwischen 150 000 und 180 000 Mann. Nach UN-Angaben waren im November mindestens 8000 äthiopische Soldaten in Somalia stationiert. Außer Luftwaffe und Bodentruppen hat Addis Abeba auch Panzer und Artillerie über die Grenze geschickt. Die Armee verfügt über schwere Geschütze, darunter 170 im Jemen gekaufte sowjetische Panzer vom Typ T-55 sowie Artillerie- und Raketenabwehr-Geschütze. Die Luftwaffe ist mit einem halben Dutzend russischer Suchoi-24-Jäger, einem Dutzend Kampfjets des Typ Mig-23 und 25 alten Mig-21-Fliegern gut ausgestattet. (focus.de)

Zudem haben die USA ihre Unterstützung zugesagt. Die Islamisten könnten allenfalls aus dem bettelarmen Eritrea und dem üppigen Schwarzmarkt ein paar Kleinwaffen auftreiben und evtl. an der Bundeswehr vorbei aus der arabischen Halbinsel Waffen schmuggeln. Immerhin gelang es, während des Libanon-Krieges hunderte somalische Kämpfer zur Unterstützung der Hisbollah einzufliegen, der Iran machts möglich. Jemen steht allerdings auf Kriegsfuß mit dem aggressiven Eritrea und wird wohl kaum Islamisten helfen, die Eritera unterstützen und von diesem unterstützt werden.

Äthiopien darf jedoch hinsichtlich seiner Absichten und seiner Besonnenheit nicht überschätzt werden. Im Sechtsärmsten Land der Welt sind (wie in Somalia) 90 % der Frauen genitalverstümmelt, demokratische Rechte sind auch nach dem Sturz des mittlerweile in Simbabwe mitregierenden "roten Terroristen" Mengistus nicht allzu etabliert, was sich in den aufständischen Oromo-Gebieten abspielt, ist unklar und die Waffe Hunger nutzen ohnehin alle Parteien. Somalische Warlords erheben oft sogar noch Gebühren für die Rettung von Flutopfern durch Hilforganisationen.

In Ostafrika ist das Klima immer ein schwer abzuschätzender Kriegsbeteiligter. Mit der Regenzeit versinken die Landschaften in Morast und ein Bewegungskrieg wird unmöglich. Die Kampfhandlungen werden daher oft durch Regenzeiten beendet, um zu deren Ende wieder aufzuflammen. Andererseits bleibt den Islamisten wenig Rückzugs- und Mobilisierungsraum angesichts der Flutkatastrophe im Süden. Die Chancen für Äthiopien, zumindest in einem größeren Teil Somalias einen halbwegs demokratischen Staat zu restaurieren und die Islamisten, von denen in Afrika nicht wenige die Nase voll haben, endgültig zu vertreiben stehen nicht schlecht und standen vielleicht nie besser. Zumindest eignet sich das flache, versteppte Somalia weniger für einen Guerrilla-Krieg wie in Afghanistan die unzugänglichen Berge.

Am Pressespiegel fällt besonders der stete Verweis auf die Schwäche der somalischen Exilregierung auf. Damit soll ein ums andere Mal die äthiopische Intervention zum Angriffskrieg zu dramatisiert werden. Wer stützt schon eine schwache Regierung. Die Sympathie verläuft hier eindeutig mit der Stärke der Islamisten, wer regieren kann, hat recht, unabhängig von der verkündeten Ideologie. Da werden bisweilen Loblieder auf den durch islamistische Sturheit und Organisationsfähigkeit gegründeten "friedlichen" Zustand in Mogadischu gesungen, dass es nur so eine Art hat. Und jetzt, so lamentiert man treuherzig, komme Äthiopien und mache das "bisschen Frieden" kaputt. Als wäre der Aufbau einer freien Gesellschaft möglich, wo Scharia, Musik- und Fernsehverbot herrschen. Auch die Rede vom "Stellvertreterkrieg" ist tendenziös. Wer das Wort im Munde führt, versucht in der Regel die seit je in allen Kriegen üblichen Kriegsbündnisse dann zu diskreditieren, wenn die USA als Bündnispartner auftreten. Dann greift der Weltverschwörungsreflex und es wird ein "Flächenbrand", die "Büchse der Pandora", das Handeln gegen die autochtonen und für amerikanische Interessen und was nicht noch alles beschworen.

Ich persönlich hoffe, morgen über die Befreiung Mogadischus lesen zu können. Und vielleicht in einem Jahr über den ersten mit konventioneller Kriegsführung gewonnenen Krieg gegen den aggressiven Islamismus.

Weiterführend: Michael Birnbaum, Krisenherd Somalia, Heyne Verlag München 2002.

Wikipedia zu Somalia

"Portal Somalia" auf Wikipedia

 

27.12.06 16:57
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mathias Donien (28.12.06 21:44)
Äthiopien ist hier der Aggressor, nicht der (sich sowieso in Auflösung befindende) Verband islamischer Gerichte.


nichtidentisches (29.12.06 19:39)
Ja klar. Die Islamisten rücken ja erst seit zwei Jahren vor und greifen eine Region nach der nächsten an. Der Djihad gegen Äthiopien war schon ewig ausgerufen.
Seit wann löst sich der Verband denn auf?

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