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Skulls and Bones

Die "Affäre" um die Leichenschändungen einiger deutscher Soldaten will nicht verdunsten. Immer noch winseln die schuldbewussten Propheten um Bestrafung, flüstern den Islamisten ins Ohr, jetzt hätte der Westen vollstes Verständnis für Mobs und brennende Botschaften, wenn sie nicht schon Briefe nach Nigeria schreiben, ob man dort nicht mal wieder ein paar Christen lynchen könne, um den eigenen Kassandra-Komplex zu befriedigen. Dieser Masochismus hält sich Islamisten als Dominas, die Bestrafung für begangenes kolonialistisches oder kapitalistisches Unrecht vollziehen soll und lustvolle Erleichterung verschaffen. Man fragt sich doch etwas verwundert: Wo liegt denn genau der Skandal? Vielleicht von Islamisten vermutlich ohne jede Begräbniszeremonie verscharrte Leichen von atheistischen Rotarmisten oder christlichen Afghanen, aufmüpfigen Frauen oder abtrünnigen Rebellen, wurden von ein paar kiffenden Hobbysoldaten für alberne Späße missbraucht. Bedenklich mag die psychische Konstitution des Soldaten erscheinen, der den Schädel an seinen Penis hielt, deutlicher hätte er das Verhältnis von Eros und Thanatos jedoch nicht ausdrücken können. Dem abstrakten, allgegenwärtigen Tod wurde wenigstens einmal sein Gegenspieler gezeigt, er sollte in einem nekrophilen Akt unterworfen werden, wo dies in der Realität nicht möglich ist. Nekrophilie begeistert sich an der Hilflosigkeit des Sexualobjekts, und insofern sind die Fotos bedenkliches Zeichen einer solchen Einstellung zum Opfer. Sie sind aber ebenso als infantiles Aufbegehren gegen einen Prozess zu verstehen, über den der hilflose Soldat keine Kontrolle hat. Weil er den Tod nicht besiegen kann, verhöhnt er ihn, um ihn gerade dadurch nicht zu verherrlichen in sakrosankten Heldengräbern, oder zur emotionslosen Routine eines Profikillers herabzusetzen. Der Witz verweist auf das Problem, das er in Wirklichkeit mit dem Tod hat. Eine meiner Assoziationen führt zu einer Punkerin, die im Schrank einen Totenschädel aufbewahrte, den sie auf einem Feld fand. Ihr war dies ein wertvoller Fund, bisweilen ein lustiges Objekt und heimliches Grauen. In anderen Kulturen ist das Verbrennen der Toten üblich, die Asche wird in einem Bananenbrei verspeist. In Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern gibt es Faschingsähnliche Feiertage, an denen in bizarren Ritualen Skelettpuppen durch die Stadt getragen werden. Anstatt auf Ambivalenzen in den Gefühlen der Lebenden mit dem Tod zu reflektieren, wird das Ausleben dieser Ambivalenz als krank verdammt, während das Verdrängen für gesund gehalten wird. Der Opferkult der deutschen Friedhofsruhe darf sich solange ungehemmt in Kriegerdenkmälern verewigt, über denen die Volksleiche Christus prangt. "Für uns starben..." heißt es ein ums andere Mal von Soldaten des 2. Weltkrieges. Die Leichenschänder und Massenmörder von Kommendo aus Mittenwald feiern sich Jahr für Jahr in feistem Ornat. Merkel lehnt einen endgültigen Friedensvertrag mit Polen aus Rücksicht auf Sudetendeutsche ab. Bei einem Flughafenausbau werden Skelette jüdischer Opfer einer nationalsozialistischen Vernichtungsaktion ausgegraben. Aber wenn ein paar zu junggebliebene Halbstarke sich an einem in seiner Herkunft nicht genauer bezeichneten Fund begeistern und den einen oder anderen Scherz damit treiben, steht für alle fest: Das haben sie gemacht, um den Islam zu beleidigen. Die Empörung über den Umgang mit den Toten geht einher mit der Grabesruhe über den Umgang mit Mördern.

1.11.06 13:27
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nichtidentisches (9.12.06 16:32)
Wie gerade eben herauskam, waren es sowjetische Gebeine, die beim Hausbau von afghanischer Seite ausgebuddelt und achtlos weggeworfen wurden.

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