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Friedensgewinnler

 

 Johannes M. Becker schreibt:
„Fantasielos und gefährlich“ lautet sein neuestes Schrapnell mit ebendiesen Eigenschaften in der „Meinung zum Tage“ (OP, 19.9.2006). Die „deutsche Sicherheitspolitik“ breche „ohne Widerstand in Parlament und politischer Öffentlichkeit“ ein „weiteres Tabu“ und schicke „Militär in den nahen Osten“. Anscheinend ein jeder Rationalität entschlagendes Verhalten, denn es „gibt eine Reihe guter Gründe, die gegen den Marschbefehl für die Marine sprechen.“
 
Der Becker am meisten am Herzen liegende: „die deutsche Politik im Nahostkonflikt“ ist „nicht neutral“. „Schon gar nicht in den akuten Auseinandersetzungen um den israelischen Angriff gegen den Libanon. Dies wäre aber Vorraussetzung um die Streitparteien wirklich zu trennen.“
 
Eine Spielart des autoritären Charakters ist die Verinnerlichung elterlicher Ungerechtigkeit, die naturgesetzhafte Weihen erfährt. Wo die Mutter zwei Kinder trennt, faselt sie: „Zum Streiten gehören immer zwei“, eine Ungerechtigkeit sondersgleichen, hatte doch stets der kleine Bruder angefangen mit dem Förmchenstehlen. Wer einen Krieg von fanatischen Antisemiten gegen den jüdischen Staat als „Streit“ auffasst, gibt sich nicht besonders integer.  
 
An der Neutralität der angedrohten malayischen und indonesischen Truppenkontingente hat Becker kein Haar zu finden. Auch die UN an sich, für Becker eine höchst berufenswerte Einrichtung der internationalen Neutralität in Sachen Israel und Antisemitismus. Und obwohl man also das Prinzip der UN, dass eben jeder teppichbeißende Revolverheld noch mitmachen darf und die Politik nur eine des Durchschnitts aus Diktaturen, Plutokratien und Failed States ist, zum Polarstern der eigenen Irrfahrt macht, hegt man bei Beckers unterm Sofa im Falle Deutschlands die Befürchtung, dass die „deutsche Politik“ nicht der UN-Neutralität entspricht. Durch ganze „zwei U-Boote“, die Deutschland an „die Konfliktpartei Israel“ liefert, wird der „Konflikt so weiter angeheizt“.
 
Wo Israel zur jeglichen spezifischen Gehalts beraubten Kategorie „Konfliktpartei“ wird, die zu gleichen Teilen am Krieg der Antisemiten gegen die Juden Verantwortung trage, da kommt mit somnambuler Präzision der sekundäre Antisemitismus zu seinem Recht. „Wer Waffen an eine Konfliktpartei liefert, ist als Unterbinder von Lieferungen für die Gegenseite politisch wenig glaubwürdig.“ Alles drängt zum Allgemeinplatz ohne besonderen Gehalt, geht es doch vor allem darum, jede geschichtliche Implikation zu verdrängen und ins Gegenteil zu verkehren. 
 
Als Fachmann für Waffenschmuggel hat Becker zudem profunde Kenntnis über die Optionen der Wiederbewaffnung: „Wenn es denn Waffenlieferungen in der Zukunft geben wird, werden diese über Land erfolgen.“ Deshalb sollen die Kosten für den Einsatz der Marine, 200 Millionen Euro, „anstatt ins Mittelmeer, umgehend in die Verbesserung von Bildung und Ausbildung in unserem Lande fließen. Nötig wär’s.“ Anstatt also der Bildung in Deutschland, der Friedens- und Konfliktforschung zu dienen, schmarotzt dieser unverschämte Konflikt offenbar und beschäftigt eine Marine, deren Manöverübungen und Bereitschaft in der Ostsee anscheinend gratuit erfolgt.
 
Manches klingt nach Weltverschwörung: „Ein letztes Argument betrifft die durch die israelischen Bombardements geschaffene geopolitische Lage der Region: Wenn das Zerstören von Raketen-Kapazitäten im Südlibanon, die Israel hätten erreichen können , glaubt man den Verlautbarungen der Regierung in Jerusalem, erfolgreich verlaufen ist, ist ein US-geführter Krieg  gegen den Iran näher gerückt. Und in diesen würde dann die Bundesmarine mit hoher Wahrscheinlichkeit verwickelt."
 
„Sieht so eine kluge Außen- und Sicherheitspolitik einer der führenden EU-Mächte aus? [...] Sollte sich die Bundesrepublik, in Verbund mit Frankreich und Großbritannien nicht eher daran machen, den Grundkonflikt in der Region Naher Osten zu schlichten?“


„Schließlich fühlen sich sowohl die Hisbollah als auch die iranische Regierung Ahmadinedschads als Vertreter der palästinensischen Interessen im ungelösten Palästina-Israel-Konflikt!“

Na, dann will doch jeder anständige Friedensforscher sich erstmal anhören, was diese netten Leute an vernünftigen und originellen Vorschlägen zu bieten haben! 

Deshalb fragt man sich nachts unter der Bettdecke, wenn man sich vorm bösen US-geführten Krieg gegen den Iran mehr fürchtet als vorm guten Onkel Ahmadinedschad: „Sollte Berlin und sollte in seinem Gefolge Brüssel nicht schleunigst die Fehler der Vergangenheit [sic!] korrigieren und in einen fruchtbaren Dialog mit der demokratisch gewählten Vertretung der Palästinenserinnen und Palästinenser, der Hamas, treten, anstatt diesen zu verweigern und so zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen?“
 
So wird die übliche deutsche Drohung, aus der Vergangenheit gelernt zu haben, nur infamer. Und die alte Achse Berlin - grünes Banner wird stante pede reanimiert.
Und weil es nicht ganz ohne mühsam vertuschtes Eigeninteresse geht beim kleinbürgerlichen Antisemitismus, und weil man aus Auschwitz lernen muss, rhetorisiert Becker abschließend noch ein bisschen augenzwinkerig herum:
 
„Nicht auszudenken, wenn Deutschland mit seinen Friedensforschungsinstituten zur Vorreiterin einer breit angelegten und gut bestückten Präventions- und zivilen Konfliktregelungsforschung und Politik würde! Dann wäre die Lektion aus der deutschen Vergangenheit wirklich gelernt.“
 
Wegen Auschwitz will Becker also einen deutsch geführten Weltfrieden mit dem FuK-Institut-Marburg als Hauptquartier einrichten. Dass ein echter Frieden ohne deutsch-islamistische Zumutungen nicht durch eine "neutrale Position" irgendwo zwischen Juden und Hitler zu erreichen ist, sollte eine der ersten Lektionen nicht aus der deutschen Vergangenheit, sondern aus der intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung damit sein.
 
Mehr von und über Becker:
 
19.9.06 15:36
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marburger / Website (20.9.06 12:56)
"Konfliktfrosch Becker" (vgl. "Problembär Beck / Knallt die Bestie ab!", TITANIC 7/2006) fordert Neutralität gg. Hamas & Hisbollywood. Wo steht der Kunde eigentlich politisch? Wenn gar Saudi-Arabien, das reaktionärste und islamistischste Staatsgebilde auf dem Globus, die Hizbollah verurteilt (taz vom 17.7., "Keine Solidarität mit der Hisbollah"), ist er dann, so wahhab-mäßig, Rechts- oder Linksabweichler? Benny Morris, Exponent der antzionistischen Linken (!) Israels, zitiert in der WELT vom 22.7.06 aus der Hamas-Charta: "Das Endziel ist der Islam ... " (Art. 5), "Ich möchte um Allah willen in den Krieg ziehen! Ich will angreifen und töten, angreifen und töten, angreifen und töten ..." Da sollten wir doch den Becker'schen "fruchtbaren Dialog" Prof. Dr. Josef Ratzinger überlassen, der versteht mehr davon. Wesentlich mehr.

" [...]
Mut zur Weite der Vernunft, nicht Absage an ihre Größe - das ist das Programm, mit dem eine dem biblischen Glauben verpflichtete Theologie in den Disput der Gegenwart eintritt. „Nicht vernunftgemäß (mit dem Logos) handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gesprächspartner gesagt. In diesen großen Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gesprächspartner ein. Sie selber immer wieder zu finden ist die große Aufgabe der Universität."

( Es handelt sich um das vom Vatikan autorisierte Manuskript der Vorlesung. Fundort: F.A.Z. vom 12.9.2006)


Marburger / Website (20.9.06 13:33)
"Konfliktfroschung": " ... kleinen, überflüssigen Instituts ... " Hähä, Treffer! Knappe, klare Analyse.

Marburg: " ... kleinen, überflüssigen Provinznest ": Das ist ja wohl das Letzte!
1248 hat Mrs. Sophie, die Tochter der hl. "pretty Liza" Elisabeth, hierselbst Hessen begründet, indem sie dem verblüfften Marburger - seinerzeit eine höchst befemdliche Tat - einen nackten Knaben entgegenstreckte. however, das angeblich "überflüssige Provinznest" vermochte gleichwohl Geister zu inspirieren wie Ulrike Meinhof, den unvergleichlichen Hans Eichel, und "uns Boris":

"Die in Jahrhunderten bewährte und befestigte Schönheit des Städtchens,
das von der Hl. Elisabeth
(Anfang des 13. Jahrhunderts)
beschützt wird,
hat eine gewisse dunkle und mächtige Neigung zur Orgel, zur Gotik,
zu etwas jäh Abgebrochenem
und nicht Vollendetem,
was hier vergraben liegt.
Dieser Wesenszug belebt die Stadt."

Boris Pasternak
__

Wer Marburg beleidigt, beleidigt unseren Propheten, Graf Philipp den Großmüthigen, der Luther, Zwingli und Kollegen zum höchst aktuellen "intereligiösen Dialog" nach Marburg zitierte, und btw 1527, als 22jähriger (!), die Marburger Universität gründete. Was hat unser Nichtidentischer denn so mit 22 gegründet, wenn ich höflichst fragen darf? (Für aufrichtige Antwort dankbar)

"Predige, Luther, so will ich dieweil sehen,
daß man die Pferde sattele."

(Philipp, Marburger Prophet, zum Reformator, Ossie und Frömmler)


nichtidentisches (21.9.06 11:49)
Mit 22? Kann ja sein, dass ich noch 17 bin. Aber im Ernst: 1600 konnte man doch keine drei Meter vom Weg weg scheißen, ohne etwas zu gründen.
Warum beziehst du dich den positiv auf den Gründer der NsdAP-politik, Martin Luther? Irgendwie wirkt das ganz schön krude, und auf Identität versessen.
Ich meine, ich wohne in Marburg und im Rahmen einer Polemik mache ich ich über seine erbrechenswerte Kleinbürgermentalität aus Entenrennen und Marktfrühschoppen(-protesten) lustig. Das heißt nicht, dass es sich nicht auch hier Leben ließe, gründete man die Assoziation freier Individuen und riss demnach als Moment kritischer vernunft den gesamten Fachwerkkitsch nieder und baute menschenwürdigen Wohnraum mit mindestens 2,50 Decken, Doppelglasfenstern und Treppen, die diesen Namen verdienen. Ansonsten sei der Beitrag "terrakotta als leitbild" unten empfohlen.


dfg (18.10.06 02:26)
wow!

Vielen Dank für das Öffnen meiner Augen!
Ich dachte radikale Muslime wären schlimm.

Scheint so als ob der Zionismus sich ähnlich ohnmächtig hasserfüllt und hanebüchen geben kann.

Da haben sich zwei gefunden.


Nichtidentisches (19.10.06 15:00)
Der obenstehende Beitrag wird binnen 2 Tagen gelöscht, falls keine ausführliche Rechtfertigung erfolgt...

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