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'Immer noch war die Humanität eher in Frankreich zu Hause, als anderswo. Aber die Franzosen wussten nichts mehr davon. Was in ihren Büchern stand, war Ideologie, die schon jeder erkannte: im Tonfall der Stimme, in der sprachlichen Wendung, im kunstreichen Essen, der Existenz von Bordellen, den gusseisernen Pissoirs. Solchem Respekt vor dem Einzelnen hat aber schon die Regierung Blum den Kampf angesagt, und selbst die Konservativen taten nur wenig, um seine Denkmale zu schützen.'
(Adorno/Horkheimer, Dialektik der Aufklärung, „Denkmale der Humanität&ldquo

'Die Glorifizierung des weiblichen Charakters schließt die Demütigung aller ein, die ihn tragen.'
(Adorno, Minima Moralia)

Prostitution, als ältestes Gewerbe der Welt bekannt, zieht nicht nur wegen des archaischen Ranges Unmut auf sich, sondern stets, weil sie Gewerbe ist. Den Körper zu verkaufen, das scheint vor allem denen unrecht, die darauf beharren, dass sie in den Fabriken nur ihre Pflicht zum Wohle des Vaterlands leisteten. Wenig verachtet sind darum Spioninnen wie Mata Hari, die aufopferungsvoll für ihr Land den Körper hinhielten, wenig verachtet auch jene, die versprechen, Ideologie durch reiche Nachkommenschaft weiterzugeben. Wo Sexualität als Refugium der Selbstbestimmung, als höchste Privatheit gilt, kann eine oder ein „Citoyen“ doch nicht dulden, dass diese noch dem Äquivalententausch anheim fällt, schlimmer gar: zur Ware wird. Wo sich Arbeiter und Arbeiterinnen in monotonen Prozessen jegliche sexuelle Reizung verbieten, ihre Sexualität alles andere als frei ist, wähnt man nach Feierabend den Trieb vakant vom Geschehen des Tages, von Frustration und Aggression. Sex ist aber gerade dann noch affiziert vom Verwertungsprozess und durchdrungen von seinen Gesetzen, allein dadurch, dass er aufgespart ward, abgezogen der Zeit, die allein der optimalen Verwertung dienen solle, gequetscht zwischen Abendessen und Zähneputzen. In diese zehn Minuten legt man alle Sehnsüchte hinein, die einem der Alltag versagt, und Zwang tritt als Katalysator auf, man will, muss entschädigt werden für die erlittene Beschädigung, koste es, was es wolle. Äquivalententausch wird auch hier eingefordert, landauf, landab tönt es aus Serien, dass die Frau ein Recht auf einen Orgasmus habe, den ihr der Mann gefälligst als Gegenleistung für seine mutmaßliche, aufgrund zahlloser Komplexe meist ohnehin vernachlässigbare Lust erbringen müsse. Leistungszwang ist dem Akt kaum abhold, ohne fertiges Produkt, das ebenso gut vibrationstechnisch erzeugt werden könnte, will kaum jemand nach Hause gehen, schließlich hat man vorgearbeitet, investiert und Hand angelegt. Investitionstechnisch gilt dann der regelmäßige Oralverkehr als der Bausparvertrag einer wahren Beziehung, der auch Notlagen zu überbrücken weiß. Ganz und gar betrügerisch erscheint es, wenn eine Seite befriedigt von dannen zieht, während die andere mürrisch an der Zigarette saugt, in der Hoffnung, wenigstens hier ein wenig Lust zu ergattern.
Zum Ekel der Nation gerät vor der WM der Freier, wie den zahllosen Fair-Trade Initiativen der Kunde die Wurzel des Übels ist. Rapsoul presst das Ressentiment in mundgerechte Lyrics:
'Vor der Tür steht der Wagen von ´nem Typen mit ner Lederjacke. Er ist ihr Aufpasser, Zuhälter, so´n Ledernacken. Goldkette tragender Glatzkopf, so´n richtiges Arschloch. […] Es klopft an der Tür und der erste kommt rein. So’n alter dicker Knacker und winkt mit 2 Scheinen. Er kauft ihren Körper, doch ihre Seele bleibt frei.'
Der Ödipus schafft Abwehrprojektionen, die Mutter soll der Vater in Ruhe lassen, sonst ist die Welt kein Lummerland mehr. Was sich ein Rapper so an Bildern vorstellt, muss denn auch in geflügelten Unschuldsengeln enden, die Rolle, die der Frau zugedacht wird. Diese versteckte Andeutung des rappenden Engelmachers auf den unbewussten Vernichtungswunsch, die Frau aus der eigenen Gewaltphantasie zu eliminieren, sie erträglicher vor allem für den zu machen, der sie hervorbringt, kann kaum verhohlen werden. Wo Identifikation geleugnet werden muss, muss Mutation bis zur Unkenntlichkeit eintreten. Undenkbar wäre es, einen hübschen, muskulösen jungen Mann mit sattem Haupthaar als fiesen Freier auftreten zu lassen, zu sehr müsste ein solch falsches Bewusstsein der Prostituierten dann Lust unterstellen. Eklige Männer sollen keinen Sex haben und am besten auch keine sexuellen Begierden, die sie gegen ein Äquivalent befriedigen. Hübsche Frauen sollen hübsche junge Rapper beglücken, wie man es aus den Musikvideos kennt, und nicht von alten Versagern gekauft werden. So sieht die heile Welt der Rapper aus...
'Warum gehen die Männer denn überhaupt zu Prostituierten ?' 'Das weiß ich auch nicht.' (aus dem Frage- und Antwortkatalog des Frauenrates für die Kampagne „Abpfiff“. Die Antworten sind für Mitarbeiterinnen empfohlen, die an Fanmeilenständen arbeiten.)
Dies Rätsel aufzulösen würde schließlich eine Diskussion erfordern, die weit tiefer dringt als bloß dichotomische Opfer-Täter Auslese. Es würde verlangen, zu hinterfragen, ob Männer tatsächlich die Gewinner dessen sind, was oberflächlich nach Patriarchat müffeln mag. Aufzuzeigen, wie armselig Prostitution ist, würde heißen, die Armseligkeit der Gesellschaft auszusprechen, die meint, sie könne sich des Symptoms entledigen. In Bürgerinitiativen gegen Bordelle, wie der aktuelle Furor in Marburg zeigt, bricht sich die fehlende Differenzierung und Selbsthass Bahn. Zwangsprostitution sei notwendige Folge der Prostitution und man verschweigt beflissentlich, dass Prostitution die notwendige Folge dieser Gesellschaftsform ist. Von je waren die schärfsten Gegner der Prostitution die besten Kunden. Wenn nun also die Kampagnen gegen Zwangsprostitution aufjubeln, dass während der WM der Umsatz der Prostituierten zurückgegangen sei, zeigt dieser Januskopf seine hämische Fratze. Nicht am Elend, sondern am Umsatz wird das eigene Gewissen gemessen. Es zählt, dass weniger Sex verkauft wurde. Ob die Prostituierte an Armut, Preisverfall und Konkurrenzdruck leidet ist egal, solange nur nicht Sexualität in ihrer ganzen, nackten Warenförmigkeit zutage tritt. Denn das hieße die eigene Sexualität auf Gebrauchswert und Tauschwert abzuklopfen und endlich unzufrieden zu werden mit einem falschen Ganzen. 
WM und Zwangsprostitution
Frauenrat
iz3W

Terre de femmes - Ausstellung zu Zwangsprostitution

Nachtrag: Als Unterstützerin der "Abpfiff-Kampagne" wird stolz Suzanne Mubarak präsentiert, Gattin des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak. So ehrenwert deren Engagement für die Befreiung der Frau ist, so zwiespältig erscheint eine jubilierende Meldung ohne Verweis auf die Lage der Frauen in Ägypten. Hier werden Prostituierte von fanatischen Muslimbrüdern gelyncht, Homosexuelle verhaftet und mit dem Tode bedroht, 80 % oder 24,2 Millionen Frauen wurden an den Genitalien verstümmelt, und seit 2000 das islamische Hisbah-Gesetz staatlich integriert wurde, können islamkritische Intellektuelle jederzeit regierungsoffiziell zur Scheidung gezwungen werden. Auch wenn wenige Urteile erfolgen, ist die Klage und der folgende teure Prozess schon eine existentielle Drohung, die von Islamisten gezielt genutzt wird. Man fragt sich, warum eine von der Bundesregierung unterstützte Initiative die Unterstützung von Suzanne Mubarak als Blickfang benötigt. Wichtig ist ihnen nur: "Ägypten zeigt Null Toleranz gegenüber Zwangsprostitution."
Karte zur Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM)
Hisbah in Ägypten Israelische Kampagne gegen Zwangsprostitution

14.7.06 01:13
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jerk (16.7.06 19:13)
„landauf, landab tönt es aus Serien, dass die Frau ein Recht auf einen Orgasmus habe, den ihr der Mann gefälligst als Gegenleistung für seine mutmaßliche, aufgrund zahlloser Komplexe meist ohnehin vernachlässigbare Lust erbringen müsse.“

„Eklige Männer sollen keinen Sex haben und am besten auch keine sexuellen Begierden“

Aus diesen beiden Textstellen schließe ich, dass Du der Meinung bist, Frauen haben kein Recht auf einen Organsmus, Männer aber schon? Wo ist das logisch?


nichtidentischer (17.7.06 17:59)
Wo habe ich geschlossen, dass Männer ein Recht auf einen Orgasmus hätten? Meine Kritik bezog sich auf die an eben jenem Beispiel aufgekommene Einforderung eines "Rechts auf Orgasmen", das zutiefst von der Warenform durchdrungen ist, daher möglicherweise innerhalb eines falschen Ganzen einzig Richtiges sein könnte und dennoch als Falsches zu kritisierende.


Jerk (17.7.06 23:51)
dann habe ich dich missverstanden - mir erschien es, als wolltest du ersteres als verwerflich darstellen und letzteres trotzdem durch ersteres mehr oder weniger legitimieren. ich ziehe meinen kommentar zurück.

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