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Mehr zur "Psychopathologie des Islam"



Natascha Wilting bereitete in ihrem Beitrag „Psychopathologie des Islam“ (Bahamas 38) die These vor, dass eine spezifisch islamische Erziehungspraxis eine spezifisch islamische Pathologie begünstige. So soll die lange Säugungszeit (3-8 Jahre) für Jungen diesen im infantilen Glauben belassen, die Welt diene nur der Befriedigung seiner Interessen. Ungezügelte infantile Masturbation sei zudem der Grund für Allmachtsphantasie. „Da der Penis der Quell seiner Großartigkeit ist, darf der kleine Junge mit ihm spielen, wann immer es ihm beliebt.“ (Wilting). Der Kastrationskomplex bleibe aus und der Junge erscheine sich bereits ohne Konflikt als allmächtiger Vater.
Psychologie ersetzt nicht allein den Arzt und so bleibt Wilting uns die Frage schuldig, was das spezifisch Pathologische am Islam sei.

Das Vorrecht des männlichen Nachkommen ist auch in christlichen Gesellschaften ein allgemeines, in Bayern werden in gewissen Dörfern die Väter weiblichen Nachwuchses als „Büchsenmacher“ beschimpft und bekommen nachts eine Dosenkette ans Haus gehängt. In Indien besteht bereits ein eklatanter "Frauenmangel", weil Mädchen abgetrieben oder nach der Geburt ersäuft werden. Aus keiner dieser Gesellschaften kennt man allerdings die spezifisch islamische Psychopathologie.
Lange Säugungszeiten dürften weniger über islamische Katechismen festgelegt sein, die, hier stimme ich Wilting zu: durch ihre Regelungswut sehr deutliche anale Züge offenbaren, als vielmehr Relikt einer Produktionsweise, in der Säugung eine billige, nahrhafte und halbwegs sterile Ernährungsform ist.

Von den (nicht minder pathisch projizierenden) Shuar in Ecuador sind ebenfalls Säugungszeiten von bis zu 8 Jahren bekannt. Dass die jungen Männer hier auszogen, um über einen erbeuteten Schrumpfkopf phallische Macht und Unverwundbarkeit zu erlangen, dürfte aber eher mit einer permanenten Kastrationsdrohung zusammenhängen, die während der Säugung erfolgen muss. Obwohl das Kind das Objekt seiner Begierde erhält, wird ihm der weiterführende Trieb umso öfter versagt werden müssen, der ödipale Konflikt findet möglicherweise über einen längeren Zeitraum und virulenter statt. Er kann kaum beigelegt werden, weil das Objekt seiner Begierde ihm zum Teil gewährt wird, das Kind also kein vollständiges Ersatzobjekt benötigt und die Mutter gegen den Vater aufgibt. Wie so oft lässt sich also Psychoanalyse auch leicht ins Gegenteil des Vorgebrachten verkehren.

Zweifelsfrei gibt es aber ein Problem mit dem Kastrationskomplex im Islam. Auf der Beschneidung zu beharren, wäre billig und müßig, sie stellt laut Freud eher eine sublimierte Form des Menschenopfers, als wirklich Kastration dar. Die Beschneidung ist für den Vater ein entscheidendes Mittel der Triebabfuhr, er opfert nicht den ganzen Sohn, um die Mutter für sich zu gewinnen, also den Gott gnädig zu stimmen, sondern einen kleinen Teil. Fraglos hat eine kindliche Beschneidung Konsequenzen für die Psyche und den Kastrationskomplex des Kindes, aber kaum in dem Maße, dass von einer anderen Pathologie der Beschnittenen geredet werden könnte. Auch das Judentum und animistische Stämme beschneiden die Männer und haben doch gänzlich verschiedene kulturelle Praktiken. Aus der Beschneidung auf eine Psychopathologie des Islam zu schließen, hieße, diese auch konsequent auf das Judentum anzuwenden oder zumindest Differenzen zu erwähnen.

Völlig umnachtet sind Beschneidungsthesen wie die von Volkan in „Die Zeit“ 21/2006: Anzunehmen, die Beschneidung begünstige einen Ödipuskomplex, indem sie die Integration durch die Gesellschaft ritualisiere, zeugt von mangelndem Bewusstsein für die Bedeutung des Konflikts mit dem Repräsentanten ebendieser Gesellschaft, dem Vater. Dieser tritt in der Beschneidung nur als Statist auf, keinesfalls kann der Junge jedoch erfolgreich dagegen protestieren, er wird nicht trotz, sondern wegen der Beschneidung integriert. Beim klassischen Ödipuskomplex muss der Junge den notwendig langwierigen Weg der Leistungen gehen, um seinem Vater irgendwann ebenbürtig zu werden. Wohl keine Gesellschaft mit strengen Initiationsritualen kann auf einen sehr gelungenen Ödipuskomplex verweisen, dies herauszustellen dürfte Aufgabe der psychoanalytischen Praxis sein.

Wenn man die Schöpfungsgeschichte von Religionen als Abbild infantiler Entwicklungsprozesse liest, dann sind hier die Erklärungen für kulturell bedingte Formen des Kastrationskomplexes zu suchen.
Nahezu jedes Kind bekommt die jeweilige Schöpfungsgeschichte erzählt, und wird mit Sicherheit hier Antworten auf quälende Fragen suchen, also vorgefertigte Projektionsflächen und -formen seines Unbehagens mit dem Kastrationskomplex vorfinden. Wie viel über diese Analogien in der infantilen Psyche erfolgt, lehren Geschichten vom Struwelpeter und dem Daumenlutscher, von Märchen und Sagen, in denen Körperteile abschnitten werden, dass es nur so eine Art hat. Diese Geschichten drängen das Kind in eindeutige Interpretationsbahnen seiner infantilen Sexualtheorien und machen ihm die Kastration glaubhaft wie zu Freuds Zeiten die reale Kastrationsdrohung des Vaters.

Mohammed änderte die biblische Schöpfungsgeschichte an einigen folgenreichen Stellen ab. Kein Freudianer würde bestreiten, dass diese Abänderungen aus einem Unbehagen entspringen mussten, das die erstere Version hervorrief. Die Unterschiede sind:
- Die Engel müssen sich vor Adam verneigen. Iblis verweigert dies und wird bestraft, ist fortan der Satan.
- Der Teufel versucht Adam, nicht Eva zum Essen der verbotenen Frucht zu überreden.
- Die Frucht stammt vom Baum des ewigen Lebens, nicht vom Baum der Erkenntnis.
- Die Vertreibung ist keine des Zorns, es tritt unmittelbare Vergebung ein. Allah zürnt über Iblis, die Schlange, nicht so sehr über Adam, geschweige denn Eva. Versöhnt wird die Vertreibung durch mitgegebene Allmacht über das Exil.

Daraus ergeben sich Konsequenzen. Es ist nicht der Anblick des Geschlechts, der so sehr irritiert und zu intellektuellen Leistungen anregt (Erkenntnis von Gut und Böse), sondern die satanischen Verführungskräfte wirken direkt auf Adam. Geleugnet wird hier die mütterlich-weibliche Verführungskraft, sie darf nicht sein und muss daher eine satanische sein. Der Baum des Lebens erinnert an den Versuch, in einen vorgeburtlichen Zustand zurückzukehren, einen intrauterinen, in dem Leben und Versorgung ewig sei. Vergebung zeugt davon, dass der Ödipuskonflikt mit dem Vater nie geführt wurde, der Zorn des Vaters wird sofort abgelenkt auf die externalisierte Verführungskraft Iblis. Göttliches erscheint als Ungeschlechtliches:

Allah „zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden“ (112:3)
Er hat keinen Begriff, ist nicht der Namenlose des Judentums, dessen Begriff existiert (Ich bin, der ich bin), aber verboten und unmöglich ist, sondern ist vorbegrifflich, wird allenfalls mit Primärbegriffen wie Strafe und Milde, Nahrung und Labung umschrieben. Allah ist nicht der Vatergott, sondern Muttergott, die Rückkehr in oder zumindest an den Mutterleib, in einen vorgeschlechtlichen Zustand, in dem die Objektwelt eins ist mit dem Kind.
Dies bedingt den krassen Narzissmus, der in der Gemeinschaft ungekränkt sich reproduzieren kann, und dem jede Störung dieser alles durchdringenden mütterlichen, phallischen Kraft, als Anlass zur narzisstischen Wut dient.

Erzeugt wird die Reproduktion Mohammeds ureigenster Kastrationsängste und verdrängter homosexueller Regungen nicht durch einen bestimmten Ablauf des Kastrationskomplexes, schließlich ist Antisemitismus genauso wie der Islamismus kaum eine Folge von brutaler Kindheit oder zu langer Säugung. Bestimmend ist die Beeinflussung dieses, qua Kastrationskomplex für intellektuelle Erklärungsversuche geöffneten, infantilen Bewusstseins durch kulturelle Praktiken, wie sie Wilting in der nachlässigen Behandlung der weiblichen Kinder und der Bevorzugung der männlichen beschreibt, aber auch durch Theorien, wie die Schöpfungsgeschichte, Suren, Mythen und Märchen sie darstellen.

Nachtrag:
Zur Stillzeit findet sich im Koran z.B. Sure 2:232:
"Und die Mütter stillen ihre Kinder zwei volle Jahre. (Das gilt) für die, die das Stillen vollenden wollen. Und es obliegt dem, dem das Kind geboren wurde, für (die Mütter) ihre Nahrung und Kleidung auf gütige Weise Sorge zu tragen. Von keiner Seele soll etwas gefordert werden über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Einer Mutter soll nicht wegen ihres Kindes Schaden zugefügt werden, und dem, dem das Kind geboren wurde, nicht wegen seines Kindes."
Zwei Jahre sind eine absolut "normale" Stillzeit.
3.7.06 19:29
 


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bisher 26 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nichtidentischer (4.7.06 10:51)
Ich möchte kurz auf das gewählte Bild verweisen: Es zeigt eine Anhäufung von Phalli. Die Kaaba in der Mitte, flankiert von den Hoden- oder Brustähnlichen Kuppeln, ferner stellt jedes der Kuppelduos mit dem Minarett in der Mitte in sich einen Phallus dar. Dreiheiten sind in Träumen sehr häufig ein Phallussymbol, so beschreibt Freud drei Kinder in einem Traum als Phallussymbol. Man möge einmal bei eigenen Träumen auf die Zahl drei achten. Inwiefern die Trinität des Christentums solchermaßen phallisch gedeutet werden kann, bliebe zu überprüfen, unmöglich ist es nicht.


nichtidentischer (4.7.06 13:27)
Nachtrag 2

Der Kastrationskomplex Mohammed schlägt sich als Individueller im Koran nieder, der im Wesentlichen sein Werk ist. Im Gegensatz dazu erfuhr die Genesis des Judentums wohl die meisten Korrekturen, woraus ein eher allgemeingültiger Charakter entsteht, anthropologisch gesehen dürfte der Kastrationskomplex durch die jüdische Geschichtsschreibung also eher das "normale", weil über längeren Zeitraum entstandene und durch viele Individuen sanktionierte, darstellen, während Mohammeds individuelle Korrektur dessen und somit auch seine individuelle Pathologie sich im Koran niederschlägt. Das Christentum erfuhr durch die Evangelien immerhin noch mindestens 5 verschiedene Interpretationen, baute zudem in der Schöpfungsgeschichte nahezu identisch auf die des Judentums auf. Wenn Pathologie über den schnellsten Weg zur Konfliktvermeidung sich auszeichnet, läge hier vielleicht der Grund, dass eine individuelle Pathologie derart gesellschaftlich anschlussfähig ist.


nichtidentischer (4.7.06 14:26)
http://www.wadinet.de/analyse/iraq/psychopathologiedesislamisten.htm


Robert Cohn (4.7.06 16:22)
Schon das hier im Artikel vertretene Postulat, alles sei pathologisch, ist ganz schön pathologisch, denke ich. Und die Unterstellung, Mohammed habe irgend eine Pathologie, ist ein dicker Hund. Dogmen durch Dogmen ersetzen zu wollen ist einerseits der falsche Weg, und zum Zweiten ist der Anspruch öhm auch wieder pathologisch...

Grüße.


nichtidentischer (5.7.06 00:36)
He, niemand hat behauptet, dass der Kastrationskomplex pathologisch sei. Aber Mohammeds ist es eindeutig. Köpfe abschneiden, weltbeherrschen wollen, ganz doll an Stimmen glauben, was soll daran gesund sein?


Robert Cohn (5.7.06 02:57)
Wenn nicht ungesund, dann ist es in jedem Fall ziemlich ungezogen, Mohammed so'n Zeug zu unterstellen. Nächstens behaupten Sie noch, Moses sei ein Halluzinant gewesen. Dann komme ich wieder und schimpfe.


nichtidentischer (6.7.06 22:28)
Moses? Ein Halluziant? Nein. Wieso sollte ich das denn sagen? Schließlich wurde die Geschichte über ihn geschrieben und nicht von ihm selbst. Da müsste dann eher von den Projektionen der Geschichtsschreibenden geredet werden.

Mohammed schrieb seine Geschichte weitgehend selbst. Nichts von dem was er "empfing" widersprach seinen Interessen, was man bei Moses sehr wohl behaupten kann. Er wollte nämlich nicht so wirklich Anführer sein, das hat er Aaron überlassen.


bigmouth / Website (24.7.06 13:59)
Psychoanalyse ist wirklich äusserst erheiternd


Nemesis (24.7.06 17:20)
Bei so hohen Ansprüchen über Mohammed zu schreiben, sollte man meinen das zumindest Basis-Wissen pflicht ist. Dem ist wohl nicht so.
Mohammed schrieb seine Geschichte nicht selbst. Das was im Koran über ihn steht ist sehr spärlich und die Propheten-Biographien sind mindestens 150-200 Jahre später entstanden. Und die setzen sich aus vielen Überlieferungen zusammen, also fragmentarischen Karakters.


schon klar (24.7.06 18:29)
Abgesehen davon hatte zu Mohammeds Zeiten schon eine wesentlich fortschrittlichere Schrifttechnik bestanden als zu Zeiten der Bibel, d.h. die Sachen wurde recht fix niedergeschrieben. Der Koran ist im Wesentlichen sein Werk. Können wir uns darauf einigen?

Und komm mir nicht mit Hadithendiskussionen...


njus / Website (25.7.06 18:56)
"Zweifelsfrei gibt es aber ein Problem mit dem Kastrationskomplex im Islam. Auf der Beschneidung zu beharren,"
aha und wenn Juden genauso dieselbe Beschneidung durchführen führt das natürlich zu keinem Kastrationskomplex. Ein einzelner Text in der Art wäre lustig aber ein ganzes Blog, das wirft eher Fragen auf. Führen frühkindliche Erfahrungen mitunter zur Islamophobie?


gigi / Website (26.7.06 01:54)
Psychoanalyse ist wirklich äusserst erheiternd

bigmouth, da geb ich dir recht! oder anders: "psychoanalyse ist die geisteskrankheit, für deren therapie sie sich hält" (karl kraus).


gigi / Website (26.7.06 01:56)
Lange Säugungszeiten dürften weniger über islamische Katechismen festgelegt sein, die, hier stimme ich Wilting zu: durch ihre Regelungswut sehr deutliche anale Züge offenbaren

das trifft dann wohl auch auf das judentum zu, wa?


gigi / Website (26.7.06 02:00)
"Mohammeds [...] verdrängter homosexueller Regungen"?

Jetzt komm mal wieder auf den Boden! Das ist grober, ahistorischer Schwachsinn. Oder mit anderen Worten: Psychoanalyse!


nichtidentischer (27.7.06 12:16)
Solcherlei Invektiven verdienen eine Antwort:

"das trifft dann wohl auch auf das judentum zu, wa? "

Und hier differenziert sichs anscheinend auch bei dir recht wenig. Es gibt einige sehr strenge Regelungen im Judentum, beispielsweise koscher Essen, was es in so ziemlich jeder Religion gibt, Gebetsvorschriften, die es auch in jeder Religion gibt und ein paar religiöse Alltagsvorschriften. Da könnte man durchaus von gewissen autoritären tendenzen sprechen, die allerdings im Vergleich kaum zu Buche schlagen. Was im Islam allerdings abgeht liegt jenseits von Gut und Böse und ist zutiefst pathologisch. Wahrscheinlich ist es keiner anderen Religion eingefallen Musik zu verbieten! Schau dir mal die Fatwas an, die Themen sind in etwa: Darf ich als guter Muslim Kaugummi kauen? Nein! Darf ich als guter Muslim rauchen? Nein! Wie wische ich mir als guter Muslim der Arsch ab? Mit der Linken! Was mache ich, wenn mich die Vibration des Busses beim Fahren sexuell erregt? Nicht mehr Bus fahren!

Und ja, auch das Judentum ist nur eine Religion, merkwürdigerweise ist sie aber das geblieben. Der Islam hat von je den Anspruch gehabt Politik und Religion nicht zu trennen und ein archaisches Sstrafgesetz bis in die Neuzeit geschleppt. Damit ist er innerhalb des gemäßigten Islam konsensfähig, was man vom orthodoxen Judentum kaum behaupten kann.

Wegen der Beschneidung:
Die Beschneidung wird beim Judentum im Säuglingsalter vorgenommen, bei Moslems auch später. Es gibt wenig Grund zur Annahme, dass sich die Psychoanalse von Beschnittenen und Unbeschnittenen grundlegend unterscheidet. Wenn doch, bitte ich den hier zu nennen, es würde mich interessieren.

Zu den anderen Pöbeleien gegen die Psychoanalyse: Vielleicht lest ihr erstmal was von Freud, und dann können wir ja in eine konkrete Diskussion einsteigen.


nichtidentischer (27.7.06 12:57)
Mohammeds homosexuelle Regungen: Ach so? Hat er keine gehabt oder sie nicht verdrängt? Für beides hätte ich gerne einen Beleg.


gigi / Website (27.7.06 15:01)
Und hier differenziert sichs anscheinend auch bei dir recht wenig. Es gibt einige sehr strenge Regelungen im Judentum, beispielsweise koscher Essen, was es in so ziemlich jeder Religion gibt, Gebetsvorschriften, die es auch in jeder Religion gibt und ein paar religiöse Alltagsvorschriften. Da könnte man durchaus von gewissen autoritären tendenzen sprechen, die allerdings im Vergleich kaum zu Buche schlagen.

Tut mir leid, aber du hast vom Judentum offenkundig *keine* Ahnung. Die Tora enthält 613 Gesetze, und orthodoxe Juden sind ausschließlich damit beschäftigt, diese Gesetze auszulegen und zu befolgen. Darf man am Schabbat einen Lichtschalter betätigen? Dürfen zwei Männer gemeinsam unter einer Bettdecke schlafen? Darf man einer unbekannten Frau die Hand geben? Darf ein Junggeselle eine Schule unterrichten? -- Das Judentum besteht aus nichts als Gesetz, und dieses Gesetz regelt den gesamten Alltag. Und zwar penibler, als es der Islam je getan hat.


gigi / Website (27.7.06 15:13)
Und ja, auch das Judentum ist nur eine Religion, merkwürdigerweise ist sie aber das geblieben. Der Islam hat von je den Anspruch gehabt Politik und Religion nicht zu trennen und ein archaisches Sstrafgesetz bis in die Neuzeit geschleppt.

das ist unsinn. das judentum war nie bloß religion. vielmehr ist es genau das, was die differenz zum christentum markiert, wo es allein um das seelenheil, aber z.b. nicht um das strafrecht oder die weltliche herrschaft geht. das judentum dagegen enthält ein volldurchgebildetes gesetz, das z.b. die todesstrafe für ehebruch oder für beischlaf zwischen männern vorsieht (wie man sieht, hat der islam diese aspekte vom judentum nur kopiert!). Nehmen wir als Beispiel Rechtsvorschriften wie diese:
"Wenn ein Jude Geschlechtsverkehr mit einer nichtjüdischen Frau hat, mag sie ein dreijähriges Kind oder eine Erwachsene sein, ob verheiratet oder unverheiratet, und selbst falls es sich um einen minderjährigen Jungen von neun Jahren und einem Tag handelt - weil er willentlich Geschlechtsverkehr mit ihr hatte, muss sie getötet werden, wie im Falle eines Tieres, da ein Jude durch sie in Schwierigkeiten geriet." Maimonides, "Prohibitions on Sexual Intercourse 12, 10; Talmudic Encyclopedia"

Sind die archaisch oder sind sie es nicht?

Damit ist er innerhalb des gemäßigten Islam konsensfähig, was man vom orthodoxen Judentum kaum behaupten kann.

Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden. Was ist im gemäßigten Islam konsensfähig, und was kann man vom orthodoxen Judentum kaum behaupten? Ich hab da irgendwo den grammatischen Anschluss verloren.


gigi / Website (27.7.06 15:22)
Mohammeds homosexuelle Regungen: Ach so? Hat er keine gehabt oder sie nicht verdrängt? Für beides hätte ich gerne einen Beleg.

Du kennst dich mit dem Thema einfach zu wenig aus. Ich versuch dir trotzdem mal eine befriedigende Antwort zu geben. Natürlich hat Mohammed junge, gutaussehende Männer begehrt. Davon ist in der islamischen Tradition auch ganz offen die Rede. Aber warum sollte er diese Tatsache verdrängt haben? Er lebte ja schließlich nicht wie du in einer homophoben Gesellschaft!


nichtidentischer (28.7.06 16:48)
Ok, meinetwegen hast du recht. Ist diese strikte Regelung aber heute relevanter Teil der Judentums? Wann wurde das letzte jüdische religiös begründete Todesurteil ausgesprochen?
Werden diese Regelungen autoritär durchgesetzt oder bleiben sie schlicht die "universale Zwangsneurose", die Religion stets ist? Welche Relevanz haben die pathologischen Züge in den jeweiligen Religionen? (Das Christentum lasse ich ohnehin außen vor, das wäre ein Extrakapitel, das schon recht ausführlich bearbeitet wurde)

Die Psychoanalyse ist gerade deshalb so vertrackt, weil die gleiche Ursache zu anderen Symptomen führen kann und die gleichen Symptome unterschiedliche Ursachen haben können. Auch anale Regelungswut kann in Aggression gegen äußere Verstöße wie in Masochismus münden und beides kommt vermutlich in beiden Religionen vor. Fazit dieses Disputs könnte also sein: Die zahlreichen Tabu, die von beiden Religionen aufgerichtet werden, verweisen auf intensive Verdrängung von vorgängigen Gründen und auf Verschiebung von Lust und Verbot. Hier wäre dann zu differenzieren, welche Verbote aufgerichtet werden.
Sympathischer wäre mir dabei das Judentum, da Wein und Musik hier nicht verboten sind. Aber das ist egal, denn um Sympathibekundungen kann es hier kaum gehen.

"Das Judentum besteht aus nichts als Gesetz, und dieses Gesetz regelt den gesamten Alltag. Und zwar penibler, als es der Islam je getan hat."

Hier geht dir offenbar deine theologische Bildung durch. Was wird denn im Islam nicht "geregelt"? Und weniger ist ja die Frage, was "geregelt" wird, als vielmehr, was verboten wird. Wer Musik verbietet, bewegt sich auf einem Niveau von "Fahrenheit 451".


nichtidentischer (28.7.06 16:49)
Es kann mir aber kaum darum gehen, nur anhand des Koran Differenzen aufzumachen. Das Ganze ist ein Vorschlag, den islamischen Schöpfungsmythos psychoanalytisch zu bearbeiten, ebenso wie dies mit dem chrislichen und jüdischen geschehen ist.
Warum heute derartige Differenzen beispielsweise zwischen Sufis und Schiiten bestehen, kann der Koran kaum beantworten. Wer den Koran liest, der muss leider eingestehen, dass er von den fundamentalistischen Islamisten nur zu korrekt interpretiert wird. Ein einziges Inferno gegen Ungläubige, Juden und Polytheisten und zwar von vorne bis hinten...
Die religiöse Überwindung des Islamismus durch Moslems müsste also notwendig Teile des Korans streichen und für überholt erklären. Stattdessen lügt man sich darum herum und behauptet, die Islamisten würden den Koran "missbrauchen".


nichtidentischer (28.7.06 16:57)
Zur Archaik:

Der Koran entstand ca. 1600 Jahre später und auf einen Schlag.

Zur Homosexualität: Ganz ernstnehmen kann ich nicht was du da behauptest. Wo bitte kommt das denn vor? Die Horden Mohammeds waren also ein CSD oder was?
Das hättte ich nun wirklich gerne belegt.

Die Sufis in Pakistan tolerieren meinetwegen Transsexuelle, aber die funktioniert allein durch Ausgrenzung in separate Gemeinschaften.


nichtidentischer (2.8.06 00:33)
"So verführte er sie durch Trug. Und als sie von dem Baum kosteten, wurde ihnen ihre Scham offenbar und sie begannen, sich mit den Blättern des Gartens zu bekleiden; und ihr Herr rief sie: "Habe Ich euch nicht diesen Baum verwehrt und euch gesagt: »Wahrlich, Satan ist euer offenkundiger Feind«?" Koran, 7,22.

Ich irrte also in der Annahme, Mohammed hätte sämtliche sexuelle Aspekte der Schöpfungsgeschichte ausgeblendet. Nur geht sie nicht von der Frau aus, wie in der biblischen Geschichte. Feministinnen wird das als feministisch gelten. Aus psychoanalytischer Perspektive wird die Verführungskraft der Frau von Mohammed als unerträglich empfunden und zensiert.

Zur Homosexualität:
"Ihr gebt euch in (eurer) Sinnenlust wahrhaftig mit Männern statt mit Frauen ab. Nein, ihr seid ein ausschweifendes Volk." [7:81]
Da war die Antwort seines Volkes keine andere als die: "Treibt sie aus eurer Stadt hinaus; denn sie sind Leute, die sich reinsprechen wollen." [7:82]
Sodann erretteten Wir ihn und die Seinen, mit Ausnahme seiner Frau; denn sie gehörte zu denen, die zurückblieben. [7:83]
Und Wir ließen einen gewaltigen Regen auf sie niedergehen. Nun siehe, wie das Ende der Verbrecher war!"

Wahrlich, ich sage ein Sinnbild für Mohammeds Toleranz. Und Allah liebt nicht die, die Analverkehr lieben und Allah ist streng im Strafen. Aua...
Interessant auch seine Kastrationsängste, was die übrigen Sinne betrifft:
" Wahrlich, als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah die tauben und stummen, die keinen Verstand haben. [8:22]
Und hätte Allah etwas Gutes in ihnen erkannt, hätte Er sie gewiß hörend gemacht. Und wenn Er sie hörend macht, so werden sie sich in Widerwillen wegwenden."


gigi / Website (14.8.06 22:32)
Du hast keine Ahnung vom Thema, weder von Psychoanalyse noch vom Islam. Lass es bleiben!


nichtidentischer (15.8.06 00:35)
Komisch, dass der/die der/die Ahnung hat bislang kein einziges Argument vorgebracht hat, das in irgendeiner Weise zu erkenne gegeben hätte, dass er/sie in irgendeiner Weise den Koran gelesen hätte oder ein Urteil über Psychoanalyse sprechen könnte. Schade. Ich dachte, da kommt echter Widerspruch und wertvolle Kritik, aber stattdessen das übliche, Bordsteinphilosophie und Ressentiment, religiöser Antijudaismus noch obendrein.
Ein bisschen bei Wikipedia reingeschaut, eine vermeintliche exakte Anzahl jüdischer Gesetze heruntergeleiert, ohne auch nur zu benennen, warum die einen Gesetze einer intensiven Revision unterzogen wurden, die anderen aber uneingeschränkt in islamischen Staaten und Parallelgeselschaften gültig sind.

Da hilft Pipi-Langstrumpf und X-berg Romantik auch net weiter....

Diskussion beendet!

Trolljäger geht schlafen...


Nichtidentisches (10.10.06 17:58)
Korrektur: Die Beschneidung ist tatsächlich bei Freud Kastrationssymbol.

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