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"Wie schön weiß ich bin"

Dolf Verroen: „Wie schön weiß ich bin“, Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2005. 69 Seiten.

Schön

Die neue Sklavin von Papa arbeitet nicht.
Sie tut keinen Handschlag, sagt Mama.
Sie schaut als gehöre die Plantage ihr.
Manchmal kommt sie in die Küche.
Dann bittet sie um Essen,
oder sie holt sich etwas aus dem Schrank.
Heute Nachmittag schauten Mama und ich aus dem
Fenster.
Die Sklavin kam zum Haus.
Zur Hintertür.
Mama und ich warteten auf sie.
Ich sah wieder wie schön sie ist.
Was tust du hier?
Die Sklavin sagte nichts.
Guck nicht so frech!
Die Wut schlug zu.
Ich habe Mama noch nie so schnell gesehen.
Sie bückte sich, zog einen Schuh vom Fuß
Und schlug die Sklavin ins Gesicht.
Der hohe Absatz bohrte sich in ihre Wange.
Blut floss.
Die Sklavin schrie.
Mama stieß sie fort.
So, sagte sie zufrieden,
schön ist sie jedenfalls nicht mehr.

(Verroen, S. 32, 33)

Was als Kinderbuch aufgemacht ist, entpuppt sich als psychoanalytisch hochinteressante und anspruchsvolle Geschichte. Verroen erzählt aus der Perspektive eines kleinen, weißen Mädchens dessen sexuelle wie moralische Entwicklung in einer Welt, in der Sklaverei normaler Alltag ist. Das verstörende ist, dass sie nicht in der Lage ist, sich dem Rassismus der Familie entgegenzustemmen, sondern diesen widerspruchslos reproduziert. Man hofft auf ein kathartisches Moment, dass sie ihr Geburtstagsgeschenk, einen eigenen Sklaven, nicht verkaufen möge, aber woher soll der Humanismus kommen? Dass menschlich, aufgeklärt, mit Vernunft zu handeln, eben nicht, wie es die Menschenrechte nahe legen, von Natur kommt, sondern zutiefst Bedingungen bedarf, in denen kritische Reflexion möglich ist, in der es einem nicht allzu leicht gemacht wird, die sexuellen Ängste auf gesellschaftlich legitimierte Projektionsflächen zu bündeln, kann Verroen in einfachster Sprache schmerzhaft vor Augen führen. Das Lesen bereitet kein Vergnügen, sondern kostet Selbstüberwindung, fördert Ekel, der doch auf Identifikation, auf einstmals Geliebtes hinweist.
In einem Nachwort erklärt der Autor die Genese des poetischen Werks, wie er in Surinam auf die Idee kam, ein Buch über die Sklaverei zu schreiben. Leider bleibt seine Reflexion an einem entscheidenden Punkt stehen: „Als Kind, das den zweiten Weltkrieg überlebt hat, schockierte mich, dass die grausamsten Sklavenhalter jüdische Familien gewesen waren. Aus Opfern wurden auf einmal Täter; etwas, das ich nur schwer begreifen konnte.“ (Verroen, 66)
Eine solche fahrlässige Generalisierung ohne Quellenangabe ist in einem Stück, das sich die Bekämpfung von Rassismus zu Herzen nimmt, nicht nur fehl am Platze, sondern kontraproduktiv. Was das jüdische Opfer des deutschen Vernichtungskrieges zum Täter in einer britischen Sklavenhaltergesellschaft machen soll, bleibt unerklärt, der Wahrheitsgehalt der Behauptung ist zudem zweifelhaft, nicht unmöglich, dass aus den Reihen der Black-Muslims solcherlei antisemitische Propaganda gestreut wird, wie sie im Rahmen des Antizionismus der meisten islamischen Vereinigungen üblich sind.
14.6.06 17:36
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Martell / Website (14.1.07 11:14)
Ein Novum in der Deutschen Rechtsgeschichte, dazu der perverseste Fall von (antideutschem) Rassismus, den ich kenne:

» Plädoyers im HIV-Prozess - Acht Jahre Haft für Ansteckung mit Aids-Virus gefordert

Würzburg (ddp-bay). Im Prozess um die Ansteckung von Frauen mit dem Aids-Virus fordert die Staatsanwaltschaft Würzburg acht Jahre Haft für einen 38-jährigen Kenianer. «Der Angeklagte ist gefährlich», sagte Oberstaatsanwalt Thomas Bellay in seinem Plädoyer und beantragte die Verhängung einer Sicherungsverwahrung gegen den Mann. Bellay geht davon aus, dass der HIV-positive Mann seit dem Jahr 2000 mit mindestens sechs jungen Frauen zwischen 16 und 24 Jahren ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, ohne sie vorher über seine Infektion zu informieren. ...

Zwar habe der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. «Ich habe aber "keine Regung, keine Reue, keine Schuldeinsicht gesehen», sagte Bellay. Der 38-Jährige wisse aus seinem Heimatland Kenia genau, dass Aids tödlich ist. In einem Teil der angeklagten Fälle habe er mit Tötungsvorsatz gehandelt.

Im Jahr 2002 hatte der Afrikaner im Streit mit einem der Opfer angekündigt, alle deutschen Frauen mit dem Aids-Erreger anstecken zu wollen. Die Staatsanwaltschaft wertet dieses Verhalten als versuchten Totschlag, gefährliche Körperverletzung und versuchte gefährliche Körperverletzung.
... <<

12.01.2007
http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=79479


nichtidentisches (14.1.07 12:05)
Pardon, aber ich sehe in der aufklärerischen Kultur kein spezifisch "christliches" Moment, daher kann auch wie auf der von dir verlinkten Website für mich keine Rede von "christlich-jüdischer Wertekultur" sein. Das Christentum ist maßgeblich in bislang in weitaus größerem historischen Maße für Antisemitismus verantwortlich als der Islam. Wenngleich letzterer sich alle perverse Mühe gibt, aufzuholen. Aber wenn ich den Antisemitismus in Polen und in der Türkei vergleiche, gibt es wohl kaum einen quantitativen Unterschied, der an der spezifischen Religion festzumachen sei. Typisch christlicher Größenwahn, die jüdischen Kulturleistungen zu vereinnahmen. Wie schon das alte Testament...

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