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Eine nationale Psychose? Und wer hat Angst vor Goleo?

„taff“ (Pro7) verkündet stolz der Welt, was die schon längst weiß: Wir sind die Fussballdeutschen, und endlich sind wir wieder wer. Ein drittklassiger Autor M. schreibt ein Buch darüber, oder eher dafür, denn außerhalb dieses „ansteckenden Wir-Gefühls“, so zwei Mädchen in „taff“ kann nicht einmal der wissenschaftliche Diskurs sich stellen. Da flennts in einem fort vor Rührung, dass nun endlich ein „gesunder Patriotismus“ entstünde, alles eine „große, friedliche Party“ sei und man das halt mal so macht, weil das natürlich ist, weil das in uns steckt, weil das etwas ist, das sich freut, wenn „die eigene Urhorde“ prosperiert.

Rührend, wie die Verkehrung wirkt: Stets wird auf andere Nationen verwiesen, die unbefangener seien, und nun hat das kindliche Deutschland sich von diesen abgeguckt, was Patriotismus ist. Dass Patriotismus wie Nationalismus ein Meister aus Deutschland ist, fällt unter eine nationale, infantile Amnesie. Dieses „Wir-Gefühl“, das kommt von Natur, und leider, leider, gab es da so eine übernatürliche Pause, aber davon zu reden würde schon die Party verderben.

Zugegeben, es verwundert, dass in Zeiten der nationalen Krise der Patriotismus sich noch nicht in Gewalt äußert. Hätte gar am Ende der düstere Kritiker Unrecht, der den Nationalismus zum Patriotismus der schlechten Zeiten erklärt? Nicht so ganz: Die deutsche Nationalmannschaft kann nur gewinnen, sie ist so schlecht, dass jedes Weiterkommen schon Balsam für die schwarz-rot-gelbe Seele ist, und letztlich kann man immer noch das Finale im eigenen Land betrachten.

Also kann der Patriotismus sich gönnerisch geben, kann die unverhüllte Drohung im Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ vorerst erfolgreich vertuscht werden. „Zu Gast“ ist man dort, wo man sich nicht „wie zu Hause“ fühlt, wo man jederzeit hinausgeworfen werden kann, wo man sich an germanische Regeln der Gastfreundschaft gern erinnert, aber den Fremden zur Sicherheit trotzdem verbrennt. Und eines soll der Welt mal sonnenklar gemacht werden: Wir sind kein Teil davon, sie ist eben nur „zu Gast“ bei Freunden, und die können diese Freundschaft jederzeit aufkündigen.

Daher auch das ungemütliche Maskottchen, dem allerorts vorgeworfen wird, die Hose vergessen zu haben. Schlimmer ist: Dieser Löwenbär trägt Kleidung, hat sich den zivilisatorischen Schafspelz angezogen, soll kollektiven Narzissmus, der an große Raubtiere sich zu gerne heftet, etwas heimeliger machen, sich einschmeicheln, sagen: Hey, ich bin einer wie ihr, ich schwenke auch nur fröhlich Fähnchen, nehmt mich auf. Und schwupps, hat man mal nicht hingeschaut, hat er einen verspeist.
13.6.06 18:13
 


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