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Vom Volksheld zum Volksschädling - Deutschland zwischen Ballack und Ahmadinedschad



In einigen afrikanischen Königreichen war es üblich, sobald der König krank oder schwach wurde, ihn zügig umzubringen, da sein Leid das des gesamten Volkes werden würde. Der König war der Mikrokosmos des Reiches, wurde er krank, erkrankte das Reich. Merkwürdigerweise starb das Reich nicht, wenn man ihn tötete, aber das steht hier nicht zur Debatte.
Michael Ballack hat anscheinend eine Wadenverletzung und kann nicht beim Eröffnungsspiel der WM mitspielen. Anstatt nun aber den Unglücklichen zu bedauern, tritt ein gänzlich anderer, hässlicher Zug der Heldenverehrung zu Tage: Ballack musste sich im Fernsehen regelrecht entschuldigen, sich dafür rechtfertigen, dass er nicht sofort zum Arzt gegangen ist, als sich die Verletzung ereignet hat. Was bei zahlreichen anderen WM-Spielen dem Heldenstatus der Fussballkrieger nur zuträglich war, nämlich mit geschienten Schultern, ausgerenkten Knöcheln und 39°C Fieber zu spielen und diese Verletzungen vor dem Teamarzt zu verheimlichen, gerät bei Ballack zum Auslöser eines furor teutonicus einiger Fans. Ballack habe „leichtsinnig“, „unverschämt“, „frech“ den (ohnehin verlorenen) WM-Titel Deutschlands riskiert, tönt es aus empörten Leserbriefen (!) in zahlreichen drittklassigen Regionalzeitungen. Er, der in der letzten WM noch der Star war, mit dem sich alle Dorfkicker identifizierten, ist auf einmal der Volksschädling, der Dolchstoß im Rücken der wackeren Mannschaft. Hier fühlt sich der Gartenspießer noch berufen, einen Leserbrief zu schreiben und seinen Unmut kundzutun, Ratschläge zu erteilen, die niemand hören will und überhaupt vor rotziger Gigalomanie nur so zu triefen.

Abgesehen vom widerlichen Gebaren Deutschlands, das die WM selbstverständlich als Begründung nimmt, Polizeigewalt und Demonstrationsverbote mit Überbelastung zu rechtfertigen, ist doch das Wesen des deutschen Fans deutlich zu erkennen: Was einstmals Identifikation war kann jederzeit in erbitterten Hass umschlagen, ja Identifikation ist sogar unbedingt vonnöten, wehe aber, es zeigt sich etwas Nichtidentisches zwischen Projektion und Projektionsfläche, das an die Unzulänglichkeit der Projektion erinnert. Ballack muss der Ballack sein, den man von ihm haben will, an dem man Anteil haben kann. Sobald nicht mehr partizipiert werden kann, wird gehasst. Die auf Ballack projizierte Reinheit und Unverletzlichkeit wurde durch seine Verletzung in Frage gestellt, die narzisstische Kränkung tobt sich am Objekt aus, wie beim Künstler, der sein Bild aus Wut über einen missratenen Pinselstrich verbrennt.
Nicht umsonst schilt Nietzsche die Deutschen, das "tiusche" Volk, das "Täusche-Volk".


Wer auf jeden Fall auf Seiten Deutschlands spielt und siegt ist der iranische Präsident Ahmadinedschad: Unsinnig ist es, über seine Anwesenheit zu streiten: er ist nämlich schon längst angekommen.
In Spiegel wie taz können Ahmadinedschad und seine Minister ihre Propaganda verbreiten, die Reporter verleihen dem noch den Anstrich von rationalem Schlagabtausch, bei denen das bessere Argument selten ihnen zufällt. Warum soll Ahmadinedschad nach Deutschland kommen, wenn doch Deutschland "zu Gast bei Freunden" im Iran ist?
9.6.06 16:36
 


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