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Friedensachse Berlin-Wien-Teheran und warum die Deutschen Ahmadinedschad so gern haben....



Ahmadinedschad sei ein diplomatischer Trampel, ein Barbar, ein einfacher Bauerntölpel, der nicht wisse, was er tue und sage und den die Realpolitik schon zurechtschleifen werde. Tönten zumindest Orientinstitute wie Feullietonisten nach den ersten Drohungen Ahmadinedschads, Israel auszulöschen.

In seiner jüngsten Rede ist Ahmadinedschad aber nicht der Stereotyp der die Beherrschung verlierenden, in der Ethnologie als "Big man" bekannten Führerfigur, die den Wutausbruch a la Hitler oder Cruschtschow kultivierten und dies nicht als unwürdige Entgleisung sondern als identifikationsfähiges Verhalten fungierte, sondern er ist betont lässig, einer Pressekonferenz mit Dutzenden Mikrophonen angemessen, in einem eher intellektuellen Gestus jongliert er mit rhetorischen Fragen und treuherzigem Augenaufschlag.

Ahmadinedschad ist vor allem ein genialer Propagandist, der sehr genau weiß, was er wem und wann sagt. Nicht von Priestertrug soll hier die Rede sein, sondern davon, dass Ahmadinedschad die Spielregeln eines Antisemitismus ohne Antisemiten (Claußen) perfekt beherrscht und damit sich in Deutschland als äußerst anschlussfähig erweisen dürfte.

Alle folgenden Zitate sind aus dem Memrinewsletter vom 28. April 2006, der Übersetzung von Ahmadinedschads Rede:

„Ein Modell für alle Völker“

„Die Kultur des Krieges ist die Kultur von primitiven Menschen, die die Moral der Propheten nicht kennen. Sie haben im letzten Jahrhundert, in zwei Weltkriegen gut gekämpft und 60 Millionen Menschen haben in den Kriegen mit ihrem Leben bezahlt, aber warum sollen die Völker des Mittleren Ostens noch 60 Jahre später den Tribut dafür zahlen.“

Ein üblicher Trick, zunächst etwas Einsicht und Bildung markieren um sodann im Nebensatz die angebliche Gegenthese auseinanderzunehmen.

„Lasst die Juden in ihre Heimat zurückkehren“

Eine Forderung, die so manchem Europäer das Herz warm werden lässt. Man sehe sich das an, der Wolf hat sich in ein Philosemitlein gewandelt. Der zudem wie die Antisemiten vom Muslimmarkt den Antisemitismus zutiefst verabscheut und gute Ratschläge dagegen bei der Hand hat:

„Wegen Eures Antisemitismus mussten die Juden ihre Heimat verlassen und nach Palästina übersiedeln. Die Juden haben, wie alle Völker der Welt, das Recht in Freiheit und Sicherheit zu leben. Ihr müsst den Juden endlich erlauben, in ihre Heimat zurückzukehren. Ihr müsst endlich zulassen, dass Frieden und Sicherheit auf Grundlage von Gerechtigkeit aufgebaut wird. Ihr habt die Probleme geschaffen, als ihr die Juden nach Palästina transferiert habt, daher müsst ihr jetzt selber die Probleme lösen. Lasst doch endlich zu, dass die Palästinenser ihre Meinung frei äußern können.“

So schnell wird aus "lasst die Juden zurück" ein "Lasst die Palästinenser ihre Meinung frei äußern." Die dürfen die äußern und das tun sie, ihre Meinung heißt "Tod den Juden".

„Seht hin, wie das politische Klima in dieser Welt ist. Schaut euch an, wie diejenigen, die von Menschenrechten und Demokratie sprechen die Welt regieren wollen. Vor 60 Jahren gab es einen Krieg, in dem beide Seiten getötet haben, und 60 Millionen Menschen gestorben sind. Wenn wir in dieser Zeit über [die notwendige] Macht verfügt hätten, hätten wir soweit versucht, den Mord zu verhindern.

Nun sind 60 Jahre vergangen und das palästinensische Volk zahlt den Tribut für einen Krieg, in dem es keine Rolle gespielt hat. Heute zahlen auch Deutsche, die damals nicht gelebt haben, den Preis für diesen Krieg. Nehmen wir mal an, dass in Deutschland vor 60 Jahren eine Regierung geherrscht hat, die einen Krieg begonnen hat und dass Deutschland im Zuge dessen, Verbrechen begangen hat. Welche Schuld tragen die Deutschen von heute, die drei Generation nach dem Krieg geboren sind? Warum müssen die Deutschen immer noch die Prügelknaben sein? Die vermeintlichen Menschenrechtler sagen, dass Deutschland in der Welt keine eigenständige Rolle spielen sollte.

Man will den Deutschen immer wieder einreden, dass ihre Großväter Verbrecher waren. [...] Ähnlich verhält es sich mit dem österreichischen Volk. Wir verurteilen den Krieg.[...] Aber warum muss eine Generation, die heute geboren wird, als Schuldner auf die Welt kommen? Warum muss eine ganze Generation politisch, kulturell und wirtschaftlich belastet werden? Warum muss diese Generation immer noch Reparationen zahlen? Und an wen? An die paar Zionisten? Damit sie das palästinensische Volk unterdrücken?

Ich zweifle nicht daran, dass das große deutsche Volk ein solches Szenario nicht befürwortet. Was soll denn das? Vor 60 Jahren wurde der Krieg beendet und das Volk zahlt immer noch Reparationen dafür. Wir sagen, dass dies ungerecht ist. Wenn wir diskutieren, sprechen wir nicht von den Palästinensern, denn sie sind Muslime. Wir hegen auch große Sympathien für die Deutschen. Warum muss ein so kluges Volk historisch so erniedrigt werden? Deutschland muss eine herausragende Stellung in der Welt der Wissenschaft, der Kultur und der Politik einnehmen. Das deutsche Volk wird auch nach 60 Jahren immer noch von einer Handvoll Menschen unterdrückt.[...] Wir werden mit allen reden, außer mit dem Regime, welches Jerusalem besetzt.“

Da jubiliert der Stoiber im Antifaschisten, da tanzt der Schüssel auf dem Tisch. " Das deutsche Volk wird auch nach 60 Jahren immer noch von einer Handvoll Menschen unterdrückt", und hier wird auch klar, von wem. Das ist bauchpinslerischer Salonantisemitismus par excellence, in Iran hat Ahmadinedschad das kaum gelernt, er muss schon fleißig bei Linksruck oder der NPD gegoogelt haben. Auf der Klaviatur des deutschen Dünkels spielt er perfekt den Wagner.

Larijani, ein ähnliches Licht aus dem Iran spielt dazu die historische Harfe: „Ihr habt nach der islamischen Revolution das iranische Volk bestraft, da es die Diktatur abgeschafft hat. Ihr habt damals jegliche Zusammenarbeit mit uns abgebrochen und uns auch kein Brennmaterial mehr geliefert.

Der Schah verfolgte das Ziel 20 Reaktoren zu bauen, damit jährlich die Erzeugung von 20.000 Megawatt Stromenergie garantiert wird. Unter Henry Kissinger wurden in der Tat iranisch-amerikanische Verträge in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar unterschrieben. Die Urananreicherung sollte jedoch in Europa erfolgen. In Folge eines iranisch-französischen Vertrages der am 27.6.1974 unterschrieben wurde, sollte dann sogar eine Urananreicherungsanlage für den Iran gebaut werden, hob Larijani hervor. (Dieser Absatz ist von Memri übernommen)

Und für alle linken Listen, Peacenicks und Friedensforscher sagt es Ali Larjani, Vorsitzender des nationalen Sicherheitsrates in Iran noch einmal mit aller Deutschlichkeit:

"Aufgrund Eures Drucks werden wir unsere Entscheidungen nicht ändern. Falls die Amerikaner militärischen Druck auf den Iran ausüben, werden wir uns gesamtes Atomprogramm heimlich fortsetzen. Unser Land ist sehr groß und ihr könnt nicht unser ganzes Land bombardieren. Ihr könnt sagen, dass der Iran infolge eines militärischen Angriffs großen Schaden erleiden wird, aber auch ihr werdet darunter leiden. Falls ihr eine solche Aktion plant, werdet ihr dafür den adäquaten Tribut zahlen.“

Als täte man das nicht jetzt schon...

Ahmadinejad hat bei einem Treffen mit dem sudanesischen Präsidenten, Omar Al- Bashir, darauf hingewiesen, dass „beide Staaten unter denselben verschwörerischen Aktionen der Hegemonialmacht zu leiden haben. [...] Für uns gehören die Sudanesen zur islamischen Umma und wir betrachten daher unseren eigenen Fortschritt auch als deren Fortschritt. […] Wir werden die territoriale Einheit des Sudans immer verteidigen. Diejenigen, die die islamische Umma in Frage stellen, müssen wissen, dass sie bald erleben werden, wie die gesamte islamische Umma auf ihre Verschwörungen reagieren wird.“
Ahmadinedschads Rede bei Memri

Ahmadinedschad zu stürzen dürfte verkniffelt schwer werden, je mehr sich Deutschland und die europäischen Pazifistenarmeen dagegen stemmen, ihn ernsthaft zu bedrohen. Schließlich sind es letztere, die das Regime stabilisieren, ihm die Porpaganda ebensogut liefern wie abkaufen, und ihrem Wahn in Massendemonstrationen gegen "den Krieg" im Allgemeinen ein Denkmal setzen.


Nachtrag:

Völlig offensichtlich ist die Strategie den Antisemitismus als euopäisches Problem zu markieren, und von den 800 000 verjagten und geflüchteten Juden aus der arabischen Welt ebenso zu schweigen wie von den Pogromen und der massiven Beteiligung islamistischer Täter an der nationalsozialistischen Ausrottungsstrategie.
Ein typisches Merkmal des Antisemitismus ohne Antisemiten, Antisemit ist höchstens der andere, sofern er bekennender Nazi ist.


Bildquelle
29.4.06 14:54
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


rummy (1.5.06 20:21)
vollkommen offtopic, aber:
serifen-schriften lesen sich äusserst schlecht in nicht gedruckter form, vor allem bei langen texten in brachialem blocksatz.

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