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Klaus Holz versus the ugly Antigermans


“Diese so genannten Antideutschen erklären sich die Welt aus einem einzigen Axiom. Sie sind deshalb zum Beispiel für die Bush Regierung, halten jede Kritik der israelischen Besatzungspolitik für antisemitisch und feiern den Irakkrieg als Feldzug gegen die islamische Judenfeindschaft. Sie bieten eine einfache Weltsicht, die nicht zur Kritik, sondern zur Identifikation einlädt.“
(Klaus Holz in „Besser streiten“, taz vom 6.4.2006, alle Zitate unten ebenda)

Selbstverständlich darf ein seriöser Forscher wie Klaus Holz auch mal verallgemeinern und wenns nix nutzt auch dreist daher lügen. Schließlich wurde ihm „eine der schlimmsten Beleidigungen, die man jemandem zufügen kann“ zuteil, nämlich die, ein Antisemit zu sein. Und wer braucht schon Analysen vom Schlage eines Gerhard Scheit, eines Manfred Dahlmann, eines Clemens Nachtmann, eines Thomas von der Osten Sacken, deren Kritik zwangsläufig dazu führt, den Irakkrieg auch als Feldzug gegen die Unterstützung palästinensischer Selbstmordattentäter durch Saddam Hussein zu „feiern“.

Ein einziges Axiom sei das, was der unbedarfte Geist Klaus Holz allein an dem zu entdecken weiß, was er nicht versteht, weil er nicht verstehen will. Dass Antisemitismus keine ganz, ganz schlimme Beleidigung für einen ehrenwerten Wissenschaftler ist, sondern eine mörderische Gefahr für alle Juden und der Feind des Menschlichen überhaupt, und in gewisser Weise eine Fetischisierung, die das vermeintliche Bollwerk, das Klaus Holz durch großartige „wissenschaftliche Mindeststandards“ errichtet wähnt, mit Leichtigkeit zu durchdringen vermag. Pathische Projektion, ein Meister aus Deutschland, bricht sich in Wendungen wie „instrumentalisieren“, „in der Linken Schaden anrichten“, „desavouieren“, „Denunziation“ und „Verleumdung“ Bahn.

Klaus Holz, immerhin „Antisemitismusforscher“, hat davon so wenig verstanden, wie er das Vokabular verwendet, das jedem, der sich ernsthaft mit Antisemitismus befasst, alle Alarmglocken schrillen lassen müsste, weil es exakt das Vokabular ist, mit dem Antisemiten von links bis recht bis islamistisch um sich schlagen.
Selbst ohne Lars Rensmanns inkriminierte Arbeit gelesen zu haben, merkt man sofort, welcher Geist da aus Klaus Holz zum Platz an der Sonne drängt. Wer „Bush-Regierung“ sagt, statt zu bemerken, dass es die der USA ist, will sich nicht eingestehen, dass in den USA auch unter Demokraten common sense ist, den Krieg gegen den Terror so lange weiter zu führen, wie der Terror Krieg gegen die USA und die Juden führt. Ob ein Satz wie „Damit werden Palästinenser zum Sündenbock [...] Die Rechte der Palästinenser werden für diese eigenwillige deutsche Vergangenheitsbewältigung geopfert“ von Ahmadinedschads neuesten Gerülpse stammt oder aus der Feder eines „Antisemitismusforschers“ wie Klaus Holz könnte dieser wohl selbst nicht unterscheiden.

Stolz führt er solche Bilderbuchpropaganda aber als „korrekte“ ausführliche Version für die knappere Zusammenfassung Rensmanns an.
Die Palästinenser als heutige Opfer der Juden wahrzunehmen bedarf schon der pathischen Projektion, die sich Realität solange umschleift, bis sie in die eigene Wahnvorstellung passt. Im Einzelfall mag dies stimmen, solange aber Terror und Antisemtismus von palästinensischem Boden ausgehen, ist es nur legitim, wenn auf diesem Boden dagegen Krieg geführt wird. Eine solche Legitimierung von Krieg mit all seinen stets auftretenden Begleiterscheinungen wie psychopathologisches Verhalten von Soldaten, Bürokratisierung, Opferung individueller Rechte ist für Klaus Holz undenkbar, weil er das nicht sehen kann, was diesen Krieg als das kleinere Übel erscheinen lässt, nämlich die Vernichtung des Staates Israel, und damit der Lebensversicherung für alle lebenden Juden, durch den Antisemitismus, Kassam für Kassam, Selbstmordattentat für Selbstmordattentat.

Der aufgeregte Ton, mit dem Klaus Holz die „Antideutschen“ in ihre Schranken zu verweisen wähnt, zeugt nur davon, dass er mit einer tiefer gehenden Kritik am Antisemitismus, als er sie bislang gewohnt war, nicht umzugehen weiß und sie nach Kräften ignoriert. Antideutsche seien auf „drittklassigen Internetportalen“ anzutreffen, und schlimmer noch, „von irgendwelchen wissenschaftlichen Arbeiten, die diesen [„besonders kruden Antideutschen“] zu einem Repräsentanten der Antisemitismusforschung qualifiziert ist nichts bekannt.“
Er hätte besser hinzufügen sollen, dass ihm nicht dergleichen bekannt ist. Ferner, dass mit der Kritik der Antideutschen am Antisemitismus der Palästinenser und mit der Zustimmung zur negativen Konsequenz daraus, nämlich Gewalt, eine überwältigende Mehrzahl der Israelis übereinstimmt.

Klaus Holz fühlt sich letztlich in seinem Luftschloss unter lauter hochrangigen, „qualifizierten“ Antisemitismusforschern so sicher, dass er meint, einen besonders geschickten Schachzug einzuschlagen, wenn er eine höhere Autorität zur Schlichtung des Streites einberuft. Wer Antisemit sei, solle die „DFG“ bestimmen. Nicht der Zentralrat der Juden, nicht die Botschafter Israels, nicht die zahlreichen israelischen und amerikanischen Antisemitismusforscher, nein, ausgerechnet von der „Deutschen Forschungsgesellschaft“ soll der Blankoschein erteilt werden, Unsinn und sträflichen Leichtsinn unter dem Label Antisemitismusforschung zu verzapfen. Anstatt also den Antisemitismus ernst zu nehmen und die eigenen Aussagen einmal gründlichst zu hinterfragen, mit anderen Meinungen, insbesondere antideutschen und israelischen abzugleichen, und dann möglicherweise zu einer berechtigten Kritik zu schreiten, ruft man im gewohnten deutschen Gestus eine höhere Instanz an, am besten doch gleich den Kaiser, damit eine „Richtlinie“ geschaffen werde, ein bürokratisches Regelwerk, das entscheide, was legitim sei in der Diskussion um Antisemitismus.

Solcherlei institutionalisierte Hofantisemitismusforscher mit ihrem grauenhaften Bescheidwissen, das um so erbärmlicher wird, je blanker es selbst sich in antisemitische Projektionen verstrickt und ausgerechnet deutsche Institutionen für tauglich hält, kritisch zu urteilen, sind keine, sondern an ihnen kann der Antisemitismus in all seiner Penetranz erforscht werden. Das erste, was von einem Verständnis des Antisemitismus zeugt ist das tiefste Misstrauen der eigenen Meinung gegenüber und Meinung überhaupt.
Micha Brumlik ist ungeachtet möglicher Formfehler zu danken für seine Kritik in der ansonsten sehr gerne auch mal antizionistischen taz. Lars Rensmann ist es ungeachtet möglicher Fehler in seiner Dissertation zu danken, dass seine Arbeit Klaus Holz zur Selbstdenunziation seines Denkens trieb.
20.4.06 00:00
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leo (21.4.06 17:38)
guter artikel!!!


http://kommunismus-now.blogspot.com/



artur (7.7.06 15:17)
ganz, ganz großartiger artikel! ich möchte mich dafür, auch im namen meiner eltern, ganz, ganz herzlich bedanken!


Adornitin (2.10.06 18:23)
Du bist doch völlig verblendet!
In der Wissenschaft gibt es nun mal Kritieren wissenschaftlichen Arbeitens. Wenn man seine Arbeit dort einreichen möchte, dann muss man diese Kriterien beachten. Schließlich wird derjenige, welcher sich den Kriterien der Wissenschaft stellt, dort auch bezahlt.
Die DFG soll daher nicht entscheiden, was Antisemitismus ist, sondern, ob eine Arbeit den wissenschaftlichen Kriterien genügt und Zitate ausgewiesen sind. Unterstellungen hab dort nichts zu suchen.


Nichtidentisches (2.10.06 19:30)
Aaargh, ich bin blind, neeeeeiiiiiinn! Ödipus, Ödipus!

Ich habe meinerseits nur die "Kritik" von Klaus Holz kritisiert, wie ich im Text mehrfach anmerke. Mir geht es nicht um die Arbeit, die mag durchaus fehlerhaft sein, andere intelligentere wie M. Kloke behaupten, es sei das beste was sie dieses Jahrzehnt ind er Antisemitismusforschung gelesen haben. Ein, zwei Zitatfehler finden sich in jeder Arbeit.
Holz will aber nicht die Wissenschaftlichkeit des Ganzen prüfen lassen, dazu dürfte die entsprechende Uni-Institution zuständig sein, sondern ob das nun Antisemitismus ist oder nicht.
Es geht Holz nicht um Wissenschaftlichkeit, sondern um seinen eigenen Narzissmus. Der regt sich, weil er Rensmann nicht versteht. Verstehen tut er nix, weil er sich selbst dann Antisemitismus konstatieren müsste und sein eigenes Weltbild aufgeben, korrigieren und somit ETWAS LERNEN müsste von einen dahergelaufenen Antideutschen. Und das geht ja nu wirklich net!

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