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Poststrukturalismus und Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelung und Witwenverbrennung (Sutee) seien Monstrositäten, mit denen der Westen sich selbst konstituiere, indem er sie bei anderen anklagend feststelle. So lautet das Credo der postkolonialen „subalternen“ FeministInnen vom Schlage einer Chakravorty Spivak. Der weiße Mann stelle sich schützend vor die schwarze Frau und leugne dadurch deren Handlungsfähigkeit. Schlimmer noch, er dämonisiere die Kultur der „Kolonisierten“ als „Anderes“, von dem sich abzugrenzen gelte.
 
Im Jargon versuchen solche reaktionäre Möchtegernrevolutionäre Kultur zur Angelegenheit derer zu machen, die sie „reproduzieren“, und in überwältigender Sinngebung faselt man von einem Akt der Selbstbestimmung, wenn sich Witwen in Indien selbst verbrennen. Auf solches menschenverachtendes Gefasel geltungssüchtiger Pseudowissenschaftlerinnen braucht man keinen Deut zu geben. Sie sind mit Positionen wie: „Frauen, nehmt den Männern den Koran weg“, oder „Mohammad war der größte Feminist aller Zeiten“ auf dem intellektuellen Müllhaufen der Geschichte einzusortieren. Als weißer Mann oder Frau die Frauen der Peripherie als sprachlose Objekte zu markieren ist in dieser Ideologie ein größeres Verbrechen, als solche Zustände hervorzubringen.
Zum selbst bestimmten weiblichen Akt verherrlichen solche "autochtonen" Pseudofeministinnen die Arbeit der Beschneiderinnen. Fakt ist, dass Frauen der Peripherie in der Regel sprachlos gemacht werden von erdrückenden patriarchalen Zuständen, um den „Eurozentrismus“ von feministischer wie universalistischer Theorie können sie sich zwangsläufig wenig kümmern.
 
Die Alphabetisierungsrate von Frauen bleibt in den meisten Ländern konstant niedrig. Schlimmer noch ist, dass Frauen systematisch verstümmelt werden. Die Methoden variieren, der Kern bleibt gleich: Bei der „Sunna“ wird dem Mädchen die Klitoris teilweise oder ganz entfernt. Bei der „Infibulation“ wird die Klitoris und die inneren Schamlippen entfernt. Dies wird häufig verschärft durch die „pharaonische Beschneidung“, bei der die äußeren Schamlippen nach der Entfernung der inneren Schamlippen vernäht werden, bis nur noch ein millimetergroßes Loch zur Urination und Menstruation verbleibt. Teilweise werden die Wunden mit Glasmehl eingerieben, um „verbleibende Reste“ nach und nach beim Gehen auszuschaben. Die Verstümmelung erfolgt ohne Betäubung und mit traditionellen Beschneidungsmessern, mit Rasierklingen oder auch mit Glasscherben. Das Alter variiert, traditionell wurde anscheinend häufig mit der ersten Menstruation verstümmelt, der Trend geht hier dazu, immer jünger, teilweise im Säuglingsalter zu verstümmeln, mit der Begründung, dass sich das Mädchen nicht so stark wehren könne. Der Preis sinkt daher mit dem Alter des Opfers. Weiter lässt sich eine Ausbreitung der „pharaonischen Beschneidung“ feststellen, die immer häufigerr vorgenommen wird anstelle der (in eingigen Quellen euphemistisch als "mild" bezeichnete) Sunna.
Begründung ist hier, dass die Frauen in sexualisierteren modernen Zeiten stärker „gezähmt“ werden müssten. "Beschneidungsfeste" werden trotz Verboten auch von Politikern als Wahlwerbung gesponsert. Verbote nützen in Staaten mit geringer politischer Infrastruktur wenig, teilweise wirkten sie sich sogar negativ aus dahingehend, dass mit schlechteren Werkzeugen heimlich operiert wurde und "Beschneidungsfeste" den Hauch von Widerständigkeit und kultureller Identität schufen. Die Folgen der Verstümmelung sind gänzlich andere als die bei der Jungenbeschneidung. Bei der Jungenbeschneidung kann abgewogen werden: Ca. 1/5 aller Jungen haben von Geburt an oder entwickeln später Vorhautverengungen (Phimose). Diese wird durch die Jungenbeschneidung verhindert. Ferner sind positive Effekte auf Infektionsresistenz festzustellen, die Eichel bleibt trocken. Negative Effekte sind Verletzungen im frühen Kindesalter, bei manchen eine verminderte Sensibilität der Eichel durch Hornhautbildung und Infektionen während der Beschneidung. In einigen afrikanischen Regionen wird auch die Jungenbeschneidung brutal und schmerzhaft vollzogen, indem die Vorhaut zunächst auf einen Speer gespießt und dann mit primitiven Werkzeugen entfernt wird. Die Folgen sind dennoch sehr viel weniger traumatisch, nach der Ausheilung kommt es nur selten und zu vergleichsweise geringfügigen Problemen. Das verstümmelte Mädchen verliert sehr wahrscheinlich seine sexuelle Empfindsamkeit im Genitalbereich, leidet meistens ein Leben lang unter den Schmerzen beim Urinieren, beim Menstruieren und Gebären, und zudem ist die Sterblichkeit während der Verstümmelung und bei der Geburt sehr hoch, die WHO schätzt, dass ca. 10 % der Betroffenen an akuten und ca. 25 % an langfristigen Komplikationen sterben. Wucherungen, Infektionen, schmerzhafte Vernarbungen sind häufige Begleiterscheinungen und führen manchmal zu Folgeoperationen.
Diese sind ohnehin vor dem Geschlechtsverkehr und vor wie teilweise nach der Geburt notwendig. Der Grund für die Beschneidung ist wie so oft Narzissmus der Mannes. Er sieht seine „Reinheit“ bedroht durch die Verführungskraft der Frau, entwickelt Angst vor einer „übermächtigen Sexualität“ und meint, diese zügeln zu müssen. Die Klitoris wird als das „Böse“, „Schlechte“ halluziniert und soll entfernt werden, um aus den latent vom Bösen besessenen Frauen gute Menschen zu machen. Widersprüchlich bleiben solche Argumente, da die Männer oft zum Vergnügen Frauen aus Gruppen besuchen, die nicht beschnitten sind. Hier ist die häusliche Reinheit wichtiger als die Bedrohung. Die eigene Frau wird zum Möbelstück degradiert, ihrer Sexualität beraubt, damit sie weder "sexuelle Herrschaft" über den Mann erlangt, noch mit einem anderen Mann Lust beim Sex empfindet.
Weitere Rationalisierungen sind „übler Geruch von unbeschnittenen Frauen“, „hygienische Gründe“ und „böse Geister“. Grund dürfte ein auf gesellschaftlicher Ebene gescheiterter Kastrationskomplex sein. Männer kastrieren Frauen real, um ihre Überwertigkeit zu verewigen und unzweifelhaft zu machen. Eine Anerkennung des weiblichen Genitals als vollwertig führt zu Deprivationsängsten, die nur unterdrückt werden können, wenn das weibliche Genital als „schlecht“ entfernt werden muss. Die daraus folgende Gleichwertigkeit ist keine echte, die Machtdemonstration wirkt und bleibt der Frau in gänzlich unpostmodernem, eher kafkaesken Sinne „in den Leib geschrieben“. Bei jeder Urination wird sie erniedrigt durch den Schmerz. Die Verbreitung der Genitalverstümmelung von Frauen ist breiter als die meisten vermuten würden. Täglich (!) werden rund 6 000 Mädchen an den Genitalien verstümmelt. Aktuelle Schätzungen sprechen von 3 Millionen pro Jahr. Zahlreiche afrikanische Staaten weisen Verstümmelungsquoten von 90 % auf, so in Ägypten, Äthiopien, Somalia, Eritrea und Gambia. Anscheinend gab es ähnliche „Rituale“ auch ausnahmsweise in Australien bei den Aborigines, und mit anderer Begründung ist FGM auch in Europa mindestens seit der Barockzeit bis in die 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts durchgeführt worden. Hier wurde sie vor allem zur Behandlung der Masturbation, der Hysterie und anderer vermeintlich typisch weiblicher Störungen angewandt. Von den vier sunnitischen Rechtschulen (madhhab) befürworten zwei die Genitalbeschneidung an Frauen (Malikiten und Hanbaliten); die Schafiiten halten sie sogar für eine religiöse Pflicht. In Ländern mit schafiitischer Rechtsschule ist sie deshalb auch allgemein verbreitet. Die Hanafiten lehnen die Beschneidung von Frauen ab. [Quelle: Bosworth/van Donzel, The encyclopedia of Islam, S.20]
Beschneiderinnen erhalten oft die Möglichkeit, gegen hohes Honorar nach Europa oder Amerika zu fliegen und dort im Dutzend Mädchen zu verstümmeln. Dagegen gibt es kaum Engagement oder Aufklärung, oft werden die Mädchen auch in den Sommerferien in afrikanische Staaten geschickt und dort beschnitten.
 
Deprimierend ist die geringe Forschungslage, es gibt gerade einmal 4 halbwegs fundierte Bücher, ferner ca. 2 Dutzend (Sach-) Romane, die sich mit dem Thema befassen. Aufklärungsiniativen vermelden aber rasche Erfolge, offensichtlich bringt es mehr, wenn sich die Frauen vor Ort organisieren als Gesetze, die ohnehin nicht befolgt werden. Postmoderne feministische Initiativen aus dem autonomen Spektrum sind dagegen kaum aktiv, wenn es um den Sexismus in Afrika oder in islamischen Communities geht. Man hat sich auf das weiße, patriarchale, männliche, imperialistische, heteronormative Machtsubjekt eingeschossen, weiß zu jeder freizügigeren Plakatwerbung einen Edding oder aufkleber auszupacken und hysterische Aktionen gegen „Heterosexismus“ anzuleiern, wenn ein Mann in einer Diskussion „gute Frau“ sagt, dass aber Verstümmelung der ekelhaftesten Art, massivste Unterdrückung völlig personal vermittelt vor ihrer Nase ablaufen, wollen sie nicht wissen, denn das würde fordern, ihren bequemen Sprechort zu hinterfragen. Dankenswerterweise sind betroffene Frauen wie Waris Dirie, christliche und bürgerliche Initiativen weniger von solchen Skrupeln geplagt und engagieren sich gegen Genitalverstümmelung. Einige sind unten angegeben.
 
Quellen: Taz mag vom 25/26. März 2006.
„Can the subaltern speak“ von G. Chakravorty Spivak.
Terre des Femmes (Hg.): Schnitt in die Seele - Weibliche Genitalverstümmelung - eine fundamentale Menschenrechtsverletzung. Mabuse-Verl., Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-935964-28-5
4.4.06 14:30
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


holger danske / Website (4.4.06 21:54)
.. Tatsächlich finden Frauenbeschneidungen also die sexuelle Verstümmelung aber hauptsächlich in moslemischen Gesellschaften statt (Sudan etc. wo 85% der dortigen moslemische Frauen beschnitten sind). Ausgeführt werden diese grausammen Operationen von Frauen.

Einen Zwang für die Frauenbeschneidung gibt es laut Auskunft der sogenannten gemässigten Moslems im Islam nicht. Aber durch die unmögliche gesellschaftliche Dynamik die in moslemischen Ländern und Kulturen herrscht wird diese gefördert. Die Opfer, selbst als Kinder beschnitten, werden haufig zu Täterinnen indem Sie als Erwachsene anderen Frauen die Schamlippen wegschneiden. Es ist schrecklich, aber eine Tatsache, dass diese Frauen in ihrer Ignoranz auch noch etwas Gutes sehen.

Trotz Kampagnen gegen diese Praxis, die zugegebenermassen auch von Imamen mitgetragen werden, finden heute (2006) noch immer täglich 6000 dieser Eingriffe statt.

Weltweit sind etwa 130 Millionen Frauen sexuell verstümmelt...


nichtidentisches / Website (13.9.07 11:58)
In Zeile 1 muss es heißen "schwarze Frau" und nicht "weiße".

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