Startseite
    Antiamerikanismus
    Antisemitismus
    Islamismus
    Verwaltete Welt
    Kulturindustrie
    Rassismus
    Aberglaube
    Kulturalismus
    Make a wish
  Über...
  Archiv
  African Islamism
  Gesammelte Werke
  Texte
  African witch-hunts
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Sofakunst
   Wikipedia
   Fremdwörter-Lexikon
   Marx-Engels-Werke
   Asia Times
   This is Zimbabwe
   
   Achse des Guten
   adf
   africa daily
   african studies quarterly
   african sun news
   aftershow
   against
   allafrica.com
   Antibürokratieteam
   Arabs for Israel
   Jaegerzaun
   Atlas Shrugs
   Bad Blog
   Bahamas
   What is witchcraft?
   Botschaft Israels
   ca ira Verlag
   unterdemstrich
   Camera
   classless
   ChinaDaily
   Die Jüdische
   Dissidenz
   Emma
   e pluribus unum
   Ex-Blond
   EYEontheUN
   FdoG
   Frontierpost Pakistan
   Fuchsbau
   Gripsiltis
   Haaretz.com
   Hadith Database
   honestly concerned
   Iranfocus
   iraqui bloggers central
   israel defence force
   Israel News Infolive
   Israpundit
   Ivison
   Jerusalem Post
   John Cox
   kaffe ohne sahne
   Karwan Baschi
   LittleGreenFootballs
   lizas welt
   maedchenblog
   Matthias Küntzel
   MEMRI
   Middle East Info
   myissue
   nada
   No Blood for Sauerkraut!
   planethop
   prodomo
   sandmonkey
   sozioproktologe
   spirit of entebbe
   starblog
   Telegehirn
   tous et rien
   ugly dresden
   unkultur
   WADI
   weapons of modern democracy
   western resistance
   Wind in the Wires

kostenloser Counter

Webnews



https://myblog.de/nichtidentisches

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Jean Améry - Werkausgabe komplett

Jean Amérys Werkausgabe wurde der neunte und letzte Band ["Materialien": 900 S., 40€] hinzugefügt. In für die taz sehr ungewohnten Tönen rezensiert der Marburger Literaturwissenschaftler Jan Süselbeck:

Ganz andere Qualität hat in der vorliegenden Materialien-Auswahl Henryk M. Broders Artikel über Amérys Kritik des linken Antizionismus, der 1993 in der taz erschien. Man sollte diesen Text jedem jungen Menschen, den man heute noch mit einem "Palituch" um den Hals antrifft, freundlich in die Hand drücken. Broder fasst hier auf seine pointierte Art die wesentlichen Essays Amérys über den Antisemitismus in der deutschen Linken zusammen. Zentral ist dabei ein - heute mehr denn je gültiger - Satz Amérys von 1973: "Wer die Existenzberechtigung Israels in Frage stellt, der ist entweder zu dumm, um einzusehen, daß er bei der Veranstaltung eines Über-Auschwitz mitwirkt, oder er steuert bewußt auf dieses Über-Auschwitz hin."

Jetzt, da das iranische Regime Mahmud Ahmadinedschads den Staat Israel offen mit dem möglichen Bau einer Atombombe bedroht, ist es besonders dieser politische Werkkomplex Amérys, der 30 Jahre nach dem Freitod des Autors wieder dringende Beachtung verdient: "Aus dem Anti-Zionismus erwächst die Giftblüte des Antisemitismus. Die pro-arabische Stimmungsmache hat den Konsensus: von der äußersten Linken über die bürgerliche Mitte bis zu den alten Nazis", stellt Améry im April 1975 in einem Schreiben an den Merkur-Herausgeber Hans Paeschke fest. Man möchte der nunmehr vollendeten Werkausgabe wünschen, dass ihre Leser diese Wahrheit zur Kenntnis nähmen. Damit wäre der Grundstein zu einer differenzierteren Rezeption eines der streitbarsten Publizisten des 20. Jahrhunderts gelegt.

 

6.5.08 17:41
 


Werbung


bisher 15 Kommentar(e)     TrackBack-URL


christoph (6.5.08 17:45)
Hallo,

für alle Broder-Fans empfehle ich mal den Text
Gerhard Henschel - Freche Schreibe, wohin?
aus der aktuellen Titanic, leider nicht online, aber sehr lesenswert.


Nichtidentisches / Website (6.5.08 17:57)
Dir hingegen empfehle ich dann doch mal sein Buch "Der ewige Antisemit".


peter (6.5.08 20:33)
Wie kommst Du auf den Buchtipp?


Doc Holliday (6.5.08 22:59)
Der Artikel von Gerhard Henschel war meiner bescheidenen Ansicht nach richtig schlecht. Ich hatte den Eindruck, der Autor verwechselt Broders Rubrik "Das schreibt der Leser" mit der Titanic-Rubrik "Briefe an die Leser".
Warscheinlich ist es aber einfach so, daß Henschel sich über den *Inhalt* von Broders Polemiken geärgert hat und mangels Argumenten auf Formkritik ausgewichen ist.


Nichtidentisches / Website (7.5.08 11:02)
"für alle Broder-Fans empfehle ich mal den Text
Gerhard Henschel - Freche Schreibe, wohin?
aus der aktuellen Titanic, leider nicht online, aber sehr lesenswert."

Wenn ich schon als "Broder-Fan" angesprochen werde mitsamt der Empfehlung einer Medizin, die mich davon kuriere höre ich doch sämtliche Nachtigallen trapschen...


christoph (7.5.08 13:36)
wüsste auch ganz gern, warum du mir den ewigen Antisemiten empfiehlst
ich will niemanden kurieren, aber lachen hilft manchmal, besonders wenn man so einem Scharfmacher aufgesessen ist

@doc holliday
Inhalt in Anführungsstrichen trifft es ganz gut

allerdings ging es bei der Preisverleihung schon um die Qualität der Schreibe (Form) und also in dem betreffenden Text von Hentschel eben auch explizit hierum


peter (7.5.08 15:45)
Jetzt verstehe ich den Tipp schon eher, "einem Scharfmacher aufgesessen", so hatte ich den Hinweis auf den Titanic-Artikel nicht verstanden. Der Artikel selbst befasst sich nämlich wirklich einfach mit dem Schreibstil, wenn vielleicht auch nicht so gelungen. Aber dann will christoph doch auf etwas anderes hinaus.


christoph (7.5.08 17:01)
@peter
stimmt, wer mit Broder nix anfangen kann, muss Antisemit sein

wobei ich hier einräumen muss, dass ich das besagte Buch nicht kenne sondern lediglich den Presse-Kram aus Spiegel usw., und das hat mich bisher nicht in die Buchhandlung zu weiterer Lektüre getrieben

und jetzt geht mir mal bitte weg mit euren Verdächtigungen, ihr Agros


Doc Holliday (7.5.08 21:59)
Das ist eine Hervorhebung und kein Anführungszeichen. Guck dir mal eine ASCII-Tabelle an. Und "Agro" ist eine Landwirtschaftsmesse in der Ukraine.


Nichtidentisches / Website (8.5.08 11:12)
Nein, Christoph, wenn du eine begründete Kritik an Broder anzubringen hast, bist du hier hochwillkommen. Solange du allerdings substanzlos und argumentfrei Satire gegen Broders angeblichen Schreibstil halt toll findest, sage ich, lies doch einfach mal sein bestes Buch und bilde dir eine eigene Meinung. Und sobald du ihn als "Scharfmacher" bezeichnest, würde mich schon interessieren, worin du diese Scharfmacherei gegeben siehst, denn der Verdacht liegt nahe, dass hier jemand es einfach nicht verkraftet, dass sich Broder primär über Scharfmacher und Antisemiten beschwert.


christoph (8.5.08 14:09)
nein, nichtidentisches, ich verurteile lediglich die Ablehnung jeglichen Dialoges und die Unfähigkeit, komplexe Zusammenhänge differenziert zu betrachten,
Antisemiten verachte ich ebenfalls, genausowenig leugne ich, dass es sie gibt
aber das ist der Rechtfertigung jetzt auch mehr als genug, also schenk dir bitte dein "achso oho, ich weiß Bescheid"


Doc Holliday (8.5.08 19:59)
Hallo christoph,
Broder hat die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen, anstatt vor ihnen zu *kapitulieren*. Und das ist gut und nicht schlecht!

(Vorsicht, kein Anführungszeichen!)


christoph (9.5.08 13:16)
der Punkt, an dem Broder seine Fäden zusammenführt, ist allerdings immer schon definiert, bevor er mit dem entwirren derselben anfängt. Und wenns nicht passt, wird halt zerschnitten und geknotet was das Zeug hält.

Das sein Geschreibsel nicht in gewisser Hinsicht clever wäre, will ich nicht behaupten. Die Blog-Foren (z.B. Niggemeier) wären nicht voll von Beiträgen und Kommentaren, wenn es leicht wäre, ihn zu ignorieren. Aber hinterfragen solltet ihr vielleicht auch mal, und nicht reflexhaft jeden als Antisemiten beschimpfen, der nicht eure und Broders aggressive Linie fährt.
Ich will euch nicht langweilen, und google kennt ihr vermutlich auch, aber einen von den unzähligen Links muss ich denn doch mal ranhängen,
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Islam/broder.html

vielleicht zieh ich mir ja auch mal das "beste Buch" rein und finde auch was Gutes dran, wer weiß


Nichtidentisches / Website (10.5.08 08:37)
Ich würde mich z.B: an Broders teilweise etwas sehr feullietonistischen Stil und an manchen auf der Achse des Guten verbreiteten merkwürdigen Thesen stoßen. Dass er komplexe Sachverhalte differenziert zu betrachten weiß, wäre in fraglichem Buch zu widerlegen und dann könntest du ja nochmal konkret werden.


(26.5.08 12:34)
"Weltvertrauen. Dazu gehört vielerlei [...]. Wichtiger aber – und in unserem Zusammenhang allein relevant – ist als Element des Weltvertrauens die Gewißheit, daß der andere auf Grund von geschriebenen oder ungeschriebenen Sozialkontrakten mich schont, genauer gesagt, daß er meinen physischen und damit auch metaphysischen Bestand respektiert. Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Die Hautoberfläche schließt mich ab gegen die fremde Welt: auf ihr darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag aber bricht dieses Weltvertrauen zusammen. Der andere, gegen den ich physisch in der Welt bin und mit dem ich nur solange sein kann, wie er meine Hautoberfläche als Grenze nicht tangiert, zwingt mir mit dem Schlag seine Körperlichkeit auf. Er ist an mir und vernichtet mich damit. Es ist wie eine Vergewaltigung, ein Sexualakt ohne das Einverständnis des einen der beiden Partner. Freilich, sofern eine auch nur minimale Aussicht auf erfolgreiche Gegenwehr besteht, kommt ein Mechanismus in Bewegung, in dessen Verlauf ich die Grenzverletzung durch den anderen begradigen kann. Ich expandiere mich in der Not-Wehr meinerseits, objektiviere meine eigene Körperlichkeit, stelle das Vertrauen in meinen Weiterbestand wieder her. Der Sozialkontrakt hat dann einen anderen Text und andere Klauseln: Aug um Auge, Zahn um Zahn. Man kann auch danach sein Leben einrichten. Man kann es nicht, wo der andere den Zahn ausschlägt, das Auge in der Schwellung versenkt und man selbst den Gegenmenschen, zu dem der Mitmensch wurde, wehrlos an sich erleidet. Es wird schließlich die körperliche Überwältigung durch den anderen dann vollends ein existentieller Vernichtungsvollzug, wenn keine Hilfe zu erwarten ist."

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen
s



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung