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"Meine Mütter" - Rosa Praunheims Spurensuche in Riga

Rosa von Praunheim erfährt von seiner uralten Mutter, dass er als Säugling adoptiert wurde. Nach dem Tod der Mutter versucht er näheres über seine Herkunft zu erfahren, kontaktiert Historiker und Autoren, Rigaer Kinderheime und deutsche Heimatbundtreffen. Unterlegt wird die Spurensuche mit Dokumenten und Augenzeugenberichten über die antisemitischen Massakern im Baltikum, in denen 97% aller Juden dort ermordet wurden.

Zuvörderst ist Rosa von Praunheims Film eine Feldforschung unter Historikern und deren Informanten. Der Wunsch, das Individuum aus seiner Vorgeschichte erklären zu wollen, ist nachvollziehbar. Von Praunheim scheitert allerdings durch seine Naivität wiederholt an seiner eigenen Fragestellung. Da wird in wildesten Phantasien spekuliert, ob er nun in einer Sexorgie im Bordell, einer Vergewaltigung durch SS-Truppen gezeugt sei, ob seine Mutter eine Prostituierte oder gar eine im Untergrund lebende Jüdin gewesen sei. Dass er im Knast geboren wurde, "erkläre einiges", was genau so etwas erklären soll, darüber schweigt er sich allerdings aus.

Das Rauschen des Blutes obsiegt trotz aller Kritik am Naziunwesen. Auf einmal gewinnt von Praunheim eine Tante, Schwager, Nichten und Kusinen, die er obwohl er sie nie sah und trotz deren Verflochtenheit in heimatbündischen Vereinen auf einmal lieb haben will. Die kritischen Fragen, die er der Mutter noch über das Hochzeitskostüm des Vaters mit Hakenkreuzornat stellte, versiegen den neuen Freunden gegenüber - die Aufklärung über deutsche Geschichte tritt in den Hintergrund hinter individuelle Regressionswünsche und der Suche nach der wahren Mutter. Am Ende stellt sich heraus, dass die "echte" Mutter Deutsche war und in einer Psychiatrie einem Leiden zum Opfer fiel, das auf passive Euthanasie schließen lässt.

Insgesamt ist "Meine Mütter" ein größtenteils eher unspektakulärer und im schlechten Sinne widersprüchlicher Film mit einer zumindest in weiten Teilen bemerkenswerten Feinsinnigkeit im Umgang mit dem Sprechen über Unsägliches.

16.4.08 16:49
 


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