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Fussball, Idiotie und Radios

Der Radiomoderator verkündet die Ergebnisse „unserer“ Fussballer. „Wir“ haben gegen Staat XY haushoch gewonnen. Dann spielt er ein Zitat aus einem Interview mit dem Torschützen Podolski ein. Dieser stammelt etwas verwirrt herum.
Der Moderator macht den cut und triumphiert voller Rancune aus ganzem Herzen: „Vollidiot!“
Nachgeschoben wird, dass man ihn ja nicht zum denken, sondern zum Tore-Schießen brauche. In diesem enervierenden Bashing verrät der Moderator sich selbst. Seine durch Jingles eskamotierten Phrasen dröhnen dumpfer als der Fussballer, der Schwierigkeiten hat, seinen Zufallstreffer eloquent als ureigenste Leistung zu verkaufen.
Das Denken ist dem Moderator selbst zum Feind geworden, seit er seine alltägliche Sülze für selbiges zu halten gezwungen ist, um klägliche Reste an Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten. Die Entwürdigung, die seine Sendungen dem schwachen Opfer zumuten, das durch seinen gesellschaftlichen Status seine Schwäche zu zeigen gezwungen ist, sind die selbst erlittenen. In der so geleisteten Projektion verkehrt sich das reale Opfer des Betriebs zum Täter und Teilhaber. Platte Beats zerhacken sinnlose und substanzfreie Plattitüden im Auftrag einer Gesellschaft, die das Denken schon lange als Bedrohung für den von ihr gehegten Schein erkannte und daher domestizieren muss. Was sich dem so gezeugten Räsonieren sperrt, sich noch unverständig und ungeschliffen einem auf Schliff und Drill gestimmten Betrieb gegenüber zeigt, wird systematisch fertig gemacht. Das Nichtverstehen und Stammeln ob des Unglaublichen und Verkehrtem, das einem im Fussball- oder Radio-Betrieb widerfährt, ist gefährlich, denn es versinnbildlicht konzentrierten Zweifel, den Todfeind des Konformismus. Mit fetischisierter Eloquenz rüstet das Weltbild sich fürs plappernde Schweigen vom Falschen.
27.3.08 10:48
 


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