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Vorsicht Propaganda

Hier geht es um ein islamistisches rosa Riesen-Häschen, das Assud ('Löwe') heißt, weil es kein Hasenfuß sein will und in Wirklichkeit Juden auffressen (sic!) möchte. Sein Bruder, Nahoul,  stirbt exaltiert und theatralisch, wie es sich für ein Stofftier gehört. Assoud will deshalb Märtyrer werden.

Ein Trugschluss wäre es zu glauben, solche postmoderne, bunte Propaganda stünde der bedrückende nationalsozialistischen Hetzfilmerei in effektivem Grauem etwas nach. Wenngleich die unfreiwillige Satire durch die Poren trieft, darf nicht verleugnet werden, dass hier Kinder dazu aufgerufen werden, Selbstmordattentäter zu werden.

Dank an den Leser Sly_von_Voigt für den Hinweis auf dieses wirklich bemerkenswerte Dokument der Proliferation von antisemitischer Gewalt durch jenes Racket, das mit Israel in sogenannten Friedensverhandlungen steht.

17.3.08 15:05
 


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bisher 19 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Watchman (17.3.08 22:22)
Los ging es mit Farfour, der Hamas-Mickey Mouse. Nach den ersten Sendungen gab es einige Kritik, u.a. von Disney. Barghouti wollte wohl aus Imagegründen die Wogen glätten, aber die Hamas zog das Programm durch und machten Farfour zum Shahid. Hier die letzte Folge.

http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ai=214&ar=1497wmv&ak=null

Ein Clip, bei dem mancher Linker alle zehn Sekunden bedächtig mit dem Kopf nickt und sich sagt: so ist es. Diese korrupten jüdischen Kindermörder.

Steht Israel in Friedensverhandlungen mit der Hamas? Ist Fritz Kuhns Wunsch wahr geworden? "Wenn man wirklich Frieden erreichen will, muss man mit der Hamas reden“, sagte Kuhn dem Tagesspiegel am Sonntag. Es gebe keine Alternative zu Verhandlungen (...). Kuhn forderte Merkel auf, bei ihrem Besuch den Bau von israelischen Siedlungen auf palästinensischem Territorium deutlich zu kritisieren. "Wenn man eine gemeinsame Kabinettsitzung macht, muss man das auch in Israel ansprechen", meinte Kuhn: "Das deutsch-israelische Verhältnis ist so gut, dass es das aushält."

Ich glaube, du hast Al-Aqsa-TV mit den Al-Aqsa-Brigaden assoziert. Jenes ist aber Hamas-TV.


nichtidentisches / Website (18.3.08 00:19)
oh, ich unterscheide da mit verlaub nicht. oder gibt es anzeichen dafür, dass fatah-sender solcher propaganda entgegentreten oder auch nur entsagen würden? meines wissens nicht. 30 % der Kassams aus Gaza stammen übrigens von Fatah-Kommandos. Und das jüngste Selbstmordattentat wurde nicht von Hamas ausgeübt, sondern von diesen Dingens da, islamischer Djihad, wenn ich mich nicht täusche...


unGeDuLdig (18.3.08 00:48)
Psychotisch-perfides kleines Fundstück. Glückwunsch.

Ich finde die Idee mit dem rosa Hasen (schwuler Feigling?) hochinteressant. Der landläufige Moslem sammelt im Laufe seines Lebens, insbesondere in seiner Pubertät, ein gewisses Mass an Unreinheiten und Sünden, die Allah nicht wohlgefällig sein können. Wer sich mal die Mühen angesehen hat, die von Gläubigen allein zur Busse von Ramadanverstössen unternommen werden (zigmal ätzend lange Suren absingen etc.), kann sich die Implikationen von jugendlichen Triebregungen, die das Seelenkonto viel stärker belasten, vorstellen. Wenn ein Moslem nach dem Beten nach links und rechts blickt und "Assalamu 'aleikum" sagt, richtet er sich an die beiden Engel, die seine guten und schlechten Taten aufzeichnen und beim jüngsten Gericht für bzw. gegen ihn als Zeugen aussagen werden. Die Überwachung durch Allahs Agenten ist lückenlos, keine Unkeuschheit oder Übertretung bleibt unbemerkt. Und selbst die gründliche Reinigung und Busse von begangenen Sünden hinterlässt eine theologische Ungewissheit: Allah kann furchtbar nachtragend sein, man ist ihm gegenüber immer im Minus. Eine klassische Lösungsmöglichkeit ist die Pilgerfahrt nach Mekka, wo durch den Gebrauch der saudi-arabischen Tourismusinfrastruktur das Seelenkonto resetet wird. Der Zeitpunkt dieser Pilgerfahrt ist dabei problematisch: Wird sie zu früh angetreten, füllt sich beim Weiterleben die Akte des Gläubigen mit neuen Sünden, das Grundproblem ist wieder da.


unGeDuLdig (18.3.08 00:49)
Wer aber als Märtyrer im Dschihad fällt, erfährt nicht nur eine komplette Sündenregisterlöschung, sondern kann an den himmlischen Türstehern ein Paar Dutzend Verwandte vorbeischmuggeln. Ganz zu schweigen von den sinnlichen Freuden, die für das beknackte Leben unter der Scharia entschädigen sollen: Nicht nur 72 Jungfrauen ("and all will have appetising vaginas" wie Imam Suyuti sich schon um 1500 freute), sondern auch 100fache Manneskraft harren des pubertären Sprengmeisters.

Wer auch immer im Fernsehbeitrag den kreativen Part übernommen hat, Unterbewusstsein oder bewusste Manipulation, hat ein beinahe schon entzückendes Beispiel psychotischer Konfliktlösung abgeliefert. Die Zielgruppe kann sich mit dem schwachen und ängstlichen Hasen identifizieren und bekommt gleich den Ausweg geliefert: Jeder nur ein Kreuz, äh Sprengstoffgürtel.

Was das Auffressen der Juden angeht, betreten wir gewissermassen den kühlen Keller von Norman Bates' Haus, die psychologischen Untiefen des antisemitischen Hasses, der auch ein pathologischer Vaterhass ist. Es sei mir der Hinweis auf Adornos "Elemente des Antisemitismus" gestattet, wo die Finsternis der narzistischen Kränkung etwas beleuchtet wird. Der kannibalische Affekt offenbart das Ausmass an Verinnerlichung des Hasses, sie haben die Juden wirklich gefressen.

Und ohne gleich Marschbefehle zu bellen, sei gesagt, dass dieser TV-Sender auch in militärisch-taktischer Hinsicht eine grössere Gefahr darstellt als eine Kassam-Raketen-Werkstatt. Ein sehr schwacher Trost ist da die Tatsache, dass dieser virulente Hass sich dank der IDF relativ selten auf seine Objekte entladen kann und den Rasenden nichts übrigbleibt, als sich gegenseitig an die Kehlen zu gehen. Doch obwohl sich der wahnsinnige Schub temporär verlagern lässt (gegen "Verräter", "Unzüchtige" usw.), verrate ich keine Geheimnisse mit dem Fakt, dass sich in einer Ideologie, die sich durch das konkrete Böse definiert, der Jude immer noch die vollkommene Konkretion und Personifikation allen Übels ist.


nichtidentisches / Website (18.3.08 11:27)
Ungeduldig: in deinen ausführungen taucht nur ein kleiner Fehler auf: Die zweite Hauptfigur ist ein Mädchen... was reizt sie dazu, mit dem Hasen zusammen Märtyrer zu werden? Ich denke auch, das Motiv der Feigheit ist noch viel tiefsitzender als hier herausgearbeitet.


unGeDuLdig (18.3.08 17:45)
Das Mädchen hatte ich glatt übersehen. Ihre Vermummung weist auf ihr Motiv hin. Während das männliche Identifikationsangebot auf Befürchtungen anspielt, den vorherrschenden Ansprüchen nach Tapferkeit und Übereinstimmung nicht zu genügen, liegt die Problematik, vor der das weibliche role model steht, tiefer: Die implizite Unreinheit des Frauseins, die sich lange vor der Pubertät mit körperfeindlicher Obsession auf die Mädchen legt. Während der Junge sich nur bei Verfehlungen zu schämen hat, ist Scham beim Mädchen der Grundzustand. Zu ihrer gesellschaftlichen Degradierung kommt der gar nicht unterschwellige Selbsthass, der verinnerlichte Blick der geilen Männer und der missgünstigen Frauen, das gleichzeitige Nichtwahrgenommenwerden (wie schreibt man das?) und Dauerbeäugtwerden, die gesellschaftliche Verwirklichung der Psychosen Allahs. Auch ohne das Märtyrerphänomen ist die selbstzerstörerische Sehnsucht vieler muslimischer Mädchen manifest, die sich in den exaltierten Todeswünschen der arabischen und türkischen Schlager ausdrückt, wo Thanatos und Libido synonym sind. Das Hamas-Programm greift diese Wünsche auf und veredelt sie zum gottgefälligen Freitod, der den Vorzug hat, die egoistischen, durch totale Negation das Leben sich zueigen machenden Impulse mit der Forderung nach Selbstlosigkeit zu versöhnen. In einer Kultur, in der bereits ein entfahrener Furz eine kleine rituelle Waschung auslöst (Wudhu), wo also jede körperliche, insbesondere jede weibliche Regung problematisiert und rigoros unterdrückt wird, hat die Möglichkeit, sich selbst in einer finalen Sprengung orgastisch zu löschen einen ungeheuren Reiz.


unGeDuLdig (18.3.08 17:46)
Das Feigheitsmotiv der Jungen verläuft entlang ähnlicher Parameter. Es gibt die historische Beobachtung, dass muslimische Kämpfer im Krieg gleichzeitig zu selbstmörderischer Tapferkeit und überstürzter, panischer Flucht neigten. Es sei an die iranischen Minenräumschahids einerseits und an die weggeworfenen Stiefel und Gewehre im Sinai 1967 andererseits erinnert. Da die Jungen von früh an zur aggressiven Verteidigung ihrer und der weiblichen Familienmitglieder Ehre angehalten werden, ein hemmungsloser Kult um die übertrumpfende Männlichkeit betrieben wird, die jeden muslimischen Schulhof in eine Gladiatorenarena zu verwandeln neigt, bleibt für beinahe keinen Jungen die Erfahrung aus, die auch in unseren Breiten nicht unbekannt ist: Kindheit als terroristische Verfolgung aller durch alle. Was bei der klassischen muslimischen Erziehung hinzukommt, ist die extreme Abwesenheit des Vaters, die einen Widerschein in der seltsamen Distanz Allahs zu seinen Bekennern findet. Die empfundene Schutzlosigkeit und Angst ist ein tiefeingebranntes Ärgernis, die halbverdrängte Gewissheit, es irgendwie nicht zu bringen. Ein Weg, den ödipalen Abgrund zu überwinden, ist die Verinnerlichung der väterlichen Ziele, nicht ohne gleichzeitigen Affront gegen die väterlich-göttliche Autorität - auch der Vater ist ein männlicher Konkurrent, an den sich der laute Knall der Selbstzündung richtet.


unGeDuLdig (18.3.08 23:36)
Es ist mir noch eine Kleinigkeit eingefallen, die ein wenig mein Analyse- und Sprachvermögen herausfordert. Das Mädchen in der TV-Moderatorinnenrolle versinnbildlicht den versuchten Spagat zwischen patriarchaler Unterwerfung und etwas, das man Pseudofeminismus unter faschistischer Bedingung nennen könnte. Do I make myself clear? Es fällt zuweilen auf, dass es, vielleicht bedingt durch die Konkurrenzsituation mit dem durch Massenmedien immer als Versuchung vorhandenen lifestyle des Westens, so eine Art islamistische hipness gibt, die sich unter Beibehaltung der archaischen Grundmuster mit den Accessoires und Attitüden der gleichzeitig begehrten und verhassten westlichen Kultur gibt. Es ist den Mädchen ein konsequentes Ausleben ihrer mehr oder weniger reifen Emanzipationswünsche verwehrt, die materiellen und freiheitlichen Verheissungen der Moderne, speziell die Unabhängigkeit, sind jenseits aller möglichen Horizonte. Doch die Schahida-Rolle, die rasende antijüdische Hetze eröffnet den diffusen, unter Hochdruck stehenden Begierden ziviler und barbarischer Art wenigstens das Ventil für die barbarische Triebabfuhr. Eine Schahida kann Kraft ihrer Autorität als selbstaufopfernde und gottgefällige Todesbraut sogar an die männlichen Zuschauer mahnende und befehlende Worte richten. Der Tod ist gewissermassen der einzige Geliebte, der weder dem Mädchen noch ihrer Familie zur Schande, sondern vielmehr zur Ehre gereicht. Durch das Blutzeugnis "M(artyrium)" kann selbst die tendenziell schändliche "W(eiblichkeit)" in Heiligkeit aufgewertet werden. W - M - W' sozusagen, wobei ' den durch Selbstsprengung oder mindestens Verhetzung geschaffenen Mehrwert an Gottgefälligkeit darstellt, die theoretisch über der eines muslimischen Mannes stehen kann. Doch ich breche lieber ab, bevor meine ökonomistischen Neigungen vollends mit mir durchgehen.


christoph (19.3.08 07:43)
@ungeduldig
ich glaube, ich ahne so langsam, was im letzten Forum vorgefallen ist


unGeDuLdig (19.3.08 09:39)
@christoph

Lässt sich alles unter chefduzen.de nachlesen, unter demselben Namen wie hier. Aber ich will die Aufmerksamkeit nicht dahin ablenken, es war nur mein Anliegen, hier transparent aufzutreten.


nichtidentisches / Website (19.3.08 12:20)
Hallo Ungeduldig

Danke für die elaborierte Ergänzung und Interpretation. Eine kleine Kritik habe ich natürlich noch: Die Bestimmtheit mit der du manche Aussagen triffst, scheint sich von der radikalen These entfernt zu haben, dass sie auf ihre Vorbedingung, der in der Vermutung verharrenden Interpretation psychischer Vorgänge nicht mehr zu reflektieren vermag...zumindest kommt im Text wenig Zweifel an der mechanistisch vorgetragenen Deutung zum Tragen. Dieser Zweifel ist allerdings essentiell für verantwortbare Kulturanalyse. Dazu ist David Signers "Konstruktionen des Unbewussten" sehr empfehlenswert, ungeachtet der postmodernen Einsprengsel. Der Unterschied zwischen Freuds angenehmen Interpretationen, die immer Zweifel betonen, und den klinischen Befunden der modernen medizinischen Psychoanalyse ist evident und einer ums Ganze: Wo Freud kritisierte, wollen jene zurichten. Im Betriebsfehler ist der funktionierende Betrieb schon mitgedacht.


Watchman (19.3.08 21:43)
Die unfreiwillige Satire dieser Sendung mag daran liegen, daß hier vieles improvisiert, nur wenig geplant ist. Die fehlende Form wird sicherlich durch die totale Konzentration auf den Inhalt, also den puren Antisemitismus bedingt. Es scheint, als ob von Folge zu Folge gedreht wird und selbst Minuten vor Schluß einer Folge noch alles hätte anders kommen können. Das ganze macht den Eindruck eines Filmprojekts von völlig Unfähigen. Während in meiner Schulzeit die Produkte von Videoprojekten, denen die Frage nach dem Was bloß daraus machen oft anzusehen war, durch mehr oder weniger guten Witz auffielen, wissen die Antisemiten sehr wohl, was sie machen und ihre Videos sind toternst und komisch nur durch das Amateurhafte der Technik.


Watchman (19.3.08 22:00)
In einer anderen Folge springt völlig plötzlich das Thema von der Verteufelung Dänemarks zu Anprangerung der Biene. Irgendwie wurde Sara bekannt, was Nahoul (?) gestern oder am Vormittag getrieben hat. Der leugnete zuerst, wurde dann aber per Video überführt. Er mißhandelte nämlich Tiere, erst eine Katze, dann Löwen. Die ganze Episode ist völlig unmotiviert, es hätte genausogut vom letzten Gebet Nahouls berichtet werden können und wie schön er es ausgeführt hat. Durch dieses Desinteresse an Konstruktion zeigen sich zentrale Motive und Probleme der Palästinenser v.a. in Gaza besonders deutlich. Warum wird Tiermißhandlung thematisiert und verurteilt? Unbewußt scheint darin vielleicht das Eingeständnis jener bereits angesprochenen Feigheit zu liegen. Warum der Gefolgschaft einen Moslem bzw. eine Islambiene zeigen, die sich fehlverhält und äußerst feige ist (den eingesperrten Löwen mit dem Stachel picksen). (In allen westlichen Filmen und Videospielen kommt bei solchen Szenen immer der Einschub, daß dabei keine Tiere mißhandelt werden; bei Al-aqsa-TV mißhandelt die Biene wirklich Tier und Katze und der Schauspieler rationalisiert es sich dann wohl irgendwie.) Dahinter also scheint ein unbewußtes Wissen um die Gaza-Jugend zu liegen, um ihre oft ziellosen Aggressionen, die man in der Propagandaabteilung versucht, einzuspannen. So wird der Biene gesagt, Allah will keine Tieresmißhandlung, während der richtige Feind ja nicht oft genug benannt werden kann. Ich würde sogar einen realistischen Hintergrund annehmen. Vielleicht ist es im Gaza-Streifen vermehrt zu Tiermißhandlungen gekommen. Ältere haben getuschelt, aufgrund der Familienstruktur breitete es sich aus und irgendwann bekamen die Produzenten es mit.


Watchman (19.3.08 22:26)
Den "Tätern" soll dies zudem eine Warnung sein. Andererseits ist bekannt, daß mindestens einmal ein Esel benutzt wurde, um einen Sprengstoffattentat durchzuführen. Er wurde von den IDF entdeckt und explodierte vorzeitig. Dies, also Tiermißhandlung, zusammen mit den vielen anderen Phänomenen (Kindesmord, Korruption, Gewalttätigkeit), die man den Juden vorwirft, weist auf den Systemcharakter der Weltanschauung hin und auf das Totale der Projektion. Alles, was im Inneren Gazas sich zusammenbraut, wird dann und wann den Juden angelastet. Selbst als "die" Araber noch Flugzeuge hatten, griffen die ja gezielt zivile statt militärische Ziele in Israel an und heute wird man nicht müde, vom israelischen Luftterror zu sprechen. Daß diese ganze Heuchelei nicht zu Bewußtsein kommt, sondern einfach weiter und weiter geht, zeigt die tiefe Befangenheit und Schwäche des Denkens und schlimm ist, daß es im Westen verhältnismäßig viele gibt, die bereits genauso denken. Die Folge, in der Farfour stirbt, ist, neben dem Zweck der Einimpfung des Immergleichen in die armen kleinen Volksgenossen, eventuell speziell für die "liberals" in aller Welt gemacht. Nach dem Protest, den es teilweise aus dem Westen gab, und der der daraus erwachsenen gewissen Bekanntheit der Serie (gibt auch Artikel, die die Übersetzung kritisieren á la es ist gar nicht so schlimm), wollte man es ihm an der homefront zurückgeben. Wie gesagt, die Argumentation in der Folge kennt man ja nicht nur von Islamisten.

PS: Fatah-TV hat da bestimmt nichts dagegen, höchstens wegen taktischen Kalküls. Du haßt bloß gesagt, die Serie wäre vom israelischen Friedenspartner und der ist ja völlig unverständlicher die Fatah.


Watchman (19.3.08 22:29)
das haßt kommt vom bloß...


unGeDuLdig (20.3.08 11:52)
@nichtidentisches

Meine scheinbare Bestimmtheit täuscht. Ich hantiere bloss mit der flackernden Lampe der Aufklärung in einem islamistischen Seelenpandämonium herum, wo oberflächliche Distanzierung und billiges Verständnis wie Skylla und Charybdis das Schiffchen der Vernunft bedrohen. Zurichtung ist nicht mein Anliegen, die die Kritik abschliessende ud beendende Pathologisierung ermangelt tatsächlich der Radikalität. Sollte dieser Eindruck entstanden sein, bitte ich es auf meine Halbbildung zu verbuchen, die sich manchmal von der rhetorischen Muse fortreissen lässt.

Ich weiss nicht, wie ich es in fachlich einwandfreie Termini schmieden kann, also sage ich es ganz platt: Jedes Individuum hat selbst unter massiver Propaganda grössere und kleinere Wahlmöglichkeiten; eine echte Seelenmechanik, die aus Kindern garantiert suicide killers macht, besteht nicht. Es gibt im gleichnamigen Film von Pierre Rehov (2006), der nicht nur Stärken hat, eine ergreifende, am Ende des Films vielleicht ein wenig zu offensichtlich platzierte Aussage eines gescheiterten Schahids, wo er sinngemäss sagt, dass er kurz vor dem Zünden mitten in einer israelischen Stadt die spielenden Kinder, die Babys auf den Armen ihrer Mütter usw. sah und es schlicht nicht übers Herz brachte, diesen Menschen den Tod zu bringen. Offenkundig war es weder ihm noch seinen Ausbildern gelungen, diesen Rest von ganz allgemeiner menschlicher Empathie rechtzeitig aufzuspüren und auszumerzen, bzw. lässt sich dieser Empathierest nie ganz ausschliessen. Hat Himmler nicht so ein Problem erwähnt? Doch Rehov ist in diesem Trost inmitten des Abscheus ebenso unwohl wie mir, und der Film stellt eine Schahida, glaube ich, dagegen, die im Gefängnis beteuert, ihre einzige Reue bestünde darin, dass ihr Anschlag nicht gelungen sei und dass sie täglich Allah um eine neue Chance bitte, blutiges Zeugnis abzulegen.


unGeDuLdig (20.3.08 11:53)
Was unterscheidet unter ähnlichen Voraussetzungen die, die sich von ihrem mörderischen Ziel nicht abbringen lassen von denen, bei denen das destruktive Potential sich nicht ganz durchsetzen kann? Es bleibt freilich der Eindruck, dass die persönlichen Schwankungen den Verlauf der Geschichte nicht ändern, und nicht nur das: Der nicht unmittelbar mordende, aber virulente Antisemitismus der Claqueure ist für das Handeln derer, die Worten Taten folgen lassen, unabdingbar. Es muss also nicht jeder kleine Hamas-TV-Seher Assuds Weg folgen, der Dschihad kommt ohne Zuschauerränge nicht aus, die der Inszenierung in verschiedenen Abstufungen Applaus, Wohlwollen oder Verständnis hinzufügen.

P.S. Das W - M - W' war eher ein vergeigter Scherz über die Selbstaufwertung von Fundamentalistinnen, keine umfassende Theorie der Identitätsbildung.


nichtidentisches / Website (20.3.08 11:57)
Einen Einschub habe ich: Die Identifikation mit den Tieren ist recht ambivalent. Das Leitmotiv aber ist wohl: Man soll keine Tiere quälen und einsperren. Das könnte man als Parabel auf die selbstempfundene Einsperrung im Gaza-Streifen lesen. Dass es die Palästinenser sind, die Israel einsperren, liegt jenseits ihrer Erfahrungsebene, es wird vermutlich nicht einmal verleugnet.
Wenn nun die erziehende kleine Moderatorin auch die Plüschtiere rügt, ist darin eine "Rüge" an Israel enthalten, die geplant ist und ziemlich sicher wirksam - von daher ist die Sendung recht professionell.
Anstatt eigene sadistische Triebregungen zu überwinden, werden sie auf Israel und "die Juden" projiziert, an denen sie dann "aberzogen" werden müssen. Die eigene Unfähigkeit zur Unterdrückung dieser Regungen kann bequem als die der äußeren dastehen.
Noch etwas: Nur weil es chaotisch ist, und nicht professionell, heißt das nicht, dass es nicht wirkungslos sei. Zwar ist Fernsehen mehr vom zufall und technischen Widrigkeiten als die planvolle Verdrängung bestimmt, insgesamt ergibt das ganze Chaos jedoch einen recht stringenten Sinn, wenn man sich auf die Ebene des Wahns begibt.


nichtidentisches / Website (20.3.08 12:00)
Ungeduldig: schreib ruhig mehr davon!
Narzissmus und Explosion würden mich interessieren, vielleicht mach ich dazu noch was.

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