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Rwanda - 1 074 000 Todesopfer des Genozids

Die Schätzungen zu den Opferzahlen des Völkermordes in Ruanda bewegten sich bislang zwischen 500 000 und 1 000 000. Auf allAfrica.com wurde nun über eine Untersuchung von MINALOC (Rwanda Ministry of Local Government) berichtet, die die tatsächliche Zahl bei 1 740 000 veranschlagt. Wie sich herausstellte, handelt es sich um einen Fehler, bekanntgegeben wurde die Zahl 1 074 000.

Der Massenmord in Ruanda war nicht industriell. Dennoch war er auch nicht archaisch. Die Macheten wurden über internationale Handelswege vom anderen Ende der Welt eingeführt. Mit Radios wurde die Bevölkerung aufgestachelt und das Morden orchestriert. Die Systematik und Kälte, mit der individueller Hass organisiert wurde, die kalte sadistische Wut, mit der Todeslisten geprüft und abgehakt wurden verweisen auf die gleichen Ressourcen, die der Nationalsozialismus für seinen Vernichtungskrieg nutzbar machte.
Vieles spricht dafür, dass die Potentaten sogar bewusst auf die nationalsozialistischen Techniken der Planung eines solchen Massenmordes zurückgriffen. Die systematische Vernichtung von mindestens 1 000 000 Menschen in 100 Tagen mit primitivstem Gerät bedeutete den bislang zynischsten Fortschritt der Massakergeschichte. Es bedurfte dazu einer Fragmentierung und Vereinzelung der Gesellschaft, wie sie Grundlage für die bürgerliche ist. Ein abgrundtiefer Hass und Sadismus, eine gärende Wut waren auf Seiten der Täter vonnöten, dass eine größere Zahl von Menschen das Tötungstabu derart spielend überwand. Die ihren Sadismus am willkommenen, auf Abruf degradierten Objekt abtobenden Mörder mussten nicht ausgebildet werden. Ein seit Dekaden trainiertes Ressentiment ermöglichte das blitzartige Rekrutieren von bis zu 30 000 Interahamwe-Mördern und das Aufhetzen von bislang friedlichen Nachbarn. Und wieder einmal zeigten sich die UN unfähig, ihrem protektiven Anspruch gerecht zu werden: Nach dem Tod von 10 UN-Soldaten zogen ihre Truppen weitgehend ab und hinterliesen im besten Wissen um das Geschehen vor Ort den Interahamwe die killing-fields.

Jegliches Kategorisieren und Vergleichen droht angesichts der absoluten Barbarei in Rationalisieren abzugleiten. Auschwitz wird sich nicht wiederholen, es hat sich nie wiederholt und es war immer schon ein Teil eines noch größeren Grauens.
Dass jedoch nichts irgend Ähnliches geschehe ist gleichsam der Kern des von Adorno nur mühsam ausformulierten kategorischen Imperativs der Menschheit nach Hitler. In Ruanda zeigten moderne Demokratien zum wiederholten Male, dass sie nicht in der Lage noch Willens sind, Völkermorde zu verhindern. Jedes Fazit erübrigt sich.

29.2.08 18:14
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


David (29.2.08 20:47)
Leider kann und wird das keine Aufmerksamkeit finden. Die Pressefuzzies sind alle im Pali-Land.


(4.3.08 09:37)
zu diesem Artikel gibt es noch eine Ergänzung, die vielleicht wichtig zu wissen ist. Ändert natürlich nichts an der Korrektheit deines Artikels in Bezug auf die "spielerische Überwindung des Tötungstabus"

On February 29, RNA ran a story 'Genocide victims over 1.7 million - New figures show'. There were some inacuracies in the story.

We have since established that the actual figure is NOT 'over 1,740,000' as reported BUT 'over 1.074.000'. There is a very noticeable difference.


Hotel Rwanda film was first premiered in December 2004 not 2000.

It was not HBO Studios that released Hotel Rwanda film but it was co-produced in 2004 by US, British, Italian and South African companies, and the first ever co-production between the rival independent film studios Lions Gates Films and United Artists.

RNA expresses sincere appology to the authors of the book 'HOTEL RWANDA OR THE TUTSI GENOCIDE AS SEEN BY HOLLYWOOD', from whose material the information was retrieved.

Editor


nichtidentisches / Website (4.3.08 09:47)
Ich hatte schon sowas vermutet. Danke für die Quelle und die Korrektur!

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