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Dogmen, Zäsuren und Paradigmenwechsel

Seit zwei Jahren blogge ich nunmehr regelmäßig Beiträge, die ich zum einen für mich selbst als Notiz ausformuliere und zum anderen als Kritik und Diskussionsvorschlag verstehe. Über 270 Artikel sind Grund genug für ein konsterniertes Innehalten. Von der Kritik der Bewegungslinken, an der ich mich zunächst in einem vergeblichen Bemühen um Reflexion auf den Narzissmus des kleinen Unterschiedes und jenem aufs Ganze abarbeitete, schwenkte ich allmählich auch auf eine Kritik gewisser antideutscher Auswüchse um. Da ich in diesem Klientel zugleich die wohl größten Anteile der auf durchschnittlich 200 Seitenabrufe täglich angewachsenen Leserschaft vermute, wollte ich dahingehend auch solche Themen besonders beleuchten, die ich als blinde Flecken in den Diskursen vermisste: ein ethnologisches Wissen insbesondere um Afrika, eine Evolutionismuskritik, wie sie Adorno/Horkheimer explizit einbringen, und eine Relativierung gewisser dogmatischer Positionen.
 
Damit wären wir beim Thema Paradigmenwechsel. Eine Zeit lang verlockte die Anonymität des Mediums dazu, Reflexion über narzisstische Kränkungen, i.e. Übertreibungen, Pauschalisierungen und Beleidigungen derjenigen voranzutreiben, die durch eben jene Züge sich besonders blamierten. Zum einen ist diese Anonymität den aufmerksamen Lesern gegenüber nicht mehr aufrecht zu erhalten (das Private trapste mit Riesenschritten in den öffentlichen Raum), zum Anderen fallen mir in der Retrospektive einige sprachliche Neigungen auf, die ich zukünftig eher vermeiden möchte. Grund ist weniger ein Schamgefühl: viele renommierte Wissenschaftler blamieren sich sicherlich konsequenter und erhalten dennoch Zuspruch und Lohn. Und auch noch so korrekten Kritikern (und damit mir selbst) gestatte ich das Recht zu, sich zu irren oder im Ton zu vergreifen, sofern darauf später reflektiert wird. Ursächlich für ein Umdenken ist mehr ein von meiner Seite aus gewachsener Anspruch an den eigenen Text.
 
Als Konsequenz daraus möchte ich die überaus geschätzte Leserschaft vorsichtig darauf vorbereiten, dass zukünftig vermehrt kritisch-theoretische und damit unorthodoxe Wissenschaftlichkeit im Vordergrund meines Strebens steht, begleitet von einer womöglich skeptischeren und vorsichtigeren Ausformulierung und dass im Zuge dessen die Polemik auf den Rang einer Hilfswissenschaft verwiesen wird.
Auch wenn das Vorsichhertragen der Frustriertheit über gesellschaftliche Zustände nachvollziehbar ist, so ist es zugleich auch mit einem Lustgewinn besetzt, der auf die kritische Analyse jener Zustände negative Auswirkungen hat - die Abkürzung und das permanente Voraussetzen schleicht sich dann als Dogma und Verkürzung ein. Und damit kündige ich insgeheim einen Beitrag über Theodor Reiks "Dogma und Zwangsidee" an.
 
Noch etwas möchte ich festhalten: Die Kommentarfunktion erschien mir in vielen Fällen als Segen und ich hoffe, dass auch den schärfsten Gegnern die Behauptung schwerfallen wird, ich würde Kritik am Vorgetragenen nicht dulden oder berücksichtigen. Allen aufmerksamen Korrektoren und Kritikern sei hiermit mein herzlichster Dank gesagt.
Wer Beleidigungen austeilt, muss selbst welche aushalten können, und so verfuhr ich in der Regel auch mit Hatespeech und den substanzlosen Schmähungen, deren Lustgewinn an anderer Stelle erörtert sein will. Was mich daran bisweilen wirklich tangiert, ist das Dropping, das Abladen von Pseudokritik aus purem Beleidigtsein heraus, denn dieses versagt jeder Diskussion ihre Berechtigung und verspricht im Wort bereits die Exekution des politischen Gegners. Daher richte ich an solche Kandidaten die Bitte, auch polemische, harte Kritik und an meine Adresse gerichtete Beleidigungen doch wenigstens in mehreren Sätzen auszuformulieren und mir die Gelegenheit zu geben, selbst den absurdesten wahren Kern darin zu erkennen.
24.2.08 14:36
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


frauvonbrevern, / Website (24.2.08 18:50)
wie ich das vertehen kann, lässt die reflektion über deine Arbeit, eine spannende Entwicklung erwarten!


xconroy (24.2.08 20:23)
Klingt so, als ob mehr Konstruktivität Einzug halten soll. Ich registriere das mal mit vorsichtigem Optimismus, immerhin durfte ich mich hier, nach sachlich vorgetragener Meinungsäußerung, schon mal "Nullomat" und ähnliches schimpfen lassen.

Auf bessere Zeiten...

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