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Castros Rückzug - Kein Sieg der Freiheit...

„La historia me absolverá!"
Fidel Castro

Fidel Castro Ruz verdankte seinen Aufstieg vom Großgrundbesitzersohn zum Präsidenten zunächst zu nicht unwesentlichen Teilen den USA. Diese verhängten gegen Batista nach Massenmorden an Oppositionellen ein Waffenembargo und verweigerten ihm ein militärisches Eingreifen. Weite Teile der linken Presse in den USA präsentierten Castro als Vorkämpfer der Freiheit. Von kommunistischen Ideen schwieg der damalige Räuberhauptmann noch, die Hinwendung zur Sowjetunion erfolgte erst nach der Abwendung vom nunmehr imperialistischen Erzfeind. Die zahlreichen gescheiterten Mordversuche beförderten seine Paranoia ebenso wie seinen Führerkult.

Nach den hinlänglich bekannten Ereignissen der kubanischen Revolution 1959 schwang sich Castro zum Diktator auf: Die versprochenen freien Wahlen erklärte er für überflüssig, Anhänger der katholischen Gewerkschaft, die mit Castro gegen Batista gekämpft hatten, wurden ebenso an die Wand gestellt wie Oppositionelle, Batistaanhänger, ehemalige Kampfgenossen. Der Arzt Ernesto Guevara war dafür bekannt, diesen Hinrichtungen zur Entspannung beizuwohnen. In seinen Schriften zum Guerillakrieg, den er zunächst ausschließlich auf faschistische Zustände zuschnitt, und dann im Zuge antiimperialistischer Wahnphantasien immer weiter fasste, wurde ein Haupttelos die totale Vernichtung der Armee des Feindes nach dem Sieg der Guerilla. Das Gefängissystem Kubas entwickelte sich in der Folge zu einem der brutalsten in der Geschichte Südamerikas. (Souchy)

In der kubanischen Gesellschaft wurden Homosexuelle, Abweichler und jeder Hauch von Selbstorganisation durch stalinistischen Terror unterdrückt. Die ökonomischen Fehlentscheidungen und der autoritäre Regelungsstil bis ins kleinste ökonomische Detail führte zu einem exorbitanten Rückgang der Produktion, so dass auf der Zuckerinsel Kuba für die eigene Bevölkerung der Zucker rationiert wurde und der Hunger sich breitmachte. Guevara wurde zum Banken- und Industrieminister, weil er die Frage, wer in der Runde der Revoluzzer etwas von Ökonomie verstehe, akustisch falsch verstand und sich meldete. Zur Frage der Gewerkschaften lies der grandios scheiternde Minister dann 1960 verlauten:

"Der Arbeiter muß sich von allen bürgerlichen Illusionen befreien. Er ist nichts anderes als ein Diener des Staates; seine Funktion ist, so gut wie möglich zu arbeiten und so viel wie möglich für das Vaterland zu produzieren."

1963 erklärte er:

"Es ist das Schicksal der Gewerkschaften, zu verschwinden. Wir müssen sie darauf vorbereiten zu verschwinden. Und die Arbeiterführer müssen wir psychologisch darauf vorbereiten zu verschwinden." (Beide nach: Souchy 1974)

Der ökonomische Absturz Kubas hatte die möglicherweise von Castro erzwungene Auswanderung Guevaras zur Folge: In Afrika versuchte er, kongolesischen Guerillas das zünftige Kämpfen beizubringen, die Verhandlungen und politischen Interessen der Anführer selbst interessierten ihn wenig. In Bolivien fand er dann das, was er eine beträchtliche Zeit seines Lebens suchte und verherrlichte: Den Märtyrertod.
Dass sein ihn überlebender Mordbruder Castro als innigster Vertreter des Linksfaschismus nicht gestürzt wurde, sondern nun lediglich aus Alters- und Krankheitsgründen zurücktritt, ist eine Niederlage für die Freiheit und kein Grund zum Jubeln. Solange in Kuba keine Zivilgesellschaft mehr existiert, in der die Verherrlichung des Staates und der Führerkult nicht durch alle Poren gedrungen wären, hängt die Befreiung Kubas von der Politik seiner Befürworter und Gegner ab.

Quellen:
Souchy, Augustin : Betrifft Lateinamerika.  Zwischen Generälen, Campesinos un Revolutionären. Edition Mega. 1974. 217 Seiten.

Lahmbert, Robert: Die Guerilla in Lateinamerika.  Theorie und Praxis eines revolutionären Modells. DTV: 1982.

Allemann, Fritz Rene: Macht und Ohnmacht der Guerilla. Piper. 532 Seiten.

Guevara, Ernesto Che: Der afrikanische Traum. Kiepenheuer&Witsch, 2000. 319 Seiten.

Ders.: Bolivianisches Tagebuch. Trikont Dianus, 1985. 227 Seiten.

Ders.: Guerilla Warfare

Wikipedia: Fidel Castro  

19.2.08 11:42
 


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bisher 14 Kommentar(e)     TrackBack-URL


klara (20.2.08 18:09)
Ich verstehe gerade die beiden abschließenden Sätze deines Textes nicht. Also zum besseren Verständnis: Wessen Befürworter und Gegner entscheiden über die Befreiung Kubas? Und da du dieses wörtchen "mehr" (im sinne von "nicht mehr"?) benutzt: Gab es denn jemals diese Zivilgesellschaft, die einer Befreiung Kubas zuträglich gewesen wäre?

klara


xconroy (20.2.08 22:51)
Immerhin geht die berechtigte Kritik an Castro hier nicht mit einer Verherrlichung Batistas Hand in Hand, wie sie die "WELT" gerade aufs Peinlichste praktizierte.


nichtidentisches / Website (21.2.08 10:53)
@clara: es gab gewerkschaften, kirchen, parteien und auch innerhalb der kommunisten die vielfältigsten strömungen, sogar anarchisten. Seit Castro gibt es nur noch die "konstruktive Opposition" wie sie für sozialistische Einparteiensysteme üblich ist, kleinere Differenzen, die nie das große Ganze angreifen würden. insofern erhoffe ich mir auch vom Nachfolger wenig.


sakuska (21.2.08 15:30)
du scheinst leider keine ahnung von den zuständen vor ort zu haben. beispielsweise kann ich nicht behaupten bei meinem besuch dort gesehen zu haben, dass der führerkult in alle poren der gesellschaft gedrungen wäre, im gegenteil ist die begeisterung nicht besonders groß und es ist auch nicht so, dass die leute einem das panisch vorenthalten würden. des weiteren ist bekannt, dass die kubanische revolution im vergleich zu anderen antikolonialen bzw. antiimperialistischen revolutionen unblutig verlaufen ist, deine küchenpsychologie und deine kraftmeierische sprache (mordbruder, linksfaschist usw.) ändert daran nichts.


nichtidentisches / Website (21.2.08 15:41)
mit "unblutig" meinst du wohl die 40 000 Ermordeten? Das war keine Nelkenrevolution, sondern ein Guerillakrieg. Und das Ergebnis war blutig genug.
Wenn du Belege für Emanzipationsbestrebungen in Kuba hast, glaube ich dir das gerne und ich halte es auch für wahrscheinlich, dass es sowas gibt. Wenn castro aber nach all dem, was er den Kubanern zugemutet hat nicht gestürzt wurde, kann ich nicht davon ausgehen, dass da irgendeine revolutionsfähige Bewegung existiert, noch kann man bislang vom Regime aus tiefgreifende Schritte erwarten. vielleicht würde sich das ändern, wenn in europa nicht mehr so viele linke Jugendorganisationen einen Kubafetisch praktizieren würden, der den Enthusiasmus jedes Kubaners wahrscheinlich in den Schatten stellt.


christoph (22.2.08 07:37)
schwarz - weiß
böse - gut
Tyrann - Heiland

..ja, das macht vieles einfacher, schade, dass die Welt hauptsächlich aus Grautönen besteht


nichtidentisches / Website (22.2.08 10:26)
Der Umnachtung des Differenzierungsvermögens folgt das Bewusstsein, dass alle Katzen grau seien.


christoph (22.2.08 10:41)
versteh ich nicht
aber schöner Konjunktiv, wenn auch falsch


nichtidentisches / Website (22.2.08 10:47)
und richtig?


christoph (22.2.08 11:56)
entweder Bewusstsein raus u. z.B. Einbildung rein, oder halt so lassen und nen schnöden Indikativ nehmen, macht dann natürlich nicht so viel her, ist aber dafür richtig


nichtidentisches / Website (22.2.08 14:49)
Oh, das ist natürlich vollkommen richtig, Bewusstsein ist in der Tat nicht in dieser Wendung zu gebrauchen. Dann nehme ich "Meinung" stattdessen, wenn noch genug Rabattmarken übrig sind.


narodnik / Website (22.2.08 19:48)
Du Totalitarismustheoretiker, elender!


nichtidentisches / Website (23.2.08 17:45)
erklär die kritik


sakuska (27.2.08 13:49)
nochmal ganz kurz: ich finde kuba nicht toll und bin auch keineswegs mit irgendeiner deutschlinken jugendgruppe nach kuba gefahren, um dort soliarbeit auf zuckerrohrplantagen zu leisten. eine bekannte von macht dort ein auslandsjahr im rahmen ihres studiums, daher habe ich bei meinem besuch auch viel kontakt zu kubanern gehabt, die jedenfalls nicht den eindruck machten mit der situation besonders unzufrieden zu sein, was nicht bedeutet, dass sie voll hinter der ideologie der partei stehen oder die "granma" oder die "juventud rebelde" mit genuss lesen. die jugendorganisationen, so habe ich mehrfach gehört, dienen beinahe ausschließlich der veranstlatung von parties und konzerten, zu politischen fragen wird kaum diskutiert, die sitzungsprotokolle werden immer gefälscht usw. das spricht wohl schon gegen eine total durchideologisierte gesellschaft. allerdings gibt es schon viele kubaner, die die medizinische versorgung, das bildungssystem etc. gut finden, da ich mich auch schon längere zeit in mittelamerika aufgehalten habe und die dortigen zustände auch ein wenig kenne, kann ich nur sagen: völlig zurecht.

mich würde noch interessieren, wo du die zahlen her hast. ich habe jedenfalls ganz andere gelesen, nämlich ca. 500 tote zund zwar in der castro biographie von volker skierka.

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