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Die Keffyah als Schnuffeltuch

Als ich die 9-jährige Freundin der Tochter meines Mitbewohners mit Keffyah auf der Straße mit dem Modellflugzeug spielen sah, dachte ich noch "die werden ja auch immer jünger immer krasser".
Seitdem gehe ich mit etwas wacheren Augen durch die Straße und wundere mich: Virtuell jedes Gör, das schon alleine frei rumlaufen darf, hat sich so einen palästinensischen Halstschador gekauft und umgehängt. Ob nun die ökobewegten Eltern das Ding als Stoffwindel kauften und dem Kind zur Sicherheit nochmal in die Schule mitgeben, oder ob Karstadt schon einen so großen Einfluss auf Kindermode hat:
Es ist nicht lustig.
Pubertäres Aufbegehren erhält so eine Abfuhr in einem als Widerstand symbolisierten Stück Stoff. Das verbindet die Kleinen, die noch nicht Tagesschau gucken dürfen, weil das zu brutal wäre, mit den Großen, die vom schwarz-weißen Schnuffeltuch nicht lassen können, weil sie sich so zur gleichen Zeit mächtig individuiert und kollektiv zu Hause glauben dürfen. Echtes, und in diesem Alter dringend notwendiges Aufbegehren, Zeichen einer gelungenen Erziehung, findet nun auf einer rein symbolischen Ebene statt - Denken wird durch das Kaufen des als rebellisch goutierten Artefakts ersetzt. Solchermaßen wird das Kind von je bevorzugt an Fasching durch den gefährlichen Pirat, den Cowboy, der kaum laufen kann, die Hexe, die dann doch noch weint, domestiziert: Es darf die Aggression in diesen Phantasiespielen ausleben. Ein harmloses Geschäft, solange das infantile Symbol des Antisemitismus nicht zum legitimen des infantilen wird. Noch schlimmer wird es, wenn Eltern ihr Kind als Litfasssäule ihrer eigenen Komplexe missbrauchen, weil sie selbst nicht in der Lage sind, klare Grenzen zu setzen. "Mein Kind ist jetzt schon politisch interessiert" - so soll wohl dann die Botschaft jener lauten, für die ein Selbstmordattentat politisches Engagement bedeutet.
11.2.08 12:04
 


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bisher 15 Kommentar(e)     TrackBack-URL


xconroy (11.2.08 23:14)
Ach herrje, herrjemineh. Hatte sich nicht schon der von mir eigentlich hochgeschätzte Herr Hammerschmitt bei Telepolis darüber echauffiert?

Ich trag son Pali ganz gerne. Meines Wissens nicht, weil ich eigentlich heimlich Juden vernichten will oder revolutionär sein will (was in den Augen mancher so ziemlich das gleiche ist), sondern weil es mir ästhetisch gefällt, ein bißchen Regression dabei ist (back in the early 90`s, so mit 12, da ham wir das alle getragen) und neuerdings, weil eine bestimmte Spezies von Gutmenschen (hach, hab ich das auch mal sagen dürfen *g*) sich so gerne darüber aufregt.

Speziell zu diesem Thema und auch etwas allgemeiner möchte ich dir, ganz subjektiv, auf den Weg mitgeben, daß das Leben schöner ist, wenn man die Arschbacken mal nicht dauernd zusammenkneift, nicht jede modische Belanglosigkeit in größere und in jedem Fall bösartige Kontexte einbettet und stattdessen nur so ernst nimmt, wie ein Kleidungsstück es verdient, ernstgenommen zu werden.

(ich kenne Leute, spezifisch solche der brodernd-wertmüllernden Olifanten-Zeigefingersektion, die jetzt erst mal detonieren und mir lange Vorträge über meine mit latenter Bösartigkeit gekoppelte Ignoranz halten würden. Ist von dir glücklicherweise nicht zu erwarten, stattdessen freue ich mich gerne auf konstruktive Kritik gegenüber meiner ja durchaus diskussionswürdigen Haltung diesem albernen, aber von mir und anderen eindeutig netten Menschen gerne getragenen Fetzen gegenüber).


nichtidentisches / Website (12.2.08 11:15)
Seit wann ist meine Kritik "konstruktiv"?

Wenn ein Araber im nahen Osten sein Palituch trägt, kann ich ihm das halbwegs nachsehen, er hat nix anderes und praktisch isses.
Wo das Teil als Mode auftritt, ist das untrennbar mit dem Grund verbunden, aus dem es Mode wurde: Sympathie mit antisemitischen Massenmördern.
Ähnlich wäre meine Haltung zu Hakenkreuzen: In einem buddhistischen Kloster soll das Ding meinetwegen hängen, solange das Kloster leider in Betrieb ist und Geschichtsunterricht ohnehin zum letzten gehören dürfte, was man dort beigebracht bekommt, wenn sich hierzulande jemand auf Buddhismus beruft, um das Teil auf sein Hausdach zu ziegeln, ist er entweder ein grottendummer Buddhist oder ein Nazi oder beides.
Also lieber xconroy: Du bist einfach ein grottendummer Konformist ("Damals trugen wir das doch alle"), den vom Nazioppa wenig trennt in Sachen Reflexionsbemühen ("Damals trugen wir das doch alle")


bigm0uth / Website (12.2.08 12:24)
Wo das Teil als Mode auftritt, ist das untrennbar mit dem Grund verbunden, aus dem es Mode wurde: Sympathie mit antisemitischen Massenmördern.
das schlicht und ergreifend unfug. SIE wollen sich darüber auregen, that's all


nichtidentisches / Website (12.2.08 14:50)
eine hervorragende qualitative und quantitative widerlegung...


kaffe-ohne-sahne / Website (12.2.08 19:17)
Ich möchte gar nicht auf den "groben Unfug" eines Gr0ßmauls(bigmouth) und dem geistigen Schlagersänger mit einer Mischung aus (Re)x(Gildo) con Roy(Black):

Aber dass so unkritisch hingenommen wird, dass die Jugend sich schon wieder uniformiert(obwohl Hiphop, emo mettal, ... stil ja auch schon Uniformirung meiner Meinung nach geschimpft werden darf)uniformiert wird, und dass man an keinem 12 Jährigen und 12 Jähriger vorbeigehen kann, ohne das Pionierjugendtuch des 21. jahrhunderts zu erblicken: aber naja, Honecker hat dem Arrafat bestimmt auch mal sonen fetten Schmatzer gegeben wie dem Breshnew.


xconroy (12.2.08 19:42)
Ich möchte dann doch gerne mal, ganz konformistisch-schlagersängernd, eine simple Frage in den Raum stellen an alle Empörten:

Was genau wird wahrscheinlich Schlimmes aufgrund der Tatsache passieren, daß ich auch, aller Empörung und aller persönlichen (nicht konstruktiven, da kam ja bislang in der Tat nichts) Anwürfe zum Trotz, gerne und mit einem heiteren Grinsen weiterhin mein Pali tragen werde und mir vielleicht noch ein zweites kaufe?

Eure Argumentation gegen meinen Modegeschmack hat mich bislang nicht überzeugt, da ich tendenziell eher pragmatisch denke statt ideologisch.

Btw, Kaffee: ist schon ein geiler Vergleich, mit den Uniformen. Waahh, zig Subkulturen, und alle mit EIGENER Uniform! Und dann noch die ganzen Anzugträger in den Banken... alle gleich! Die Bauarbeiteroveralls - alle die gleiche Farbe, der gleiche Schnitt! Und wenn die Leute heiraten - immer diese gleichen weißen Brautkleider. Wir sind auf dem Weg in eine braunrote Gleichschaltungsdiktatur *schnauf*! Man muß diese doofe Jugend ja echt zu ihrem Glück zwingen: ab sofort haben alle verschiedenartige Sachen zu tragen, und wer erwischt wird, weil seine Schuhe die gleiche Farbe haben wie die vom Nachbarn, der kriegt einen Eintrag ins Strafbüchlein, jawollja...

Ein klitzekleines bißchen Realsatire ist das schon, meint ihr nicht auch (also so ganz tief drinnen, an der Stelle, wo man seine eigenen Überzeugungen ab und an auf den Prüfstand stellt, ohne es so richtig zu merken)? Und meine obige Frage (bezüglich der ganz handfesten konkreten schlimmen Folgen meiner ganz konkreten persönlichen Paliträgerei) ist durchaus ernstgemeint.


nichtidentisches / Website (13.2.08 10:46)
My dear, wenn ich momentan aus Israel nach Deutschland kommen würde, würde ich eher denken, ich wäre in der Westbank, als in einem zivilisierten Landstrich, und prompt die nächste El-Al zurückbuchen. Falls dus noch nicht geschnallt hast: Das Ding macht Stimmung, und zwar eine bedrohliche. Aber da du vorher noch mal grundsätzlich andere Dinge schnallen müsstest, empfehle ich dir doch nochmal ein paar Semester Geschichte des nahen Ostens.


grünes etwas (13.2.08 14:56)
irrtum, das ding macht keine stimmung. im gegenteil, das palituch verliert mehr und mehr an politischem inhalt, eben weil es zu einem rein modischen accessoire degeneriert wird, es besitzt praktisch keinerlei inhaltliche relevanz mehr.


nichtidentisches / Website (13.2.08 16:43)
ja sicher, wers glaubt... und Thor Steinar hat auch null Inhalt mehr, weils Mode ist, genauso 88-T-Shirts oder Tschadors.
Selbst wenn: Null-Inhalt ist auch ein Inhalt. D.h. auch wenn niemand Che-Guevara gelesen haben muss, um so ein Shirt zu tragen, bedeutet es doch eine Verortung im politischen Feld.


xconroy (13.2.08 19:57)
Meine Frage, welche konkreten schlimmen Folgen mein Kleidungsstil für konkrete Menschen hat, wurde weiterhin nicht beantwortet. Stattdessen kamen persönliche Anwürfe, warum auch immer.

Die Juden, die ich persönlich kenne, haben sich bislang nicht zähneklappernd unter dem Sofa verkrochen, wenn sie mich gesehen haben. Mag daran liegen, daß sie mich eher als Menschen und vollwertige Persönlichkeit definieren und nicht nur ein wandelndes Schnuffeltuch sehen. Oder daran, daß sie einfach nicht so enorm politisch sensibel sind und darum gar nicht erkennen, daß sie sich eigentlich geschockt und betroffen fühlen müßten. Der Deutsche neigt ja gerne dazu, für andere mitzudenken, zu -fühlen und zu entscheiden, wie gefühlt werden soll, warum sollte "nichtidentisches" da ne Ausnahme machen? ;-)

Klar, wenn hier irgendwer aus der Westbank landet, wird er sich vielleicht etwas verwundert umschauen. Ebenso wie der gestrenge muslimische Geistliche, wenn er meine Freundin in bauchfreiem Shirt sieht (noch ist das Wetter ja leider nicht entsprechend...). Die zwei Herren werden sich damit abfinden müssen, und wenn es sie zu sehr traumatisiert, ist das ihr Problem. Sie sind erwachsen und können selber damit zurechtkommen.


xconroy (13.2.08 20:02)
Ist übrigens toll und vorbildlich, wie du den Braunhirnen hier in die Finger spielst, "nichtidentisches": die brauchen nämlich nur ein Symbol nach dem anderen für ihre Ideologie zu okkupieren, und schon ist es pfui und kontaminiert.

Die Zahl 88 war eine ganz normale harmlose Ziffernfolge, bis...

Lonsdale war ein ganz normales Klamottenlabel, bis...

Teddybären sind ganz normale Spielzeuge, bis...

Spinat essen viele Menschen gerne, bis...

Und so weiter.
Kannst gerne mitmachen bei diesem albernen Affentanz, ich muß das nicht haben.


bigm0uth / Website (14.2.08 13:50)
Null-Inhalt ist auch ein Inhalt. D.h. auch wenn niemand Che-Guevara gelesen haben muss, um so ein Shirt zu tragen, bedeutet es doch eine Verortung im politischen Feld
das ist eifnach nur ihre subjektive empfindung. sie könnten ja mal die probe aufs exempel machen und die leute draussen fragen, warum sie das tragen.

ferner: logisch betrachtet, wenn ihre position wahr wäre, ist ja trotzdem nicht das palituch das problem, sondern es würde eine problematische einstellung anzeigen. dann kann es einem auch egal sein


nichtidentisches / Website (14.2.08 17:33)
Ich gebs auf, mit Nullomaten ohne jeden Schimmer von Symbolen, Geschichtsbewusstsein oder Reflexionsbemühungen zu diskutieren.
Wenn ihr ernsthaft einer Mentalität angehört, der Palituch und Israelsolidarität kompatibel sind, freue ich mich schon, erhellendes von eurer Seite dazu zu lesen, etwa als klar ausformulierte These. Bis dahin


Nemesis (14.2.08 22:59)
Ich war für zwei Wochen in der Türkei über Silvester. Dort wird das "Pali"-Tuch als Kurdentum wahrgenommen. Eins haben die Israel-Nationalisten mit den Grauen Wölfen dort gemeinsam, wenn ihnen einer über den Weg läuft, bekommen sie Ausschlag. Ok den Israel-Nationalisten muss ich zugute halten, das sie die Leute nicht zusammenschlagen. Die Faschos von den Wölfen tun das nämlich.


Hochdorff (19.2.08 09:24)
He xconroy,

wie wär's wenn du dir noch eine Hakenkreuzarmbinde kaufst und 'ne 88 in den Nacken tätowieren lässt, sind ja alles ganz harmlose Dinge, die halt eben manchen Leuten gefallen. Und gleichzeitig könntest du den Nazis noch ein paar "Symbole entreißen" bzw. wenn du's grün magst, diesen Dingen "die inhaltliche Relevanz" rauben...

...bei soviel Stumpfsinn fällt mir wieder auf wie sehr ich die brodernd-wertmüllernden Zeigefinger mag.

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