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Kenia - eine Zusammenfassung

Kenia – Das bedeutet für viele immer noch den warmen Klang eines recht netten, ruhigen und wohlhabenden afrikanischen Landes mit Sonne, Meer, Litschis und einem gesunden Hochlandklima. Für diese vor 30-40 Jahren annähernd gültige Anschauung waren die jüngsten Massaker eine Überraschung: Ausgerechnet Kenia.
Andere kommentierten die Krise lakonisch unter Verweisen auf doch bitte zu streichende Entwicklungshilfe und wandten sich wie gewohnt von Afrika ab, nachdem ein angewiderter Blick den eigenen Überlegenheitsdünkel fütterte.

Afrika sorgt deshalb immer wieder für neue Überraschungen auf dem Gebiet des schlimmstmöglichen Denkbaren, weil ein Grundirrtum einen nüchternen Blick auf die Lage dort versperrt: Der Kolonialismus sei an allem schuld.
Antiimperialistisches Schuldbewusstsein erspart die intellektuelle Anstrengung, die zahllosen Faktoren und Facetten auch nur annähernd erfassen zu wollen. Es erhebt sich selbst über tatsächliche Lösungsansätze, da das basse Dagegensein, gegen Neoliberalismus und Imperialismus, schon als emanzipatorische Tat gilt. Die leere Hülle Afrika, deren Subjektstatus in dieser Wahrnehmung untergeht, habe eigentlich kein Problem außer dem Westen und dem Kapitalismus. Auf dieses Credo werden alle Probleme in Afrika zurückgeführt, und damit Afrikaner auf eine höchst aggressive Art und Weise entmündigt. Am nichtindustriellen Massenmord in Ruanda sei allein die Rassenpolitik der Europäer schuld. Die Probleme Südafrikas seien allesamt der Apartheid geschuldet. Und Nigeria versinke allein wegen der Ölfirmen in Korruption und Chaos. IWF und Weltbank würden jeden Fortschritt verhindern, um heimtückisch völlig intakte Ökonomien systematisch zu plündern und zu zerstören.

Im Falle Kenias zeichneten sich die Gewaltausbrüche seit langem ab. Seit der Dekolinisierung wurde die Ethnisierung gezielt gefördert. Ein Patronagesystem fordert vom jeweiligen Machthaber das Bedienen des jeweiligen ethnischen Klientels, von dem sie im Gegenzug gewählt werden. Der erste Präsident, Jomo Kenyatta, wurde vor allem von Kikuyu, Kamba und Luo unterstützt. Die Somalis im Norden blieben weitgehend unbeachtet und entsprechend desintegriert, sie forderten einen Anschluss an Somalia, das bewaffnete Banden unterstützte und Ende der 60-er das sicherheitspolitische Hauptproblem Kenias war.

Kenyatta hatte zwar eine integrative Politik angedacht, bediente allerdings vor allem sich selbst und den eigenen Clan bei Landverkäufen und Elfenbeinhandel. Eine Dominanz der bereits vorher besser gestellten Kikuyu war nicht zu übersehen, allerdings auch wenig verwunderlich, waren diese doch unter der Kolonialmacht besser gestellt und verfügten daher über mehr Ressourcen und höhere Einstiegsbedingungen.

1969 flammten angesichts offener Widersprüche innerhalb der Regierungspartei KANU und dem folgenden Austritt des Vizepremiers und Luo Oginga Odinga Unruhen auf. Die von letzerem gegründete KPU wurde nach einem Attentat auf Kenyatta in einem Luo-Gebiet verboten, Kenia wurde zum Einparteienstaat. 1975 gab es erneut Blutvergießen, nachdem der innerhalb der KANU oppositionelle Josiah Kariuki ermordet wurde. Mit Kenyattas Herrschaft breitete sich zudem die Macht der Kiambu-Mafia aus. Kenias Außenpolitik war seit Kenyatta streng prowestlich, im Land wurden Traditionalismus und Aufwertung afrikanischer Identität betrieben.

Kenyatta starb 1978 und hinterließ Daniel Arap Moi die Macht. Dieser wurde von dem Finanzminister und Kikuyu Mwai Kibaki entscheidend gefördert. Arap Moi gehörte den Tugen an und verfolgte eine ethnische Politik der Vereinigung kleinerer ethnischer Gruppen, vor allem der Kalenjin. Er überlebte einen Putschversuch 1982 mit ca. 1000 Toten, als dessen Drahtzieher der heutige Oppositionsführer Raila Odinga und dessen Vater Oginga angeklagt wurden. 1982 wurde Mois Herrschaft offen repressiv und ethnozentrisch. Luo und Kikuyu wurden systematisch benachteiligt und entmachtet. 1988 wurde Mwai Kibaki, heute umstrittener Präsident Kenias, entlassen. In Führungspositionen wurden gezielt Kalenjin befördert, die Bande mit Maasai, Samburu, Turkana, Kisii und kleineren Gruppen wurden gestärkt. Moi bereicherte sich und seinen Clan bis zum Ende seiner Amtszeit um etwa 3 Mrd. US$, die Korruption blühte durch das Patronagesystem.

1990 kam es dann zu regelrechten Revolten mit 18 Toten. Moi wurde durch internationalen Druck und eine erstarkende Opposition gezwungen, demokratische Wahlen einzuleiten. Da die Opposition sich jedoch zerstritt, konnte Moi noch zweimal zum Präsidenten gewählt werden. Gegenbewerber war unter anderem Oginga Odinga, der Vater des heutigen Oppositionsführers Raila Odingas. Bereits bei den ersten Wahlen war der Wahlkampf von ethnischen Konflikten geprägt: 1991 vertrieben Kalenjin und Maasai zugewanderte Luo und Kikuyu. 1500 Tote und 250 000 Vertriebene waren bis 1994 zu verzeichnen. Kenia versackte in Gewalt und Korruption, das Chaos ruinierte die Wirtschaft. Bei den Wahlen 1997 kam es erneut zu ethnischen Massakern, in Mombasa wurden an die 100 Menschen getötet und 100000 vertrieben. Opfer waren hier vor allem Luo, zwischen Maasai und Kisii und Kisii und Luo kam es ebenfalls zu Zwischenfällen.

Angesichts dieser Tradition von ethnischer Fragmentierung und Gewalt, von Korruption und Wahlmanipulation ist die jüngste Krise zu befürchten gewesen.

50% Arbeitslosigkeit und eine unter den durch die Korruption hochgetriebenen Produktionskosten ächzende Wirtschaft, eine von Traditionalismus und notorischem Nepotismus geprägte Ideologie und die stark patriarchal organisierte Machtverteilung sind Hauptbedingungen für die Massaker, denen im Januar und Februar 2008 ca. 1000 Menschen zum Opfer fielen. Die ausgeprägte Identifizierung von Herrscher und ethnischem Klientel im afrikanischen Kommando- und Patronagestaat führt auf Oppositionsseite zur Identifikation des jeweiligen ethnischen Klientels mit der diesem zugeneigten Regierung. Den männlichen Jugendlichen, denen Kritik in Familien und Partei versagt bleibt, bietet sich im Angriff auf wehrlose Vertreter der ethnisch bestimmten Machtgruppen ein willkommenes und einfaches Mittel, ihre oedipale wie ökonomische Frustration sadistisch abzureagieren.
Auf die Diskreditierung des Mehrparteiensystems bedachte prospektive Diktatoren instrumentalisieren die zur Gewalt bereiten Gruppen gezielt [1,2] um dann Einheit und Autoritarismus als Konsequenz gegen das "demokratische Chaos" einzufordern. Fernab des psychologischen Gewinns und der Instrumentalisierung knüpft das Plündern und Mordbrennen an alte Traditionen an – wer tötet, gewinnt Macht und Ansehen, gilt als Krieger und erntet Prestige. Das Morden dient so als Surrogat für herkömmliche Initiationsriten, die in der traditionellen Gesellschaft das Individuum rigide und totalitär bis zu seinem Tode in hierarchischen Stufen verwalten.
Die Gewalt nützt dadurch auch der traditionalistischen Bewegung Mungiki, die eine Rückkehr zu eben jenen straffen Riten fordert, und dabei wie bereits Kenyatta auch FGM als unabdingbaren Teil der afrikanischen Identität verherrlicht.

Mitnichten ist also die Gewalt ein von außen kommendes, überraschendes Übel, sondern sie hatte zahllose Vorläufer und Vorboten. Im Moment ist von der gut organisierten und eher liberalen Armee wenig zu befürchten, Polizei und Geheimdienst dagegen sind berüchtigt für Übergriffe und Duldung von Übergriffen. Der Schießbefehl, den Kibaki ausgab, um Plünderungen und Massaker zu stoppen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch missbraucht werden, um alte Rechnungen zu begleichen. Dennoch dürfte beiden Seiten nicht entgangen sein, dass weite Teile der Bevölkerung Frieden und Fortschritt tatsächlich wollen und des Überlebens wegen dringend brauchen und dass das Chaos kaum Möglichkeiten zur Bereicherung bietet. Das Abflauen der Gewalt gibt zumindest zaghaften Anlass zur Hoffnung auf weitergehende Veränderung. Diese wird allerdings kaum von den Parteien und ihren korrupten Potentaten vorangebracht, als vielmehr von den zivilgesellschaftlichen NGOs, Juristenverbänden und insbesondere den Frauenorganisationen.

Informationen in weiten Teilen entnommen aus:

Martin Pabst: Kenia. 2001: Beck’sche Reihe Länder. 208 Seiten.

Wikipedia



6.2.08 15:39
 


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bisher 14 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Watchman (27.2.08 18:39)
Welche Rolle spielt der Islam in Kenya? Darauf bist du ja gar nicht eingegangen.

Was ich zunächst ganz interessant finde, ist, daß Barack H. Obama in Kontakt zu Raila Odinga steht und sogar schon so etwas wie "Wahlkampf" für ihn in Kenya gemacht hat; von der Opposition wurde er auch als Odingas "stooge" bezeichnet.

(http://www.tothepointnews.com/images/stories/obamaodinga.jpg)

Odinga hat auch einen seiner Söhne Fidel genannt, hat selbst in Magdeburg studiert und sei dort als Maoist aufgetreten.

Odinga ist weiterhin in die Memorandumaffäre (MoU) verwickelt. Er soll einen Geheimdeal mit Vertretern der moslemischen Minderheit abgeschlossen haben, wonach er nach einem Wahlgewinn innerhalb von sechs Monaten in Kenya die sharia durchzusetzen versprach, wenn er im Gegenzug nur von jener gewählt würde. Die Echtheit wird jedoch von manchen auch angezweifelt und stattdessen auf ein anderes verwiesen und auf die Friedfertigkeit des Islam. Wenn es aber authentisch wäre, wären die Folgen bei der Bevölkerungszusammensetzung (nur 15% muslimisch) ganz schwer zu kalkulieren.

Woanders steht, daß Odinga seine politische Position benutzt, um Kontakte zu einem saudischen Unterstützer Al-Qaedas zu bekommen sowie Kontakte zu Ghaddafi.

Ist es denn richtig, wenn man Odinga als Sozialisten bezeichnet (er selbst scheint kein Moslem zu sein), der kein Problem hat, mit Islamisten zu kooperieren bzw. zu tolerieren? Ist er so etwas wie ein afrikanischer Chavez? Und woher die Affinität zu Obama? Liegt das eher daran, daß sie beide aus der gleichen Gegend kommen? Oder ist es politische Anziehungskraft und kann man hier schon einen Vorgeschmack bekommen, wie US-Außenpolitik ab 2009 aussehen könnte? Nicht zufällig, ist oder war Brzezinski (damals Carter-Berater, heute Berater Obamas) mit einer Delegation in Syrien oder gibt es ein Photo, wo Obama mit E. Said an einem Tisch sitzt.


Watchman / Website (27.2.08 19:03)
Nachtrag: ist z.B. die Gewalt gegen christliche Kirchen in Kenya islamistisch motiviert? Nach der Wahl flohen ja circa fünfzig Menschen vor einem 2000-Mann-Mob in eine Kirche, die dieser daraufhin angezündet hat und jene darin verbrannten. War das ein islamistischer Mob? Immerhin hat Odinga die Wahl nicht anerkannt (angeblich vor der Verkündigung des Ergebnisses), wird von den kenyanischen Moslems unterstützt und könnte somit damit sogar indirekt verantwortlich gemacht werden für diese Massaker. Mir scheint immerhin neben der Kategorie des Stammes oder der Ethnie auch die des Islams bedeutend zu sein.

Auf der Website (atlas shrugs) wird sogar die These vertreten, daß es eigentlich gar nicht so sehr um ethnische Konflikte gehe, sondern eher um den Kampf des Westens gegen eine Achse von "Linken" und Islamisten, der in Kenya wie in einem Mikrokosmos ausgetragen werde.


Nichtidentisches / Website (28.2.08 16:19)
http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2008/01/obama-islam-and.html

"Don't expect any such "action" from the actionless but the story behind the Kenya bloodbaths leads to of all places ................. Islam. Kenya's Muslim population is roughly 10% - that historical tipping point where the Muslims traditionally assert themselves and their Islamic law (sharia) on the poor, unsuspecting host country"

Naja, das ist schonmal eine extrem unappetitliche Pauschalisierung, an der mehr das Bedürfnis nach ihr wahr ist, als ihre Übertreibung. Kenia zudem als "Gastland" der 10%Somalis zu beschreiben ist schlichtweg tendenziös. Abgesehen davon, dass der Islamismus nicht primär über Einwanderung, Hauptangst der xenophoben Konservativen, als vielmehr über Missionierung der Eingewanderten und Einheimischen stattfindet.


Nichtidentisches / Website (28.2.08 16:30)
"While Kenyatta was pro-West and sided with America in the Cold War, OO was a Communist who was aided and supported by the Soviet Union."

Kenyattas prowestliche Haltung hörte spätestens da auf, wo es hieße, moderne Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen. In seinem Buch "Facing Mount Kenia" verherrlicht er zum Beispiel die Genitalverstümmelung notwendigen Bestandteil der Kultur. Über solche Details war man im manichäischen Weltbild des antikommunistischen Westens gern hinweggegangen, was einer der Gründe dafür ist, dass kleptokratische Diktaturen wie die Mois derartige Erfolge feierten.
Das Zitat auf atlas shrugs würde gerne zurück in solche manichäischen Weltbilder, in denen die Nennung der Zugehörigkeit die weitere Anstrengung der Urteilskraft erspart. insofern sind sie nicht allzuweit über den kenianischen Ethnizismus hinausgelangt.


Nichtidentisches / Website (28.2.08 16:35)
"Kenya on the whole is Christian, with 80% of Kenyans either Protestant or Roman Catholic, while only 10% are Moslem."

Was auch schon eine Projektion ist, denn die Aufteilung in "Protestant" oder "katholisch" ist ziemlicher Humbug angesichts der zahllosen Synkretismen, Pfingstkirchen, Zionistische Kirchen und des Animismus.


Nichtidentisches / Website (28.2.08 16:48)
Abgesehen davon bedanke ich mich für die Ergänzung. Atlas Shrugs scheint mehr Obama verunglimpfen zu wollen, als es tatsächlich an einer Aufklärung über Kenia interessiert ist, zumindest mischen sich beide Anliegen sehr stark.

Der dermaßen aggressive Trend zur Islamisierung war mir allerdings noch unbekannt, das wäre in der Tat eine furchtbare Entwicklung und die Verflechtung Raila Odingas diesbezüglich ist schon merkwürdig. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass solche Verträge auch nicht weiter als verbindlich erachtet werden und rein instrumentellen Charakter haben. Dennoch...


Nichtidentisches / Website (28.2.08 17:02)
... hege ich auch starke Zweifel, inwiefern der Wahrheitsgehalt der Dokumente einzuschätzen ist, die von wütenden konservativen Amerikanern im Wahlkampf von wütenden Christen aus Kenia über wütende Oppositionelle und Islamisten verbreitet werden.
Ich meine, die meisten der Kommentare versuchen immer noch die Welt in commies und true americans aufzuteilen, wobei größte Mühe aufgewandt wird, die Muzzies in das Commie-Raster zu pressen und womöglich noch beide zum gleichen zu erklären...da kann doch nix bei rauskommen...


Watchman (28.2.08 20:15)
Ja, auch wenn es sich zu verschärfen beginnt, angesichts des islamistischen Terrors in anderen Staaten Afrikas hören sich solche Positionen wie bei atlas shrugs durchaus wie eine Verharmlosung der Stammesfehden oder auch des Christentums (das als friedfertiger Gegenpol dargestellt wurde: christian-judaical culture) an.

Danke für die Info zu Kenyatta.

Hier ist nochmal das angebliche Dokument:

http://eakenya.org/af_show/images/event/071116184206_1.jpg

Man kann sicherlich das ganze fingieren, aber die Stelle etwa (v, c), wo es heißt, daß der Polizeichef entlassen werden soll, weil er von den Zionisten benutzt wird und die Muslim Community unterdrückt, klingt halt sehr vertraut - was freilich sowohl für Fälschung, aber auch für Original sprechen könnte.


Watchman (28.2.08 20:29)
Nochmals zu Odinga.

http://africanpress.wordpress.com/2007/04/26/how-rich-is-raila-the-odm-kenya-presidential-aspirant/

Industry sources say that one of the things that helped Raila make a quick buck in the oil business was a concessionary petroleum deal he struck with the Al Bakri Group where he was not only incorporated as a silent partner in the local arm of Al Bakri International but was also supplied with petroleum products from Saudi Arabia at subsidized prices which his firm would sell in the market at normal prices. That way, Raila was able to deftly beat the competition in oil business by occasional price undercutting.

While still Energy Minister, Raila re-established and nurtured his links with the Libyan government of Colonel Muammar Gadaffi where again he not only did good business in oil importation but also got substantial material support during the 2002 general elections.

Besides supporting Raila’s political causes, the Libyans also played a key role in stabilizing Raila in the oil business in a couple of ways. Industry sources say that between 2001 and 2002 when Raila served as Energy Minister, he received at least three consignments of petroleum products at very low prices which were later sold locally at market prices.


Watchman (28.2.08 20:59)
Bei Wikipedia eeinfach nach The Golden Chain suchen und im Artikel dann nach al Bakri. Libyen/Gaddafi ist ja klar.

Danach erscheint das MoU durchaus in neuem Licht. Aber selbst wenn es gefälscht ist, Odinga scheint nicht so demokratisch, wie es für mich sich teilweise darstellt. Gegenüber Kibaki, der die USA im war against terror unterstützt, über den ich auch nur weiß, daß er umstritten, aber wirtschaftlich kompetent ist und die Schulen vollgestopft hat, könnte er wirklich für die Anbindung Kenyas an die sozialistisch-islamfaschistische Achse stehen; die inneren Reformen (have-not vs. havs-Strategie), die er verspricht, sind dann nur konsequent; ein Kind heißt immerhin Fidel. Repressionen gegen verfeindete Stämme könnten dann auch relativ ungehindert über die Bühne gehen.

Daß Obama enge Kontakte zu ihm hat, ist ceteris paribus wirklich ein Skandal.


nichtidentisches / Website (29.2.08 09:54)
Ich muss auch gestehen, dass ich nicht wirklich bewandert genug bin, um über Kenia ein eindeutiges Urteil zu fällen.

Die Kontakte nach Libyen könnte man Sarkozy auch vorhalten. Nichtsdestotrotz ist mir Odinga äußerst suspekt und auch ich würde Kibaki als berechenbarer einstufen. Ob er wirklich "ökonomisch begabt" ist, wage ich zu bezweifeln, wirkliche Erfolge in der Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung sehe ich in den Statistiken nicht.


nichtidentisches / Website (29.2.08 09:58)
Wo ichs grade sehe: Der Kompromiss ist da, wie Reuters vermeldet.
http://de.today.reuters.com/news/
newsArticle.aspx?type=topNews&storyID
=2008-02-29T061324Z_01_KOE922392_RTRDEOC
_0_KENIA-2ZF.xml&archived=False
Den Satz:

"Kenia galt bis dahin als einer der stabilsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Staaten Afrikas."

kann ich allerdings kaum unterschreiben. Es gab Diktaturen, Militärputsche und ethnische Unruhen zuhauf. Wie ich eingangs schon bemerkte: Es gibt ein verzeichnetes kenianisches Safari-Idyll, das mit dem Land wenig zu tun hat. Eurozentrismus sozusagen...


Watchman (29.2.08 12:04)
Jetzt arbeiten also beide gemeinsam für die Nation.

Kontakte nach Libyen sollte man Sarkozy natürlich auch vorhalten. Aber ohne eine Doppelmoral predigen zu wollen, ist das ganze Umfeld bzw. sind die sonstigen politischen Einstellungen Odingas (resp. Obamas) andere. Weiterhin ist es ja nicht nur Libyen. Wenn die "industry sources" authentisch sind, dann hat Odinga Verbindungen zu al-qaeda-foundraisern bzw. ist auf jeden Fall von ihnen in seiner Machtposition gestärkt worden und damit mit Sicherheit von ihnen stark abhängig. Damit wiederum steht Obama ganz übel da, wie gesagt, er hat Wahlkampf für ihn betrieben; schlimmer fast noch als vorher, als nach einem bericht auf electronic intifada bekannt wurde, daß Obama in Chicago (IL) mithalf Geld zu sammeln für das Palästinenser-Flüchtlingslager Deheisha, von wo aus noch im gleichen Jahr starke Terroraktivität (teilweise tägliche Angriffe) gegen Israel ausging.

Odinga jedenfalls scheint aus rein pragmatischen Gründen toleriert zu werden, da eine gegen ihn betriebene Politik eventuell halb Kenya ins Chaos stürzen könnte. Im "Normalfall" wäre man ihm bestimmt bereits wegen der Ereignisse um die Jahreswende mit internationalem Recht gekommen, soweit dies möglich wäre; ganz zu schweigen von den mutmaßlichen Verbindungen zu al-qaeda-supportern. Mir ist er auch sehr suspekt!


Watchman / Website (29.2.08 12:10)
... So wie vielleicht auch für Kibaki der Wahlbetrug Folgen hätte.


I remember, Amy -- I knew Barack Obama for many years as my state senator -- when he used to attend events in the Palestinian community in Chicago all the time. I remember personally introducing him onstage in 1999, when we had a major community fundraiser for the community center in Deheisha refugee camp in the occupied West Bank. And that's just one example of how Barack Obama used to be very comfortable speaking up for and being associated with Palestinian rights and opposing the Israeli occupation.

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