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Death toll in Iraq

Eine zur Abwechslung recht seriöse Diskussion zu den gewaltinduzierten Todesfällen im Irak seit der Befreiung findet sich im New England Journal of Medicine.
Da Tote in islamischen Gesellschaften in der Regel sehr rasch und oft abseits der ohnehin überfüllten Leichenhallen und Krankenhäuser beerdigt werden, sind Umfragen die einzige Möglichkeit, wenigstens halbwegs verlässliche Zahlen zu erhalten. Hochrechnungen werden erschwert durch die hohen Flüchtlingszahlen. Es werden drei Studien gegenübergestellt:
Der Iraqi Body Count zählt nur mehrfachbelegte Medienberichte von zivilen Opfer und kommt so auf etwa 48 000 Tote seit Beginn der Invasion. Die unter Kriegsgegnern weithin zitierte Burnam-Studie kommt bei Befragung von 1849 Haushalten in eher städtischen Gebieten zu einer hochgerechneten Opferzahl von 600 000 Toten bis 2006. 
Die IFHS-Studie kommt dagegen bei einer Befragung von 9345 Haushalten/Personen in unterschiedlichsten Gebieten zu einer aktuellen Zahl von 151 000 Toten seit Beginn der Invasion. Diese Studie rechnet starke Unsicherheiten wie die Glaubwürdigkeit der Befragten mit ein und hält ein Minimum von 104 000 und ein Maximum von 223 000 für möglich.
 
Bemerkenswert ist, dass die Frage nach der Zahl der Toten fast magischen Gehalt in gewissen Teilen der Kriegsgegner hat. Zynische Vergleiche und Rechnereien bleiben nicht aus, wenn es um das Verlangen geht, den USA eins auszuwischen.
Die Massen, die den Sturz Saddam Husseins seinerzeit nicht mit Erleichterung, sondern mit Solidarisierung mit Baathisten und Islamisten beantworteten, sehen sich anscheinend völlig unschuldig am Anstieg des Terrorismus. Das Selbstbild als schwache, geknechtete NGOs unter dem Stiefel der Supermacht USA verhindert die Einsicht darin, dass die friedensbewegten Millionen sehr erheblichen Einfluss auf den Terrorismus im Irak hatten.
In Deutschland wurde Gerhard Schröder für die Verweigerung einer Unterstützung unter dem Slogan "Friedensmacht Deutschland" wiedergewählt. Aus seiner Regierung blökte Fischer seinerzeit von einer serbischen Waffen-SS und dass man wegen Auschwitz Krieg gegen Jugoslawien führen müsse. In Spanien wurden Terroranschläge mit dem Truppenabzug aus dem Irak belohnt.
 
Völlig außen vor bleibt bei den vorgeblichen Kritikern die Subjekt-Position. Wie weite Teile der Gesellschaft im Irak auf die Idee kamen, sich gegenseitig umzubringen und daneben noch ihre ehemals bejubelten Befreier zu verfluchen, geht den Simpliszisten in Mängeln der US-Strategie auf. Dass diese relativ ohnmächtig einer gewaltigen Koalition aus Kriegsgegnern, die über Jahre in Millionen die europäischen und auch die amerikanischen Wahlen und Straßen dominierten, wie auch einem frohlockenden und von der EU weithin unterstützten Iran gegenüberstand, kann in deren Wahrnehmung nicht eingeflossen sein, weil man selbst an diesen narzisstischen Exzessen teilnahm, 10 Euro an den "Widerstand im Irak" spendete und höhnisch aus allen nennenswerten Zeitungen den USA ein "zweites Vietnam" wünschte.
In der Tat hätte man sich an vielen Stellen ein klugeres Management der Befreiung durch die USA gewünscht. Diese Kritik ist jedoch nur glaubwürdig vom Standpunkt der Richtigkeit einer Invasion angesichts des unerträglichen Terrors unter der Hussein-Diktatur.
Inzwischen scheint sich die Lage auf immer noch viel zu hohem Gewaltniveau zu beruhigen. Besonders Frauen sind in unkontrollierten Gebieten Opfer von islamistischen Terrorgruppen. Die befürchtete Dreiteilung des Irak blieb indes ebenso aus, wie eine endlose Gewaltspirale, deren vorgeblich "auslösbaren" Mechanismus Lumpenintellektuelle in Unzahl herbeireden wollten.
13.1.08 20:16
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hochdorff (14.1.08 13:37)
Zudem sei noch gesagt, daß jeder Tote -ganz gleich von wem tatsächlich getötet- von den Friedensfreunden auf das Kerbholz der USA geschnitzt wird.

Grüße
Hochdorff


bigmouth / Website (15.1.08 13:13)
Diese Kritik ist jedoch nur glaubwürdig vom Standpunkt der Richtigkeit einer Invasion angesichts des unerträglichen Terrors unter der Hussein-Diktatur.


nein. wenn man zu der überzeugung kommt, dass die invasion mehr leid erzeugen als verhindern konnte, dann nicht. logik!


nichtidentisches / Website (15.1.08 19:20)
Gegen die Logik des Wahns ist natürlich kein Kraut gewachsen.

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