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Robert Walser: Ein Kuss der Prosa

"Einmal war ein Talent, das tagelang im Zimmer saß, zum Fenster hinausblickte und den Faulenzer spielte. Das Talent wusste, dass es ein Talent war, und dieses dumme, unnütze Wissen gab ihm den ganzen Tag zu denken." (Robert Walser, Poetenleben, "Das Talent".)
 
Ich erstand im Ausverkauf ein Bändchen eines mir nur von Empfehlungen eines bekannten Freundes geläufigen Schriftstellers. "Poetenleben" prunkte der Titel, darunter das Konterfei des Autors Robert Walser.
Der Beschluss, mir selbiges Produkt gänzlich abgebrüht in kalter Professionalität zu Gemüte zu führen, war schnell gefasst, doch wer spielte nicht mit? Der aus den Zeilen springende Herr Walser. Nach drei Seiten schöpfte ich Interesse, nach 5 ergriff mich Verzückung und wie man ahnt war ich nach 10 voll und ganz dem Spiel verfallen. Da regten sich Seufzer in empathischem Einvernehmen, kichernde Erlösung ob der ironisierten Betulichkeit, beklemmtes Aufmerken, wo die Handlung in eine eilends vom Autor aufgestellte Falle stürzte und zum Spaß nicht wieder herauszukommen drohte.
Aus diesem und in dieses Gefängnis aus Andeutungen und Tropen darf nur entfliehen, wer sich wie ein Schornsteinfeger mit dem Rücken zur Wahrheit und den Füßen am Wunsch gestützt durch die Geschichten klettert.
Individualismus glitzert in romantischen Wendungen, Romantik wird in aufgeklärter Selbstironie verlacht wie der Stil in seiner vollendeten Missachtung.
"Leute, die unter Leuten keinen Erfolg haben, haben unter Leuten nichts zu suchen." In dieser Negativität zeichnet Walser die Gesellschaft kafkaesk, ohne je wie Kafka Unheimliches zu bemühen: Die Weglassung erfüllt den Zweck, die Idealisierung enthüllt schonungsloser als die Drohung der Enthüllung. Der Unbegreiflichkeit des Lebens und der Nichtidentität nachspürend wie ein Hund, der immer schon weiß, wo die Trüffeln nicht sind und den Sucher auf ebendiese Fährte lockt, macht Walser den Sprung zwischen Literatur und Kritischer Theorie wie kein zweiter.
Mehr dazu weiß Walter Benjamin.
23.11.07 17:13
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


spiegelzimmer / Website (25.12.07 20:07)
naja, hab deinen Hinweis mal ernst genommen und mir jenes Poetenleben bei amozon bestellt.

vielleicht können wir uns, nachdem ich es gelesen habe, ja m a l darüber austauschen.

bis denn

arne

...neue Gedichte!!! : myblog.de/kaffe-ohne-sahne


Alex Gfeller / Website (6.12.12 10:12)
Auf was für eine entzückende Homepage ich da auf der Suche nach Robert-Walser-Texten rein zufällig gestossen bin! Es gibt noch Hoffnung im Web!

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