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Eine halbe Stunde somalische Marginalien der Weltgeschichte

Somalia wurde von der UN fallengelassen. Als im Dezember 2006 Äthiopien genug von einsickernden Islamisten hatte und ein besetztes Somalia einem islamistisch geeinten und Krieg führenden Sharia-Staat vorzog, krähten Friedensforscher und Antiimperialisten gegen die Intervention, beschworen Sodom und Gomorrha herauf und meinten, nun seien die Islamisten aber endgültig provoziert, ein neuer Irak nahe, alles würde viel viel schlimmer, ganz Ostafrika werde in einen Krieg hineingezogen. Was Äthiopien unter dem Sachzwang der Aufrechterhaltung des staatlichen Gewaltmonopols auf eigenem Territorium zum Eingreifen auf fremdem Staatsgebiet bewog, schien vielen eine weitere von langer Hand geplante Aktion der US-imperialistischen Kriegstreiberei.

Die UN hatten indes den einstigen Misserfolg in Somalia nicht verwunden, und darum schmerzte es doppelt, dass eines der ärmsten (und mitnichten demokratischen) Länder der Welt erste Erfolge zeitigte, indem es die islamistischen Guerillas im Handstreich aus dem Land jagte, ohne dass es zu ähnlich beklemmenden Situationen wie 1993 gekommen wäre. Weite Teile der Bevölkerung atmeten auf und Mann kaute wieder das geliebte, von den Islamisten verbotene Kat, während er natürlich auf die äthiopischen Besatzer schimpften, gegen die Somalia bereits mehrere Kriege verloren hat.

Konsequent überließ die UN die von Somalias Übergangsregierung und Äthiopien angeforderten Friedenstruppen der notorisch unterfinanzierten AU, ließ sich zu ein paar halbherzigen Millionen Spende herab, und vergaß tunlichst, dass es Somalia überhaupt je gegeben hatte. Vor einer Ausbreitung des Krieges hatte man zu Recht wenig Angst, Kenia wusste seine Grenzen zu schließen, im Sudan interessiert man sich wenig für Somalia und Eritrea plant ohnehin stets den nächsten Krieg. Was für die Industrienationen das Gebot der Stunde gewesen wäre, nämlich mit der Entsendung von etwa 15 000 gut ausgerüsteten Soldaten endgültig für Ruhe zu sorgen und den Islamisten keine Ruhepause zu gönnen, wurde nonchalant versäumt.

Das Horrorszenario, das manche für Somalia und Ostafrika entwarfen, blieb aus. Jedoch lassen auch ernsthafte Erfolge auf sich warten. Neben dem internationalen Boykott der Friedenstruppen ist eine Ursache dafür in der Clanstruktur Somalias zu suchen. Verwandtschaft zählt mehr als alles andere, die doppelte Befreiung des Lohnarbeiters ist in Afrika weder vollzogen noch in naher Zukunft zu erwarten. Al-Quaida hat das zu nutzen gewusst und gezielt militante Islamisten in die Clans eingeheiratet, die nun verwandtschaftliche Verpflichtungen und Kontakte nutzen - eine Taktik, die im Irak an der Endogamie mancher Stämme scheiterte.

Im relativ ruhigen Norden Somalias streiten derweil die sezessionistischen Regionen Puntland und Somaliland um Territorium: Die Stadt Las Anod wurde von Somaliland annektiert, das Parlament von Puntland stellte nun ein Ultimatum an die Zentralregierung.

Weil selbst die 8000 AU-Soldaten ausbleiben, verstärkte Äthiopien jüngst seine von Sprengfallen und Mörsern geplagten Truppen in Mogadischu, etwa 90000 Menschen flohen angesichts einer erwarteten Offensive. Schlechtbezahlte Soldaten und 'Polizisten' halten sich allenorts an der Bevölkerung schadlos, während auf dem Land Streitigkeiten um Weiden mit der Waffe ausgetragen werden. Die anarchischen Zustände haben Gewalt als legitimes Mittel der Politik etabliert. Dennoch sind Verhandlungen mit übermütigen Clanchefs auch häufig erfolgreich. Nach wie vor ist es nicht unwahrscheinlich, dass Somalia es über die Jahre langsam schafft, mittels Verhandlungen mit den Clanchefs und gewaltsamer Befriedung der islamistischen Guerillas ein Maß an Stabilität erreichen kann, das dringend für einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine Konsolidierung nötig wäre. Mit nur der Hälfte der Mittel, die die UN und die EU zur Finanzierung palästinensischer Terroristen aufwenden, ließe sich in Somalia wirklich Dauerhaftes bewegen.

Auf 'Nichtidentisches' wurde bislang Folgendes zu Somalia veröffentlicht:

Freches Eritrea

Somalia hat Chancen

Islamisten fliehen aus Somalia

"The Mog" is free

Äthiopien befreit Somalia

6.11.07 11:19
 


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