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GDL - Bahnstreiks ja bitte

Ich gebe zu, als auf der faulen Haut herumlesenden Magisterprüfling in spe werden mich die Bahnstreiks der GDL wenig treffen. Von daher ist es leicht, mich damit zu solidarisieren. Mein Rat für alle Pendler: Einfach mal Pause machen und zu Hause bleiben.

Wenn die Lokfahrer auf das Missmanagement des Unternehmens pfeifen und auf ihrem Recht bestehen, ihre Ware Arbeitskraft zu einem angemessenen Preis verkaufen und ferner keine nennenswerte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt auftaucht, im Gegenteil ein Stellenmangel herrscht, den die Bahn nun fieberhaft ausgleichen will, ist dem entschlossenen unbeirrbaren Engagement aus emanzipatorischer Perspektive nur zuzustimmen - wenn die Bahn durch die Forderungen pleite gehen sollte, warum sollten dann ausgerechnet die Lokfahrer diese Pleite durch ihr permanentes Selbstopfer verhindern?

Die Forderung von 16-40 Prozent mehr Lohn und einer Stunde Arbeitszeitverkürzung scheint tatsächlich tough. Wenn man aber die Inflationsrate in Betracht zieht, die Zeit der ausbleibenden Lohnerhöhung, das generell miserable Lohnniveau der 41 Stunden pro Woche mit Höchstkonzentration beanspruchten Schichtarbeiter, die regelmäßig in Hotels übernachten und ohnehin unvorhergesehene Mehrbelastungen tragen müssen, rechtfertigt das die Ansprüche über Gebühr.

Zu erwarten ist, dass öffentliche Medien entrüstet aufprusten, was denn den Lokomotivfahrern einfiele, ihre Schlüsselstellung auszunutzen. So geschieht es derzeit am laufenden Band, schlichter Sozialneid macht sich breit. Dass zu dieser Macht in der Schlüsselposition erstmal die mühevolle Organisation gehört, blenden die Neider aus. Andere jammern, die Bahn sei pleite, Lokführer von Konkurrenzunternehmen bekämen noch weniger, der Kunde müsse den Aufpreis zahlen. Der BDI berechnet schon jetzt die wirtschaftlichen Schäden des Streiks auf Milliardenhöhe und klar ist - für die nächste Krise werden die Lokfahrer verantwortlich gemacht werden.

Dass sich Arbeiter organisieren und so Beispiele eines emanzipatorischen, nicht staatsappellativen Verhaltens liefern, rational ihre Interessen im Gegensatz zu denen des Kapitals stellen, das die Unternehmensführung wider sie vertritt, ist zu befürworten. Anzugehen ist gegen die jämmerlichen Versuche, das als "unsolidarisch" - ergo nicht in die kapitalistische Unternehmensrationalität passend - abzuwerten. Viele Deutsche hätten halt am liebsten einen Staat, der die Löhne garantiert, ohne dass man sich anstrengen oder selbst seine Interessen wahrnehmen muss. Das ist die vorauseilende Sklaverei des Geistes, in der das Eigeninteresse im Staatsinteresse faschistisch oder wahlweise sozialistisch aufgehen soll - als Forderung wird so gemeint, was die Diktaturen stets als Praxis betrieben: Das Verbot gewerkschaftlicher Betätigung.


Fallende Löhne und härtere Arbeitsbedingungen wollen sich die Deutschen in der derzeit auf ekelerregende Weise etablierte Phrase der "Heuschrecken" erklären - dass sie einfach zu unterwürfig sind, um zu streiken und ihnen Organisation über die regressiven Turnvereine, zahllose müßige Stammtischrunden, Faschingsvereine, endlose Dorffeste von Kirchweih bis Fronleichnahm hinaus zuwider ist, kommt ihnen nicht in den Sinn. Nur daraus erklärt sich, dass tatsächlich Ärzte, Arbeiter in der Schlüsselposition schlechthin, die Streichung von Weihnachtsgeld und anderen - etwa einem Metaller selbstverständliche - Errungenschaften hinnehmen wie einen Exitus beim 98-Jährigen.

1.10.07 17:52
 


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bisher 17 Kommentar(e)     TrackBack-URL


HStafo (1.10.07 19:55)
Selten so etwas Krauses gelesen. So ein Schwulst!

"Einfach mal Pause machen und zu Hause bleiben." Das kann auch nur einer schreiben, der in Ihrer Lage ist (s. Bemerkungen zur Magisterprüfung). Ich sehe das etwas anders. Ich bin jeden Tag 2 x 2 Stunden mit der Bahn unterwegs. Ich habe viel Zeit zu beobachten, und ich habe viel Zeit, mir da so meine Gedanken zu machen. Bei den geplanten Streiks werden Leute zu Geiseln genommen, die nichts mit den Forderungen der GDL zu tun haben. Rein formal ist das natürlich in Ordnung, die Juristen werden das schön begründen (s. Ausführungen des GDL-Chefs). Aber es ist eine schlichte Unverschämtheit.

Ihre Argumentation mit der 41-Stunden-Woche ist ebenso merkwürdig. Den Beamten in Deutschland hat man mal so eben mit Federstrich die Wochenarbeitszeit auf diese Stundenzahl hochgesetzt. Keiner hat das mitgekriegt, keinen hat das insteressiert, haben doch die Beamten keine Lobby, gelten als faule Säcke. Ach ja, Gehaltserhöhungen gibt es dort schon seit Jahren nicht. Nur - die streiken halt nicht. Es gibt noch andere Berufsgruppen, für die Ähnliches gilt.

Sage mir auch keiner was von den "mit Höchstkonzentration beanspruchten Schichtarbeitern, die regelmäßig in Hotels übernachten". Die angeblich besondere Belastung der Lokführer ist erfolgreich dem Publikum eingeträufelt worden. Wie wäre es mit etwas Nachdenken? Was ist mit den Busfahrern? Den Taxifahrern? All denen in den Verkehrsbereichen? Oder anderen Berufsgruppen, die vielleicht auch mit Höchstkonzentration arbeiten müssen?

Es gäbe noch viele andere Punkte, die zu nennen wären. Schön für Sie, wenn Sie ein Streik nicht trifft. Sie können ja liegenbleiben und an Ihre Magisterprüfung denken, wenn woanders die Lokführer bestimmen, wer wo aussteigen, stehenbleiben und/oder zu warten hat. Sich zu Herren aufschwingen über die Lebenszeit anderer Leute. Sie können aber auch einfach Ihrem eigenen Rat folgen und mal Pause machen. Schön für Sie.


inle (2.10.07 01:05)
na toll, werd drüber nachdenken wenn ich am freitag einige stunden im niemandsland der niederländisch-deutschen grenzregion verbringen muss...das ich dabei zu einem ähnlich lobenden schluss kommen werde halte ich allerdings für ausgeschlossen, das sein bestimmt nun mal das bewusstsein ;-)


Frank (2.10.07 08:24)
Letztendlich machen sie sich damit überflüssig. Technisch ist es kein Problem eine Lok ganz ohne Führer zu bewegen(siehe Pariser Metro, Kopenhagener U-Bahn). Nötig dafür ist ein High-Tech Schienennetz und das Einverständnis der Passagiere. Aber wenn erst einmal hunderttausende irgendwo in der Pampa gestrandet sind, wird zumindest das letztere kein Problem sein.

Und außerdem, die Ware Arbeitskraft ist in Zeiten der Globalisierung einfach nicht mehr Wert, eher noch im Gegenteil.


Frank (2.10.07 08:32)
Fallende Löhne und härtere Arbeitsbedingungen haben tatsächlich nichts mit bösen Machenschaften zu tun, aber ganz sicher auch nichts mit der Unwilligkeit zu streiken, sondern mit dem Gesetzt des tendenziellen Falls der Profitrate und der schier grenzenlosen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.


nichtidentisches / Website (2.10.07 11:29)
Hui, was soll ich denn noch schreiben, das dann auch überlesen und ignoriert wird?
Wenn Busfahrer und Beamte weniger Lohn kriegen, dann muss ich gerade mal zurückrechnen, wann die letzten Streiks waren. "Hstafo" gibt ja noch zu, dass sie nicht organisiert sind und nicht streiken. JA, WARUM DENN NICHT? Ist doch ihr Grundrecht, nicht ohne Grund, von den USA und den Sowjets mit dem Blut ihrer Staatsangehörigen hier durchgesetzt. In der deutschen Ideologie ist aber jeder verdächtig, der nicht arbeiten will - dann gibts Arbeitslager. Wer sich außerhalb der Spaßgesellschaft organisiert gilt als verdächtig, als Streber, Kommunist oder langhaariger Bombeleeescher wie man im hessischen Zuruf es kennt.
Zur unsinnigen Argumentation der "Geiselnahme": Bei welchem Berufszeig gilt das nicht? Müllmänner, Lehrer, Metaller, Ärzte. Nur bei den Lokfahrern merkt mans halt direkt. Geiselhaft ist so ein kriminalisierender Ausdruck von Arbeiterorganisation, der gut zum faschistischen Restbild passt.


nichtidentisches / Website (2.10.07 11:34)
@Frank:
Doch. In Norwegen und der Schweiz bekommen Ärzte fürstliche Löhne. Von wegen Konkurrenz. Die bleibt aufgrund irrationaler Ausländergesetze hierzulande außen vor. Krisen können sehr wohl hausgemacht sein und Arbeiter müssen auch in der Krise nicht jeden Scheiß glauben, der ihnen verzapft wird.
Streik gehört zu einer prosperierenden Wirtschaft dazu, Deutschland hat eine der niedrigsten Streikraten Europas. In Uruguay wird ständig gestreikt. Jeder gewonnene Streik stärkt die Position der neuen Streiks. Und manchmal muss man einen Streik auch verlieren können. Aber prinzipiell ist Streik ein so notwendiges demokratisches Mittel wie wählen gehen.


nichtidentisches / Website (2.10.07 11:48)
Ein Denkfehler ereilte mich dennoch: Sind es doch leider gerade die organisierten und angelinksten, die die Phrase der Heuschrecken etablierten, um Widersprüche im eigenen Lager aufzulösen.


Frank (2.10.07 16:08)
Norwegen hat sein Öl und die Schweiz ihre Banken.
Die können sich das leisten.
Ob man es gut findet oder nicht, auch die Medizinbranche funktioniert letztlich nach den Gesetzen des Marktes. Und wenn der kleiner wird weil immer weniger Menschen sich eine umfassende Betreuung zu leisten, dann bekommen eben auch die Ärzte den Wert zu spüren.
Wer streiken will soll das tun, aber nicht mit der Solidarität derer rechnen, die nicht das vorübergehende Glück haben, in Schlüsselpositionen zu sitzen und durch solch einen Streik tatsächlich in Nöte geraten können. Zuspätkommen wird nämlich in der freien Wirtschaft mit Rausschmiss bestraft und nicht wie im Uni-Seminar mit einen jovialen Tadel des Onkelhaften Professors.

Das Eintreten für Eigeninteressen, die dem Kollektiv entgegengesetzt sind ist zwar erst einmal sympathisch, aber irgendwie strahlt dein Text eine Arbeiterromantik aus die sich eigentlich seit Ende des 19 Jhd. erledigt haben müsste. Auch die renitenten Eisenbahn Gallier von der GDL werden sich mit dem Kollektiv gegen die „Heuschrecken“ verbünden, wenn es zur Privatisierung der Eisenbahn kommt.


Frank (2.10.07 16:08)
P.S. ich habe vor einiger Zeit eine ZDF Doku („Manager und Moral“) gesehen, in der ein, mit etlichen anderen Antisemitischen Klischees bedachter, amerikanischer Hedge-Fond Manager ganz ohne Ironie als „die Heuschrecke“ bezeichnet wurde. Überhaupt war die Doku eine Art Verfilmung der Deutschen Ideologie.


HStafo (2.10.07 22:10)
Na prima, da seid Ihr jetzt bei den Heuschrecken angekommen. Klasse.
Und die Phrase "kriminalisierender Ausdruck von Arbeiterorganisation, der gut zum faschistischen Restbild paßt" stützt meine Feststellung: Ein Blinder sollte nicht von der Farbe reden.


nichtidentisches / Website (3.10.07 12:14)
"Zuspätkommen wird nämlich in der freien Wirtschaft mit Rausschmiss bestraft" - Durchaus nicht, solange es Kündigungsschutz gibt - und solange sich vielleicht ein paar Kollegen absprechen und der Druck solidarisch aufgefangen wird - in der Verwirklichung des Eigeninteresses. Es gibt ein Arbeitsrecht. Und das ist das Ergebnis harter Kämpfe. Und nicht eines plötzlich vom Himmel gefallenen Wohlstands, der die Unternehmen dazu veranlasste, zu sagen: Oh, wir haben ja schon 400% Profitrate, da geben wir freiwillig was ab. Kapital denkt nicht - es akkumuliert. Wenn die Arbeiter nix sagen, kürzt es inmitten bester Prosperität die Löhne. Man mag sagen, das senkt die Kaufkraft und drückt den Markt und ist unvernünftig, das ist aber dem privatisierten Kapital egal, weil es in freier Konkurrenz steht.
Solange der permanente Klassenkampf IN der bürgerlichen Gesellschaft, der durchaus NICHT antiquiert ist, weitergeht, ist die Möglichkeit einer Emanzipation denkbar. Wird die Fürsorgewillkür an den Staat weitergegeben oder auf die Prosperität gehofft oder auf archaische Organisationssurrogate wie Rasse gesetzt kommt es eben zu so Phänomenen wie Antisemitismus.
Im übrigen: Die Banken gehören ebenso wenig der Schweiz wie die Ölquellen Norwegen. Sie profitieren davon, aber letztlich sind das private Unternehmen.


Frank (3.10.07 16:38)
Im übrigen: Die Banken gehören ebenso wenig der Schweiz wie die Ölquellen Norwegen. Sie profitieren davon, aber letztlich sind das private Unternehmen.

Erstens ist mir das auch klar und zweitens gehören die Ölquellen sehr wohl Norwegen, die Unternehmen haben lediglich Förderrechte.


Frank (3.10.07 16:45)
Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, 13. Monatsgehalt, hohe Löhne, langer Urlaub, ständige Pausen etc. sind in Deutschland ganz sicher nicht das Ergebniss harter Kämpfe (wann und wo sollen die denn stattgefunden haben?) sondern des Bündnises zwischen Mob und Elite.


Frank (3.10.07 17:26)
Von einem Unternehmen mit „400% Profitrate“ würde ich sofort Aktien kaufen, hast du da Insider Informationen? Du meinst wahrscheinlich die Rate des Mehrwerts, aber selbst dafür sind 400% noch viel zu hoch.

Die Intention der Deutschland AG, des rheinischen Kapitalismus mit seinen quasi verbeamteten Angestellten war ja gerade die Ausschaltung der „Verwirklichung des Eigeninteresses“ also der Konkurrenz bei gleichzeitiger Ruhigstellung des Klassenkampfes.
Wobei man sich fragen muss wie dieser „permanente Klassenkampf“ in der postnazistischen Gesellschaft aussehen soll, doch nicht anders als in der von mir beschriebenen ZDF-Doku.

„Kapital denkt nicht - es akkumuliert. Wenn die Arbeiter nix sagen, kürzt es inmitten bester Prosperität die Löhne. Man mag sagen, das senkt die Kaufkraft und drückt den Markt und ist unvernünftig, das ist aber dem privatisierten Kapital egal, weil es in freier Konkurrenz steht.“

Du brauchst mir nichts von den inneren Widersprüchen des Kapitals erzählen. Auch ich weis von der Tendenz der maximalen Ausdehnung der Produktion bei gleichzeitiger Minimierung der Konsumbasis. Das ist der Stoff aus dem die Krisen sind. Aber es reicht nicht dass „die Arbeiter was sagen“. Marx sagt, „wenn beide Recht haben dann entscheidet die Macht“. Und die ist gegenwärtig und zukünftig nicht auf Seiten der Arbeiter. Und unter kapitalistischen Verhältnissen kann sie das auch niemals sein. Das Kapital produziert um seiner selbst willen. Geht die Macht der Arbeiter zu weit, kann es nicht mehr akkumulieren und hört auf als Kapital tätig zu sein womit auch die Arbeiter jedes Druckmittel verlieren, da sie arbeitslos sind.

Wer die Wirkung des Kapitals, der Konkurrenz etc. am Werk sehen will muss in die USA schauen oder meinetwegen auch nach Israel, wo 6 Tage die Woche gearbeitet wird.
Das deutsche Paradies der Werktätigen hat damit nichts zu tun und ist Gott sei Dank auch nicht mehr länger tragbar.


Frank (3.10.07 17:40)
„Solange der permanente Klassenkampf IN der bürgerlichen Gesellschaft, der durchaus NICHT antiquiert ist, weitergeht, ist die Möglichkeit einer Emanzipation denkbar. Wird die Fürsorgewillkür an den Staat weitergegeben oder auf die Prosperität gehofft oder auf archaische Organisationssurrogate wie Rasse gesetzt kommt es eben zu so Phänomenen wie Antisemitismus.“

Die bürgerliche Gesellschaft gibt es nicht mehr und mit ihr ist auch die Möglichkeit eines Klassenkampfes wie Marx ihn sich vorstellte gestorben. Die Möglichkeit der Emanzipation durch eine Massenbewegung ist eben nicht mehr denkbar. Was du im letzten Satz als Mögliche Entwicklung ausgibst, ist längst Realität, es gibt keine nicht-antisemitischen Massen mehr.


nichtidentisches / Website (4.10.07 10:27)
Rate des Mehrwerts, si. Verflixte Begrifflichkeiten.
Schockiert bin ich dann doch:
"Das deutsche Paradies der Werktätigen hat damit nichts zu tun und ist Gott sei Dank auch nicht mehr länger tragbar. "

Dem abstrakten Prinzip des Kapitals, die Lebenszeit zu verkonsumieren, noch einen Tribut zu zollen würde auch Adorno nicht einfallen. Mir tun jene Menschen leid, die 6 Tage die Woche arbeiten müssen und ich finde daran weder fortschrittliches noch lobenswertes.
In der Krise hat der "Arbeitskampf" schlechtere Bedingungen. Das heißt nicht, dass er nicht geführt werden muss. Ob nun die modernen Demokratien noch Züge der bürgerlichen Gesellschaft tragen oder schon wie einst diese mit dem Faschismus schwanger gehen:
Solange ein Individuum sich mit anderen organisiert, um mit Marx den "Normalarbeitstag" bei gleichzeitiger Reproduktionsgarantie einzufordern ist das allemal emanzipatorischer, als jene Massen, die Zombies gleich sich ins objektive Kapitalprinzip einfügen wie später in den Faschismus.
Ich rede nicht von Revolution, sondern von einem demokratischen Bewusstsein.


(4.9.10 11:38)
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