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Fachwerkslums

Wenn Marburg wütet, wird entweder ein Bordell gebaut oder Zivilisation droht damit, sich einzustellen. Der Skandal lockt derzeit im Neubau eines Hauses. Das, soviel mag man noch zugestehen, ist viel verlangt von einer Stadt, die Universitätsgebäude notdürftig zusammenflickt und sogar langfristig sperren muss, um Passanten vor herabstürzenden Fassadenteilen zu bewahren.
 
Damit findet man sich ab, wie weiland mit den aus dritten Stöcken herabgestürzten Abortinhalten. Ebenso gelassen nötigt man Studenten in ein Idyll aus verfaulenden Balken, maroden Einglasfenster, Decken auf Augenhöhe und Duschen für allenfalls Kleinwüchsige im Dachparterre für 300 € Kaltmiete zu ziehen. Nonchalant lotst man Touristengruppen an solchem - meist mit Lack in Farben Lichtjahre jenseits des Ästhetischen zusammengehaltenen - Elend vorbei. Da brilliert die Eigentlichkeit in olivgrünen Balken und löchrigen Dächern und am barbarisch Urtümlichen weidet sich lüstern, wer in luxuriösen lichten Neubauten am Stadtrand wohnt.
 
Ein ebensolcher Neubau, so beteuert man, zerstöre das traute Stadtbild, rage einen Meter in die herrliche Aussicht vom lutherischen Kirchhof auf das öde, Kiefernwaldverseuchte Land. Der Zivilisierte spricht heimlich einen Segen über alle Großfeuer der Vergangenheit, die nach Betrauerung der Opfer menschenwürdiges Wohnen erst ermöglichten und dem Denkmalschutz ein Schnippchen schlugen. In Sachen Architektur lobt er die städtebaulichen Umgestaltungsmaßnahmen der Royal Air Force. Jedes Haus, das über 50 Jahre zählt, erinnert ihn an Mörder, die zufrieden darin wohnen durften. Der Leser der Oberhessischen Presse dagegen schimpft auf Bausünden, das könne nicht rechtens sein, und während er das Elend zum Anblick aufwertet, richtet nicht er selbst sich darin ein, sondern zwingt den studierenden Subalternen, der längst amortisierten Bausubstanz noch weiter Wert zu zollen.
 
Die tristen, verfallenen Dächer Marburgs, die schimmligen Wände darunter, die notdürftig verflickten, gichtigen Fassaden, die man vom Kirchhof zu erblicken gezwungen ist, bieten Reiz allein für den, der nie in solchem Modder suhlen musste, oder qua Gewalt noch Lust daran empfinden lernte.

5.8.07 12:24
 


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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.8.07 23:35)
achgottachgott...


nichtidentisches / Website (6.8.07 09:05)
"Schade dass Gott nicht mehr am Leben ist, um das zu sehen." (Homer Simpson)


DH (6.8.07 09:19)
...der seit Jahrhunderten amortisierten Bausubstanz!
Mich wundert immer wieder, wie wenig der Kapitalismus dem Produktionsprozeß im Baugewerbe bisher anhaben konnte. Sicher: Es gibt Kräne und Bagger. Aber der Bau der Häuser funktioniert zumindest in Deutschland noch immer zum Großteil nach dem urtümlichen "Stein-auf-Stein"-Prinzip. Die Plattenbauten scheinen Episode geblieben zu sein.
Dies führt natürlich dazu, daß sich der Häuslebauer hierzulande auf 30 Jahre verschuldet und der Rest zur Miete wohnt, während andernorts ein praktisches Holzhaus wenig mehr als ein Auto kostet.


nichtidentisches / Website (6.8.07 15:49)
Man zolle den natürlichen Gegebenheiten Respekt. Im übrigen ist das schon eine knifflige Sache: Holz ist unter Umständen dauerhafter als Beton, ein klassisches deutsches Einfamilienhaus hat glaube ich eine Beständigkeit von 70-100 Jahren, manche Fachwerkhäuser, unter anderem mein Zimmerchen, sind mittlerweile 200-300 Jahre alt.
Das heißt, rationaler ist allemal ein klug getüftelter Holz-Glasbau mit massig Isolierung. Worüber sich die Leute im dargelegten Fall aber mokieren, ist, dass sie wahrlich baufällige Bausubstanz nicht angemessen betrachten können, da EINMETERFÜNFZIG der Dachfirst eines wie auch immer gearteten Neubaus ins Blickfeld ragt.


nichtidentisches / Website (6.8.07 15:50)
D.h. entweder wird nun eine unrentablere Parterrewohnung gebastelt, oder die Decken niedriger gezogen und ein Mensch damit gequält...


(4.9.10 11:35)
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http://www.bloglines.com/blog/breitlingwatch
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