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Die Philosophin

Orsina (höhnisch): Allerdings? -O des weisen Mannes, den man sagen lassen kann, was man will! -Gleichgültigkeit! Gleichgültigkeit an die Stelle der Liebe? - Das heißt, Nichts an die Stelle von Etwas. Denn lernen Sie, nachplauderndes Hofmännchen, lernen Sie von einem Weibe, daß Gleichgültigkeit ein leeres Wort, ein bloßer Schall ist, dem nichts, gar nichts entspricht. Gleichgültig ist die Seele nur gegen das, woran sie nicht denkt; nur gegen en Ding, das für sie kein Ding ist. Und nur gleichgültig für ein Ding, das kein Ding ist, -das ist so viel, als gar nicht gleichgültig. - Ist dir das zu hoch, Mensch?

Marinelli (vor sich hin): Oh weh! wie wahr ist es, was ich fürchete.

Orsina: Was murmeln sie da?

Marinelli: Lauter Bewunderung. -Und wem ist es nicht bekannt, gnädige Gräfin, daß sie eine Philosophin sind?

Orsina: Nicht wahr? -Ja, ja, ich bin eine. -Aber habe ich mir es itzt merken lassen, daß ich eine bin? -O pfui, wenn ich mir es habe merken lassen, und wenn ich mir es öfter habe merken lassen. Ist es wohl noch ein Wunder, daß mich der Prinz verachtet? Wie kann ein Mann ein Ding lieben, das ihm zum Trotze auch denken will? Ein Frauenzimmer, das denkt, ist ebenso ekel als ein Mann der sich schminkt. Lachen soll es, nichts als lachen, um immerdar den gestrengen Herrn der Schöpfung bei guter Laune zu erhalten. [...]

(Lessing, Emilia Galotti)

Eine der großartigsten Szenen der klassischen Literatur überhaupt und ein Zeugnis von Lessings tief empfundenem Einsatz für die Emanzipation der Individuen. Daneben scheint ein dialektischer Ansatz bereits hervor, der das Ding an sich nicht denken lässt und auf eine Vermittlung von Subjekt und Objekt beharrt.  

3.8.07 11:44
 


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