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Pro-Ana: Eine Erweckungsbewegung?

Pro-Ana Blogs sind Teil einer Bewegung, die Anorexia Nervosa oder auch Bulimia nervosa als lifestyle verfechten. Diese Bewegung erfährt einen regelrechten Boom: in den myblog-charts vertreten sie mit 6 Blogs unter den Top 100 die größte Gruppe an hochspezifischen Blogs.

Beim Lesen der stets gleichen,herumgereichten Zirkulare, wie "Anas Brief" oder "100 Tips" drängt sich zunächst der Eindruck einer religiösen Bewegung auf. Pro-Ana ist durchaus mit einer postmoderne Sekte vergleichbar, die bisherige Sektenmerkmale überschreitet und beispielhaft für Ideologienbildung im sogenannten "Informationszeitalter" analysiert werden könnte. Bei genauerem Hinsehen ergibt sich ein Bild der Zerrissenheit zwischen zynischer Reflexion und der Unmöglichkeit darüber hinaus zu schreiten. Ich möchte betonen, dass hier die fragmentarische Analyse der Blog-Bewegung im Zentrum steht. In keinem Fall möchte ich mich über Menschen wegen ihrer Krankheit lustig machen und meine auch nicht die große Mehrheit der Anorexia-Kranken mit, die diesem Phänomen teilweise ähnlich kritisch gegenüber stehen. Allen Betroffenen empfehle ich dringend therapeutische Hilfe wahrzunehmen. In den meisten Fällen kann die Krankheit mit Gesprächstherapie geheilt werden. 10% der Erkrankten sterben an unmittelbaren Folgen der Magersucht. Viele tragen dauerhafte Schäden an Nieren und anderen Organen davon.

2006 wurden auf Initiative von jugendschutz.net 30 Pro-Ana Websites gesperrt. Von anderer Seite wird solchen Seiten ein gewisser Selbsthilfeaspekt zugestanden: Die Kranken träten in Austausch miteinander und informierten sich über die Vermeidung der schlimmsten Folgen.

Das ist weitgehend eine Illusion. Pro-Ana-Blogs tragen Züge einer Sekte. Sie dienen der gegenseitigen Kontrolle und Aufstachelung und werben aggressiv um Anhänger, auch wenn sie das oft leugnen. Die Krankheit bietet einen Leidengewinn, der online sehr viel leichter abgeholt werden kann. Aufmerksamkeit, Bestätigung, und das Gefühl der familiären Gemeinschaft, die in ihrer Ambivalenz als ursächlich für die Krankheit angenommen wird: Ständiges Beharren einer Familie auf Gemeinsamkeit und Gemeinschaftlichkeit sowie ein Abwehren von Autonomie und Selbstverwirklichungsbestrebungen.

"Alles was das Kind tut, macht es nicht für sich, sondern für die Vorstellung der Eltern. Es hat die Formen auszufüllen, in die es seine Eltern gegossen haben. Und was immer es tut, es ist nicht genug" (Franke 2003).

Das Web bekommt bei diesen Personen die Aufgabe eines Psychoanalytikers, die es aber nur enttäuschen kann. Das Aussprechen, die Gesprächstherapie ist der ausdrückliche Wunsch dieser Person, die sich den Frust von der Seele schreibt, aber keine fachlich qualifizierte Antwort erhält, denn auch wenn sich viele Therapeuten mit dem Problem sehr erfolgreich befassen, gibt es virtuell kaum Möglichkeiten, dem Non-Compliance des Patienten bei einer Konfrontation zu begegnen oder vis-a-vis den Trost auszusprechen, der im Zweifelsfall nötig ist.

Dem Problem impliziert ist die typisch deutsche Feindschaft zur Psychoanalyse, die gerade bei so fachlich eindeutigen Konflikten eine große Hilfe bieten könnte, aber eben von Pädagogen und anderen Bereitstehenden allenfalls verlegen mit Gummihandschuhen als Bückware präsentiert wird und gesellschaftlich den Rang einer Bedrohung innehält. Heißt sie dagegen "Tiefenpsychologie" ist der Makel des Sexuellen verschwunden, und es kann erfolgreich eine Gesprächstherapie angeboten werden, die auf der Psychoanalyse mehr als aufbaut. Wenn jedoch in einer Gesellschaft systematisch von der infantilen Sexualität und den Traumen geschwiegen wird, liegt nahe, dass gemeinhin Chatrooms und Blogs als adäquater Ersatz für Gesprächstherapie gesucht werden.

Eine Besonderheit der Pro-Ana-Weblogs ist der stete Bezug auf das Fliegen. Der Flugtraum wird bei Freud auf Spielsituationen in der Kindheit zurückgeführt, das auffangende und werfende Elternteil wird im Traum zensiert, um den Wunsch zu vervollständigen. Fliegen bedeutet Autonomie, sexuelle Erfüllung. Pro-Ana-Blogs sind voll von Elfen, Schmetterlingen, Libellen, Nymphen, Federn, Engeln, was auf weit mehr als nur passiv rezipierten Lifestyle verweist: Leicht zu sein, ein Kind zu sein und dennoch alles richtig zu machen und autonom zu sein, es ist der narzisstische Wunsch des erwachsenen Kindes, der kindlichen Kaiserin, der aus der tiefen Kränkung der allzu neurotischen Erziehung gesteigert werden kann, im Kern aber in jedem Kindermärchen präsent ist.

Was krank ist, erzeugt bei den vermeintlich Gesunden auch Abwehr und Abscheu und ebenso verhält sich der Umgang mit den Blogs. Aggression ist ein Zeichen der Verdrängung auf beiden Seiten. Wo abgemagerte Menschen auf Fotos nicht als Kranke, sondern als abschreckendes Beispiel herhalten müssen, weidet sich die pädagogische Intervention an der eigenen Angstlust. Therapeutisch wirkt das sicherlich nicht. In einem Anti-Ana Beitrag wurde tatsächlich unter ein Bild die Unterschrift gelegt: "Sind das noch Menschen?" Wer Unmenschliches erfahren hat und das zur Schau trägt, wird so am Zeichen zum Unmensch gestempelt.

Die Aggression der Pro-Ana-Bloggerinnen ist allerdings sehr ambivalent, durch Blogs rüstet sie sich von der Autoaggression zur Aggression gegen einen Ersatzpopanz zu und zelebriert das Anderssein, formt sich eine Identität, die Ersatz für Wünsche liefern soll und darum ins Maßlose drängt.

Auf dem Elfenland-Forum, eines von zahlreichen, findet sich wie auf fast allen der einschränkende Verweis:

ACHTUNG !! Dies ist ein PROANA/MIA Forum ! Ana steht für Anorexia Nervosa und bedeutet Magersucht ! Wenn du dich nicht damit identifizieren kannst , keine Esstörung hast , bitte ich dich , diese Website wieder zu verlassen ! Ich möchte niemanden in etwas hineinziehen! Falls du dich trotzem umsehen möchtest , tust du dies auf eigene Gefahr !

Nun hat der Ruch der Gefahr einen außerordentlichen Reiz besonders für Jugendliche. Der Inhalt der Foren widerspricht den Beteuerungen dagegen aufs Schärfste und er ist der immergleiche, eine Diskussion darüber scheint es nicht oder kaum zu geben, obgleich die Kranken sehr engagiert und diskussionsfreudig sind. Die Aggression wird deutlicher auf ana4you:

Das hier ist eine neue Pro Ana Seite. Wer sich nicht damit abfinden kann, dass die einen halt nun mal dünner werden oder sein wollen als die anderen, der möge doch bitte diese Seite verlassen und sich eine Adipositas-Seite suchen. Be Thin- Be attractive!!!

Pro Ana nennen sich die jenigen, die sich als magersüchtig bezeichnen und es nicht als Krankheit, sondern als Lifestyle ansehen, wie andere ihre Hobbies wie Sport oder Malen hat.

Was hier ausformuliert wird, ist die Aggression auf andere, die als fettsüchtig beleidigt werden. Mimetisch macht diese Person sich dem gleich, was sie von anderen, und hier vor allem den Eltern wünscht, nämlich dünner, kleiner, am besten nicht anwesend zu sein. Verdrängung im Gewande des Liberalismus macht die Krankheit zum Pläsierchen, die Selbstzerstörung zum harmlosen Hobby. Die Serie Jackass ist ein weiteres bekanntes Symptom für diese latente Konvention gewordene Bereitschaft, den Analsadismus zur Kultur zu erheben.

Dieser Sadismus ist selbstverständlich einer, der am Leiden anderer das eigene vergessen machen lassen will, und ihm zugleich doch aufs neue nachspürt. Die Autoaggression richtete sich darauf ab, am Leiden anderer den Lust- und Machtgewinn zu erweitern, den der eigene Körper versagt. Ein solcher perfider Geist schuf den "Motivationsvortrag von Ana", der schon im Titel Pervertierung andeutet, denn er soll demotivieren, erniedrigen:

Oh, du sehnst dich gerade nach Essen, ja?
Was glaubst du, was du tust?
Wage es nicht, auch nur in die Nähe von Essen zu gehen!
Fass es nicht an; denke nicht mal daran.
Was willst du tun, eine fette Kuh werden?
Ich bin dein bester Freund und wenn du isst, versagst du und lässt mich im Stich.


Wage es nicht, auch nur in die Nähe von Essen zu gehen!
Fass es nicht an; denke nicht mal daran.
Was willst du tun, eine fette Kuh werden?
Ich bin dein bester Freund und wenn du isst, versagst du und lässt mich im Stich
Wenn du richtig isst, zeigt das wie wenig Selbstkontrolle du hast.
Dieser Schmerz gerade in deinem Magen, das bin ich und es ist dein Fett, das wegschmilzt.
Wenn du dich leer fühlst, bedeutet es, dass du deiner Sinne leer bist(?)
Du kannst die Hand über deinen Magen fahren und spürst deine Rippen.

Du willst in die Einkaufspassage gehen und das knappe Outfit sehen und du würdest verdammt gut darin aussehen.
Du bist mir gegenüber eine Verpflichtung eingegangen.
Ich bin dein Leben und deine Besessenheit.
Gib nicht auf, was wir haben.
Ich werde dir alles geben, was du willst aber du musst mir das geben, was ich will
Und ich erwarte von dir, vom Essen wegzubleiben.
Geh und trink et was Wasser.
Geh etwas Tee oder Kaffee trinken.
Oder noch besser - geh ins Fitnessstudio - Dickerchen!
Zeig mir nicht, wie wenig Selbstkontrolle du hast.
Fordere mich nicht heraus.
Du weißt, wenn du jetzt isst, wirst du sowieso wieder auf deinen Knien enden und alles herauskotzen bis du nur noch Blut und Wasser siehst und dein Magen schmerzt.
Du wirst das Essen bedauern sobald diese Kalorien und das Fett deinen Rachen hinunter und rein in deinen Körper gerutscht sind um eine zusätzliche Rolle an deinem Bauch zu formen.
Du wirst Zellulite bekommen.
Du wirst wie die typische fette Fußball-Mutter aussehen(?)
Ich kann dir so viel geben - Ich kann dir einen tollen Körper geben.
Zeig mir deine Kontrolle und ich zeige dir einen flachen Bauch
Zeig mir, dass du mich liebst und ein Geheimnis für mich bewahren kannst und bleib weg vom Essen und ich werde dir diese kleinen, wohlgeformten Schenkel geben.
Zeig mir, dass du rennen kannst bis du umfällst und ich werde dir einen niedlichen Hintern geben.
Du liebst mich.
Wenn du jetzt isst und alles wegwirfst, wofür du gearbeitet hast, werde ich dich hassen.
Und du wirst dich selbst hassen,
Du hast einen Essensplan; Du hast Ziele und Wünsche.
Wird das alles jetzt nicht weg.
Gib nicht das auf, was du wirklich willst für etwas, dass du im Moment gerade willst.
Iss nicht, Dickerchen
Du bist noch kein Supermodel wie Kate Moss.
Versag mir nicht. Iss nicht.
Du bist auf einer Pro-Ana-Seite. Ich nehme an, das bedeutet, dass du fett oder sowas bist. Naja, weißt du was? *DING! DING! DING!*
Du hast recht! Du bist abscheulich Absolut widerlich.
Fühle deinen Magen. Fühle die schwabbeligen Rollen, diese wackelnde Masse...
Schau dir all die traumhaften Models und Schauspieler im Fernsehen an. Siehst du irgendwelche Rollen? Verdammt nein! Diese Mädchen sind dünn, Schnecke!

Sie wissen nicht wie es ist, sich auf eine Waage zu stellen und das verdammte Ding zu zerbrechen.
Sie müssen nicht Größe XXL tragen! Sie sind dünn!
Ja, und du bist es nicht. Du bist jämmerlich. Absolut scheußlich! Du bist eine fette, dreckige Kuh! Leg das Essen hin! Wage es nicht mal daran zu denken, es in deinen Mund zu stecken!
Du wirst sofort fühlen, wie es in deine Schenkel rutscht, in deine Hüften. Du quillst schon aus deinen Hosen.
Du brauchst kein Essen mehr, es macht dich nur fetter.
Du bist schon ein Wal, ein Nilpferd, ein Fettarsch.
Du bist abstoßend, kein Angehöriger des gegensätzlichen
Geschlechts würde auch nur daran denken, dich zu mögen weil du nicht mal durch seine Tür passen würdest. Du würdest den Boden zerbrechen und das Bett zu Kleinholz verarbeiten.

Du bist so abscheulich! Hast du jemals Leute gesehen, die dich anschauen? Mit Ekel? Es ist wahr. Sie wünschen sich, dass sie niemals so schlimm aussehen wie du. Sie schauen dich an von Schal bis zu deinen Füßen und denken Schau dir diese Person an! Was für ein schrecklicher Mangel an Selbstbeherrschung!
Und es ist war. Und du nennst dich ana! Du bist keine echte ana!
Du bist FETT! FETT! FETT! FETT! Was für ein schreckliches Wort, ein hässliches Wort. Zu schlimm, dass es die Wahrheit ist. Zu Schlimm, dass du fett bist. Ein Luftschiff. Ein Monstrum.
Du willst diese niedlichen neuen Klamotten tragen?
Haha, nicht mit DIESEM Bauch! Oder DIESEN Beinen!
Sieh, sie sehen gut aus an Models, aber Schätzchen, du bist FETT. Fette Menschen tragen Zeltkleider und hässliche Schuhe. Fette Menschen können keine niedlichen Klamotten tragen weil sie in ihnen nicht gut aussehen können. Fette Menschen haben keine Kontrolle und essen alles, was sie sehen.
Willst du so leben?
Den Rest deines Lebens rumtrampeln, zu mächtig für Flugzeugsitze, zu mächtig für Autos, zu mächtig um jemals einen Partner zu bekommen und glücklich mit ihm zu leben.
Kein Märchen für dich, Schnuckelchen.
Du bist ein Eimer voll Fett, eine absolute Schande für den Namen ana.
Du wirst niemals mager sein.
NIEMALS. So lange du nicht DAS ESSEN WEGLEGST, deinen faulen Arsch hochbekommst und dich bewegst!
Geh laufen! Mach Hampelmann! Mach Sit-Ups! Und schnell schnell schnell!
Kein Essen für jemanden wie dich.
Du bist widerlich und fett, merk dir das....

Das System ist klar: Erniedrigung um der Partizipation willen. Das Durchhalten bis zum Letzten, diese Propagierung grenzenloser Disziplin, ein Adynaton, das den Widerspruch durch Vernichtung zu brechen sucht. Es ist eine typisch deutsche Krankheit, die sich das Andere wie hier in der fetten Fußball-Mutter sucht, die wahrscheinlich Ziel wie Ursprung der Ideologie gleichermaßen ist. Am Selbst wird das Andere bekämpft, durch den Schritt in die virtuelle Öffentlichkeit wandelt sich diese Autoaggression in Wut und Aggression. Das ist nicht heilsam, sondern nur eine Erweiterung der Krankheit. Der Selbsthass wird perfekt reflektiert in seinen Ursachen (z.B. 'kein Märchen für dich, Schnuckelchen') und dennoch zelebriert, denn im Grunde setzt sich Geständniszwang durch, der noch keine Reflexion ist. Weiter interessant ist auch die stets präsente, aber nie bewusst formulierte Homosexualität: Die Präsentation von schönen Models, der stete Versuch, sich gleich zu machen um zu gefallen, die Ambivalenz der Mutterfiguren. Verdrängte Homosexualität findet ihren Platz in der Gemeinschaft.
Gegenseitige Kontrolle heischt man dann in Manifesten:

Anas Gebote

1. Wenn ich nicht dünn bin, kann ich nicht attraktiv sein!

2. Dünn sein ist wichtiger als gesund sein!

3. Ich muss alles dafür tun, dünner auszusehen/ zu sein!

4. Ich darf nicht essen ohne mich schuldigt zu fühlen!

5. Ich darf keine "Dickmacher" essen ohne hinterher Gegenmaßnahmen zu ergreifen!

6. Ich soll Kalorien zählen und meine Nahrungszufuhr dementsprechend regulieren!

7. Die Anzeige der Waage ist wichtiger als alles andere!

8. Gewichtverlust ist GUT, Zunahme ist SCHLECHT!

9. Du bist NIE zu dünn!

10. Nahrungsverweigerung und dünn sein sind Zeichen wahren Erfolgs und Stärke!

11. Essen ist ein Zeichen von Schwäche.

12. Perfektionismus kann nur durch Einschränkung erreicht werden.

13. Anorexie wird uns schön machen.

14. Niemand kann tun, was wir tun.

15. Hervorstehende Knochen lassen uns reizvoll aussehen.

16. Kritik an Ana ist lächerlich.

17. Egal, wo wir hingehen, wir sind immer noch schlank.

18. Egal, was wir tun (außer essen), wir sind immer noch schlank.

19. Wir haben uns unter Kontrolle.

20. Niemand kann uns Ana nehmen - NIEMAND.

21. Die meisten Menschen können nicht Ana sein.

Sofort fällt auch, welche Geistesverwandtschaften hier bestehen. Die Pro-Ana-Bewegung gibt Aufschlüsse über ein ihr anscheinend völlig äußerliches Phänomen, den Nazismus: Kritik ist lächerlich, Kontrolle alles. Wo solche Anti-Werte gesellschaftlicher Konsens sind, ist die Anorexie ein zutiefst gesellschaftliches Phänomen. Die hohlen Phrasen sind gleichsam Gebete wie Geständnisse.

Bei den verbreiteten 100 Tipps finden sich folgende deutliche Beispiele der Vermittlung von individuellem und gesellschaftlichem Wahn und hier wird deutlich, dass es eben nicht nur bitterer Zynismus ist, der die Geständnisse gebiert, sondern dass der Inhalt tatsächlich geglaubt wird:

2. Belohnungen verhindern Heißhunger, daher für jeden Tag den man "brav" war Abends ein kleines Stück dunkle Schokolade essen.

7. Blaue Teller für weniger Appetit. Der Körper empfängt Warnsignale, da blaues Essen kaum in der Natur vorkommt.

17. Iss doch Watte, Moppelchen.

19. Lege dir ein Ana-Buch zu, mit schönen Bildern aus Illustrierten, Gedichten, Texten, Regeln, Gedanken, diversen Listen, Vergleichen.. damit kann man sich Stunden beschäftigen.

24. Lutsche Eiswürfel, sie verbrennen 40 Kalorien.

25. Trinke zu jeder Stunde ein Glas eiskaltes Wasser (am besten aus dem Kühlschrank, oder wirf Eiswürfel hinein). Das macht voll und verbrennt bei einem 500ml-Glas 18 Kalorien. (wenn man mindestens 10 Stunden wach ist sind das 180!)

34. Ein Besuch mit der Familie im China-Restaurant, oder dein Lieblingsessen, welches deine Mutter ausnahmsweise mal gekocht hat sind KEIN Grund zu fressen, als würden wir in Kriegszeiten leben.

38. Suche dir Model-Vorbilder, und versuche ihr Gewicht und ihre Maßen in Erfahrung zu bringen. Versuche besser zu sein.

54. Motivationsbilder! Wenn man so was schon nicht aufhängen darf, dann wenigstens immer ein kleines Bild in der Tasche tragen, das einen besonders motiviert.

58. Suche Gleichgesinnte.

81. Sieh dir das Bild einer dünnen Schönheit an, während du isst. 83. Es beginnt immer Heute und Jetzt, und nicht Morgen oder nächste Woche.

84. Du tust es NUR für dich! Die anderen werden es auch überleben, wenn du dick wie eine Tonne durch die Gegend rollst. Wenn du also etwas nahrhaftes Richtung Mund bewegst, denke daran, dass du nur dir alleine schadest.

85. Ana ist keine Person, der du es mit einem FA "zurückzahlen" kannst.

94. Der Mensch ist leidensfähig und kann sich an Kälte und Hunger gewöhnen.

100. Nur die armen Kinder aus der 3ten Welt dürfen sich unterernährt fühlen und Selbstmitleid haben. DU nicht.

Was sich wie ein NS-Kriegskochbuch liest, ist postmodern bis zum abwinken, der Duktus findet sich in Klimaschutzapellen ähnlich: Verzichte, du schuldige Sau! Mitleid wird als Makel entworfen, das Geißeln als Befreiung. Mit analer Gründlichkeit wird dem Sammeltrieb Folge geleistet, Kalorie um Kalorie wird notiert und ein Weltbild damit verknüpft, das reaktionärer nicht sein könnte. Das verfolgende Moment darin schmiegt sich der Versagung an, es entsteht eine narzisstische Umkehr, in der Nahrung Schmutz ist, Leiden Genuß, Verkleinerung des Körpers eine Erweiterung des Phallus und so eine Verwahrung gegen Kastrationsängste bedeutet. Die religiöse Dimension speist sich aus der steten Aufforderung, die Gemeinschaft von Auserwählten zu suchen, um kollektiv genau das zu tun, was unter Top 100 versagt wird: sich bemitleiden. Dieses Selbstmitleid, das seine reale Ursache in einem Leiden hat, ist allerdings getarnt als fröhliches Miteinander, als zwanghafte Aktivität. Anas Brief allerdings entpuppt sich nicht als vergleichbare religiöse Botschaft, wie er von Anti- wie Pro-Ana-Bloggern bisweilen missverstanden wird, sondern als Aufklärung über die innersten Mechanismen der Magersucht:

Erlaube mir mich vorzustellen. Mein Name, oder wie ich von sogenannten "Ärzten" genannt werde ist Anorexie. Mein vollständiger Name ist Anorexia Nervosa, aber du kannst mich Ana nennen. Ich hoffe, wir werden gute Freunde. In der nächsten Zeit werde ich viel Zeit in dich investieren und ich erwarte das Gleiche von dir. [..]
Deine Freunde verstehen dich nicht. Sie sind nicht ehrlich. [...]
Früher, als [...] du sie gefragt hast: "Sehe ich... fett aus?" und sie geanwortet haben "Nein, natürlich nicht", wusstest du, dass sie lügen. Nur ich sage dir die Wahrheit. Deine Eltern...lass uns nicht so weit gehen! Du weißt, dass sie dich lieben und dass sie für dich sorgen, aber die Sache ist einfach die, dass sie deine Eltern sind und verpflichtet sind so zu handeln. Ich werde dir jetzt ein Geheimnis verraten: Tief in ihrem Inneren sind sie von dir enttäuscht. Aus ihrer Tocher, der mit all dem Potential, ist ein fettes, faules Mädchen geworden, das alles was es hat, nicht verdient hat.[...]
Vielleicht bringe ich dich dazu Abführmittel zu nehmen und du wirst bis in die frühen Morgenstunden auf dem Klo sitzen mit einem drückenden Gefühl in dir. Oder vielleicht bringe ich dich dazu dich selbst zu verletzen, deinen Kopf in eine Wand zu schlagen bis zu schreckliche Kopfschmerzen bekommst. Ritzen ist genauso effektiv.[...]
Ich habe eine Schwäche. Aber wir dürfen keinem davon erzählen. Wenn du dich entscheidest, gegen mich zu kämpfen, jemanden zu erreichen und ihm zu erzählen was ich aus deinem Leben mache, wird alles zusammenbrechen.Niemand kann die Schale brechen, mit der ich dich bedeckt habe. Ich habe dieses dünne, perfekte, beneidenswerte Kind geschaffen. Du bist mein, nur mein. Ohne mich bist du nichts.
Das hier korrekt als Schwäche der Anorexia nervosa bezeichnete Erzählen geschieht in den Pro-Ana-Blogs und daher sind diese tatsächlich mehr als Hilfeschrei zu bewerten, denn als Propaganda. Sie sind Propaganda für ohnehin anfällige Mädchen (uns sehr selten Jungen), und können diese inspirieren, aber kaum mit der Neurose anstecken, die sie in sich tragen. Die Zunahme der Zahl und das darin geäußerte Selbstbewusstsein spiegelt lediglich einen trotzigen Aufschrei wieder, die Kranken beginnen zu sprechen, wenngleich sie ihre Krankheit noch nicht als solche erkennen.
Völliger Unsinn ist es, einen gesellschaftlich definierten Schönheitsstandard als schuldig für Magersucht im Allgemeinen auszumachen. Das ist dekonstruktivistische Phänomenologie, die von Kritik ebenso wenig weiß wie von Analyse. Die Ursache für die Anorexia nervosa liegt in der Kindheit, die leider viele Mädchen ähnlich oder gleich erfahren. Kein gesundes Kind sieht eine Plakatleinwand und hungert sich zu Tode. Das Problem der Magersucht ist eine Störung in der Körperwahrnehmung und die völlige Entgrenzung. Würden sie nur irgendwann den bekanntesten Models ähnlich sehen, hätten sie wohl kaum Probleme. Dieses Problem betrifft selbstverständlich auch häufig Models wie auch deren Juroren und Mäzene, die bisweilen einem Fetischismus frönen. Ein ontologischer Punkt, wie manche meinen, sind die Models jedoch keinesfalls. Es gibt zierliche Frauen, und dass diese zum recht isolierten Schönheitsideal wurden, mag kritikabel sein, es ist jedoch nichts anderes als eine begrenzt verbreitete Marotte. Schönheit ist auf Extreme angewiesen, um sich als Besonderes zu präsentieren.
Eine normal- bis leicht übergewichtige schöne Frau wird trotz aller Laufstegmodels nicht wegen ihres Gewichtes Probleme haben, geliebt zu werden, ebenso wie eine stark übergewichtige Person durchaus berechtigt dazu angehalten werden kann, auf sein Gewicht zu achten und ähnlich der Magersucht nach Ursachen in der Kindheit, in Wiederholungszwang und Abwehr einer Kränkung zu suchen. Dass aber eine Gesellschaft traditionell darauf ausgerichtet ist, einen Schönheitsstandard wie den der Arier zur Allgemeinheit zu erheben, das Allgemeine zum Besonderen und vice versa zu machen, dass das Vorbild alles ist und das Individuum nichts, dass gearbeitet werden muss, stets und immer wieder an sich selbst und nicht an Zuständen, hat durchaus Konsequenzen für die Magersucht und darin erfährt sie Vermitteltheit mit der reaktionären Verkitschung von Körpers und Natur.
2.7.07 21:22
 


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bisher 34 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nichtidentisches / Website (4.7.07 10:04)
Leider komme ich mit dem myblog html-editor nicht so ganz klar, daher ist das Layout etwas beeinträchtigt durch die vielen reinkopierten Texte.

Ich weise ausdrücklich nochmal auf die Möglichkeit hin, mit mir in Kontakt zu treten:
- öffentlich über die Kommentarfunktion
- privat über die verlinkte Mail

Sollte sich jemand gekränkt fühlen vom Inhalt bitte ich darum, mir dies unbedingt mitzuteilen. Ich bin kein perfektes Wesen und Kritik gegenüber im Allgemeinen sehr zugänglich.


Maybe (6.7.07 03:22)
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass jemand das aus den Medien echt glaubt.

Wir sind doch keine Sekte! Und an die 10-Gebote oder so glauben wir auch nicht. Wer denkt, wir beten die jeden Tag runter der spinnt. So, wie Pro Ana in den Medien beschrieben wird, IST es auch nur IN DEN MEDIEN. Realität ist etwas anderes als Quote. Die Gebote und das alles kommt aus den USA, who knows ob dort jemand sich daran hält? Aber in Deutschland kenne ich keine Ana - und ich kenne viele Anas - die daran ernsthaft festhält.

"Pro Ana nennen sich die jenigen, die sich als magersüchtig bezeichnen und es nicht als Krankheit, sondern als Lifestyle ansehen, wie andere ihre Hobbies wie Sport oder Malen hat."

Und keine Ahnung, woher du DAS hast, aber sorry - darüber könnte ich mich totlachen. Alle RICHTIGEN Anas, die ich kenne, sind essgestört. Und wir sehen es alle als Krankheit und NICHT als Lifestyl (wer hat dieses Gerücht eigentlich erfunden??). Und ein Hobby ist Ana definitiv auch nicht. Es gibt da einen Unterschied: Mädchen die nicht essgestört sind und denken Ana ist eine tolle Diät (Wannarexics). Und dann gibt es die richtigen Anas, die sich einfach damit abgefunden haben, dass sie krank sind und damit einfach nur irgendwie leben wollen.

Ich denke mal du hast ein bisschen Taff geguckt, dir ein paar Blogs angesehen und denkst jetzt du weißt alles über Pro Ana? Schätzchen, ich enttäusche dich nicht gerne, aber ich werde es: Du weißt nicht mehr über Pro Ana, als das, für was die Medien Pro Ana verkaufen wollen.

PS.: Bei Beschwerde bitte Email an mich.

Liebe Grüße,
M.


nichtidentisches / Website (6.7.07 10:28)
Hallo Maybe
Ich habe keinen Fernsehbeitrag gesehen, sondern allein aus den verbreiteten Blogs und nur auf diese anscheinend real existente Pro-Ana-Bewegung Rückschlüsse gezogen. Es liegt mir fern, daraus ein Urteil über die Gesamtheit der Anorexie zu entwickeln. Wenn das zu wenig deutlich wurde, betone ich es hier nochmals. Werde den Artikel nochmal durchsehen. Danke für die Ergänzung.


nichtidentisches / Website (6.7.07 10:54)
Beim zweiten Lesen deines Kommentars fällt mir eines allerdings übel auf: Ich habe alle verlinkten Beiträge (jetzt nochmal markiert) aus deutschsprachigen Blogs entnommen. Es scheint mir eine sehr deutsche Rede, bei jedem entgrenztem Problem auf eine tatsächliche oder angebliche Herkunft aus den USA zu verweisen. Die Stereotypie schleift sich das als Ort der Dekadenz ein, die invasiv in einen vormals intakten Raum eindränge.


Frank (9.7.07 09:20)
@Maybe

Du behauptest gleich zu Beginn, dass „Ana“ nichts mit einer Sekte zu tun hat.
Gleichzeitig kannst du gar nicht deutlich genug betonen, wie wenig der Autor, also ein Außenstehender, von der Sache verstehen kann. Das klingt doch sehr nach einer verschworenen Gemeinschaft, vor allem da du gar nicht erst versuchst über die Krankheit aufzuklären.

Frank.


Frank (9.7.07 09:59)
An den Autor,

Dass folgende soll bitte nur als Diskussionsbeitrag eines psychoanalytischen Laien angesehen werden, angesichts der Gefährlichkeit der Anorexie würde ich mir einen Lösungsvorschlag niemals anmaßen.

Ich erinnere mich daran, in einem der früheren Werke Freuds eine kurze Bemerkung über Anorexie gelesen zu haben. Ich glaube in einem Aufsatz über die Anwendbarkeit der Psychoanalytischen Methode stellte er fest, dass sie Aufgrund ihrer Langwierigkeit bei akuter Anorexie ungeeignet ist und erst einmal lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden müssten. Worauf ich aber hinaus will ist, dass demnach Anorexie auch schon in Freuds früher Schaffensperiode ein Problem darstellte, also gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Dies ist ein guter Beweis gegen die These, dass moderne Schönheitsideale, „Hollywood“ und Modeindustrie mit der Anorexie ursächlich zusammenhängen. Das Schönheitsideal der damaligen Zeit war nämlich vielmehr die vollschlanke, „dralle“ Frau.


Frank (9.7.07 10:00)
(Fortsetzung)
Was in deinem Text nicht zur Sprache kommt, ist die auffallende Personifizierung der Krankheit. Die unheimlichen Manifeste sind ja aus der Position der Krankheit heraus geschrieben, diese spricht sozusagen selbst. Schon allein die Bezeichnung „An(n)a“ kommt meiner Ansicht nach einer Namensgebung gleich.
Leider verstehe ich nicht viel von der Thematik des Über-Ichs. Ich weis aber, dass es aus frühkindlichen Identifikationen heraus entsteht. Ist es nun nicht möglich, dass Anorexie eine solche darstellt? Dies würde auch den befehlenden und unnachgiebig kritisierenden Ton der Gebote und Manifeste erklären. Die Personifikation könnte dann bedeuten, dass beim Identifikationsprozess etwas schief gegangen ist und das Identifikationsobjekt, wer oder was immer es auch war, nicht vollständig ins Über-Ich einging und deshalb als Fremd erkannt wird.

Eine Antwort würde mich sehr interessieren,

Frank.


nichtidentisches / Website (9.7.07 20:15)
Introjektion ist auf jeden Fall als Ursache anzunehmen.
Anorexia nervosa ist tatsächlich die älteste benannte Essstörung. Die Ambivalenz geht in der Namensgebung auf: Den man hasst wird erklärt zu lieben. Siehe Mutter.
Danke für den Kommentar! Freut immer.


Hexe / Website (10.7.07 23:27)
1ter Teil:
Ich finde es auch merkwürdig, dass viele Menschen einfach blind den Medien glauben und dann sagen, wir anas werden von den Medien beeinflusst. In den Medien wird das alles ganz anders dargestellt, als es wirklich ist. Wenn ihr euch nur mal diese 6 Blogs hier durchlesen würdet und euch ein wenig mit den Mädchen auseinander setzen würdet und nicht einfach durch die Gegend rennen würdet mit den Gedanken 'Pro Ana ist eine Sekte und alle Mädchen die an Ess-Störungen leiden haben es sich selbst ausgesucht und sind schlichtweg dumm', dann würden solche Einträge nicht entstehen. Denn ich kenne auch niemanden der die Anorexie so personifiziert wie dargestellt. Der Brief und die Zehn Gebote hat eigentlich fast jeder auf seiner Homepage, glaubt allerdings nicht daran und ich kenne ebenfalls keine einzige ana die ihren kleinen Altar im Zimmer stehen hat und jeden Tag diese 'eine ana' anbetet.
Ich spreche jetzt einmal für mich (aber bestimmt auch noch für mehrere die genauso denken wie ich): Ich benutze das Wort Ana nur, um nicht ständig Anorexia Nervosa schreiben zu müssen. Ich sehe es nicht als modeerscheinung wenn jemand krank wird. Damals ist es nur nie so aufgefallen, weil nicht viele Menschen den Zugriff auf einen eigenen Computer hatten und ihre Gedanken, ihr Gewicht und ihr Essen bzw. nicht-Essen in ihren Tagebüchern niedergeschrieben haben. Ich sehe 'Ana' auch nicht an als eine Person die mir hilft, sondern um eine ernste Krankheit die ich schon hatte, bevor ich wusste, was pro ana bedeutet - geschweige denn dieses Wort jemals gehört hatte. So ergeht es vielen, wie man lesen kann, wenn man sich auf den Homepages und Blogs die Geschichten der Mädchen durchliest.


Hexe / Website (10.7.07 23:28)
2ter Teil:
Daran sieht man, dass viele der selbsternannten Moralapostel, die uns immer in die Gästebücher schreiben wie dumm wir doch sind, sich kein bisschen mit der jeweiligen Seite, der Geschichte die dahinter steckt und wirklicher Magersucht auseinander setzt. Diese Menschen sehen immer nur 'Pro Ana Blog' dann leuchtet in ihrem Kopf eine rote Lampe auf und sie fangen an uns als dumm, naiv und sonst was zu beschimpfen. Man kann keine Magersucht in eine Schublade stecken und veralgemeinern - okay das Grunddenken ist bei allen gleich, doch zeigt es sich bei jedem anders. Ich finde daran sollte ersteinmal gedacht werden, bevor man jemanden direkt wegen etwas verurteilt, was bei ihm vielleicht gar nicht so ist. Ich meine - gut es gibt manche Mädchen, die (teilweise auch über Internetblogs) von (pro)ana erfahren und dies für cool halten, sich direkt auch einen Blog machen und sich für pro ana halten, weil sie eine (in ihrem Falle) Diät halten. Die meisten dieser Mädchen merken meistens noch früh genug, dass ihr Handeln schwachsinnig war und springen ab, andere allerdings rutschen leider Gottes in eine ernstzunehmende Ess-Störung ab, die man - gegensetzlich zum glauben vieler - nicht einfach mit ein bisschen mehr essen wieder beheben kann.


Hexe / Website (10.7.07 23:28)
3ter Teil:
Das alles sollte jetzt nicht dazu gedacht sein, eine Ess-Störung zu verherrlichen, sondern dazu, dass Menschen die denken, alle unter Ess-Störung leidenden Menschen würden mit einer imaginären Freundin namens Ana reden und die 10 Gebote runter beten, das denken der betroffenden einmal zu verstehen, bevor wieder die von mir besagte rote Lampe aufleuchtet und die Menschen mit schrillenden Alarmglocken gleich anfangen harmlose Menschen zu beleidigen.
Nehmt euch das zu Herzen, bevor ihr wieder eine Ana verurteilt als total kaputt im Hirn (blöd ausgedrückt).
Ich habe auch absichtlich meine Blogadresse nicht rausgenommen - sprich es macht mir nichts, wenn ihr mich jetzt für meinen Eintrag hier verurteilt. Ich wollte nur einmal das aufschreiben, was ich jedes mal denke, wenn ich lese, wie andere über "uns" denken, reden, schreiben und meinen zu wissen und zu urteilen.
lieben Gruß
Hexe


nichtidentisches / Website (11.7.07 10:44)
Hi

Ich verurteile dich nicht und das war auch nicht Absicht des Eintrags. Eine Verherrlichung findet dann statt, wenn wie im mittleren Text zitiert die "100 Tips" weitergereicht werden. Wie soll ich das als Außenstehender anders verstehen denn als gegenseitiges Aufputschen?
Ich sehe "Ana" auch nicht als "total krank, naiv, kaputt im Hirn" an, sondern als Krankheit, als Neurose, die über die sonstigen Fähigkeiten wenig aussagt.
Ich verlinke dir gleich noch einen Ex-Pro-Ana Text um zu zeigen, dass meine interpretation auch innerhalb des Zusammenhangs nicht eine unmögliche ist. Lies übrigens nochmal in der Mitte meines Textes den Absatz zu einem übersteigerten Verhalten von Seiten Außenstehender der Anorexie gegenüber. Das trifft sich nämlich auch mit dem was du sagst, vielleicht hast du da auch ein kleines bisschen Brille und denkst: da schreibt schon wieder einer über Ana und das kann ja nur Schwachsinn sein?


Hexe / Website (11.7.07 11:36)
Nein es sollte auch nur nicht als Angriff meiner Seiter gedacht sein. Das ist nur das, was bei den meisten Menschen herraus kommt, wenn sie einen solchen Medientext lesen und danach auf eine ana-Homepage treffen.
Und diese 10 Tipps werden ja nicht weiter gegeben. Diese Internet Blogs ersetzen die Tagebücher und von einigen angefertigten Ana Bücher. Die Tipps etc. hat jeder auf seiner Seite, um sich selbst damit zu ermutigen. Wenn du einer anderen Ana auf den Blog schreibst "du schaffst das, sei stark" ermutigst du dich auch selber - denn du hast die selben gedanken. Sprich diese Tipps sind alle nicht zum gegenseitigen aufputschen gedacht. Es stimmt schon, jeder benutzt die Tipps des anderen und liest sie sich durch, aber sie sind eigentlich für jeden selbst gedacht.


Frank (12.7.07 08:33)
Dies vorneweg, das Folgende und alles was ich eventuell noch zu dem Thema schreiben werde, ist ein Diskussionsbeitrag eines psychoanalytisch Interessierten zum Phänomen der „pro-Ana“ Blocks. Es handelt sich nicht um den Versuch etwaigen Betroffenen zu helfen, denn dies kann ich nicht. Der einzige Rat den ich geben kann ist, bitte professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen sofern dies noch nicht geschehen ist. Alles was über diese Selbstverständlichkeit hinausgeht wäre verantwortungslos und grob fahrlässig. Und ich hoffe, dass der Autor dieses Blocks das ganz genauso sieht.


Zu den Tipps, Geboten etc.

Das tragische und gefährliche an der Anorexie ist die zwanghafte Nahrungsverweigerung die ja bei einigen zum Tod, bei vielen zu schwersten Gesundheitsschädigungen führt. Dieser Zwang braucht sicher keine Unterstützung durch Gebote, Tipps, kleine Belohnungen oder Zuspruch von außen. „Hexe“ schreibt ja selbst, dass z.B. die Gebote zwar auf jeder Seite zu finden sind, aber niemand sie wirklich ernst nimmt, eben weil sie im Grunde überflüssig sind.
Dieses ausgeliefert sein an die Krankheit, die zwanghafte Selbstzerstörung ist der Grund für die Gebote, Tipps etc. denn sie geben die Illusion die Wahl zu haben. Es schein als ob sich die Betroffenen jeden Tag neu dazu motivieren müssten die Nahrung zu verweigern. Die „Entscheidung“ ist aber längst gefallen, durch die Krankheit, und sie kann zum Tode führen.
Ich glaube in der psychoanalytischen Terminologie würde man solches Verhalten als (scheinbarer) Wechsel vom Passiven zum Aktiven bezeichnen. Gerade diese Illusion der Kontrollierbarkeit trägt dazu bei, dass die Kranken sich nicht als krank begreifen und keine professionelle Hilfe aufsuchen.


Frank (12.7.07 08:35)
(Fortsetzung)

Gebote können aber dennoch bitter nötig sein, dann nämlich, wenn sie der Neurose entgegentreten als mit Autorität behaftete Anordnungen zum Essen und somit wenigstens die körperliche Gesundheit und das Leben retten. Denn erst wenn dies sichergestellt ist, kann man mittels einer Psychotherapie die Neurose behandeln und aufklären.

Frank.


bitter_twisted / Website (21.7.07 20:19)
Wollen wir uns nichts vor machen.Hat sich jemand einmal in die Idiotenzwichzwack von Diätleben gestürtzt, so wie Hausärtzte Politiker und Medien von jedem verlangen, bedeutet das aufhöten, sofortiges Zunehmen

Anorexia ist die einzige Alternatieve zu sofortigen Übergewicht. Das sogenannte Maintenance Programm existiert nur in den Hirnen von Leuten die selber kein Problem mit Übergewicht haben.


nichtidentisches / Website (21.7.07 22:47)
hä?


Hexe / Website (22.7.07 16:40)
das hab' ich auch nicht so ganz verstanden


elle / Website (25.7.07 11:20)
ich hab nun nicht alles gelesen,aber ich find es auch witztig das ihr uns vorwerft wir würden das durch die medien machen, aebr selbst ebenfalls den medien bild glaubt;-)
an die anderen anas hier, die hier gepostet haben, wäre es net ne tollte idee mal ein forum zu machen indem contras mal einblick haben können, und die sich dann ein bild machen können und wo man diskutieren kann, das die net mehr solche lügen über uns verbreiten, wer interesse hat einfach mal ne mail an mich schreiben, und dann kann man das ja mal umsetzten, außerdem stelle ich mich ebenfalls gerne zur verfügung über meine krankheit zu reden, die keines falls daher stammt das is irgendeinen promi toll finde, denn ehrlich gesagt, schau ich kein fernseh, weil ich keine zeit habe und die dummen geldgiereigen sonstwas aus holywood sind mir gleich, ich würde mich niemals in so eine krankheit begeben um zu sein wie irgendjemand anders, also lasst diese beschuldigungen, und fragt mal irgendwelche anas, warum sie es sind oder sonstwas...denn es werden sicher genug gereit sein darüber zu reden.
lg
elle


IsI / Website (30.7.07 21:57)
deinen eintrag habe ich mit interesse gelesen. vor ca. 1,5 jahren hatte ich selbst mit einer essstörung zu kämpfen, habe eine therapie hinter mir und kann pro-ana blogs nicht nachvollziehen.
solange man mitten in der sucht steckt (wobei man die kontrolle meiner meinung nach zumeist schon längst verloren hat), dann hat man vielleicht oft diese gedanken, die die betroffenen schildern. sie geben zu, es ginge um eine essstörung. ich stimme dir zu, dem internet werden hier aufgaben gestellt, die nur eine therapie erfüllen könnte - siehe "meine gesichte" auf vielen pro-ana seiten.
auf ihre weise kann ich die betroffenen durchaus verstehen, aber ich bemerke auch oft gedanken wie "du machst dir dein leben kanputt, verdammt, so wird doch nichts besser." ich glaube, die pro-ana blogs verdeutlichen all jene gedanken, die die essgestörten sonst eher im stillen verborgen hegen und niemandem offenbaren. das heißt, dass irgendwo ein tabu gebrochen wird, weil das ausgeschrieben wird, was viele der kranken denken.
allerdings eine frage: wenn die "gebote" und der "brief" (für mich begriffe, der sehr nahe an sekten liegen) eh kaum bedeutung für die anas haben, warum stellen sie sie dann dennoch auf ihre blogs?
und als letztes: "pro" ist lateinisch "für"
wenn ich "für" etwas bin, unterstütze ich es, und versuche menschen dafür zu begeistern. ich kenne kaum einen essgestörten, der sich seiner situation und dem damit verbundenen leid bewusst ist, und dennoch "für" seine krankheit ist, sie befürwortet. damit meine ich nicht, dass die essgestörten in ihrer sucht leben, aber "pro" im sinne von "erstrebenswert" sieht doch wohl kaum jemand seine sitation.


nichtidentisches / Website (31.7.07 09:37)
Danke für die Ergänzung! Ich stimme voll und ganz zu.


Hexe / Website (3.8.07 15:23)
Ich werde mal eine Antwort auf den Eintrag von IsI geben.
Mein Blog zum Beispiel ist für mich das Tagebuch, was ich nicht auf Papier, sondern auf dem Pc schreibe, da mir andere, die meinen Blog lesen darauf Antworten geben können, was ein Blatt papier nicht kann.
Die Gebote und den Brief habe ich zum Beispiel nicht auf meinem Blog, da ich diese auch ziemlich schwachsinnig finde und sie mir nichts geben. Sie sind sehr widersprüchlich und ich kann sie nicht nachvollziehen.
Und ich denke dieses "pro" kann man auch unterschiedlich auffassen. Für manche bedeutet es, dass sie cool finden was sie tun und ihre Essstörung als "Lifesytle" leben. Für andere widerrum (mich zum Beispiel) bedeutet das "pro" sich damit abzufinden und einzusehen, dass man krank ist und damit leben zu wollen, da man sich nicht vorstellen kann, gegen die Essstörung anzukämpfen oder wenn die Krankheit einem Bestätigung oder Kraft um Leben hat, weil man sich an nichts anderem festhalten kann.
Ich glaube ebenfalls, dass die Blogs und Homepages (die eben keine sektenartigen Texte enthalten) nur so kritisiert werden, weil sie unzensierte Gedanken enthalten und wie "IsI" schon sagte, ein Tabu brechen, die "normale" Menschen nicht verstehen können.


nichtidentisches / Website (3.8.07 15:36)
Ich möchte nochmal den Zusatz "postmodern" vor "Sekte" betonen. Meines Erachtens ist es gerade Wesenskern des Tickets, dass ein Lebensstil als Meinung unter anderen adoptiert wird, dass keine vordenker oder Ideologen mehr nötig sind, sondern autopoietische Denksysteme entstehen, die ähnlich den Kettenbriefen funktionieren.


Breeze (5.8.07 15:05)
hallo,
ähhhmmm..also ich weiß ja nicht, aber ich finde es nicht in ordnung dass du mich hier einfach zitierst....ich würde dich bitten das zu löschen! Zum übrigen, denke ich hat "hexe" schon alles gesagt, stimme da ihren texten voll und ganz zu...

aber wie gesagt, lösche bitte dein zitat über mich
lg breeze


nichtidentisches / Website (5.8.07 17:13)
Ist gelöscht. Ich gebe zu, es war nicht die feine Art. Als Beispiel fand ich es passend und es war nicht mit einer Abwertung verbunden. Wenn ihr euch online aussprecht, bedenkt bitte, dass das ein öffentlicher Raum ist, und dass es vielleicht sinnvoller sein könnte, das jemandem zu erzählen, der antwortet und euch helfen kann, als einem stummen virtuellem Gegenüber, bei dem ihr nie sicher sein könnt, ob das jemand ist, der sich darüber lustig macht oder das ernst nimmt.
Wie gesagt, ich war auch im Zweifel, ob es gut ist, das zu zitieren, ich habe es aus verschiedenen Gründen getan, finde es gut, dass du dagegen Einspruch erhebst und ansonsten eben der Rat, das besser Freunden oder Profis zu erzählen.


nichtidentisches / Website (5.8.07 18:26)
"Und ich denke dieses "pro" kann man auch unterschiedlich auffassen. Für manche bedeutet es, dass sie cool finden was sie tun und ihre Essstörung als "Lifesytle" leben. "

Damit gibst du mir ja doch recht und nur um diese geht es mir. Ich denke, es ist durchaus möglich, dass sich über das "pro" Selbsthilfegruppen und Solidarität finden ließe. Die meisten Blogs verweisen allerdings doch explizit auf eine positive Besetzung ihrer Magersucht, die sie mit dem "pro" ausdrücken wollen. Thinspos zeugen auch nicht gerade von kritischer Distanz zur Krankheit. Ich denke, dass diese Ambivalenz in der Krankheit innewohnt, wenn man sie nicht in irgendeinem Punkt befürworten würde, wäre man sie los. Es geht also bei der Heilung darum, den Punkt zu finden, an dem die Krankheit als kleineres Übel und als lusterzeugend erscheint.


Hexe / Website (5.8.07 18:39)
Du erwähnst in diesem Artikel zwar nur diese Gruppe, aber es kommt so rüber, als würde es nur diese eine Gruppe geben. Dan weise bitte darauf hin, dass es eben beide Sichten gibt. Und diese Thinspos sind Vorbilder, die jeder Mensch hat. Nur bei uns gehen sie nicht auf den Charakter ein, sondern drücken aus, wie wir uns unsere Figur später wünschen


nichtidentisches / Website (6.8.07 09:04)
Und das ist genau so eine Rationalisierung, die ich kritisieren würde. Jeder hat halt sowas, jeder macht das, das ist normal. Nein. Ich halte wie geschrieben nichts von den Thesen, dass jemand so ein Bild ansieht und magersüchtig wird. Dass ihr sie postet, ist jedoch mit eurer Krankheit vermittelt und nicht davon losgelöst als Lifestyle zu betrachten, sondern Lifestyle der Krankheit.
Gerade darin besteht das Anfeuern, das gegenseitige Aufwiegeln: Seht wie schön sie sind, wir sind hässlich. Das können wir nur durch harte Arbeit überwinden. Nur: Es geht im Kern der Krankheit nicht darum dünn zu sein, oder so und so viel zu essen. Das ist nur das Symptom.


DarkRose (9.8.07 13:35)
hi,
also ähm... ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum @hexe du dich so "aufregst"... Ich finde nicht, dass hier unwahrheiten oder was ähnliches zu finden sind... Nun... ja, es gibt genug frauen und Mädels, die sich proAna nennen, weil sie die Hoffnung aufgegeben haben, dagegen anzukämpfen und nun versuchen mehr oder weniger damit klar zu kommen -> ohne dabei drauf zu gehen... Es gibt aber auch, leider, viele – ja sehr viele Mädels, die juhu proAna schreien... ich war mittlerweile auf sehr sehr vielen Blogs, auf denen echter Müll zu lesen ist und wo sich bei mir echt die Haare aufstellen… Gerade bei solchen komm ICH mir doch eher verarscht und verhöhnt vor, als wenn sich jemand erlaubt, gegen proAna zu schreiben… Ich finde den Text von *nichtidentisch* eigentlich ganz gut… ich kann nicht so ganz verstehen, dass sich einige durch die Texte angegriffen fühlen *schulterzuck*… ich finde nicht, dass es so rüber kommt, als würde es nur DIESE eine Gruppe geben… Naja… ich hoffe sehr, dass es die schaffen, die es wollen und kämpfen und für andere hoffe ich, dass sie rechtezeitig einen Sinn und Blick dafür bekommen, wie schrecklich das Ganze ist.

Viele Grüße
DarkRose


PoM / Website (20.10.07 14:29)
Ich bin eher durch Zufall auf deinen bericht und diese Diskussion gestoßen, genau wie auf Zahlreiche "pro Ana-Blogs" Deswegen verstehe ich ebenfalls nicht wirklich, wie sich "Hexe" so aufregen kan. Ich habe diese ganze bewegung (Pro-ana) nicht in den Medien mitbekommen sondern, erst seit ich bei Myblog bin. Ich gehe mit Vorliebe die Bloglisten durch, die zuletzt aktualisierten und stöbere darin. Erschreckend fand ich dann, wie oft ich auf einen solchen Blog gelandet bin, die ich meist auh durchgelesen habe, da ich, bevor ich urteile, mich gerne über die Sache informiere.
Es ist erschreckend, was man dort zu lesen bekommt, alleine wenn die Regeln, Tipps und Anabriefe in mehr als jeden zweiten Blog zu finden war, den ich zufallsbedingt angeklickt habe.

Es ist weiterhin erschreckend, was für ein verfälschtes Bild alleine dieser Anabrief darstellt, wo ich mich enrsthaft frage, wie verantwortungslos der Verfasser nur sein kann.

Ich will nicht über die Urteilen, die dieser Krankheit verfallen sind, das steht mir nicht zu, doch ich hoffe inständig das die betroffenen Hilfe bekommen, anstatt sich gegenseitig aufzuwiegeln. Vielleicht sollten sie die Energien, die sie mit dieser Neurose(darf man diesen ausdruck für diese Krankheit eigentlich verwenden?) verschwenden, in andere bahnen lenken. bahnen die vielleicht die Versprechen auf sozialen erfolg wirklich halten.

Liebe Grüße
PoM


DAS T (22.7.09 03:29)
... aber dann trotzdem einen Werbebanner von "Trimgel" auf der Website...


Nichtidentisches / Website (22.7.09 18:45)
Jo, Werbebanner kann ich inzwischen abstellen, will ich aber nicht, weil zu teuer.
Und die Automatismen suchen sich leider die Stichworte aus dem Text - von daher wird auch ein Artikel über den Iran immer mit Werbung für Koranschulen einhergehen. Unter anderem daher: http://nichtidentisches.wordpress.com


MischaSoleil (5.8.09 13:02)
Schade, dass hier nur wieder über einzelne Wortlaute usw. diskutiert wird, anstatt, dass die, die an einem besseren gegenseitigen Verständnis interessiert sind, sich direkt (und nicht "außen rum") über die bestehende Problematik austauschen. Das beweist doch ganz klar die Korrektheit dessen, was in dem Blog ausführlich beschrieben wird. Ihr rennt im Kreis.


(4.9.10 11:29)
http://breitlingy.blogspot.com/
http://www.bloglines.com/blog/breitlingwatch
http://www.blurty.com/users/watch123321
http://watch123321.bravejournal.com/
http://www.desmoinesregister.com/apps/pbcs.dll/section?category=PluckPersona&plckPersonaPage=PersonaBlog&plckUserId=92f42cbdf41a400d826e879e12c29965&U=92f42cbdf41a400d826e879e12c29965&sid=sitelife.desmoinesregister.com
http://watch123321.edublogs.org/
http://watch01.fotopages.com/
http://hubpages.com/hub/breitling-watch
http://iblogs.org/index.php?cmd=/public/user/blogs/name_watch01/
http://watch01.insanejournal.com/

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