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'Das Proletariat hat nichts zu verlieren als seine Goldkettchen!' - Die G8-Proteste als Chiliasmus

Vorbemerkung: Für diesen Beitrag wurde etwa 8-12 Stunden lang digitales Videomaterial, ein Bruchteil der etwa 1500 online erhältlichen Clips allein aus Rostock, gesichtet. Zahlreiche verlinkte Videos überschneiden sich, bzw. sind auf mehreren Perspektiven aufgenommen. Es steht für mich bei aller Polemik außer Zweifel, dass durch die Polizei insbesondere bei der "Nachbehandlung" von Gefangenen einige sehr elementare rechtsstaatliche Grundsätze verletzt wurden.

Etwas Merkwürdiges hat sich für die autonome Welt ereignet: Waren Pflastersteinwürfe seit Jahrzehnten ein adäquates und legitimes Mittel gegen "Bullen und Nazis" bei den bisherigen 1.Mai-Ausschreitungen, Chaostagen, Slimekonzerten, 68er - Demonstrationen, Intifadas, etc.
so sind sie auf einmal in öffentlichen Verruf geraten: als Mordversuch oder zumindest schwere Körperverletzung. Hat sich etwa klammheimlich die Zivilisation durchgesetzt, in der Taten nach ihren Auswirkungen und Beweggründen rational bemessen werden? Oder ist schlicht die digitale Ausleuchtung der Ereignisse so weit ausgereift, dass die Autonomen wie die Restlinke trotz und gerade wegen aller narzisstischer Selbstdarstellung ihre eigene hässliche, bigotte Fratze preisgeben müssen?

Im folgenden sollen einige der Videos ausgewertet werden. Am Ende der Analyse steht die These, dass die Ausschreitungen in Rostock nur logische Randerscheinung einer im Ganzen widerlichen und reaktionären Veranstaltung waren.

Zunächst ein Beitrag von BBC: Die Polizeiführung spricht noch von "isolated clashes" und einer Kontrolle der Lage. Später sieht man beispielsweise einen Fahnenträger noch einmal kräftig zuschlagen, sobald ein just mit Steinen und Dachlatten beworfener Polizist ihm beim Rückzug den Rücken zudreht.

Der Spiegel-TV-clip zeigt: Auch die "friedlichen" Organisatoren wie Monty Schädel konnten einfache Demoregeln nicht einhalten: Einen nicht kommunikationsbereiten Polizisten sollte man nicht auch noch ständig anfassen, höfliche Distanz ist eine zwischenmenschliche Fähigkeit schon im Alltag.

Etwas besser frisierte Frauen, die nicht in das autonome totalitäre Rollenbild der androgynen, sexy-gewaltbereiten Schwarzmaskierten passen, werden von einem der Autonomen bespuckt.

Ferner wird ein Mythos aufgeklärt: Der immer wieder gezeigte attackierte Polizeibus fährt allein deshalb nicht davon, weil der unbehelmte Fahrer sich geduckt hält und sich mit den Armen vor Wurfgeschossen schützt. Erst als die Werfer ablassen, findet der Fahrer den Mut, den Kopf zu heben und zu flüchten. Die linke Verschwörungstheorie behauptet: Es sei eine grobe Provokation gewesen, ein ungepanzertes Fahrzeug herumstehen zu lassen, das Fahrzeug habe mit Absicht so lange gestanden, damit entsprechende Bilder entstünden. Vollzeitparanoiker fügen dem hinzu, dass sogar die Angreifer Agents provocateurs gewesen seien.

Besonders infantil präsentiert sich ein Urgestein im gleichen Spiegel-Tv-Beitrag: Ein Fanatiker, der sich über Imperialismus, Israel und seinen Bluthochdruck aufregt schreit den interviewten Berufsdemonstranten Ströbele zusammen, beschimpft ihn als grünes Feigenblatt. Ströbele, ein nicht minder widerwärtiger Antiimperialist antwortet lässig: "So, alles losgelassen?" Der völlig außer Rand und Band geratene Mittfünfziger kickst zitternd: "Noch nicht, ich weiß noch viel mehr, noch viel mehr weiß ich!"

Die Clown-Army überschreitet wie oben bei Monty Schädel schon angedeutet jegliche Distanzgrenzen. Ein Polizist muss prinzipiell damit rechnen, dass von wahnsinnigen Demonstranten oder Terroristen seine Dienstwaffe gestohlen und spontan gegen ihn verwendet wird. Ihn bis auf nächste Nähe zu verfolgen, gar an ihm herumzufingern, ist dumm und weltfremd, ebensolches ist aber die gängige Praxis. Sobald ein paar Polizisten herumstehen, nähert sich ihnen eine zombieartige, krakeelende Menge und rückt auf Körperkontakt heran.

First Blood wird stets kollektiv bejubelt. Im linken Verschwörungswahn der friedlichen aber insgeheimen Sympathisanten passt das natürlich nicht so ganz, sind die Gewalttäter doch allesamt Agents provocateurs, das Spektakel gewollt von der Polizei.
"Hört mit die Steine auf!" brüllt ein klarer positionierter Demonstrant mit Restvernunft, als ein kleines Grüppchen aus Polizisten massiv mit Steinen beworfen wird.

Best g8-riot movie stellt das Ganze nochmal zusammen und macht mit der Überschrift glasklar, worum es primär ging: Bilder, Langeweile, Frustration - Event.

---

Von besonderem Interesse für die Analyse ist eines der meistgesehenen Mobilisierungsvideos:

Zu Bilderfolgen in einer Geschwindigkeit, die Schleichwerbung entspricht, wird ein erstaunlicher Text abgespult:

"In Year 2007 everything will change".
Dieses Versprechen wird mit einer apokalyptischen Landschaft und Stadtruinen untermalt.

"The powers of this world now wages constant wars to keep it under control."
Krieg wird also von einer ominösen Machtsekte gegen den Wandel zum Friedlichen geführt.

"A control that in return is killing off the planet."
Hier passt dann der Kirchenchorus wie der Stein zum Steinewerfer.

"In the year 2007 one Demonstration will change the course of earths history. For years a change has been underway a change that will reveal that beneath the ruins of this world lies the world of our dreams."
Zwei Knutschebacken machen klar, worum es in diesen Träumen geht. Merkwürdig, ist zwangloses Küssen doch in der gesamten westlichen Welt kaum ein unerfüllter Traum. Es folgt:
"The world of our hearts."
Wieder die Knutschebacken, falls es jemand noch nicht kapiert hat.
"It is now up to us as people of this world to take it back."
Straßenschlachten und ein Indio-Protestmarsch sollen klar machen, zu welchen "archaischen" Methoden man greifen muss, will man dem Bösen in der Welt habhaft werden: Steine, Pfeil und Bogen, Blasrohre.

"When the self proclaimed leaders of this world gather for the G8 summit of 2007 in Rostock, it will be the last meeting of the old world and the first day of a new one - Their system of control has come to an end and once again [!] the world will be free."

Frei zumindest von einem Mercedes-Benz, der sicher ganz viele Menschen totgefahren hat und Kinderblut tankt. Wann die Welt "schon einmal" frei war, bleibt offen, kann sein, dass 1933 ebenso gemeint ist wie Christi Geburt oder 30000 v.u.Z.
Gasmaskenautonome, die sich vor Flammen Zweikämpfe mit Polizisten liefern, Steinewerfer, ein Karatekicksprung gegen Schilde einer Polizistenreihe kündigen an, was die einzige Wahl der Mittel ist. Das Ziel: "Civilization" die auf einer Karrikatur eine Hand aus dem Wasser reckt, komplett zu ertränken. Es folgt ein Resumee:

"Disarm authority, arm your desires. For more information about the last day of this world please visit http://www.camp06.org http://g822007.de http://www.indymedia.org"

In der Ethnologie ist ein solches Phänomen als Chiliasmus oder Millenarismus bekannt. Ein goldenes, kommendes Zeitalter wird ausgemalt, in dem das irdische Jammertal überwunden werde, niemand leidet oder stirbt. Besondere Gewalt erhalten solche Bewegungen, zu denen die Mahdi-Phänomene der islamischen Welt ebenso gehören wie einige Cargo-Kulte, wenn ein konkreter Zeitpunkt definiert wird, an dem der Mahdi, das Reich Gottes, der Kommunismus oder ähnliche Erscheinungen garantiert auf Erden eintreten. Dadurch werden Gläubige zur letzten Schlacht mobilisiert und treten in dieser als Heilige auf, die mit allen Mitteln das Böse zurückschlagen und besiegen müssen. Straßenschlachten sind da das mindeste. Wird die Schlacht medial oder militärisch verloren, muss ein Sündenbock wie in diesem Fall der agent provocateur her, der an der Misere schuld ist. Oder die Gegenseite hat irgendeinen Kodex heimtückisch und völlig einseitig verletzt.

Ebenfalls religiös angehaucht kommt ein G8-Protest-Spot daher, der mit "Carmina Burana" unterlegt wurde. Totalverschleierte Totalopfer werden hier mit Geld, Börse und einem dicken Mc-Donald-Kind kontrastiert. Dreisprachig spult es:
"Aber die Weltbürgerinnen werden den Lauf der Geschichte am 7. Juni 2007 verändern. Diese sinnlose Welt stützt sich auf uns. Versenken wir sie." Selbstverständlich werden passiv und aktiv bewaffnete Demonstranten als lobenswertes Beispiel abgebildet und wieder erscheint das eben bezeichnete Bild vom Untergang der alten Welt im Wasser, ein höchst dankbarer Hinweis an die Psychoanalyse.

---

Ein von lysis unter "Fuck the police" begeistert zitierter Mischmasch aus Genua, Kreuzberg und Rostockmobilisierung will glauben machen, dass die Provokation immer schon auf der anderen Seite liegt, dass Polizeigewalt nicht erst seit Genua eine Gesetzmäßigkeit ist, die nicht zumindest teilweise aus dem Charakter der in ihrer Rüstung und Bewaffnung an Mad Max erinnernden Demonstranten in Genua oder spezifisch italienischen Polizeistrukturen, sondern allein aus dem weltweit uniformen Polizeistaat, kontrolliert von den stets planenden 8 Imperialistenschweinen, hervorgehe. Eine Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse wird ebenso ausgeblendet, wie die eigene Verfangenheit darin. Der Autonome posiert dabei, gefällt sich in der Rolle des Kindes, das narzisstisch rein und unschuldig wie es ist, stets nur provoziert wurde, und dem pösen Pruder auch mit der großen Holzlotomotive auf den Kopf hauen darf, weil der sie ihm doch wegtenommen hat. Der Autonome wollte ein ums andere Mal nur friedlich hier seine Barris/Sandburgen/RTS/Mollies bauen, als plötzlich voll aggro die Bullenschweine reingerockert kamen.

Beim Beitrag G8 Rostock - fighting the world wird unter schalalalaschalalalalala stolz ein Krankenwagen gefilmt. Ein Polizist hebt verzweifelt die Arme, um sich gegen aus nächster Nähe abgefeuerte Steine zu schützen. Der prinzipiell feige Charakter der hier versammelten Autonomen wird deutlich. "Brüllen, zertrümmern und weg" lautet die Devise. Polizisten werden von "friedlichen" Demonstranten schlichtweg solange bedrängt, bis sie zuschlagen, dann kommen die Haut-ab- oder Keine-Gewalt-Zombies.

Bei "Rostock Riots Anarchie" werden unter "Macht kaputt, was euch kaputt macht" eingekesselte Polizisten aus nächster Nähe mit Steinen, Dachlatten, Flaschen, etc. beworfen. Und, man mag es kaum glauben: Ein Feuerwehrauto wird mit Steinen beworfen, es gehört ja doch alles zum System, schließlich ist Feuer mit Rauch der Autonomen einzig angemessene Kulisse.
Bei diesem Beitrag wird die mediale Obsession der Autonomen deutlich, in allen Winkeln und Posen filmen sie sich, vor Rauch, vor Flammen, in Tonfagewittern, zwischen Wasserwerfern, der Heroismus blüht schwarz und stinkt nach Benzin.

Steine gegen Unbeschildete, Feuerwerkskörper als Auslöser von Zugriffen, Polizisten, die sich so lange zurückziehen, bis sie Steine abbekommen, Randalierende, die heranrückenden Polizisten mit Steinen und Feuerwerk empfangen, Steine auf sich zurückziehende Einheiten, Jubelgeheul, ein umstürzendes Auto, das sind Bilder, die das autonome Herz höher schlagen lassen, und nach denen die Linke immer noch im Brustton der Überzeugung von Agents provocateurs und Polizeistaat faselt. Der eigene barbarische Charakter muss auf Teufel komm raus zur Verteidigung, zur Heldentat umgemodelt werden. Was sich in diesen Leuten wirklich tut, zeigt besonders charakteristisch: Die Szene, in der ein Jugendlicher einen Polizisten von hinten mit aller Kraft in die Fersen tritt und dann flitzen geht. Archaisches Kreischen und überkippendes Skandieren zeugen von der ekstatischen Angstlust bei der "friedlichen" Provokation. Die Größe der Steine lässt vermuten, dass vom Emphatievermögen her die meisten noch in der Steinzeit verharren und bei Abbau einiger weniger zivilisatorischer Schranken auch gleich ihren Gegner nach der Schlacht verspeisen würden.

Eine Wiederholung mit besserem Ton offenbart das begeisterte Gejohle bei Steinwürfen, ein kurzer Zwischensatz: "Das sind auch nur Menschen" wird mit einem "Ja aber [Rest unverständlich]" beiseite gewischt. Einer hat die richtigen Worte dafür gefunden: "Vollidioten! Hört doch mal auf mit der Scheiße!"

Pflasterstein Entertainment, ein nazistisches Projekt der nationalen Autonomen zeigt nur, dass die Form des autonomen Widerstandes, der meint Mangel an Theorie und Masse durch nihilistische Militanz überbrücken zu können, willig von denen aufgegriffen wird, die inhaltlich ebenso nahe stehen könnten, wenn die Frisur stimmen würde. "Die Linken ham uns erfolgreich vorgemacht, dass es auch anders geht."

Aber wir wollen nicht so kritisch sein. Es gab ja auch die massenhaft friedlich Feiernden, die mit der Gewalt so gar nichts zu tun haben wollen.
Diese friedliche Feier fand selbstverständlich unter "Hände weg vom Iran"- Schilden statt, zelebrierte also die iranische, kriegerische Aggression gegen Israel als Frieden und Verwahrung gegen solche Ansinnen als sabbernde Grabscherei. Solche Menschen tanzen putzig verkleidet durch die Welt, schreien mächtig AUA, sobald sie ein Fünkchen Realitätsprinzip am eigenen Leib verspüren und wippen sich in esoterischer Verzückung - mit erhobenen Händen "keine Gewalt" oder "kein Blut für Öl" krächzend - bis zur Vernichtung Israels (ein weiterer fieser Schachzug der menschenverachtenden Zionisten) und wenn es sein muss immer weiter.

Noch friedlichere Menschen können bei unicef virtuell demonstrieren.
Diese Organisation macht Hunger zum Thema der reichen Staaten. Dabei muss diese Kampagne von näheren Ursachen des Hungers absehen, diesen auf eine Konstante, das Versagen der westlichen Politik zurückführen. Dass die Politik eines Mugabe ebenso zu Hungersnöten führt, wie der von Linken bejubelte Chavez die Hyperinflation und Staatsverschuldung vorantreibt und das heute bettelarme Burma vor stalinistischen Experimenten die Kornkammer Asiens war, muss im monokausalen Gefasel von Globalisierung und Klimakatastrophe untergehen. Der Hass und die Aggressionen, die beim Zeigen der hungernden Kinder als inhaltsfreies Argument entstehen wird auch von dieser Organisation auf die G8 kanalisiert, wenn auch nicht in vergleichbarem Ausmaß wie bei anderen.

Die ebenso gänzlich friedliche Organisation attac greift in ihrem Mobilisierungsvideo auf die oben erwähnte subtile Methode der schnellen Bilder zurück und flechtet hier selbstverständlich unter dem Motto "Let's face it" Vermummte ein. Die Distanzierungsversuche vom schwarzen Block kommen da nur zynisch und instrumentalisiert. Attac-Mitläufer, die - zu Details über die von ihnen just noch inkriminierten Entscheidungen der Mächtigen befragt - sympathischerweise zugeben: "Keine Ahnung, ich bin eh zu unpolitisch" werden von solcher Propaganda für die "bessere Welt und den Frieden" (da kann man ja nicht nein sagen) zwangsläufig angezogen.

Linksruck marschiert im Mob völlig selbstverständlich mit "Bush Nr.1 Terrorist" und "Hände weg vom Iran" - Schildern mit. Die theoretische Armut der komplett verblödeten Demonstranten lässt sich immer wieder an abgedroschenem und platterdings ödem Parolendummkrams diagnostizieren. Aus der Meute abgefeuerte Feuerwerkskörper werden lautstark bejubelt, die Sparkassenscheibe wurde anscheinend als erstes angegriffen, der Hass gegen das Geld sitzt tief.

Das Move against G8 - Bündnis arbeitet - eine ganz neue Idee - mit Skeletten, denn gegen den leibhaftigen Tod zu demonstrieren, das muss ja politisch irgendwie voll korrekt sein. Dass an allem Elend in der Welt die G8-Weisen von Zion schuld sind, vermag einer noch in zwei- bis dreisilbige Worte zu packen:
"Diese Leute, die sich da treffen, sind halt lediglich verantwortlich für die ganze Scheiße. Und dafür gehören die schlicht und ergreifend offensiv angegriffen, und mit Bann [?] behandelt."
Anscheinend ist Merkel daran schuld, dass in Zimbabwe die Hyperinflation galloppiert und sein Dackel macht wegen Bush immer auf den Teppich.

Dieselben G8-Skelette werfen einen Geldschein in eine Afrikakarte und fangen mit einem Topf von Flammen umgeben zahlreiche andere wieder ein. So erklärt sich die Akkumulation des Kapitals als Betrug in der Distribution.
Der ebenfalls zu den friedlichen Protestierenden zählende Jan Delay weiß zu Medikamentenpatenten zu urteilen:
"Ja, Schweine. Punkt. Ich hör das grad zum ersten Mal, muss ich sagen." Weiter darf er für den Black Block werben: "...und nehmt euch einen schönen Schal mit und Kapuze und wir sehn uns da." Selbstverständlich wurde Jan Delay, der mit der Faust reinhauen möchte und brennende Autos ne supi Sache findet , noch von keinem als Agent provocateur bezeichnet und gesehen wurde er auch nicht, lag vielleicht an Schal und Kapuze.

Mind the baby zeigt Kostümierte, die beim Wellenreiten ein riesiges im Wasser schwimmendes Baby umkreuzen. Dazu die Frage:
"How can we stop Africa bleeding to death from the wounds of capitalism?"
Wie zuerst einmal die Wunden des Aberglaubens, der Rückständigkeit, der afrikanischen Big-Men Diktaturen, die nach der Unabhängigkeit viele Staaten in den Ruin trieben, der barbarischen Völkermorde, der Massenkriege in Mosambik, Biafra, Angola, Kongo, Uganda, Somalia, Liberia, etc. zu schließen wären, bleibt außen vor. Das postkoloniale Subjekt wird durch Mitleid entmündigt, seiner Verantwortung enthoben und instrumentalisiert, um dem eigenen irrationalen Hass auf die "Imperialisten" Nahrung zu geben.

ZDF beteiligt sich ebenfalls an der Progaganda. Es spricht von in Zeiten des globalisierten Terrors angeblich "irren Sicherheitsmaßnahmen", die Politik der G8 wird als "Her mit euren Rohstoffen!" denunziert und dem Volksmund als Raub vom Maul geschaut.

Zu Afrika weiß ein auf der Subaltern-Studies-Welle reitender Ghanaer seiner Wut Luft zu machen: "Dass andere Leute unsere Probleme besser kennen als wir. Und ich finde das wirklich widerlich, wirklich sehr widerlich." Mit einer globalen Wissenschaft, deren Subjekt wie Objekt er gleichermaßen sein kann, wird er in einer modernen Welt wahrscheinlich leben müssen, es sei denn, er ist der "Supersoziologe" schlechthin, der solches nicht nötig hat.

Das Thema Afrika zeigt ohnehin, wie sehr die Proteste von enttäuschten Begehrlichkeiten geprägt sind. Die stete Kritik am Symbolischen, der angeblich zu martialische Ausrüstung der Polizei, die Hubschrauber, der Zaun, ist gepaart mit einer Erwartungshaltung an die angeblich zu Unrecht Regierenden. Trotz dieser Unrechtmäßigkeit trägt man jeden Missstand mit der Bitte um Lösung an sie heran, sie sollen zu 8. den Hunger besiegen, die Klimakatastrophe stoppen, die Bösen mit friedlichen Mitteln besiegen, den Armen Kredite erlassen und sich am besten danach noch selbst aufhängen. Von Afrika und den Ursachen von Armut und Gewalt dort haben die Demonstranten keinerlei Wissen, so daß sich Interviews mit afrikanischen Evolués, die noch ein wenig Vorbildung zur politischen Ökonomie haben und auf Interessensvertretung aus sind, regelrecht angenehm von der dumpfen Unwissenheit und emotionalen Empörung der Demonstranten über "die armen Kinder" abheben.

Der Polizei gegenüber beharren die Demonstranten einerseits auf ihrem Erfindungsreichtum, andererseits werfen sie der Polizeit vor, zumindest Rostock falsch geplant zu haben. Planbarkeit von sozialen Ereignissen wird dabei positivistisch eingefordert und gleichzeitig stolz glucksend hintertrieben, die Clown-Army steht für das narzisstisch aufgeladene Chaotische, die Bricolage der Linken, die die Form von jedem Inhalt zu befreien weiß. Sinngebung erfolgt in postmoderner Manier im Nachhinein und nach Gutdünken als tendenziöse Auslegung. Sobald die Gegenseite sich ungeplant verhält, oder gar Kritik äußert, wird geschmollt und mit der Faust gedroht.

Die wenigen filmischen Zeugnisse von wirklich unbotsmäßiger Polizeigewalt leiden unter dem Manko, Situationen, die aus anderen Beiträgen eindeutig als Jagd auf autonome Provokateure hervorgehen nun ohne die zuerst erfolgten Steinwürfe darzustellen. Ganz einfach lassen sich solche Bilder wie gegen Ende des Clips vorgeführt anscheinend herstellen, wenn man einen Trupp Polizisten einfach solange bedrängt und trotz aller Drohungen so dicht an sie heranrückt, dass sie in irgendeiner Weise reagieren müssen, in diesem Fall boxen und treten, um die erforderliche Distanz herzustellen.

Ein weiterer erwähnenswerter Vorfall ist die Greenpeace-Aktion: Ein Greenpeace-Boot wurde gerammt, es entstand eine lebensgefährliche Situation. Erst Video 3 zeigt, wie riskant die Greenpeaceboote ein ungeübtes Manöver fahren, das Polizeiboot sogar noch ein Ausweichmanöver startete, den Unfall, bei dem auch ein Polizeiboot gefährdet wurde, aber nicht vermeiden konnte. Beim zweiten Unfall hätte für die Aktivisten mit Leichtigkeit die Möglichkeit bestanden, in Richtung Strand zu fahren und sich dort zu ergeben. Das Einlenken zur Seeseite hin ließ sie die Fahrtrichtung des eindeutig und absehbar in gerader Linie fahrenden Polizeibootes geraten. Wie sehr das Eindringen in die Sicherheitszone allein aus psychosexuellen Gründen reizt, muss aus der Greenpeace-Aktion deutlich geworden sein. Kein halbwegs gesunder Mensch würde ein Topziel von internationalen Terroristen in auch nur minimal zweideutiger Absicht angreifen. Aber Terroristen gibt es in der Welt von G8-Revoluzzern nicht, sie sind eine Chimäre, agents provocateurs, und die einzigen Terroristen sitzen innerhalb des Zauns.

Zuletzt in dieser etwas ziellosen, fragmentarischen Anthologie des sogenannten Widerstandes soll ein Lied präsentiert werden, mit dem die Veranstalter in Rostock glaubten, die Lage zu deeskalieren:

Sie haben die Wahl (Tex)

Sie haben die Wahl
zwischen kasperl und seppl
Komiker A oder Vollidiot B
Zwischen Regen und Traufe und Blitzschlag
Sie haben die Wahl

Sie haben die Wahl
zwischen gleich SED
oder erst evangelisch
mit Bart und Gitarre
zwischen Ronald McDonald und Hitler
Sie haben die Wahl

Klar dass man da erstmal überlegen muss, ob jetzt den neuen Big-Tasty von McDonald oder Hitler nehmen. Wahrscheinlich einigt man sich dann doch auf den McHitler Ahmadinedschad. Die zweite Strophe lässt auf solches schließen:

Aber nachts
während Sie schlafen
ziehen wir los
verkaufen die Luft
verkaufen das Wasser das Land
die Liebe die Angst
den Terror
verkaufen die Qual
Und morgens
wir kommen zur Dämmerung
wanken an Ihr Bett
den Hals über voll
die Finger noch schmierig
wir rülpsen und flüstern
Sie haben die Wahl

Was sich da ans Bett schleicht sind abgespaltene Ängste um die Authentizität der eigenen Gefühle, vor der theoretischen Unmöglichkeit, etwas Abstraktes wie den Verkauf von Lufthoheitsrechten in ökonomischen Begriffen zu fassen. Das fiese glibbernde Sabbermonster als G8, als "die Kapitalisten" abzubilden, das überstrapaziert noch jedes moralische Urteil, welches allein bei Marx schon als Verkennung gesellschaftlicher Verhältnisse in kapitalistischer Produktionsweise bezeichnet wird. (MEW 23, bspw. S. 618 oder S. 248)
Als zwanghafte Konkretion des Abstrakten, Gesellschaftlichen in fiese, individuelle Personen rüstet dieses Weltbild dem Antisemitismus zu.

Wäre der G8-Gipfel als Forum zur Interessensvertretung, zur Aufklärung über katastrophale Missstände, zur pluralistischen Diskussion von theoretischen Ansätzen, zum Einfordern eines besseren Lebens jenseits des Verwertungsprinzips genutzt worden, ich wüsste nichts gegen die Proteste einzuwenden. Wären Demonstranten bei der demokratischen Ausübung ihres Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit, und sei diese Meinung noch so erbärmlich, völlig willkürlich und ohne Anlaß von Knüppelgarden terrorisiert worden, wie dies in Genua teilweise der Fall war, und hätten sie sich sodann rational und strategisch vorgehend mit entsprechenden Mitteln verteidigt bis zu einem Punkt, an dem ein geordneter Rückzug dem Primat der eigenen Gesundheit zuliebe möglich wäre, man hätte ihnen kaum einen Vorwurf machen können. Wie aus der Darstellung ersichtlich wurde, dominierte stattdessen eine totalitäre, moralische Anklage, die mal Selbstgeißelung, mal Hass auf die Mächtigen als Form wählt, und ein dem folgendes viriles Ausagieren von Gelüsten, Ängsten und höchst individuellen Problemen, die aber weder Fachwissen noch ökonomische oder irgend theoretische Kompetenz aufweisen. Und angesichts solcher schlichten und ergreifenden Einfalt findet man sich als Kritiker überraschend einstimmig im Verein mit dem Spiegel, der nüchtern konstatiert:

G8 als Fetisch

Vorbei die Zeiten, als wenigstens noch ein rasch angelesener Vulgärmarxismus kursierte, der die Welt perfekt zu erklären suchte. Heute klammert sich der pseudokritische Weltgeist des Pop nur noch an ein Kürzel des Bösen. G8. Zu Adornos Zeiten hätte man das einen lupenreinen "Fetisch" genannt. Zwischen angesagtem Polit-Chic, Pop-Pose und Widerstandsritual entfaltet sich das globalgute Gemeinschaftsgefühl dann wie von selbst.

Pierre Bourdieu, der verstorbene Vordenker der Anti-Globalisierungsbewegung, erklärte im Sommer 2001 in einem SPIEGEL-Gespräch: Nein, dies sei keine revolutionäre Bewegung, "es handelt sich eher um eine Gegenreformation. Man sehnt sich nach wahrer Politik - so wie damals nach wahrer Religion." Die Wirklichkeit in ihrer irritierenden Vielfalt und Widersprüchlichkeit stört da nur.

So ist auch nachvollziehbar, warum man im medialen Hype des bevorstehenden Pop-Events praktisch nichts hört über Putins reaktionäres Russland, in dem Pressefreiheit mörderische Folgen hat, über China, die aufstrebende kommunistisch-kapitalistische Weltmacht, über Indien als neuer Global Player, aber auch nichts über Robert Mugabe, Zimbabwes blutrünstigen Tyrannen im südlichen Afrika, der sein Volk ermordet, nichts über das islamistische Terrorregime in Sudan, nichts (oder bloß etwas in Form einer Fußnote) über den Völkermord in Dafur, und nur sehr wenig über die groteske Korruption afrikanischer Regimes, in deren Folge beinah jede Art von Entwicklungshilfe in den Taschen von Despoten landet.

Solange also die bürgerlichen Medien noch nicht komplett abzuschreiben sind ist der intellektuelle Suizid der Linken zu verschmerzen, er hinterlässt wenigstens kein allzu bedrohliches Vakuum.

3.6.07 15:09
 


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bisher 33 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sonne (11.6.07 19:39)
Mir scheint als pickt sich der Herr Perlen aus den Medien um seiner Identität Legitimität zu verschaffen.
Vom durchgeknallten Antiimp über BlackBlockmacker,für jeden etwas dabei um sich zu bestätigen.
Zur empirischen Studie dienen Krawallvideos von der Web 2.0 Generation.
Ist das wirklich die andere Seite des Feigenblattes?


Chad (11.6.07 23:58)
Schade.

Wenn jemand so viel Arbeit in eine Sache steckt wie du, dann könnte man doch erwarten, daß da etwas Differenzierteres bei rauskommt.

Ein paar Begriffe ausgetauscht, mein lieber Herr Nichtidentisches, und wir haben einen schönen autonomen, sprachlich geschliffenen Propagandatext.

Kannst mir glauben: ich hab den langen Text wirklich gelesen. Mehrere Stellen zweimal. Ich habe über gähnend langweilige Versatzstücke (Ströbele-Bashing am Anfang etc.) schmunzelnd hinweggesehen, kenne ich doch alles.
Ich hab die tatsächlichen Perlen gesucht, denn in einem Aufsatz, in dem so viel Zeitaufwand steckt, müssen doch über die üblichen Worthülsen hinausgehende Erkenntnisse stecken?

War ich wohl zu blöd für. Ich hab nur die immer wieder hochgewürgte und wiedergekäute Philippika gegen "die bösen Linken" gefunden, die alles falsch machen, nicht richtig demonstrieren können, die armen Polizisten nicht in Ruhe lassen, gar keine Ahnung von G8 haben usw. usf. ad nauseam.

Wie gesagt: paar Hauptwörter austauschen und Worthülsen umschreiben, und das wäre der perfekte indymedia-Hassle gegen das böse Establishment.

Du hast doch mehr drauf. Wenn ich sowas lesen will, mit unverblümterer Aussage und weniger länglich, dann zieh ich mir politicallyincorrect rein.

Nimms einfach als konstruktive Kritik. Würde ich dich einfach scheiße finden oder deine Texte irrelevant, würde ich hier gar nicht kommentieren.


nichtidentisches / Website (12.6.07 00:31)
"Hehe, sie junger Mann, Dada ist keine Kunstrichtung!"

Nein, mal ehrlich: Die Chiliasmusthese auf G8-Rostock anzuwenden ist brandneu und von mir. Andererseits wollte ich das Teil auch abschließen und habe mich für eine etwas ausführlichere losere Darstellung ohne die übliche Zitatgarnierung und Einbindung in theoretische Backgrounds entschieden.
Und warum sollte man nicht ab und zu was wiederkäuen? Ich habe ein paar Argumente der Linken geprüft und anhand des Anschaungsmaterials für falsch befunden.
Danke ansonsten, konkretere Kritik zum Diskutieren freut mich auch immer.


nichtidentisches / Website (12.6.07 00:45)
Zu den Perlen: Manchmal sichtet man ödes Material und findet keine Perlen. Was soll da schon drin sein? Es war nicht Genua. Keine faschistischen Gesänge in Kasernen, keine nachts überfallenen Schulen. Eine kleine, banale Straßenschlacht, die Akteure sind austauschbar wie beliebig.
Und doch entfachte diese Straßenschlacht eine m.E. entscheidende Diskussion, die ich so noch nie erlebt habe: Auf einmal, nachdem Jahrzehnte Steine geworfen wurde, kommen viele Menschen und sagen: Das ist ein Mordversuch, das ist Gewalt, die nicht zu rechtfertigen ist.
Und an dieser Reaktion empört sich der schwarze Block und seine friedlichen Sympathisanten, weil es an seiner innersten Ehre kratzt. Gewaltbereitschaft soll nun auf einmal nichts mehr gelten.


nichtidentisches / Website (12.6.07 00:50)
Der Agent provocateur ist nun eine entscheidende Entlastungsfigur geworden, auf die sich alles stützen muss: Gibt es ihn, ist der schwarze Block moralisch freigesprochen, er erhält seinen defensiven Charakter zurück, obwohl Antifa doch Angriff heißt.
Dass ein Agent Provocateur äußerst schädlich für die Truppenmoral auf der Seite der Polizei wäre, zudem nie offensive Straftaten begehen darf, macht sein Auftreten fragwürdig und dahinter lock die altbekannte Phantasie: ein großer Plan, die hehre Linke zu diskreditieren, und dafür werden die eigenen Leute den Steinen geopfert.
Was ich versucht habe, neben der Entkräftung der Agents provocateur Hysterie, war die Erbärmlichkeit der Linken aus den selbstgedrehten Streifchen zusammenzusuchen, um zu zeigen, dass diese Leute nicht durch Gewalt, sondern durch ihr ureigenstes Weltbild und seine elementarsten Kerne sich ganz von alleine diskreditiert.


nichtidentisches / Website (12.6.07 00:51)
diskreditieren, pardon.


nichtidentisches / Website (12.6.07 09:13)
Noch was: In fast allen anderen Beiträgen wird friedliche Demonstration und BlackBlock getrennt. Das versuche ich hier aufzuheben, indem ich deutlich mache, dass die ideologische Gewalt vom friedlichen Teil der Demo vorangetragen wird und der schwarze Block nur ihre Exekutive ist, die es in diesem Fall vergeigt hat und von der man sich dann leicht distanzieren kann. Aber dennoch bleibt die Verantwortung für solche Gewalt beim Weltbild der friedlichen Demonstranten. Was geschähe, würden diese entscheiden, was fortan Frieden sei, ist schlimmer als jeder BlackBlock.


sonne (12.6.07 17:08)
Gibt es diese Agent P. Diskussion in "autonomen" Zusammenhängen wirklich?
Alle wissen,das es auch so geknallt hätte.
Agent P. und Co. dienen doch nur Attac und anderen Spinnern,ihre halluzinierte Masse als friedlich zu verkaufen.
Hast du es nötig dich in diese hirnlose Gewaltdebatte einzuklinken?

Ich denke nicht und es kommt auch ausser Erbsenzählerei nichts bei rum.

schönen Tag.


nichtidentisches / Website (12.6.07 17:59)
Das is richtig. Ich denke auch, dass es in der autonomen Szene selber sonnenklar ist, wer da was angefangen hat.
Laut taz bleibt die Diskussion aber aus, weil man da zu nichts komme.
In der Tat zielt der Artikel darauf ab, die insgeheim sympathisierenden Distanzierungen von attac und co lächerlich zu machen. Und das hab ich nötig. Nur einklinken tu ich mich ja deshalb noch nicht. Wenn man mit denen diskutiert, wird man ruckzuck mit Beschimpfungen und Gewaltandrohungen überzogen, als Spalter oder imperialistischer Büttel gebrandmarkt.
beste Grüße


Chad (12.6.07 21:08)
Ich schließe mich insofern an, daß ich die Debatte um agent provocateurs für eine Scheindiskussion halte - eben weil es oft genug Gewalt gab ohne a.ps.

Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann ist deine Behauptung, die friedlichen Demonstranten seien so irgendwie für den Schwarzen Block verantwortlich und würden "ideologische Gewalt" ausüben.

Worin besteht die ideologische Gewalt? Darin, daß sie bestimmte Themen und Sachverhalte, die sie als negativ auffassen, kritisieren?

Ich war nicht bei den Demos dabei, weil ich ab und zu auch mal Geld verdienen muß. Aber ich habe an genügend Demos teilgenommen, und ich konnte mich weder nach außen hin noch innerlich nicht mit den Steinewerfern identifizieren (ich konnte durchaus in manchen Fällen die Gefühle von Wut und Hilflosigkeit nachvollziehen, die bei einigen zu diesem Verhalten geführt haben dürften, aber ich habe dieses Verhalten nie unterstützt) - habe ich dennoch durch meine Teilnahme an Demos, bei denen auch Steine flogen, "ideologische Gewalt" ausgeübt?

Mir sind solche versuchten Bogenschläge allerdings so oder so suspekt, mit denen versucht werden soll, halt zb. friedliche Demonstranten mit Krawallinskis zusammenzuwerfen (wie du es tust), Juden mit "Heuschrecken" (wie Antisemiten es tun) oder Kapitalismuskritiker mit Antisemiten (wie "Antideutsche" und Neokonservative es tun). In meinen Augen ist das in jedem dieser Fälle entweder Selbsttäuschung oder bewußte Propaganda, auf jeden Fall aber dogmatisch bedingt. Oder sehe ich das falsch?


sonne (13.6.07 03:44)
@chad

das siehst du falsch...


nichtidentisches / Website (13.6.07 13:05)
Nu, abseits der theoretischen Diskussion bringe ich ja die Beispiele Jan Delay, den Lizas Welt auch ausführlicher behandelt, und die Mobilisierungsvideos von attac und anderen. In allen wird mit einer Militanz geliebäugelt, in allen wird eine Untergangsstimmung beschworen, die natürlich Gewalt bedingt. Das wollte ich ja mit der Chiliasmus-These sagen: Wenn das, wie auch von friedlichen populistisch angekündigt, der entscheidende Tag ist, die Welt ein für alle mal zu verändern, dann fördert das den Messianismus bei den Teilnehmern und klar, dann wird jede Polizeiaktion als teuflisch und fies eingeordnet und das Zurückschlagen zur heiligen Pflicht.
Am konkreten Verhalten der friedlichen auf der Demo versuche ich zu zeigen, dass diese nicht im Geringsten den Polizisten in seiner Funktion wahrnehmen können, ihn bedrängen, antatschen, und ihnen auf die Pelle rücken, während sie "keine Gewalt" brüllen. Woher weiß der Polizist, dass dieser Mob ihn nicht im nächsten Moment zusammenschlägt? Er muss sich Distanz verschaffen. Was von den Linken dann mit einem "hey---heyyyy--Schweine!" kommentiert wird.


Frank (14.6.07 23:08)
Hi,

Du schreibst, dass du deinen Text absichtlich nicht in theoretische Backrounds einbetten wolltest. Hättest du es mal getan, dann wäre dir vielleicht aufgefallen,
dass schon der Begriff „Autonomer“ völlig irreführend ist und dieser Mob mit Bande oder dem von der Kritischen Theorie geprägten Wort „Racket“ viel besser charakterisiert worden wäre. Dem Gerede von „den Autonomen“ und „Autonomen Kreisen“ schwingt ja immer noch mit, dass es sich bei diesen archaischen Kriegern um eine irgendwie randständige, abgeschlossene Gruppe handeln würde, die gesellschaftlich isoliert, ihr Dasein in miefigen Abrisshäusern fristet, und nicht etwa um den bewaffneten Arm der Mitte der nachbürgerlichen Gesellschaft, der bisher freilich nur die leichte Infanterie stellt, da fürs Grobe weiterhin die Islamisten zuständig sind.
Und wenn ich „Mitte“ sage dann meine ich damit nicht das was sonst unter „No-Globals“ firmiert sondern das, wozu auch deine „bürgerlichen Medien“ zählen. Gerade diese werden nämlich spätestens bei der nächsten Militäraktion Israels zeigen, wie nah sie dem Rostocker Mob schon gekommen sind.


Frank (14.6.07 23:09)
(2.Teil)

Bei etwas Einbettung in Theorie, der des Antisemitismus nämlich, ohne den die heutige Welt ja nicht mehr zu denken ist, wäre dir auch nicht ein grober, für einen psychoanalytisch Gebildeten fast schon peinlich zu nennender Fehler unterlaufen. Während du nämlich hervorhebst, dass das Eindringen der Greenpeaceboote in die Sicherheitszone psychosexuelle Überdeterminierungen hatte, widmest du einen Großteil deines Textes der Widerlegung der Provokationsvorwürfe gegen die Polizei und übersiehst dabei, dass Antisemiten immer nur aus Notwehr handeln.

Frank.


nichtidentisches / Website (15.6.07 10:36)
Oh, danke! Das stimmt, hätte man auch einbringen können. Aber Theorie entsteht halt nie allein.


Chad (15.6.07 23:25)
Ohweh, Frank.Da tropft die Konspirologie ja aus jeder Zeile bei dir.

Vielleicht macht sich mal einer die Mühe und klopft das Weltbild der "Transatlantiker" mal auf Chiliasmus ab. Da wird sich an einigen Ecken was finden.

Man dachte ja so Ende der 90er, daß die große Zeit der ideologischen Blöcke und ihrer Scheindiskussionen vorbei sei. Leider kam dann der 11. September, und die Blöcke bildeten sich neu (statt "links" und "rechts" in althergebrachter Definition jetzt eher "Transatlantiker und prowestliche Konservative" gegen "rot-grün-braune Ismaistenversteher-Gutmenschen"), und der ganze Schmonzes geht von vorne los. Was für ein Rückfall.
Naja, warten wir mal paar Jahre ab.


mo (16.6.07 20:44)
"Die Chiliasmusthese auf G8-Rostock anzuwenden ist brandneu und von mir."
Nein, mal ehrlich: Herauszufinden, dass auch die Linke ihre Visionen vom bevorstehenden paradiesischen Ende der Geschichte hat, is ja eine wirklich bahnbrechende Entdeckung deinerseits, die ihresgleichen sucht. Und dass Du so fußnötlerisch bescheiden darauf hinweist, unterstreicht nur Deine Größe.
Ehrfürchtige Grüße
Mo


nichtidentisches / Website (17.2.08 00:52)
Thx...ganz ungeniert.


.kjfla (17.2.08 01:54)
test?


.kjfla (17.2.08 01:55)
Aaaalso...lieber nichtidentisch,

1.) ist das ganze stilistisch absolute Polemik, du hast mehr drauf, glaub ich
2.) setzt du alle friedlichen DemonstrantInnen mit Steinewerfern gleich oder unterstellst allen, mit ihnen zu sympathisieren; wenn du einem Demonstranten, der Steinewerfer zurückhalten will, "Restvernunft" unterstellst, ihn ergo intellektuell beleidigst, finde ich das reichlich arm. Da ich selbst dabei war, fühle ich mich auch persönlich beleidigt
3.) Völlig unabhängig davon, daß ich finde, die Steineschmeißer sollten von ihrer Mama mal den Arsch vollkriegen, ist das noch lange kein Grund, die Bullen als arme Opfer darzustellen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, daß es denen völlig scheißegal ist, wen die mit ihren Knüppeln treffen, CS hab ich auch abgekriegt, obwohl ich ca. 150 m vom tatsächlichen Mob entfernt war.
Ende Teil 1


.kjfla (17.2.08 01:56)
4.) Mag sein, daß die Welt nie perfekt war und nie sein wird - aber deshalb den real existierenden Kapitalismus verteidigen zu wollen, halte ich für verbohrt.
Und Merkel, Bush und co. SIND auch für Entwicklungen in Afrika verantwortlich, und wenn nicht durch eigene Taten (Waffendeals, Unterstützung von Diktatoren, Stellvertreterkriege, gewaltsame Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen, Generikaverbot/TRIPS, etc...) dann durch unterlassene Hilfeleistung. Hier scheint m. E. nach auch eine rassistische Einstellung deinerseits (oho, Protest, nein rassistisch können immer nur die anderen sein, ne?) ggüber Afrika durch, wenn du sagst, die würden sich so oder so die Rübe einhauen, seien ergo nicht zum Frieden fähig und die g8 können da gar nix für bzw. machen kann man eh nix. Erklär doch mal nem HIV-Infizierten, daß es zwar jede Menge Medikamente gibt, die auch billig produziert werden könnten (und einigen Staaten, denen die Menschen wichtiger sind und auf TRIPS scheißen sei dank auch tatsächlich produziert werden [Frage der Zeit, bis aufgrund von Pharmainteressen diese Staaten politisch sanktioniert werden]), aber leider leider gibts den Patentschutz und wenn pharmakonzerne keine 2-oder 3-stellige Rendite hätten würden ja die tollen medis gar nicht entwickelt werden...
Ende Teil2


.kjfla (17.2.08 01:57)
Du wirfst der Linken Chiliasmus vor. JA HOFFENTLICH hat sie eine Vision, wie man die Welt umgestalten könnte. Ohne eine Vision von einem besseren Zeitalter wird nämlich gar nix besser, Hoffnung ist immer noch die Hauptantriebskraft allen gesellschaftlichen Fortschritts gewesen. (Der m.E. nach durchaus stattfindet, wenn auch mit Rückschlägen)
Zur Kritik an der Clowns Army: Warum müssen Bullen überhaupt mit Knarren auf Demos auflaufen? Abgesehen davon ist eine vorschriftsmäßig verpackte Waffe nicht einfach aus dem Holster zu reißen. Und die Sache mit der Distanz: WANN BITTE haben sich Bullen an Grundregeln zwischenmenschlichen Umgangs gehalten?

Bogen zurück zur Gewaltfrage: Die, die dort Steine geschmissen haben, haben sich null Gedanken über Legitimität von Gewalt gemacht (unterstell ich den Kindern jetzt einfach mal). Allerdings kann ich mir durchaus Situationen vorstellen, in denen ich das staatliche Gewaltmonopol nicht mehr als selbstverständlich erachte. Eine Situation, in der ich das Gewaltmonopol nicht mehr für legitim halte, müßte aber implizieren, daß Steinewerfen Schwachsinn ist und richtige Waffen hermüssen (z.B. 3. Reich).

Entweder man ist bereit, zur Not auch zu töten (was ich momentan für mich nicht gegeben sehe) - oder man läßt Gewalt ganz bleiben

Paar gute kritische Ansätze, die du leider mit deiner Polemik versaust...Du kannst nicht von ihr ab, oder?

Dafür kein Smiley


.kjfla (17.2.08 02:19)
Und zur Frage wer angefangen hat: Du stellst dir den 'Black Bloc' als homogene Masse vor, der im gesamten von vornherein an ausschreitungen gelegen hat. Das Gewaltpotential der einzelnen Beteiligten is aber unterschiedlich hoch und wenn ein paar Leute anfangen, ein Bullenauto zu bedrängen, die Bullen dann völlig unselektiv den blackbloc angreifen, is klar, daß dann alle auf Krawall gebürstet sind. War selber auch ziemlich aggro auf die bullen, nachdem die voll in die menge sind ohne rücksicht auf verluste und mußte mich krass beherrschen, nicht auch mal n paar steine in die hand zu nehmen. Mit so nem verhalten (seitens der bullen) schafft man sich erst Radikale; nach jeder Demo wo die bullen so abgehen, wird es ein paar mehr geben, die steineschmeißen ok finden. (genauso andersrum, unter den bullen gabs bestimmt auch differenzierter denkende, das war auch der grund, weshalb ich mich dann doch (fast) zurückgehalten habe


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:34)
Nacheinander:
- ich pauschalisiere alle Demonstranten dahingehend, dass sie aufgrund der Aufrufe der "friedlichen" Organisationen durchaus darauf vorbereitet waren, dass hier die Post abgehen soll. Siehe der Abschnitt über attac-mobilisierungsvids und Jan Delay. Man liebäugelt sehr mit Revolutionsromantik, will sich dann aber distanzieren von denen die das "ernst" nehmen. Unglaubwürdig.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:36)
"daß es denen völlig scheißegal ist, wen die mit ihren Knüppeln treffen, CS hab ich auch abgekriegt, obwohl ich ca. 150 m vom tatsächlichen Mob entfernt war"

Ich kenne das. Nur, siehs mal von der Gegenseite. Wenn man Greiftrupps einsetzen will, die punktgenau Störer rausfiltern wollen (die von der Restdemo absorbiert werden), hat man sofort einen geschlossenen Haut-ab-Mob vor sich. Ich hab das selbst oft genug erlebt. Ansonsten siehe Vorbemerkung.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:42)
"Und Merkel, Bush und co. SIND auch für Entwicklungen in Afrika verantwortlich, und wenn nicht durch eigene Taten (Waffendeals, Unterstützung von Diktatoren, Stellvertreterkriege, gewaltsame Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen, Generikaverbot/TRIPS, etc...) dann durch unterlassene Hilfeleistung."

Sind sie das. Warum wird dann nicht gegen China demonstriert, das mit dem Iran kooperiert, im Gegensatz zu den USA? Gegen Burma, mit dem die USA ebenfalls nicht kooperiert? Wie sollte eine solche Hilfeleistung aussehen? Keine Waffen mehr verkaufen? Der Genozid in Ruanda wurde v.a. mit Ein-Euro-Macheten aus China und ein paar Radiosendern durchgeführt. In Darfur gegen den Willen Chinas einmarschieren? Dann krakelen Millionen von Peacenicks von Völkerrecht. In Iran gegen den Willen Russlands einmarschieren? Kriegstreiberei.
Dass in Afrika die BigMen-Diktaturen an die Macht kamen, hatte viel mit Afrikanismo und Nepotismus zu tun. Dagegen demonstriert niemand. Kein Schild gegen Mugabe, keine Massendemos gab es je gegen Bokassa oder Eyadema. Das läuft dann wieder darauf raus, den 2. Weltkrieg ein paar Rüstungsindustrien in die Schuhe zu schieben und den aktiven Anteil der Bevölkerung außen vor zu lassen.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:46)
"aber leider leider gibts den Patentschutz und wenn pharmakonzerne keine 2-oder 3-stellige Rendite hätten würden ja die tollen medis gar nicht entwickelt werden..."

Genau. Absolut richtig. Ein Medikament braucht bisweilen Dutzende von Jahren in hunderten von Laboren mit Tausenden von Mitarbeitern und dann muss es noch 3 Jahre getestet werden und wegen den geringsten Risiken scheitert es womöglich am Ende. Klar ist die Produktion am Ende Pillendrehen und insofern können Länder wie Indien auch superbillig Generika produzieren. Die Entwicklung ist allerdings sündhaft teuer. Das zu kritisieren ist wie den Brotpreis kritisieren.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:49)
"Zur Kritik an der Clowns Army: Warum müssen Bullen überhaupt mit Knarren auf Demos auflaufen?"
Weil, wie an einer Stelle deutlich wurde, ein steinewerfender Mob im Notfall nur durch einen Warnschuss aufzuhalten ist. Dort wurde eine Polizistin fast gesteinigt, der Kollege ist kurz davor, in die Luft zu schießen.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:52)
im übrigen rennt ein gutteil der demonstranten auch mal mit raf-t-shirts rum, bzw. tragen einen ähnlichen wahn in sich.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:55)
"WANN BITTE haben sich Bullen an Grundregeln zwischenmenschlichen Umgangs gehalten?"

Es geht nicht um zwischenmenschlichen Umgang, sondern um Gewaltmonopol. Abgesehen davon verhalten sich die Polizisten recht korrekt gegenüber der Clowns-Army, sie weichen zurück, obwohl hier ziemlich viele Auflagen verletzt werden.
Ich habe genug Demos gesehen, auf denen die Polizei AUCH sehr korrekt und passiv war. Zahlreiche Spontandemos inbegriffen, und da war von Seiten der Demonstranten wenig an Rechtsbewusstsein zu merken, das dann von der anderen Seite eingefordert wird. Und ich habe AUCH genug Demos gesehen, in denen einzelne Polizisten und auch Truppenverbände überhaupt nicht fair oder korrekt waren, bisweilen sogar Kinder traten.


nichtidentisches / Website (17.2.08 12:57)
Nur kann ich die Fälle, die hier [!] von den Autonomen selbst [!] in allen Blickwinkeln gefilmt wurden, in den seltensten Fällen als die Polizeigewalt einordnen, als die sie von den Filmern dargestellt werden.
Im Gegensatz zu den Filmen aus Genua, auf denen auch dem kritischsten Betrachter klar wird, dass sich dort faschistoide und sadistische Polizisten systematisch aufgeilten.


nichtidentisches / Website (17.2.08 13:05)
"wenn ein paar Leute anfangen, ein Bullenauto zu bedrängen, die Bullen dann völlig unselektiv den blackbloc angreifen, is klar, daß dann alle auf Krawall gebürstet sind. "
In dem Fall gehen neben dem Dutzend Angreifern ca. 3000 andere Black-Blocks vorbei. Warum hat man nicht genügend Professionalität und Demoerfahrung, um solche Auswüchse durch die vorgeschriebenen Demoordner zu unterbinden? Ich kenne Situationen in denen das geschah.
Die Steinewerfer sind zudem systematisch in der "Partymenge" untergetaucht und wurden, das muss man leider konstatieren, von dieser aktiv gedeckt. Wenn man sich darauf einlässt, solche Leute zu mobilisieren, wie attac und Jan Delay das tun, dann sollte man auch dazu stehen.
Abgesehen davon gehst du ja nicht auf die in der Demo zum tragen gekommene Ideologie ein. Warum demonstriert man da unter einem Dach mit Antisemiten wie Linksruck? Unter Plakaten wie "Hände weg vom Iran"? Ich bin liberal, nur demonstriere ich nicht für eine bessere Welt mit Leuten die so eine Meinung pflegen.


vaterlandslose gesellen / Website (13.5.08 09:16)
ZUR CHAVEZ - MERKEL -AUSEINANDERSETZUNG

Was Chavez sagte ist historisch wahr. Es sind nicht die deutschen Kommunisten und Sozialisten, die zur Macht verhalfen.
Unsere Deutsche Rechte Politischer sollten nicht so grossmaulisch in der Welt plappern. Was die Deutsche Leitkultur der Menschlichkeit antat, ist unvergesslich.

VENCEREMOS

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