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Fernstudium - Fetischisierung der Monade oder Emanzipation?

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Der Chirurg, der sein Diplom im Fernstudium erworben hat, ist das Schreckgespenst zahlreicher Comedy-Pointen. Ein Fernstudium ist stets mit dem Vorurteil des Mangels an empirischer Erfahrung konfrontiert.
Der isolierte Student, fern des fruchtbaren Austausches zwischen Studierenden, entbehre der Fähigkeit zu Gruppenarbeit, Gruppendiskussionen und Referaten, die noch als Kennzeichen wahrer universitärer Ideale gelten. Die Überhöhung universitärer Leistungen, die vom humboldtschen Ideal längst sich verabschiedeten und positivistisches Prüfungswissen vermehrt und vorzeitig von Bachelorstudenten im vierten Semester fordern, geht dabei einher mit dem Ressentiment von der fernstudierenden Monade, die keine gesellschaftliche Vermittlung mehr kennt. Das kuschelige Kollektiv Universität neigt dabei zu identitärer Abwertung der Außenstehenden durch den elitären Dünkel der eingeschworenen Gemeinde.

Ein Fernstudium kann jedoch für bereits Ausgebildete, Arbeiter und Zweitstudenten ein Mittel zur weiteren Emanzipation sein. Es bietet die Möglichkeit gegen ein vergleichsweise geringes Entgelt den Wert der eigenen Arbeitskraft zu steigern, was selbstverständlich innerhalb kapitalistischer Verhältnisse die Investition und Konsumtion von Lebenszeit erfordert. Bereits während eines Arbeitsverhältnisses erklärt das Individuum seine Feindschaft gegen selbiges und greift mit der Hand zum eigenen Schopf, um darüber hinaus zu gelangen. Dem Konflikt mit dem Unternehmer wird so aus dem Weg gegangen, um die zeitlichen und finanziellen Einschränkungen, die mit dem schlechten oder nichtvorhandenen Job verbunden sind, als persönlichen Mangel zu empfinden und durchaus auch im Sinne des sich verwertenden Werts zu verbessern. Statt die Langeweile, die viele Arbeiter der zugegebenermaßen aussterbenden 35-Stunden-Woche plagt, zu akzeptieren, wird die nicht zur Reproduktion benötigte Energie umgewandelt in ein Vorbereiten einer prospektiven Veränderung der eigenen Lebensverhältnisse. Über moderne Produktionsmittel wie das Internet oder Telefonkonferenzen können ohne weiteres auch Kontakte zu anderen Studenten und Dozenten aufrechterhalten werden, die schriftliche Diskussion kann unter Umständen das kritische Ausdrucksvermögen mehr fordern als der bauchgepinselte, direkte und damit persönliche Small-Talk, das in einigen Seminaren zum Alltag gehört.

Prinzipiell bleibt das Fernstudium aber ein Produktionsmittel, das der Dialektik der gesellschaftlichen Umstände unterworfen ist, und ihr nicht enträt. Sich seiner zu bemächtigen, Produzent des eigenen Wissens zu werden, kann ebenso gut den Schritt in die relative Freiheit wie den Schritt in die verschärfte Abhängigkeit bedeuten, nicht selten beides zugleich.
Die darin enthaltene Dialektik treibt zu Blüten wie Überarbeitung, Burn-Out-Syndrom, Abzüge von der zur Reproduktion eigentlich dringend notwendigen Zeit. Das Fernstudium verhindert unter Umständen die ursprüngliche Akkumulation am Einzelnen, das Individuum wird nicht mehr zwingend aus seinem familiären Umfeld herausgerissen und in die doppelte Freiheit der Lohnarbeit oder des Studiums in der Stadt geworfen, sondern bleibt den stets wuchernden Ansprüchen der Familie ausgesetzt, sei dies nun die Bauruine der Eltern, der Familienbetrieb oder das Keuschheitsgebot der fundamentalistischen Familie, die es beispielsweise nicht ertragen würde, die Tochter den sexuellen Gefahren der liberalen, aufgeklärten Welt auszusetzen, ihr des Heiratspreises wegen aber dennoch einen Ingenieurstitel abverlangt. Für andere ist der Abschluss der erste Schritt aus ebendiesen Verhältnissen.

Für alle, die sich von je für eine phallische Erweiterung der Identität, den zusätzlichen Titel für die Vitrine oder für eine Ausflucht aus einem miesen Arbeitsverhältnis oder familiären Zwängen interessieren, folgt nun ein Erfahrungsbericht mit einem kostenlosen Online-Portals für Fragen zum Fernstudium.


Fernstudium-Infos.de wird von dem Kerpener Diplom-Informatiker Markus Jung (33) betrieben, der selbst ein Fernstudium absolviert hat. Das Portal besteht bereits seit 2004 und bietet nach eigenen Angaben das umfangreichste Informations- und Kommunikationsangebot zum Thema. Die Seitenabrufe werden mit "monatlich mehr als 50000" beziffert, die Gesamtbeiträge belaufen sich auf 25000. Die Website wurde ausgezeichnet mit dem Studienpreis "DistancE-Learning - Publikation des Jahres 2007".

Der zielgerichtet Suchende wird auf dem übersichtlichen Board schnell fündig werden. Die Google-Ads  über der Kategorienleiste sind leider kaum von den seiteneigenen Kategorien unterscheidbar und könnten ein paar Sekunden wegen Fehlklickens kosten. Die übliche Registrierungsmöglichkeit für Fragen auf den Foren wurde von mir erst auf den zweiten Blick entdeckt, die Anmeldung ist dafür sehr simpel.

Zunächst hat mich die Zahl der Anbieter von Fernstudiengängen überrascht, wird doch schlechthin die Fern-Universität Hagen damit assoziiert.
Unter Fernunterricht finden sich neben dem Goethe-Institut, das aber nur Deutschkurse anzubieten scheint, auch so nützliche Angebote wie ein Bibel-Fern-Unterricht zur Vorbereitung eines Theologiestudiums, oder eine Flex-Fernschule bei der man überraschenderweise nicht den Umgang mit der Flex lernt, sondern flexibles Lernen. Solche näheren Informationen werden dem Interessierten allerdings leider erst nach dem dritten Link gewährt.
Die universitären Studiengänge sind extra aufgelistet, internationale Anbieter fehlen nicht. Mit dem English-Speaking-Board will das Portal auch internationale Interessierte ansprechen.

Auf die FAQ wird sinnig und verständlich eingegangen.
Das sehr nützliche Forum Unterkünfte dürfte von allen zu Prüfungen und Klausuren mit Anwesenheitspflicht Geladenen geschätzt werden, hier werden die besten und billigsten Herbergen in der Nähe der Universitätsstandorte gesammelt und bewertet.
Ein übersichtliches, zum Portal gehöriges Weblog informiert und motiviert mit Erfolgsmeldungen und Veranstaltungshinweisen.

Zur Finanzierung eines Fernstudiums hat der Moderator praktische und eher humoristische Tips auf Lager, wie etwa den Folgenden:

5. Einschränkungen bei den eigenen Ausgaben (bleibt ja eh kaum Zeit für ;-)

Die weitere - auch individuelle - Beratung erfolgt erstaunlich kompetent, wobei auf den allerersten Blick nicht ganz ersichtlich ist, wer sich freiwillig zu Tipps bereit erklärt und wer professionelle Hilfe leistet. Es wird jedoch schnell klar, dass die Unterforen dem Austausch dienen, und jeder jedem auch Tips gibt, während die Moderation ebenfalls prompt und kompetent antwortet.

Insgesamt ist das Portal sicherlich eine gute, wenn nicht die erste Wahl, sollte man sich für einen Fernstudiengang interessieren, und wissen wollen, wo und wie teuer und unter welchen Umständen das möglich wäre.

2.6.07 13:45
 


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bisher 12 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Markus (Fernstudium-Infos.de) / Website (5.6.07 18:00)
Als Betreiber von Fernstudium-Infos.de möchte ich gerne eine Rückmeldung zum Beitrag geben. Zunächst einmal habe ich mich über die ausführliche Darstellung der Fernstudium-Thematik mal aus einer etwas anderen Sicht sehr gefreut. Ich lasse die Statements darin mal so stehen und äußere mich nur zur Beschreibung und Bewertung des Portals Fernstudium-Infos.de.

Nur der Statistik wegen: Es sind mehr als 50.000 Besucher im Monat - die Seitenaufrufe liegen über 250.000.

Die Google-Ads über der Kategorienleiste habe ich aufgrund des Feedbacks, dass diese zur Verwirrung führen könnten, nun entfernt und bei der Gelegenheit auch den ganzen Kopfbereich etwas aufgeräumt. Die Navigation sollte dadurch noch einfacher sein und auch der Registrieren-Link ist so hoffentlich leichter zu finden.

In der Tat ist die FernUni das Institut, dass den meisten Menschen spontan einfällt, wenn das Schlagwort "Fernstudium" fällt. Dabei hat sich dort herum in den letzen Jahren eine ganze Landschaft an weiteren akademischen und sub-akademischen Angeboten entwickelt.

Eingehen möchte ich noch auf den vorletzten Absatz der Rezension - wer freiwillig und wer professionell Hilfe bereitstellt. Also freiwillig machen es alle :-) und bis auf mich auch alle ehrenamtlich und unentgeltlich - dies gilt auch für die Moderatoren. Da ich mich mittlerweile Fulltime um Fernstudium-Infos.de kümmere, erlaube ich mir eine Gegenfinanzierung durch Anzeigen - alle Inhalte und Funktionen stehen dafür kostenlos (ggf. nach Registrierung) zur Verfügung.

Viele Grüße
Markus - Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.


nichtidentisches / Website (5.6.07 22:31)
Hallo Markus

Die Zahl hatte ich aus der beigelegten Pressemitteilung. Ansonsten können gerne weitere Ergänzungen, Anmerkungen und Verbesserungen via Kommentar abgegeben werden.

Beste Grüße
http://myblog.de/nichtidentisches


Telegehirn / Website (7.6.07 20:28)
Wie jetzt?

Gehörst Du jetzt auch zu der großen Familie der Trigamiblognutten? Ich bin verblüfft und verwirrt...Zahlen die etwa in Westmark?


nichtidentisches / Website (7.6.07 23:28)
1. Was hast du gegen Nutten?
2. Was gegen Lohnarbeit?
3. Die zahlen in Euro (West).
4. Die Verwirrung zu steigern wäre es ratsam, auf der Startseite drei oder vier (?) Artikel runter zu scrollen, da ist ein Beitrag über Werbung von mir zu lesen.
5. Warum sollte ich mich in einer Familie sehen und wenn, was wäre die inhaltliche Kritik daran?
6. Was ändert das an der Qualität des sonst so geschriebenen oder hast du konkret am Beitrag eine Kritik?
Beste Grüße, schau mal wieder rein...


nichtidentisches / Website (7.6.07 23:30)
Guck hier, die "Rechtfertigung":
http://nichtidentisches.myblog.de/nichtidentisches/art/164953748/Werbung_und_Commercials_

Google Ads is ja auch da, als Entgelt für das kostenlose Bloggen...


Telegehirn / Website (8.6.07 15:46)
Konnte man die Ironie rauslesen?

Du weißt ja, daß ich der Werbung in Blogs, insbesondere Werbeartikeln kritisch gegenüber stehe. Aber sind wir nicht alle irgendwie Nutten?

Gegen Lohnsklaverei habe ich keinerlei Einwände. ;-)

Ich dachte schon die Zahlen in Ost-Euro oder in Konserven aus den Resten der Bundesreserve.


nichtidentisches / Website (9.6.07 09:54)
Nu, es ist eine bezahlte Rezension, das ist nochmal was anderes als Werbung. Werbung zielt darauf ab, die Mängel eines Produkt dem Kunden als Vorteile (zb Preis) oder als nichtexistent erscheinen zu lassen.
Eine Rezension kann ein Totalverriss ebenso sein wie ein in den Himmel loben. Da das Produkt, also die Seite, ganz nett und brauchbar war, blieb ich wider Erwarten positiv. sollte es mal was zum Verreißen geben, verreiße ich es eben.


Telegehirn / Website (10.6.07 19:32)
Wie gesagt: ich habe durchaus nichts gegen Werbung in Blogs, aber dann bitte nur in der Sidebar und nicht ganze Werbeartikel. Klar, die sind als Werbung gekennzeichnet, aber in der Aufmache/Form/Struktur unterscheiden sie sich nicht von anderen Nicht-Werbeartikeln. Da sehe das Problem und es stellt sich natürlich die Frage, ob man als Blogger nicht von Werbung und den Auftraggebern abhängig werden könnte. Alles eine Frage der Glaubwürdigkeit, die Du sicherlich besitzt, aber "wir" sind ja momentan in einer Findungsphase, was Werbung in Blogs angeht. Warten wir ab, was passiert und bleiben kritisch.


nichtidentisches / Website (11.6.07 08:58)
Kann sein, dass manche ihr Blog aus purem Altruismus betreiben wollen. Einen Gewinn hat man immer, sei es ein Distinktionsgewinn, ein narzistischer Bonus, street credibility oder finanziell.
Ich bin abhängig und zwar von den Finanzmiseren meiner Eltern. Wenn ich nicht abhängig wäre, würde ich auch keine Werbung machen, soviel ist klar.
Die Frage ist, ob man sich als Leser beeinträchtigt fühlt durch ein Sinken der Qualität, durch ein aufgenötigtes Interesse (das man in anderen fällen zu akzeptieren bereit ist) etc.
Ich betone nochmals den Unterschied zwischen reiner Werbung und Rezension/Kritik.


Fernstudium / Website (29.7.07 14:45)
Selbstverständlich soll jeder auf seine Kosten kommen und vielleicht auch darüber hinaus. Denke aber, dass zwischen Werbung in Bannern und den Google Ads und den von bezahlten Beiträgen für Blogs unterschieden werden sollte. Blogs stehen für den Wahrheitsgehalt der Artikelverfasser und die Meinungen, die von den Bloggern vertreten werden. Und genau wird hier langfristig die Glaubwürdigkeit der Blogger drunter leiden.

Gruss
Martin


nichtidentisches / Website (29.7.07 17:12)
Nein, warum? Ist ein Zeitungsredakteur unglaubwürdiger, weil er Geld für eine Rezension erhält? Oder ist er unglaubwürdiger, wenn ihn allein privater Eifer dazu treibt?
Blogs stehen nicht für Wahrheitsgehalt, nirgends wird soviel Blödsinn gefaselt als in Blogs.


Felix RIedel / Website (1.5.13 14:00)
Ich möchte festhalten, dass ich seit diesem Beitrag keinen bezahlten Auftrag für Nichtidentisches mehr angenommen habe.

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