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Werbung und Commercials.

Werbung ist das a und o der liberalen bürgerlichen Gesellschaft. Als unverständlicher Teil der abstrakten Seite der Warenproduktion wird sie zum Gegenpol der Weltverbesserer: Sie zeichnen Vampire auf Briefkastenaufkleber, mit Sprüchen gegen Werbung. Zu Unrecht sehen sie sich umworben, scheinen sie doch von je schon zu wissen, was ihnen zum Vorteil gereicht: Das ehrliche, bodenständige, kleinbürgerliche Handwerk braucht keine Werbung, allenfalls in der Tafel mit den Tagesangeboten beim Dorfmetzger. Man weiß ohnehin, wo der heimelige Tante-Emma-Dorfladen wohnt. So verschulden sich diese Leute, indem sie Waren und Verträge weit über Wert bei vermeintlich vertrauensseligen Verwandten und Bekannten dritten Grades erwerben.
In einer komplexeren Welt mag man sich über Spams ebenso empören, wie man sich über den freundlichen Hinweis eines Freundes auf eine besonders attraktive Website mit den neuesten kritisch-theoretischen Veröffentlichungen freut. Beides sind jedoch vermittelte Phänomene, die zunächst einmal deshalb sympathisch sind, weil sie die Entscheidungshoheit dem Kunden überlassen, ihn in seiner Vernunft ansprechen und dafür keinen Mehraufwand scheuen.
Das Medium Werbung treibt zudem merkwürdige Blüten: Kunst, Lyrik, Kurzfilme, Schauspieler, Sport, kaum einen Bereich, den Werbung nicht zu Recht erfassen würde, ist sie doch Stempel der marktwirtschaftlichen Vermittlung von den scheinbar autonomen gesellschaftlichen Erscheinungen und der sie zutiefst bedingenden kapitalistischer Produktionsweise. Ein Miesepeter, wer darin einen unzulässigen Angriff auf ein von der Warenproduktion nicht Affiziertes sieht, eine ominöse Beeinflussung der urteilslosen Masse, wie noch bei Diskussionen über das Plakatgesetz vom 13.4.1849 gemutmaßt wurde.


Kurz und gut, ich habe mich bei einer kleinen Rezensionsvermittlung beworben und einen Auftrag erhalten, 40 € für eine kurze, völlig freie Beurteilung einer Website, die als nächster Artikel erscheinen wird. Aus gewissen Gründen ist diese Vermittlungsagentur (wie andere) sehr darauf bedacht, Schleichwerbung und die negative Publicity, die damit verknüpft ist, zu vermeiden, das bedeutet: jeder Auftrag muss als kommerzieller EINDEUTIG gekennzeichnet sein und entsprechende Links und Logos aufweisen, sonst gibt es keine Kohle. Für einen armen Studenten sind 40€ ein unverzichtbares und willkommenes Zubrot, Frucht der langen Mühen, ein neues Paar Schuhe oder das dringend benötigte Standardwerk zur Einführung in das Nowikow-Selbstübereinstimmungsprinzip.
Die bei den Rezensionen ausdrücklich erwünschte redaktionelle Freiheit wird mir auch in den wenigen bezahlten Rezensionen ermöglichen, so kritisch zu bleiben, wie ich es ohnehin geblieben wäre, lediglich das Thema wird vorgegeben. Wer einen Ausverkauf von nichtidentisches vermutet, sei zum ersten zu schärfstem Protest und Diskussion via Kommentarfunktion oder Mail aufgefordert, und zum zweiten vorweg beruhigt:
Weder werde ich weniger zu anderen Themen schreiben, noch wird in irgendeiner Weise mehr Schleichwerbung betrieben, als ohnehin der Fall.
Beschwert euch einfach, wenn die Lesbarkeit oder die Qualität in irgendeiner Weise abnehmen sollte. Die eingenommene Kohle von Heuschreckenfirmen werde ich selbstverständlich nach Kräften nutzen, um Arbeiterinnen in thailändischen Sweatshops auszusaugen, Mauern und Zäune um Palästina zu bauen und bei Condoleeza Rice Klavierstunden zu nehmen.
31.5.07 14:19
 


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