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4.12.07 15:23


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Get Work or die tryin' it!

Jean-Francois Millet: "Les Glaneuses"
 
"Früh in der Kindheit sah ich die ersten Schneeschaufler in dünnen schäbigen Kleidern. Auf meine Frage wurde mir geantwortet, das seien Männer ohne Arbeit, denen man diese Beschäftigung gäbe, damit sie sich ihr Brot verdienten. Recht geschieht ihnen, daß sie Schnee schaufeln müssen, rief ich wütend aus, um sogleich fassungslos zu weinen." 
Theodor W. Adorno, 'Minima Moralia': "Monogramme"
 
Ein Statut Edwards des 6. im England des 16. Jahrhunderts verordnete Folgendes:
"[...] wenn jemand zu arbeiten weigert, soll er als Sklave der Person zugeteilt werden, die ihn als Müßiggänger denunziert hat. Der Meister soll seinen Sklaven mit Brot und Wasser nähren, schwachem Getränk und solchen Fleischabfällen, wie ihm passend dünkt. Er hat das Recht, ihn zu jeder auch noch so eklen Arbeit durch Auspeitschung und Ankettung zu treiben. Wenn sich der Sklave für 14 Tage entfernt, ist er zur Sklaverei auf Lebenszeit verurteilt und soll auf Stirn oder Backen mit dem Buchstaben S gebrandmarkt, und wenn er zum drittenmal fortläuft, als Staatsverräter hingerichtet werden. [...] Friedensrichter sollen auf Information des Kerls nachspüren. Findet sich, daß ein Herumstreicher drei Tage gelungert hat, so soll er nach seinem Geburtsort gebracht, mit rotglühenden Eisen auf die Brust mit dem Zeichen V gebrandmarkt, und dort in Ketten auf der Straße oder zu sonstigen Diensten verwandt werden."
(Karl Marx, Das Kapital: Die ursprüngliche Akkumulation. S. 763)
 
Das Marburger Kreisjobcenter, gelobt vom Grünen Karsten McGovern, ist unendlich humaner: Hier droht man lediglich den Leistungsentzug an, die ökonomische Peitsche soll die Herumtreiber und prospektiven Sklaven vorerst noch ohne polizeilichen Zwang zu stupidesten und nutzlosesten Tätigkeiten verpflichten. Fürderhin sollen Arbeitslose vom ersten Tag an in eigens neu eingerichteten Räumen gezwungen werden, an 4 Tagen in der Woche sich für 3,5 Stunden einzufinden, um unter Bewachung nach Arbeitsmöglichkeiten zu recherchieren. Als Schmankerl darf man in der "Jobakademie" kostenlos Bewerbungsunterlagen und Porto verwenden (natürlich nicht, um sich auf Stipendien oder ähnlichen Humbug zu bewerben) und ein mobiles Fotostudio sorgt für garantiert freundliche Bewerbungsbilder.
 
Noch als Menschlichkeit wird da das faschistoide Perhorreszieren des Reichsarbeitsdienstes verkauft. Gesellschaft bildet sich zuletzt noch etwas darauf ein, die leben zu lassen, die sich nach ihrem Bild sich zähneknirschend richten. Was einst als Errungenschaft des Humanismus galt, einen Menschen ungeachtet seiner Beschaffenheit nicht verhungern zu lassen, wird zum altbackenen Luxus erklärt. Der Zweck des ALG II ist nicht mehr, Menschen das Leben zu ermöglichen, sondern ihren einzigen Lebenszweck auf Arbeit auszurichten. Die solcherarts in die Zwangsarbeit gepeitschten Massen werden letztlich grausam gewahr, dass diese Gesellschaft nie ein Ort der Humanität ist, sondern dass im kalt lächelnden Antlitz des Fallmanagers die wählende Volksgemeinschaft verdinglicht erscheint, die nur darauf wartet, die endlich zu exekutieren, die noch an ein mögliches Jenseits vom Aufgehens in Arbeit um ihrer selbst willen erinnern. Emanzipation setzt sich daraus nicht frei: Eher gliedern sich die Betroffenen noch schaudernd ein, machen sich dem gleich, was sie bedroht und kanalisieren ihre Wut auf andere Ventile: Rassismus, Volksgemeinschaft, Antisemitismus.
 
Welchen Sinn es haben soll, künftig 16 Stunden pro Woche ohne Entgelt diesem deutschen Streben Genüge zu tun, verdeutlicht Ideengeber Dick Vink in der Tautologie, die das moderne Leben in all seiner Armut bloßstellt: "Ihr Job ist es, einen Job zu finden." Der Antisemit Wagner fasste seinerzeits seinen Begriff vom Deutschsein ähnlich zusammen: Deutsch sei, "eine Sache um ihrer selbst willen zu tun." Dazu will man den "Kunden", sprich Sklaven, "gut kennen", sprich entgegen allen datenschutzrechtlichen Bedenken durchleuchten bis aufs Kauf- und Beischlafverhalten. Wer sich dem Schwachsinn nicht fügt, wird zum Hungern angezählt. Die sich masochistisch mit der falsch beschaffenen Arbeitsverhältnissen identifizieren, erklären frech die Arbeitsscheuen für falsch beschaffen und sich selbst für normal und gesund. Das falsche Ganze zu ändern war man stets zu faul und so agiert sich der das gutheißende antiliberale Volkszorn an den Schwächsten aus, die nun immerhin wissen, dass der Staat ihnen nicht wohlgesonnen sein kann. Statt die Formulare bis ins letzte Glied auszufüllen, sollte man sich angesichts solcher Zeichen an der Wand seines Reisepasses vergewissern und die Kontakte ins Ausland gründlich pflegen.
8.12.07 11:10


Zombies und andere Verfolger - Die heimliche Begierde

Der Austauschbarkeit des Individuums im Kapitalismus entspricht der populär gewordene Zombiefilm - und dieser wird demzufolge rasch mit Kritik daran verwechselt. Die bewusstlosen Massen aus "Dawn of the Dead", die zur Shopping Mall als Ort der Befriedigung ihrer Begierden streben, weil sich dort das verzagte Leben, selbst zuinnerst vergiftet, verschanzte, sind nicht nur Kritik an den Zuständen, sondern in ihnen tobt die Regression.
Angstlust ist noch das mindeste. Im Verfolgtwerden der schönen Hauptdarstellerin ist der Begierde nach dem hemmungslosen Begehrtwerden nachzuspüren, das Aufgefressenwerden gerät zur liebevollen kannibalistischen Einverleibung. Was der zuinnerst kranken Gesellschaft eigentlich als Liebe gilt - nicht umsonst "verzehrend" geheißen - wird hier als Horror abgespalten. Unheimlich anstürmende Massen sind wie die Fans Verhängnis und Möglichkeit des Stars zugleich der Wunsch des Einsamen, der als Archetyp des Horrorfans sich gerne ausweist mit dem Beteuern, es seien in Wahrheit die Thriller, die Gewaltwünsche beim Konsumenten erzeugten. Nur zu wahr: Das Interesse der Zombies am bloßen Fleisch hebt erlittene Frustration auf, die der sexuell Deprivatisierte täglich erleidet, nicht seine Mordgelüste, denen die endlos perpetuierten Krimis und Thriller mit ihren schönen Damen als unschuldige Opfer eher noch zuneigen.
Anders als diese, bei denen der Mord durch den Tod oder zumindest die geziemende Wegsperrung des Verbrechers gesühnt werden soll, zieht es Zombiefilme zur Fortsetzung: entweder das Virus überlebt, oder eine gigantische Übermutter wie in Braindead bildet den absurden, per se nie gänzlich überwindbaren Hauptfeind. Der Sieg ist stets Betrug - zumindest die Erleichterung der Abspaltung im überführten Bösewicht wird hier nicht garantiert, ein Rest infizierten Fleisches überlebt immer, um die Wiederholung des Immergleichen zu garantieren.
Der Zombiefilm bereitet nachdem er im Faschismus wahr wurde dessen Wiederholung vor, indem er den Anblick auf Massen in deren Entstellung erleichtert und verzeichnet: Wie menschlich müssen die Fratzen der Hitlerbejubler gelten, wenn die zerfleischten Gesichter der bedenkenlos zu zerschießenden Bösewichte dagegen antreten sollen. Kritik ist dann eine bloß ästhetische: Der virtuelle Feind ist hässlich. Das macht ihn real leichter erträglich, solange er nur menschlich genug aussieht. Vom hässlichen Verhalten mag man dann absehen.
Die Alien-Trilogie vermag das in seltener Reflexion jenseits plumper Yingyangdialektik auszuhalten: der Erotik des Blutes tut der vom Maul triefende Sabber keinen Abbruch, die archaisch gurrenden Laute des Männchens lassen Ellen Ripley den Gefühlsstreit zwischen Lustprinzip und Realitätsprinzip eintreten - sie entscheidet sich gegen die Biologie und für den Verstand, gegen die Regression ins Mütterliche und fürs phallische Zerstören durch Interiorisierung ins Überich des alles umgebenden Alls. Das allerdings erst, nachdem der Zögling, das männliche Alien den inzestiösen Akt mit der grotesken Alienmutter - Opposition zum ersten Raumschiff "Mother" - verweigerte und sich Ripley zuwendet. Der Lustgehalt der Verfolgung wird hier offen artikuliert und denunziert dadurch die platten Verfolgungsjagden anderer Filme.
Sadistische Wünsche treten dagegen im hohl klappernden "Wrong Turn" zu Tage: Groteske Ghule mit effeminiertem hysterischen Wimmern, Humpeln und zurückgebildeten Stirnen verfolgen die gutaussehenden Youngsters des Fleisches willen. Hässlich, schwul und als Mutant per se behindert - überdies auf allseits sanktionierte Begierde verdammt - diesen Attributen gegenüber wird der Griff zur Schrotflinte dem Zuschauer als probate Notwehr anempfohlen.
Der moderne Vampir hob wenigstens in der Wandlung der Fledermaus zum schönen Mann das Eingeständnis eines nichtästhetischen Urteils auf - der wiederauferstandene Christusvampir, der zur Abwechslung sein Blut nicht trinken lässt, sondern das der schönen Frau verlangt, ist selten hässlich wie einst Nosferatu - sein Oralsadismus (Ernest Jones) bedarf der verführten jungen Frau. Zumeist lockt er noch mit Träumen vom ewigen Leben, dessen Verdorbensein durch den Fluch der Abhängigkeit er denunziert. Ihm wird das Herz durchbohrt und der Kopf abgeschlagen: Gefühl und Verstand zugleich abgetötet und so das reflektierte Leiden am Unheil abgeschafft.
Dem Zombie schlägt die Kugel mit schöner Regelmäßigkeit den Liquor aus den Ohren: Sein zuschanden gerichteter Geist, auf reine, reflexionslose Begierde reduziert wie das Ideal des postmodernen Aktes, wird gänzlich ausgeblasen. Der destruktivere Phallus in der Hand des Rationalen obsiegt und allein dafür war Rationalität zu gebrauchen - sie ließ sich nicht mit Lust versöhnen. Zugleich bleiben die allseitig Schwachen auf dem Schlachtfeld zurück. Ihnen sieht man von Beginn der Filme an, ob sie das erste oder das letzte Opfer sein werden. Die Angstlust des Unheimlichen im Film bereitet die heimliche Eingliederung des Schwachen ins Kollektiv vor: Nie kann er sich mit dem Helden identifizieren, der am Ende muskulöser als er selbst und vor Selbstverständlichkeit des Grauens kaum bewegt den Schein des vom Tode aller Nahestehenden verseuchten Lebens atmet. Ihm ist nur zu klar, dass ihm, dem Helden der Fernbedienung, im Ernstfall die Wahl zwischen dem Platz in der Masse oder der Opferrolle ansteht.
19.12.07 23:41


RTV - Fernsehmagazin als Medium für Verschwörungstheorien

Noch vor denen, die behaupten, der Krieg gegen den Terror verursache erst den Terror, sind mit Abstand diejenigen die Widerwärtigsten, die behaupten, den Terror gebe es nicht oder er sei Teil eines geheimen Planes.

"Ufo-Kurier"-Autor Andreas von Retyi, der bei seinen "Nachforschungen" zu Area 51 scheiterte, weil es ihm nicht "mit letzter Sicherheit" gelang, den Nachweis für dort doch mit letzter Sicherheit aufbewahrte außerirdische Flugobjekte zu erbringen, darf im RTV-Magazin sein neues Buch beworben sehen: "Die Terror(F)lüge".

Die bei Amazon identisch erhältliche Kurzbeschreibung informiert prägnant:

In offiziellen »Studien« zum 11. September 2001 wurden Daten verfälscht, brisante Informationen verschwiegen, wichtige Zeugen mundtot gemacht, Fakten vernebelt und Beweise eiligst beseitigt. Wirklich alles deutet darauf hin, daß der gigantische Terroranschlag vom 11. September 2001 von geheimen Kräften innerhalb der US-Regierung gesteuert wurde.

Skandal ist dabei nicht, dass solche Wahnsinnigen sich eitel noch als selbsternannte Wissenschaftler präsentieren, oder dass sie in ihrer Funktion auch absurde Thesen geprüft wissen wollen - das ist selbstverständlich gerade im wissenschaftlichen Bereich.
Vielmehr ist es Zeichen der Regression von Gesellschaft, wenn in Massenmedien mit Millionenauflage aggressiv für offensichtlich auch in dieser als psychopathogen geltende Einstellungen geworben wird. Die Verschwörungsangst des Kleinbürgers soll ihn selbst über seine verfolgende Neugier, sein Stalkertum hinwegbefriedigen. Er, der sich von Sekten hinter dem Staat hintergangen fühlt, hat noch nie begriffen, Staatlichkeit als feindlich zu begreifen.

Der "Wissensvorsprung geheimer Gruppen" will Gleichwertigkeit herstellen, wo die durchschlagende Gewalt des Kapitals für Fortschritte auf technischem Gebiet sorgt. Hilfe und Bedrohung soll von außen kommen, von Ufos und Aliens. Was man am Schlüsselloch zur Macht nicht erblickt, reimt man sich zusammen und dichtet noch gehöriges dazu. Der Befund selbst erklärt, warum den Verschwörern ein ganzes Heer von Lumpenjournalisten hinterherrecherchieren darf, warum jeder Autor damit wirbt, endlich die Geheimnisse der geheimsten Geheimlogen der Welt erfolgreich aufgedeckt zu haben - Paranoia. Diese ist nicht das falsche Bewusstsein über die Zustände, in denen das Individuum als Abnormes verfolgt und ausgegrenzt, oder bei Bedarf als Star hypostasiert wird, sondern die Überschätzung des Individuums in diesem falschen Ganzen. Paranoia ist stets schon Größenwahn, der sich für bedeutend genug hält, in besonderem Maße verfolgt zu werden. Die wahnhafte Überzeichnung der Unterdrückung in demokratischen Zuständen verharmlost dabei das Grauen, in dem der Faschismus diese bei weitem übertrifft.

21.12.07 16:45


Fragment zum Chiasmus des Genitalneides

Wenn, wie die Wiener Psychoanalytiker und einige individuellen Erfahrungen nahelegen, das Mädchen die Klitoris lange vor der Vagina entdeckt - oder zumindest diese gründlich verleugnet, wie die englischen um Horney meinen - und erst sehr spät auf diese verwiesen wird, so steht das der Auffassung des Knaben von diesem Genitale wie ein Chiasmus entgegen: Diesem gilt die Vagina als das eigentliche weibliche Organ, von dem er Besitz ergreifen möchte. Die Klitoris ist ihm verborgen, fremd, unbekannt und so häufig erfährt er erst durch die konsequente Aufklärung der Magazine und die Pornographie ihren Ort und Status.
Neid ist dem nicht fremd: Die Möglichkeiten der Objektbesetzung, die Vielfalt der Penisäquivalente im Bereich der Dinge erscheint ihm als ungleich lustfördernder denn die eigenen Möglichkeiten, die mit der bloßen Hand oder den stimulierenden Reizen durch den Duschstrahl sich weitgehend erschöpfen - wenn man von den aufwändigen, fast schon nekrophil anmutenden Gummipuppen, den Pygmalions für den Gutbetuchten, absieht. Das Mädchen könne dagegen wählen zwischen den tausend länglichen Gemüsen und Gegenständen - möglicherweise auch eine Projektion der eigenen, verdrängten homosexuellen Analerotik. Diese Vervielfachung eines Phallus spricht in ihm selbst den Sammeltrieb an, der die kleinen Kinder schon zum Tragen von Waffen, Stöcken und anderen Symbolen animiert. Dieser scheint nachträglich einen Zweck zu bekommen.
Das Mädchen allerdings ist im gleichen frühpubertären Stadium der Entwicklung zuallermeist auf die Klitoris konzentriert und weiß weder vom Neid des Knaben auf seine sexuelle Potenz durch den doppelt möglichen Orgasmus noch von dieser selbst.
Von einem echten Äquivalent zum Penisneid zu reden ist dagegen eitles Auswischen. Im frühen, vorödipalen Alter beneiden beide Geschlechter die Mutter um den Phallus Brust und Gebärfähigkeit. Der Vaginalneid des pubertierenden Knaben ist ein blasses Wiederaufflackern dessen - das allerdings aufs kulturelle bezogen kaum unterschätzt werden kann, wenn es um die Erklärung der grausamen Genitalverstümmelung geht, bei dem mindestens ein (Klitorisektomie) weiblicher Phallus, bei der Infibulation auch zwei, auf Empfehlung der anal-sadistisch gebliebenen Erwachsenen real kastriert werden soll und die weibliche Potenz somit aufs Gebären reduziert wird.
Fragment Ende

22.12.07 12:53


Die drohende ANC - Spaltung - Ein Lichtblick für Südafrika

Der African National Congress (ANC) ist bei weitem die bekannteste und populärste Partei Afrikas - politische Heimat des südafrikanischen Übervaters und Gallionsfigur der europäischen Linken, Nelson Mandela.
Mit dem Abtritt Mandelas kam der inkompetente Thabo Mbeki an die Macht, der wiederholt das HI-Virus als Erfindung der Weißen bezeichnete und Aufklärungskampagnen behinderte. Wer denkt, es hätte kaum schlimmer kommen können für die wirtschaftlich aufstrebende, aber dennoch arme Demokratie, wird mit den jüngsten ANC-Wahlen eines Besseren belehrt. Gegen Mbeki gewann Jacob Zuma. Dieser singt bei Wahlveranstaltungen gewaltverherrlichende Lieder und überstand einen Vergewaltigungsprozess mit einer richterlichen Rüge, beim Verkehr kein Kondom benutzt zu haben. Zumas Entschuldigung war, nach dem Geschlechtsverkehr geduscht zu haben. Seine Anhänger beschimpften die Klägerin schon im Vorfeld des Prozesses als Hure - Normal in einem Staat, der Vergewaltigung und Mord als Volkssport akzeptiert zu haben scheint. Zuma war zudem 2005 wegen Korruptionsvorwürfen von Mbeki entlassen worden, ein erneutes Verfahren steht noch aus. Zuma wird von den südafrikanischen Kommunisten und dem südafrikanischen Gewerkschaftsbündnis unterstützt - letztere beschlossen zeitgleich mit den britischen Gewerkschaften den Boykott Israels.
Wenn nun Mbeki und Zuma als Bestes, was der ANC zu bieten hat, gegeneinander antraten, ist das eine Bankrotterklärung und doch ein gutes Zeichen. Zwar siegten mit Zuma die Traditionalisten. Doch gleichzeitig unterzeichnet der ANC damit seine Auflösung als Einheitspartei der auseinanderklaffenden schwarzen Interessen - eine Spaltung ist absehbar und notwendig. (Dieser Meinung ist auch Paul-Simon Handy von der Universität Pretoria.)
Der ANC war ein Zwangsbündnis, zusammengehalten von der rassistischen Gesetzgebung. Schon kurz nach der Aufhebung des Verbots gab es einen kleinen Bürgerkrieg zwischen der konservativen, antikommunistischen Inkatha-Freedom-Party aus ländlichen Zulus und ANC-Anhängern mit 7000 Toten - mehr als jedes Massaker der Apartheid-Regierung. Seit den 1980ern rollen Wellen von Hexenjagden durch das Land, die in den 1990ern mehrere Tausend Tote forderten. Solche Erscheinungen werden vom ANC als kleinere Probleme und Spätfolgen des Kolonialismus behandelt, die Black-to-Black-Violence wurde auf das Wirken von agents provocateurs der Apartheid zurückgeführt. Um das zu beweisen wurde erheblicher Druck auf die Versöhnungskommissionsteilnehmer ausgeübt - das Geständnis der Apartheid-Regierung blieb jedoch aus, weil es dahingehend nichts zu gestehen gab. (Isak Niehaus, 2001)
Wenn sich diese Partei nun in ihre verschiedenen Interessensgruppen spaltet, befördert das den demokratischen Prozess. Nicht so sehr, weil die Folgen positiv oder irgend absehbar wären - die Gefahr ethnischer und politischer Unruhen ist real. Sondern weil dadurch ein idealisiertes Bild ein für alle Mal untergeht, das den ANC als heilige Institution und Erlöser vor dem Rassismus feiert und Kritik an ihm ausblendet. Dann würde die Ablösung vom paternalistischen Rockzipfel der Europäer nicht mehr über die traditionalistische Regression des Afrikanismus erfolgen müssen, sondern könnte in einem freien Disput und Interessensvertretung aufgehen.
26.12.07 14:42


Südafrika verbietet Küssen

Südafrikas Polizei und Gerichte sind nach Meinung der Regierung Mbeki im Land mit einer der höchsten Mord- und Vergewaltigungsraten weltweit nicht ausgelastet. Ein neues Gesetz verbietet jeglichen erotisch konnotierten Körperkontakt von Jugendlichen unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit: Küssen, berühren, umarmen, rubbeln wird fortan kriminalisiert.
Wo die Gewerkschaften schon dem iranischen Antisemitismus nacheifern will die Regierung nicht zurückstehen und bastelt sich mal eben eine kleine Ersatz-Sharia zusammen.
Zum Glück begehren die Jugendlichen dagegen auf und veranstalten Massen-Kiss-Ins.
28.12.07 17:17


* 21.6.1953
† 27.12.2007

 

28.12.07 18:15





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