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Islamismus

Iranischer Mullahchorus interpretiert

In Iran wurden Sonnenbänke und Solarien verboten. Die Begründung dafür ist lächerlich: Ausgerechnet die iranische Regierung, die massenhaften Selbstmord predigt und Atombomben baut, argumentiert mit "Strahlenschutz".

Das ist jedoch nicht der Gipfel der Perfidie. Anders als in Deutschland, wo Solarien für Hautkrebs sorgen und generell eher kritikabel sind, haben Sonnenstudios in Iran eine weitaus wichtigere Bedeutung. Sonnenlicht ist ein für das Wachstum und die physische wie psychische Gesundheit unabdingbares Mittel. Die nicht nur in Iran gewaltsam durchgesetzte Totalverschleierung fördert rachitische Symptome, Hautkrankheiten und Knochendeformationen. Die 300 Watt-Birne Osram-Vitalux zum Beispiel, wegen des UVB-Gehalts beliebt in der Terraristik, wird daher primär zu Therapiezwecken verkauft.

Wenn die iranische Regierung nun Einfuhr und Betrieb von Sonnenbänken verbieten will, so ist das primär als Akt der Aggression gegen Frauen zu verstehen und zeigt ein weiteres Mal den faschistischen Charakter des Regimes an. Wo dieses durch die Durchdringung des Privaten Frauen schon das echte Sonnenlicht raubt, muss es noch die kläglichen Versuche zum sublimierenden Ausgleich des Defizits unterdrücken. Den Verdurstenden wird buchstäblich noch der Kieselstein aus dem Mund gezerrt, an dem sie lutschen. Es ist diese endlose Radikalisierungsspirale, die den Islamismus notwendig zu einem selbstmörderischen Unternehmen werden lässt.

6.7.08 13:18


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Hillary Clintons Plan A für den Iran

Haaretz:

Democratic presidential candidate Hillary Clinton, facing a crucial primary in Pennsylvania Tuesday, said that if she were in the White House and Tehran attacked Israel with nuclear weapons, the United States would be able to 'totally obliterate' Iran.

Interviewed on ABC's Good Morning America program, Clinton was asked what she would do if Iran attacked Israel with nuclear weapons.
"I want the Iranians to know that if I'm the president, we will attack Iran," Clinton replied. "In the next 10 years, during which they might foolishly consider launching an attack on Israel, we would be able to totally obliterate them."

Es ist anscheinend schon Usus geworden, das zu denken, was es mit allen Mitteln zu verhindern gilt. Anstatt bereits jetzt wirksame Restriktionen gegen das iranische Regime voranzutreiben und einen sofortigen Stop des iranischen Atomprogramms zu erwirken ergeht man sich in Gedankenspielen über den Preis, den Iran für einen nuklearen Angriff auf Israel zu bezahlen hätte.

Diese Besinnungslosigkeit und dieser Wahnsinn erklärt sich aus der verführerisch simplen Rechnung, die ein roter Knopf bietet. Zahllose Unbekannte verschwinden auf einmal, niemand muss  mehr einen Gedanken verschwenden. WENN die eben Israel auslöschen, pusten wir sie weg und alles ist gut.
Dass Israel das ebensogut mit eigenen Atomwaffen kann, zudem über einen weitaus besseren Geheimdienst als die marode CIA verfügt, und so sogar die Selbsterhaltung durch einen preemtive strike ermöglicht, kommt Clinton in all ihrer Anmaßung nicht in den Sinn. Sie rechnet aus wahlkampftaktischen Gründen mit dem Leben von Millionen Juden (und Arabern und Persern) - und leugnet dabei den iranischen Märtyrismus, der in der Selbstvernichtung eben nicht notwendig ein Übel, sondern eine Erlösung sieht, zumal, wenn sie für die Vernichtung Israels stattfindet.
Bürgerliche Ideologie ist dann zum Scheitern verurteilt, wenn sie in ihrem größten Feind nur ein Abbild ihres Selbstbildes sieht: Vergesellschaftete Individuen, die Preis und Wert einer Sache rational abwägen und dementsprechend auf einer marktförmigen Gesellschaft agieren. So sehr die islamistische Ideologie die Identifizierung mit dem Wertprinzip verkörpert, in der das Individuum das austauschbare Mittel zur Ware Macht wird, so wenig sind ihre Äquivalente rational. Der Wert, den die Vernichtung der Juden für die Islamisten gewonnen hat, übersteigt für sie den des eigenen Lebens bei weitem und darin übertrifft er den "normalen" Antisemitismus des auf seinem Wahn rational aufbauenden Staatsbürgers, den man mit ein paar Knüppeln in der Regel noch von den Synagogen fernhalten kann.
Die bürgerliche Ideologie der Clinton hält den freien und gleichen Menschen gemeinhin beigemessenen Wert für naturgemäß und kann darum nicht begreifen, dass in Iran andere Preise für Menschenleben berechnet werden, die eben nicht freie und gleiche sind. In dieser verzweifelt naiven Fehlkalkulation werden ihr die Juden Israels zu bloßen austauschbaren Waren und die wechselseitige Vernichtung zum marktkonformen Tauschakt.

22.4.08 13:02


Sexuelle Gewalt in Jemen, Syrien...

In "Die Pädophilie Mohammeds: Über ein sinnloses Argument " verwies ich auf die Notwendigkeit, das in islamischen Gesellschaften heute praktizierte Heiratsverhalten zu prüfen und sich nicht mit einer defizitären Verurteilung eines vor ca. 1400 Jahren gestorbenen Sektenführers aufzuhalten.
Wadi.net berichtet nun von häufigen Zwangsheiraten und Mädchenraub in Jemen. Just setzte eine Achtjährige in einem Alter, in dem man eher mit Nintendo-DS zugange sein sollte, vor Gericht ihre Scheidung von einem 28-Jährigen Mann durch: Endlich könne sie wieder zur Schule gehen. Der Vater gab zu Protokoll, er habe sie aus Angst, sie könne ebenso wie ihre Schwestern geraubt werden, in die Ehe verkauft.
In Syrien begibt sich Leila Djamila für die taz auf eine mit unappetitlichen konfessionistischen, auf englisch würde man sagen "lurid", Beiklängen versehene Feldforschung. Neben dem Hauptspaß, den sie bei ihrer Selbstinszenierung mit Abenteuer-Attitüde kaum verhehlen kann, findet sie heraus, dass Kinderprostitution in Syrien gesellschaftsfähig und häufig zu nennen ist.
Das patriarchale Gesicht des orthodox-revolutionären Islam rächt sich an seinen Kindern für das selbst Erlittene doppelt und dreifach. Die einen stößt es in Hinterhöfe und Keller zurück, unter Burkas und hinter Mauern versteckt vor dem, was man Welt nennen könnte. Die anderen beutet es um so rücksichtsloser sexuell aus. Die Paranoia vor den Reizen der Frau im konservativ-konformistischen Islam verweist nur zu deutlich auf einen dadurch rationalisierten Anspruch, Frauen und Mädchen zu vollständigen Sexualobjekten zu machen und restlos zu entmündigen, als Möbelstücke sich ins Haus zu stellen. An diesem Doppelverhältnis ist nicht die Bigotterie von djihadistischen Bordellen hämisch zu bekichern, sondern es sind die Extreme zu bezeichnen, die jene Bigotterie als unbewältigte und unbegriffene Ambivalenz des Gefühlslebens hervorbringt.
Zwangsprostitution und soziale Inhaftierung der Frau sind nicht schon jene Widersprüche, sondern zwei einander bedingende Resultate eines mit Gewalt gebrochenen Widerspruches in den Individuen, dessen hartnäckige Trümmer mit fanatischer Wut auf westliche Freizügigkeit und weibliche Reize vertüncht werden. Die angebliche Widersprüchlichkeit von Zwangsprostitution und Keuschheitswahn zu kritisieren, hieße, insgeheim eine Seite der beiden zu befürworten. Kritik muss den darunter liegenden Widerspruch im Subjekt so weit durch die radikale These möglich aufdecken - jenseits von Platitüden wie jener von der Sexualnot des Jungmannes im für beide Geschlechter sexualfeindlichen Islam.
In mimetischer Angleichung an jene Herrschaft, die der Islam als Unterwerfung bedeutet, übt das Individuum Herrschaft über Individuen aus, um die kollektive nicht länger zu fürchten. Der sich täglich unterwerfende Mann will im eigenen Hause selbst Herrscher sein. Dem vergotteten Magier Mohammed, der nicht wie sein Antagonismus Jesus Leben, Wein und Brot, sondern Macht und Tod zauberte, eifert solches Bewusstsein nach, weil es eben solche Macht über Leben und Tod wie den nach dem huldigenden Steinbesuch zu steinigenden Teufel fürchtet. So werden im Paradies Jungfrauen und Knaben versprochen, eine Versöhnung mit dem Tod findet nicht statt - darum greift die Identifizierung mit ihm um so stärker: Der Tod wird gesucht, um ihm zu entgehen, schon im Paradies zu verweilen, wenn er ist. Weil an diesem Versprechen allerdings Zweifel nagen, möchte man seinen Teil der Jungfrauen wenigstens schon auf Erden genießen - und sei es mit Gewalt, mit der man die einen mit fanatischer Wut gegen ihren Willen in der Jungfräulichkeit hält und die anderen mit um so pathologischer Empathielosigkeit zurichtet und vergewaltigt.
17.4.08 11:49


'Fitna' von Geert Wilders: Appeasement des Westens



Wie selbstverständlich das Appeasement des Westens geworden ist, zeigen die Reaktionen auf "Fitna" von Geert Wilders. Dominierend in den Begründungen für die profilierte Ablehnung war die Furcht vor Ausschreitungen und Terror. Nach Morddrohungen, mit denen Wilders wie Hirsi Ali, Nasreen und Rushdie täglich leben muss, löschte die Filmplattform Liveleak den Film. Auf Youtube ist er nach wie vor zu finden. An gleichem Ort lassen sich täglich neue Kommentare lesen, in denen ein islamischer europäischer Gottesstaat gefordert wird oder in denen Weltkriege auf Juden zurückgeführt werden.

Wilders Film ist zunächst darauf angelegt, Widersprüche innerhalb des Islams aufzuzeigen und zu provozieren. Das hat er erfolgreich geschafft. Die platterdings freche Bigotterie des Islamismus verleitete zu Reaktionen wie der, dass die Gleichsetzung von Islam und Gewalt unzulässig sei und den Islam beleidige. Über weite Teile adaptiert 'Fitna' jedoch islamistische Propagandavideos: Gegen jene finden bekanntermaßen keine Massendemonstrationen in islamischen Gesellschaften statt.

Allerdings verkehrt sich Wilders Anliegen ins Gegenteil. Seine liberale Note, die er in expliziter Betonung der Schwulen- und Judenfeindlichkeit der Islamisten schärft, machen ihn zunächst sehr sympathisch: Von weiten Teilen dessen, was man in Deutschland unter Rechtspopulismus versteht, würde man dieses Beharren auf noch längst nicht eingelösten emanzipatorischen Fortschritten der Demokratien vergeblich suchen - Homosexualität und Frauenrechte sind hierzulande Anathema unter Rechten.

Der Umschlag ins Nationalliberale erfolgt in kleinen, sehr kurzen Passagen: Dem Abhub auf Bevölkerungsanteile, die darin enthaltene Homogenisierung der unter Islam befassten Strömungen und zuletzt das üble Bild der Karikatur Westergards, dem Wilders die Bombe unter dem Turban Mohammeds explodieren lässt - ein impliziter Aufruf zum gewaltsamen, paramilitärischen Aufruhr gegen die zuvor als Versinnbildlichungen des Fanatismus präsentierten Moscheen.

In Annahme eines unmöglichen Absehens davon ist Wilders eine bemerkenswerte Cointenance zuzugestehen: Er versteht 'Fitna' als Aufforderung der Muslime, die fraglichen Suren und ihre Folgen zu diskutieren. Mit dieser Infragestellung von Suren würde allerdings der stabilisierende literalistische Kern des Islam selbst fallen - was eine Liberalisierung des Islam an sich möglich machen könnte. Hierin behält Wilders recht in seiner Pauschalisierung: Den Islam als gewaltfördernd zu bezeichnen. Zugleich verschweigt er den Grund: Nicht, dass Suren zu Gewalt aufrufen ist ursächlich für islamistische Gewalt, sondern dass der orthodoxe Islam einen Literalismus pflegt, der jegliche Inhalte der Kritik enthebt und für zeitlos erklärt.

Diese Leugnung von Geschichtlichkeit macht den Islam so attraktiv und anschlussfähig an die bürgerliche Ideologie, die nach Marx nur zu gern ihre gewaltsamen Vorbedingungen vergessen will. Insofern ist das zur Norm gewordene Appeasement erklärbar. Nur ungern möchte man auf Seiten der Bürgerlichen daran erinnert werden, dass die demokratische Freiheit von je mit Gewalt erstritten wurde und schlimmer noch: mehrfach selbst in barbarische Gewalt umschlug. In instinktiver Kenntnis von dieser Möglichkeit des Umschlags wählt man Agonie als vermeintliche Alternative - weil man zu wirklich konsequenter Aufklärung nicht in der Lage ist und noch insgeheim mit dem drohenden und täglich vollzogenen Umschlag sich gemein macht. Darin liegt ein Großteil der Bedrohung, die Wilder gänzlich dem Islam zuschlägt, womit er dem sadistischen Größenwahn der Islamisten einen Dienst und sich selbst einen Bärendienst erweist.
Dennoch ist Wilders Film vorerst zu begrüßen: Er offenbart die Apathie des Westens. Über den Islam selbst vermag er im Aufsagen einer Handvoll Suren wenig Substantielles auszusagen. Nicht zuletzt war Wilders selbst überrascht vom Stillhalten eines so großen Teils der 54 Millionen Muslime in Europa.

30.3.08 15:18


Statistik zur Situation der Frauen in Afghanistan

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der gemeldeten Vorfälle körperlicher Gewalt gegen Frauen um 40 %.
80 % der afghanischen Frauen erleiden häusliche Gewalt, 60 % der Ehen sind Zwangsehen, bei der Hälfte aller Ehen sind die Frauen unter 16. Die Müttersterblichkeit bei der Geburt liegt bei 1,6-1,9%. 48 % leiden an Eisenmangel.
 
Zugleich explodiert die Drogenabhängigkeit. Suchtkranke gelten in Afghanistan als hochgradig unrein und frevelhaft, werden geächtet, misshandelt und ausgestoßen.
Afghanistan ist also alles andere als ein befreiter Staat, sondern in weiten Teilen noch in einem vergleichbar maroden Zustand wie unter den Taliban. Das nehmen Parteien wie die Linke und ihr ideologisches Umfeld als Begründung, immer noch einen kompletten Truppenabzug aus Afghanistan zu fordern - was weder Lage der Frauen noch die der Ärmsten verbessern wird.
Mit der bei weitem nicht abgeschlossenen Zerschlagung des Taliban-Regimes wurden sicherlich nicht alle Probleme des Landes gelöst, einige vielleicht kurzfristig verschlimmert. Der Fortschritt ist zunächst ein außenpolitischer und damit dem Hauptzweck des Einsatzes entsprechend: Afghanistan wurde vom aggressiven Terrorexporteur zum Terrorimporteur degradiert. Die Taliban im Süden sind bereits zerstritten und uneins über die starke Vorherrschaft ausländischer Islamisten, die ins Land strömen.
Und ein weiterer Fortschritt lässt sich nicht leugnen: Heute können Hilfsorganisationen in den befreiten Gebieten zumindest agieren, können Demonstrationen gegen Todesurteile zumindest stattfinden, können Statistiken wie die über die skandalöse Lage der Frauen erhoben werden und afghanische Streitkräfte den Taliban zumindest gelegentlich aus eigenem Antrieb heraus empfindliche Niederlagen beibringen.
 
Vorzuwerfen ist der NATO eine Unterschätzung der terroristisch-militärischen Schlagkraft der Taliban, der ausländischen Unterstützung für diese und der innenpolitischen Probleme des Landes. Die zähe, frustrationsbeladene und langwierige Bearbeitung all dieser Probleme hat zur Grundvoraussetzung militärische Sicherheit und politische Stabililtät. Wer stets aufs Neue gebetsmühlenartig vorträgt, militärische Mittel reichten allein nicht aus, fordert doch erfahrungsgemäß das Gegenteil: Eine Reduktion militärischer Mittel und eine Substitution dieser durch zivile. Jegliches zivile Engagement folgt jedoch dem Primat der Sicherheit, die derzeit nur das Militär gewährleisten kann. Eine aufgeklärte Kritik der Erfolge der NATO-Mission ist damit untrennbar mit der Forderung nach mehr militärischer Präsenz verbunden. Ein für den Guerillakrieg ideales Gebiet von der 1,5-fachen Größe des Iraks mit lediglich 30 000 Soldaten befrieden zu wollen ist ein sehr opferbereites Unterfangen - der militärische Sieg wird derzeit durch einen skandalös hohen Einsatz von Menschenleben erkauft, wenn nicht gänzlich riskiert. Und zweifelsohne sind die Staaten in die Pflicht zu nehmen, die ökonomisch und militärisch bislang am wenigsten in den Krieg gegen den Terrorismus eingebracht haben und zugleich am meisten von Erfolgen wie Misserfolgen gleichermaßen profitieren: Deutschland, Spanien, Frankreich und einige weitere.
 
Dabei kann es nicht darum gehen, den Soldaten im Norden Afghanistans Drückebergerei vorzuwerfen: Deren Job ist hart genug und nicht selten ist ein posttraumatisches Stresssyndrom die Folge. Vielmehr muss den europäischen Gesellschaften eine Diskussion abverlangt werden, was sie unter Terrorismus verstehen und was sie dagegen zu tun gedenken. Ob sie mehrheitlich bis hin zum vermehrten Einsatz von Soldaten in Hochrisikogebieten mit allen zu erwartenden Folgen rechnet, oder zynisch einen nationalökonomischen Standortvorteil aus der Verweigerung zieht, ungeachtet der realen Gefahr für die gesamte freie Welt im Falle weiterer islamistischer Siege.
10.3.08 14:02


Eine ganz andere Flüchtlingsfrage

Die Jerusalem Post berichtet nach einem Anschlag der Hamas auf eine Bibliothek der YMCA in Gaza: 

"The Palestinian Christian population has dipped to 1.5% of the West Bank and Gaza Strip, down from at least 15% a half century ago, according to some estimates. No city in the Holy Land is more indicative of the Christian exodus than Bethlehem, which fell under full Palestinian control last decade as part of the Oslo Accords. The town of 30,000 is now less than 20% Christian, after decades during which Christians were the majority. Elsewhere in the PA territories, only about 3,000 Christians, mostly Greek Orthodox, live in the Hamas-run Gaza Strip, among a strongly conservative [sic! NI] Muslim population of 1.4 million."

 

15.2.08 14:56


Irak - Situation der Frauen und Kinderterroristen

Ein sicheres Anzeichen dafür, dass Al-Quaida (zu) langsam im Irak die Puste ausgeht, war der Missbrauch von zwei geistig behinderten Frauen als Selbstmordattentäterinnen. Ein weiteres ist die Rekrutierung von Kindern als Terroristen und Selbstmordattentäter.

Unterdessen steigt die Gewalt gegen Frauen unabhängig von der Zugehörigkeit zu offen als terroristisch bezeichneten Organisationen an: der Terror der religiösen und patriarchalen Fanatiker wird individualisiert gegen die ubiquitärsten und schwächsten Ziele der Gesellschaft. Ein Bericht darüber findet sich in der NZZ.

11.2.08 15:00


Die Keffyah als Schnuffeltuch

Als ich die 9-jährige Freundin der Tochter meines Mitbewohners mit Keffyah auf der Straße mit dem Modellflugzeug spielen sah, dachte ich noch "die werden ja auch immer jünger immer krasser".
Seitdem gehe ich mit etwas wacheren Augen durch die Straße und wundere mich: Virtuell jedes Gör, das schon alleine frei rumlaufen darf, hat sich so einen palästinensischen Halstschador gekauft und umgehängt. Ob nun die ökobewegten Eltern das Ding als Stoffwindel kauften und dem Kind zur Sicherheit nochmal in die Schule mitgeben, oder ob Karstadt schon einen so großen Einfluss auf Kindermode hat:
Es ist nicht lustig.
Pubertäres Aufbegehren erhält so eine Abfuhr in einem als Widerstand symbolisierten Stück Stoff. Das verbindet die Kleinen, die noch nicht Tagesschau gucken dürfen, weil das zu brutal wäre, mit den Großen, die vom schwarz-weißen Schnuffeltuch nicht lassen können, weil sie sich so zur gleichen Zeit mächtig individuiert und kollektiv zu Hause glauben dürfen. Echtes, und in diesem Alter dringend notwendiges Aufbegehren, Zeichen einer gelungenen Erziehung, findet nun auf einer rein symbolischen Ebene statt - Denken wird durch das Kaufen des als rebellisch goutierten Artefakts ersetzt. Solchermaßen wird das Kind von je bevorzugt an Fasching durch den gefährlichen Pirat, den Cowboy, der kaum laufen kann, die Hexe, die dann doch noch weint, domestiziert: Es darf die Aggression in diesen Phantasiespielen ausleben. Ein harmloses Geschäft, solange das infantile Symbol des Antisemitismus nicht zum legitimen des infantilen wird. Noch schlimmer wird es, wenn Eltern ihr Kind als Litfasssäule ihrer eigenen Komplexe missbrauchen, weil sie selbst nicht in der Lage sind, klare Grenzen zu setzen. "Mein Kind ist jetzt schon politisch interessiert" - so soll wohl dann die Botschaft jener lauten, für die ein Selbstmordattentat politisches Engagement bedeutet.
11.2.08 12:04


Persepolis - Kritik vom Feinsten

Persepolis läuft derzeit in Marburg an. Das surrealistische Comic-Noir folgt aus der subjektiven Perspektive mit der Entwicklung eines kleinen Mädchens der in Iran seit dem Sturz des Schahs. Feinsinnig übt sich die Gestaltung in subtiler Weglassung und Andeutung, und erreicht so mit schwarzen Schatten mehr als jeder Realismus. Geschichtsunterricht erfolgt in Zwischenpassagen, die durchaus nicht unangenehm stören.
Konsequent negativ und nicht selten existentialistisch trägt der Film Widersprüche und Kritik an alle Orte der Handlung und öffnet so stets aufs Neue Abgründe. Der Islamismus wird in all seiner pathologischen Dürftigkeit denunziert, ohne ein Richtiges im Falschen zu eröffnen: Stets ist die Flucht und selbstmörderischer Widerstand die schlechte, einzig mögliche Wahl angesichts der Barbarei.
Völlig haltlos der Vorwurf der beleidigten Jungen Welt: Der Film fungiere banal auf der Eben des Kindchenschemas und bestätige bürgerlichen Liebeskitsch. Dabei entzieht Persepolis gerade der infantilen Protagonistin die Sympathie, wo sie sadistisch die am Tisch gehörten Folterpraktiken am Nachbarskind testen möchte.
Ein Satz bleibt allerdings merkwürdig schief in der vielseitigen und differenzierten Kritik hängen: Der Vater des Mädchens wettert unwidersprochen über "den Westen", der an beide Seiten Waffen verkauft hätte, "und wir" hätten "dieses zynische Spiel mitgespielt". Darin geht die im Vorfeld geleistete geniale Zeichnung der makabren Märtyrerchose unter. Nicht, weil nicht tatsächlich zu kritisieren wäre, dass westliche Staaten an die Revolutionsregierung der Mullahs wie an Saddam Hussein gleichermaßen Waffen verkauft haben, sondern weil in diesem Satz der Islamismus und der Krieg Saddam Husseins als ausschließliches Spiel des Westens erscheint.
Dennoch: Das glänzende Medienereignis sollte sich niemand entgehen lassen. Es bleibt zu hoffen, dass es für das eine oder andere "Ich-trage-mein-Kopftuch-freiwillig"-Muslimädchen vielleicht eine heilsame Kränkung bedeutet. Denn nichts wird im Film so subtil und doch stringent vorgeführt, wie die Tatsache, dass das islamische Kopftuch vom fanatischen Zwang nicht mehr zu trennen ist, und es wahrscheinlich nie war.
5.1.08 13:23


* 21.6.1953
† 27.12.2007

 

28.12.07 18:15


Islamversteher?

Da insistiert man auf Komplexität des Denkens, auf das Besondere im Allgemeinen, auf das Allgemeine in Besonderheiten, und so landet man zwischen den Stühlen.

Eine kleine Wiederholung in verkehrender Kritik:

Der Trend der Islamversteher ist es, Kritik am Islam mit dem Ausweichen auf die blutige Geschichte des Christentums zu begegnen und überhaupt jegliche Barbarei mit Widersprüchen der Zivilisation zu entschuldigen und so das Fortschrittliche in Zivilisation zu verraten. Solche Leute nennt man Kulturalisten. Ihre Kritik an Widersprüchen, so richtig das Argument faktisch sein mag, ist nicht eine Kritik am Zivilisatorischen, sondern eine Hinwendung zum Barbarischen im Verteidigten. Wenn zum Beispiel Genitalverstümmelung neuerdings auf Brustoperationen und Geschlechtsumwandlungen im Säuglingsalter bezogen wird, ist es nicht etwa die Absicht gegenüber einseitigen Verallgemeinerungen zu differenzieren, die diese Leute treibt, sondern die Absicht über Allgemeinheiten Identitäten zu schaffen, die es ermöglichen, sich als Einzelner im feindlich bestimmten "westlichen" Kollektiv als individuell zu dünken und so sowohl Genitalverstümmelung wie Brust-Op nur als Objekt vorschieben, an dem ein solches Verhältnis erzeugt werden kann.

Meine Absicht in den unten folgenden Artikeln war, zu differenzieren! Es kann nicht darum gehen, die historischen Fakten, die solche Kulturalisten aufzählen schlichtweg als falsche zu deklarieren. Es muss darum gehen, ihren merkwürdigen Fleiß beim Aufzählen solcher Fakten auf seinen wahren Grund, der Entschuldigung des Islams und der Identitätsgewinnung an diesem Ersatzobjekt zurückzustoßen.

Insofern bestehe ich weiterhin darauf, zu belegen, wovon man spricht und deutlich zu machen, warum man davon spricht. Die Kritik an Wertmüller beispielsweise habe ich NICHT zur Verteidigung des Islam geschrieben, wie Frank das unterstellt und nicht belegt, sondern um ein identitäres Moment darin aufzubrechen und dem Identischen geopferte Störfeuer der Geschichte ins Licht zu rücken. Das soll nichts vereinfachen, wie das die Kulturalisten mit ihrer Losung: Westen scheiße! tun, sondern zu etwas gründlicheren Recherchen und besseren Belegen und einem Nachsinnen über das eigene Interesse am Belegen anregen. 

Wenn jemand die These vertritt, das Christentum habe ein vernünftiges Element, so ist dies a) am religiösen Text und b) an der Geschichte zu belegen. Beides schlägt meines Erachtens fehl. Vernunft ist die paradoxe Ausnahmeerscheinung im Christentum. Aufklärung als christliches Projekt zu bestimmen scheitert. Dem Islam Vernunftfeindlichkeit aufgrund einiger Sekundärliteraturpassagen nachzuweisen, schlägt ebenso fehl, nicht weil die Grundthese falsch ist, sondern weil die Beweisführung dürftig und tendenziös ist, was gerade dadurch um so schwerer wiegt, als diese Nachweise leicht gefunden werden könnten. Wo Vernunft gerade in Raserei mündet, zeigt Wertmüller in Kenntnis der Dialektik der Aufklärung ja bereits auf. Es wäre dann zuletzt zu fragen, wo das irgend am Christentum als vernünftig zu bestimmende Moment vor solcher Raserei gefeit bliebe. Auch vom dialektischen Standpunkt, der eben ein solcher nicht ist, darf man auf etwas Konsistenz bestehen.
   

 

23.9.07 14:55


Irans Joker Deutschland

"Where's Germany?", fragt die Jerusalem Post. Deutschland sei das letzte Land, das den Iran vor ernsthaften Konsequenzen für den Bau der Atombombe schütze. Die Sanktionen, so Teheran, seien gemeistert, die von Frankreich zurückgeschnittenen Investitionen würden durch 37 Mrd. Dollar Investitionen allein in den letzten zwei Jahren ausgeglichen.
Während sich die USA und Israel als einzige ernsthaft um Iran sorgen, finden in Deutschland unter den Auspizien der hessischen Landesregierung Tagungen statt, auf denen zu einer Verstärkung der wirtschaftlichen Bindungen zu Iran geraten wird. In Deutschland dominiert der Ruf, dem Iran weitere Chancen zu geben, sein Image aufzupolieren. Dazu die Jerusalem Post:
 
This sort of "give Iran a chance" rhetoric is offensive and absurd in light of Iran's open defiance of the international community. On August 21, the Iranian news agency (IRNA) quoted President Ahmadinejad promising to place nuclear technology "at the service of those who are determined to confront the bullying powers and aggressors."
 
Nach Frankreich wäre Deutschland die letzte Großmacht, die sich zu wirklich schmerzhaften Sanktionen bewegen müsse, um den Iran zur Aufgabe des Atomprogramms zu zwingen.
 
Wer allerdings in Deutschland wohnt, das eine oder andere Mal CDU-Führungskräfte um eine schriftliche Stellungnahme gebeten hat, und das zwielichtige Geschwätz der einzigen Partei, die sich die Solidarität zu Israel halbwegs auf die Fahne zu schreiben traut, kennengelernt hat, kann wenig Hoffnung auf eine solcherarts noch friedliche Lösung des Konflikts hegen. Im Zweifelsfall opfern die Konservativen in Deutschland mit Krokodilstränen die Interessen Israels denen Irans. Das wird für den solcherarts unausweichlichen militärischen Konflikt Folgen haben. Die Friedensforscher und Populisten der SPD, Linkspartei und den just an der Verdummung der Basis kollabierten Grünen streiten bereits jetzt für das Recht Irans auf Kernenergie und Atomwaffen. Den CDU-Reservaten Baden-Württemberg und Bayern war von je jeder Intellekt abhold, die puritanisch-katholische Erwerbsethik schließt den Verzicht auf das lukrative Geschäft mit den Antisemiten ebenso aus, wie man sich durch eine Kriegsteilnahme die künftigen, derzeit brummenden Geschäfte im islamischen Raum nicht verderben möchte.
 
Israel und die USA werden mal wieder allein den Weltgeist intonieren müssen und sich dafür Kriegstreiber schimpfen lassen, nur weil die übrige Welt einem Krieg gegen Israel schon immer achselzuckend gegenüberstand und zu ernsthaften friedlichen Lösungen nicht bereit war.
Wie der ökonomisch vertretbare Militärschlag aussehen würde, erklärte jüngst ein Militärsprecher der USA. Etwa 1000 Angriffsflüge seien notwendig, um die unterirdischen Anlagen aufzubrechen. Das sei machbar. Die neuen B2-Spirits dürften auch für die russischen Radarstationen unsichtbar sein, nachdem die Luftabwehr ausgeschaltet ist, wäre die marode Luftwaffe Irans kein Gegner mehr. Die radioaktive Verseuchung wäre ein in Kauf zu nehmender hoher Preis.
 
Wie danach mit Iran umzugehen ist, weiß kein Mensch, und gerade in Deutschland ist man anscheinend nicht willens, darüber nachzudenken. Die Bewahrung des Frieden geschumpfenenen Status quo unter dem sympathisch-gruseligen Ahmadinedschad geht den Konservativen wie den Konformisten von Links vor.
18.9.07 11:26


Wer war dieser Allah doch gleich?

Seit März 2006 blogge ich nun mehr oder weniger regelmäßig. Anlaß des Blogs war die Frustration über Hemmnisse von antideutschen Gruppendiskussionen. Der erste Artikel sollte daher einem vormals so nicht veröffentlichbarem Flugblatt Dialogue and conquer Raum geben.

In zahlreichen Beiträgen äußerte ich mich in der Folge zum Islam, zum Islamismus und generell zu religiösem Fanatismus. Mittlerweile ist meine Magisterarbeit über Hexenjagden in Afrika beendet. Vorher arbeitete ich  an Hausarbeiten zum Antisemitismus im Islam.

Neulich wurde ich allerdings von einem sehr geschätzten Leser und Kommentator empört gefragt, wie ich denn auf einmal eine islamische bürgerliche Gesellschaft überhaupt in Erwägung ziehen könne. Ich habe daher eine kleine Linkliste mit meinen bisherigen Artikeln zum Thema zusammengestellt. In keinem erkenne ich wesentliche Widersprüche zu meiner heutigen Position. Einige Thesen würde ich anders formulieren und möglicherweise mit mehr Fachwissen unterfüttern.

Ich möchte dennoch etwas vorweg bemerken: Den Begriff der Islamophobie halte ich für falsch und unnötig. Dessen eingedenk bemerke ich mit Unwillen unter Nationalliberalen und leider auch Antideutschen eine Tendenz, Verhaltensmuster, die vormals an anderen Objekten ausagiert wurden, am Islam zur Anwendung zu bringen. Dabei wird in Unkenntnis oder fanatisiertem Ton hysterisch gekeift, werden Aufzüge und Toilettenwände mit "Fuck Islam" beschmiert und allerlei Turbanwitze gerissen. Eine solche Idiosynkrasie ist leicht zu bemerken am gereizten, abwehrenden Verhalten: Darüber diskutiert man nicht, die sind scheiße, bumms. Gotteslästerung kann auch viel mit ödipalen Problemen zu tun haben. Der Reiz, das, was anderen heilig ist, zu verletzen, ist nicht nur der einer notwendigen Kritik, sondern lustvoll besetzt, und findet dann oft ungeachtet der Besonderheiten des Objekts statt. Gesellschaftliche Zusammenhänge bleiben davon ebenso unhinterfragt, wie solches Verhalten Teil davon ist. Geschichtliches Wissen bleibt bei plumper Gegenpropaganda außen vor. Die ahistorische Tendenz des solcherarts fanatischen Antiislamismus sieht dem bürgerlichen Geschichtsvergessenen gleich. Wer sich da besonders über Mohammeds Eroberungsfeldzug aufregt, überspringt gleichzeitig die stets gewalttätigen, kriegerischen Einigungen von Imperien unter den fragwürdigsten Ideologien, als hätte es dannach keine Conquista, keine Indianerkriege, keine Kolonisierung Afrikas, keinen Sturz gigantischer asiatischer Reiche unter dem Gebot des christlichen Gottes gegeben. Relativismus wirkt in zwei Richtungen: Im Negativen versucht er Kritik von einem geliebten Objekt abzuwenden, im Positiven versucht er zu idealisieren. Kritische Theorie versagt sich beides, um differenzierend zwischen allen Stühlen zu stehen und in der ganzen,  sich immer wiederholenden Scheiße die großen und kleinen Bröckchen zu erkennen. 

Eine Kritik des Islams hat meines Erachtens in Kenntnis des Korans und den Grundzügen der islamischen Geschichte zu erfolgen. Sie war und ist notwendig. Kern meiner Kritik am Islam, sofern man damit die religiöse Lehre meint, ist der unbedingte Literalismus, der so in der Bibel nicht existiert. Das alte Testament ist ein Geschichtsbuch und beinhaltet derart  zahllose Widersprüche, dass jedem klar ist, dass in verschiedenene Zeiten und Umständen verschiedene Gesetze gelten müssen und Vernunft der einzige Weg ist, ohne Kontakt zu Gott eine menschenwürdige Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Der Koran dagegen ist von wenigen Leuten in einer kurzen Zeitepoche festgehalten und behauptet von sich selbst, unantastbar zu sein. Das macht es um so notwendiger, den Text zu analysieren. Das macht es auch notwendig, zu überprüfen, inwieweit dieses zentrale Element der Religion von bestimmten Anhängern überwunden wurde, welche Diskussionen es warum innerhalb der Widersprüche im Koran gibt.

Der Islamismus ist ein notwendiges und inhärentes Produkt des Korans. Das heißt nicht, dass er damit identisch ist. Der Koran ist islamistisch, der Islam ist das nicht in allen Teilen. Das auseinanderzuhalten sollte zum guten Ton der Kritik gehören. Meint man mit Islam die Summe seiner einzelnen Teile, ist man auf die Ideologie des Islam selbst schon eingegangen. Es ist möglich, den Islam als abstrakte, dem Weltlichen abgewandte Religion zu praktizieren. Das macht sie nicht harmlos. Jedoch unterscheidet sie sich darin dann nicht mehr von Teilen des Christentums, das unter dem Druck der säkularisierenden Aufklärung wesentlich früher in entsprechende Reservate zurückgedrängt wurde und heute als irgendwie notwendig falsches Bewusstsein gelten kann, das als Privatmeinung zu tolerieren Grundzug einer bürgerlichen Gesellschaft wurde.

Christentum und Islam unterscheiden sich meines Erachtens als Lehre nur geringfügig: Sie stellen auf das Opfer ab. Das Christentum trainiert die Schuldprojektion bei Leid und Elend, der Islam verspricht Macht und legitime Gewalt. Das Christentum ist eher an einem primären Narzissmus, an einem Ausweichen vor dem Ödipuskomplex interessiert, gerade indem es ihn ausagiert als Konflikt zwischen Sohngott und Vatergott während der Islam den Ödipuskomplex gegen die Ungläubigen wendet und verschleust, der Konflikt mit Gott ein nicht denkbarer ist. Das Judentum lässt Zweifel und Hadern mit Gott zu, das Christentum meint, dieses Hadern in der Auferstehung, Himmel und Hölle zu lösen, der Islam dagegen verleugnet es komplett. In vielem ist der Islam lediglich das ehrlichere Christentum und greift dem Protestantismus und Puritanismus vorweg, der Gerechtigkeit auf Erden in Reichtum und Kriegserfolg kennt und gleichzeitig mit finstersten Höllenstrafen vom irdischen Paradies wegtreibt.

Praktisch ist heute der Islam ein fruchtbarer Boden für antisemitische Propaganda. Das Christentum und die säkularisierten Ostblockstaaten sind das allerdings kaum minder. Spricht man von Terror, meint man zu Recht den islamistischen, der jeden anderen in den Schatten stellt. Das bedeutet jedoch nicht, das Augenmerk von den Umtrieben der zahllosen christlichen Kirchen und ihrer Proselyten abzuwenden, und bloß wegen ein paar israelsolidarischen Floskeln der CDU die tiefe traditionellen Einheit von Christentum und Antisemitismus für überwunden zu halten.

Insofern kann ich die "Vernunftdebatte", die Wertmüller seit neuestem dem Papst zuspricht nicht ganz nachvollziehen. Darauf werde ich in einem weiteren Artikel eingehen. Bis dahin sei das Stöbern in älterer Ware empfohlen, die Reihenfolge ist chronologisch.

Antisemiten vom Muslim-Markt

Friedensachse Berlin-Teheran und warum die Deutschen Ahmadinedschad so gern haben

Der Islam in der Gegenwart - der bpb neue Kleider

Mehr zur Psychopathologie des Islam

Bassam Tibis Begriff des Antisemitismus

Mit Friedensforschung zum intellektuellen Paläolithikum

Israelsolidarität - nothing else matters

Iranische Barbarei geht weiter

Generation Gaza

Ihr Kinderlein komohammet

Tunesien rügt Schleier

Das Buch Ester und der antike Antisemitismus

Die Verkehrung des alten Testaments zum christlichen Antisemitismus

Religion Grrrrrrls

Steinigungswut in Iran

Islamismus: Jetzt noch hautfreundlicher

Die Pädophilie Mohammeds: Über ein sinnloses Argument

Le dernier cri: Die Philosemitismuskeule

Nation of Islam

Küntzel zensiert!

Islam und Sklaverei

Kindermörder

17.9.07 22:43


300

Memri informiert über Bestrebungen der Ajatollahs, den Film "300" als antipersisch und Teil einer zionistischen Weltverschwörung zu diffamieren.
Die Perser seien so kriegstreiberisch gar nicht gewesen und überhaupt schon immer ein Land des friedlichen Zusammenlebens.

Dann weiß man ja, welchen Kinofilm man sich nächste Woche unbedingt mal anschauen sollte.

Was aber doch verblüfft: Von Islamwissenschaftlern wird stets die Unvereinbarkeit von Islamismus und Nationalismus gepredigt. Warum aber beziehen sich nun die Ajatollahs im Namen der nationalen Identität positiv auf ein Reich von Heiden und Polytheisten, die überdies noch die Frechheit besaßen, sich der Invasion der arabischen Islamisten, also den Heilsbringern und Propheten der ultimaten Religion zu widersetzen? Irgendwie merkwürdig.

Möglicherweise ist es zur Zeit eher angebracht, auf den Nationalismus zu bauen (amalgamiert mit einer obligatorischen Portion Antisemitismus), weil der von vielen ungeliebte Islamismus nicht wirklich den nötigen massentauglichen Kitt zur eventuellen Landesverteidigung liefert? Ein Comeback des postosmanischen Nationalismus? Wird hier gar der Abstieg des Islamismus von den Ajatollahs selbst angekündigt? Wie auch immer, die Juden sind das auserwählte Feindbild beider Wahnvorstellungen.

18.3.07 19:53


Nation of Islam

Western Resistance hat eine umfangreiche 4-teilige Geschichte der "Nation of Islam" veröffentlicht:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4  

10.3.07 17:03


Eritrea wird frech (mal wieder)

Eritrea hatte kaum die Unabhängigkeit gemeinsam mit den Gegnern des roten Terroristen Mengistus erreicht, da stürzte sich das Land in ernste Krisen mit Jemen, Sudan und Äthiopien. Wegen eines kleinen Grenzgebietes um Badme brach Eritrea schließlich einen Krieg vom Zaum, den Holbrooke als "Streit von zwei Glatzköpfen um einen Kamm" bezeichnete. Schätzungsweise 100 000 Tote forderte dieser absurde Krieg.

Ebendieses Eritrea forderte gerade Uganda auf, seine Truppen aus Somalia abzuziehen. Damit hat es indirekt eingestanden, dass die SIIC von Eritrea begünstigt und unterstützt werden und wurden. Diese hatten unter anderem als erklärtes Ziel die Eroberung des Ogaden, einer äthiopischen Provinz, die vor der Kolonisierung ein Distrikt Großsomalias war.

Neben der Lächerlichkeit solcher markigen Angebereien eines Afewerki und seines Regimes, das zwar alle Religionen außer dem Islam massiv diskriminiert, und trotzdem sich ultraislamistischer Infiltrierung aus dem Sudan zu erwehren versucht, erscheint es höchst bedenklich, dass immer noch nur 4000 Soldaten der AU zugesagt sind, von denen nicht einmal 1000 aus Uganda im Land sind.

Der EU wie der UN ist Somalia anscheinend egal, zu kompliziert ist der Drahtseilakt zwischen Stammesdenken und Islamismus, und daher wird in Somalia möglicherweise eine einmalige Chance auf stabile und reformierbare Verhältnisse durch schlichten Geiz, Desinteresse und Faulheit der Europäer vertan.


Somalias Verteidigungsminister verbreitet indess notwendig Optimismus, dem ich mich nur zu gern anschließe.
10.3.07 16:45


Somalia hat Chancen

Hatten zahlreiche Stimmen unmittelbar nach dem Einmarsch der äthiopischen Truppen in Somalia noch von einem Flächenbrand gefaselt, wurde jede unappetitliche Meldung über Mörserattacken in Mogadischu ausgenutzt, um der "unter den Islamisten war alles besser"- Attitüde Ausdruck zu verleihen, scheint sich nun der Optimismus auszubreiten, den ich hier, hier und hier andeutete. Zum Glück ist das Phänomen der self-fulfilling-prophecy in Bezug auf den internationalen Rahmen weniger wirkungsmächtig als im privaten, sonst wäre der Irak heute eine von Friedensforschern und Saddam gleichermaßen regierte Hölle.

Wie Reuters berichtet sieht sogar die UN ein, dass es seit Jahren keine größere Chance auf Frieden in Somalia gab. Der UN-Hilfswerkkoordinator Laroche findet erstaunlich klare Worte:

If you have 4,000 troops, forget about it, it's not enough," he said. "I think 8,000 troops is probably the minimum we can get and therefore it raises the issue of political will -- are we willing to make a change in Somalia, are we willing to really provide troops, are we really willing to finance those troops?"

Laroche said Somalis were tired of so many years of warfare, especially in the capital, Mogadishu, and in many ways backed the new government, based on clans, rather than warlords.

"It's a kind of representativeness, that was not the case with the previous warlords coming to Mogadishu," he said. "And when the Islamists came in they told me they don't have a clue (of how) to run a country."

Laroche acknowledged that shellings were increasing "but that is not a good reason not to do anything."

"If you don't believe that the (new) institutions are the key solution, you admit that you want to go back into chaos for another 15 years," he said.

Ausführlicheres berichtet die gerne auch mal antizionistische Institution Middle East Online.

Hilferufe nach Finanzierung von somalischer Seite und von der African Union gehen der EU derweil sonstwo vorbei, gerade mal 40 Millionen US$ sind aus den USA zugesagt. Für 40 Millionen erhält man heutzutage etwa 2 mittlere Hubschrauber, keinesfalls kann man damit eine wirkungsvolle Truppe dauerhaft aufrechterhalten. Den USA ist kaum ein Vorwurf zu machen, tragen sie doch die Hauptlast in den zwei kostspieligsten und wirkungsvollsten Befriedungsaktionen aktuell. Von der EU könnte man allerdings etwas mehr erwarten als einen Tropfen auf dem heißen Stein und Zynismus.

Zum Vergleich: Allein bei einer Telefonkostenbetrugsaffäre der UNMEE in Eritrea entstanden 1,1 Mio. US$ Schaden. Ein Apache 64-A kostete z.B. für Griechenland im Jahr 2003 56,25 Mio US$, ein Eurocopter Tiger HAD kommt auf den gleichen Preis, beide sind unverzichtbare Ausrüstung im Antiterrorkrieg und Staaten wie Pakistan, Griechenland oder Ägypten leisten sich die Dinger Dutzendweise. Ein B-2 Spirit Stealth-Bomber kostet 1 bis 2 Milliarden US$. Die UNMEE Mission in Eritrea kostete zwischen 2006 und 2007 vergleichsweise wenig 140 Mio. US$ mit inzwischen knapp 6000 Soldaten. Da bleibt nur der AU und insbesondere Uganda viel Glück zu wünschen.

 

2.3.07 20:13


Die Pädophilie Mohammeds: Über ein sinnloses Argument

Quelle: Bahamas

Aischa bint Abi Bakr war sechs Jahre als, als Mohammed sie heiratete und nach Auffassung von Sunniten wie Schiiten 9 Jahre alt, als die Ehe "vollzogen" wurde.

Die Skandalisierung dieser Heirat auf (nicht nur) antideutschen Foren und Blogs ist eine der unappetitlichsten, bei Antideutschen zu findende Überreaktionen überhaupt. "Kinderschänder Mohammed" schallt es da ein ums andere Mal, lustvoll sich auf der sicheren Seite wissend, denn "Kinderschänder" sind von rechts bis links stets aufs Neue die, an denen wahlweise Strafen wie Todessstrafe oder Zwangskastration als legitim ausdiskutiert werden. Abgesehen davon ist die konkrete illustrative Darstellung in Bild und Wort prinzipiell der unbewussten Identifikation verdächtig.

Eine ganz andere, banale und ungleich weniger beachtete Geschichte spielte sich ein halbes Jahrtausend nach Mohammed in Mitteleuropa ab:

Elisabeth von Thüringen, Stadtheilige und derzeitiges Identifikationsobjekt von Marburg, war 4 Jahre als, als sie verlobt und zu ihrem zukünftigen Gatten verbracht wurde, und 13, als sie diesen heiratete.

Menschen mit einer Lebenserwartung von knapp 40 Jahren, in Produktionsbedingungen verhaftet, die Kinderarbeit von frühestem Alter an erforderte, in Zwängen verklebt, die den Status des "Kindes" überhaupt nicht kannten, vorzuwerfen, dass sie so früh als möglich heirateten, ist abgeschmackt. Ob man das gut findet oder nicht, ob andere Bedingungen zu der Zeit hätten geschaffen werden können oder nicht, ist zwar eine sinnvolle Frage, steht aber hier kaum zur Diskussion.

Kinder und insbesondere Frauen wurden in diesen Umständen stets wie Waren betrachtet, man wollte die teuer aufgepäppelten Wesen noch mit Brautpreis abgeben, bevor ein früher Tod die ganze Arbeit entwertete.
Mit Heiraten wurde primär Politik gemacht, nicht Liebe. Einige der Verblödung nahekommenden Dekonstruktivisten verfallen zwar gänzlich darin, Liebe als modernes Konstrukt zu werten, was zahlreiche griechische, römische und biblische Mythen [unter anderem das "Hohelied"] und sogar arabische Literatur widerlegen, dennoch kann davon ausgegangen werden, dass in Arabien wie in Europa die Liebesheirat nach der Pubertät praktisch nicht oder allenfalls bei denen, die ohnehin nichts zu verlieren hatten, vorkam.

Der ahistorische Blick auf Mohammeds Heirat mit Aischa dient dazu, emotionale Regression zu schüren, zielt auf "gesundes" Volksempfinden, und ist letztlich der Vernunft feindlich.

Nicht oder nur selten zur Sprache kommt, wie in modernen arabischen Staaten und islamischen Rechtsschulen wie den "Schafiiten" dieses Heiratsverhalten Mohammeds als Rechtsgrundlage dient. In den Blickpunkt der Kritik sollte dabei aber mehr die schafhafte Bindung an einen Jahrtausende alten Text stehen, als die konkrete Praxis, die daraus nur neben anderen folgt. Stünde dort, dass Muslime die ganze Zeit die Luft anhalten sollten, würde dies von den radikalsten Islamisten befolgt, und es gäbe ein Problem weniger auf der Welt. Kritikwürdig ist doch, dass obwohl heute andere Möglichkeiten bestehen, Islamisten jegliche Vernunft verwerfen, weil der Koran einzig und für immer wahr sei. Das Problem ist nicht, dass in einem jahrtausendealten Buch menschenunwürdige Praktiken als Norm geschildert werden, sondern dass diese Praktiken ungeachtet jeglichen moralischen Gehalts noch heute als Norm aus diesem Buch abgeleitet werden.

Ebenso wenig ist die plumpe Fokussierung auf den "Pädophilen" Mohammed geeignet, über den tatsächlichen Status von Mann und Frau im Islam auch jenseits der Pubertätsgrenze etwas auszusagen. Eine Frau, die zwangsverheiratet wird, kann ihr Leid nicht nach dem Alter bemessen, in dem ihr das angetan wird. Männer, die erst ab dem Punkt, da sie verdienen, heiraten dürfen, wird eine sexuell aktive Pubertät geraubt, und auch sie werden nicht selten Opfer der Heiratspolitik des Familienrats.

Dass der Islam Menschen jeglichen Alters verdinglicht, zu bloßen, Austauschobjekten macht, die dem alleinigen Zwecke Allahs unterworfen werden, tritt hinter der Sensationsschlagzeile des "pädophilen" Mohammed ein ums andere Mal zurück, weshalb ich dafür plädiere, auf dieses Mittel, sobald es als propagandistisch zu entlarven ist zugunsten der nüchternen Aufklärung, der ein leiser Ton in der Regel eher ansteht als marktschreierisches Emotionsgeheische, endlich zu verzichten.

23.1.07 12:33


Islamistenhacker...

Das Forum von Afrika-net, einer Diaspora-Organisation, wurde von Islamisten gehackt. Was für ein Interesse könnten Islamisten daran haben, ein harmloses Austauschforum zu knacken und zu verfluchen? Entweder hat da ein Nerd sich ausgetobt, dann kann er das prinzipiell auch bei ähnlich unsicheren Blogs, oder es ist ein systematischer Hack zur Einschüchterung von der Emanzipation zugeneigten Exilgemeinden. Sollte in jedem Fall zu denken geben.

 

20.1.07 15:02


Islamismus: Jetzt noch hautfreundlicher!

Bildquelle

Australische Talibanversteher haben jetzt den Burkini eingeführt, damit die Frauen auch mal an den Strand dürfen. Obwohl die Schwimm- ergo die Rettungsgeschwindigkeit deutlich vermindert sein dürfte, wird der Burkini in Australien in den Farben der Rettungswacht eingeführt. Der australische Mufti erlaubt nun sogar die Anmeldung muslimischer Frauen zur Prüfung bei der Rettungswacht. Ob ein womöglich nackter Ungläubiger mit den eigenen Händen aus dem Wasser gezogen werden darf, lässt er offen, möglicherweise zählt das ja dann als Ehebruch, Begünstigung der Apostasie oder als Verführung.

Die Designerin des Burkini, Aheda Zanetti, hält das Kleidungsstück für "revolutionär", weil es vor Sand und Sonnenbrand schütze. Über sie selbst wird berichtet:

"Aheda ist zwei, als ihre Familie Mitte der 70er vor dem Bürgerkrieg im Libanon flieht und von Beirut nach Sydney kommt. Koranschule, nur libanesisch-stämmige Bekannte: Ahedas Vater erzieht seine einzige Tochter als streng gläubige Muslimin. Ihre Mutter bringt ihr zu Hause das Schneidern bei, aber Aheda fällt die Decke auf den Kopf.

Sie liebt es draußen zu sein, den Strand und das Meer. Heimlich nimmt Aheda Schwimmunterricht. Mit Kopftuch und von oben bis unten eingewickelt in mehrere Lagen dicker, schwarzer Wickelgewänder."

Der Ganzkörpersarg zum Schwimmen Gehen ist die Lösung für strenge, fanatische Väter. Das ist der postmoderne Keuschheitsgürtel, intelligente Konfliktvermeidung par excellence. Klar wird, dass Aheda nicht etwa aus religiöser Überzeugung handelt, sondern aus purer Not. Und anstatt Bedingungen einzufordern, die es Frauen ermöglichen, sicher aus solchen Verhältnissen auszubrechen, wird dieses Zeichen sexueller Unterwerfung unter den Vater noch gefeiert.

Zynische Frauenberatungsblogs jubeln sogar:

"Und was der Zweiteiler zweifelsohne dem Bikini voraushat, er verhüllt unschöne Orangenhaut."

Die Ganzkörperverhüllung verursacht neben den sozialen Effekten Mangelerscheinungen, Hautkrankheiten, im schlimmsten Fall Rachitis!

Die Frage, ob der "Burkini" einen vielleicht pragmatischen Zwischenschritt zu weiterer Emanzipation ist, stellt sich nicht. Die Totalverschleierung ist in Ausbreitung begriffen und diese Idee ist eher dafür geeignet, sie "modernen" Frauen schmackhafter zu machen, als in traditionellen Gesellschaften für mehr Bewegungsfreiheit zu sorgen. In Afghanistan dürfen Frauen ohnehin das mit hohen Mauern umgebene und somit vor Blicken geschützte Gehöft in der Regel nicht oder allenfalls zum Einkaufen verlassen.

 

17.1.07 12:36


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