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Hexenjagd in Indien


Die Aufklärung bleibt auch in Indien dialektisch, geht einher mit größter Dummheit und Hexenjagden. Am 18.3.2006 wurde in Indien ein Vater und seine Kinder von 400 Dorfbewohnern ermordet, weil sie zwei Dorfbewohnern eine Krankheit angehext haben sollen. In den vergangenen fünf Jahren wurden allein im Bundesstaat Assam 200 Menschen unter dem Vorwurf der Hexerei ermordet. Laut einer Meldung von IANS wurden am 21.8.2006 fünf Dorfbewohner, zwei Ehepaare und eine Tochter mit Speeren und Macheten umgebracht, weil der Mob glaubte, sie hätten mehrere Menschen im Dorf verflucht und ihnen Gelbsucht und Fieber angehext.

Mit mangelnder Aufkärung allein sind solche Massaker oft nicht erklärt. Teilweise wissen die Menschen dort Bescheid, dass ein Bakterium sie krankmacht, das über schmutziges Wasser oder Stechmücken übertragen wird. Aus Afrika ist bekannt, dass solche Vorwürfe einen kausalen Grund jenseits eines medizinischen Ablaufs suchen und Kontingenz zur Ausgangsfrage machen: "Wer?" steht im Vordergrund der Suche nach Krankheitsursachen, nicht "Wie könnte ich mich infiziert haben."

Dass der Biss einer giftigen Schlange tötet, wissen die Hexengläubigen, sie interessiert, wer die giftige Schlange just in dem Moment an diesen Ort gehext hat, an dem ein Kind dann darauftritt.

Die narzisstische Projektion verschiebt ein Fehlverhalten wie mangelnde Vorsicht auf andere Personen. Deren böser Wille verursache den Zufall, dass die Infektionsursache auch wirklich gerade in einem bestimmten Augenblick in einer bestimmten Person eine Infektion verursacht. Schließlich haben die Personen jahrelang schmutziges Wasser getrunken, werden aber zu einem bestimmten Zeitpunkt krank.

Die Häufigkeit und Ähnlichkeit dieses Projektionsmusters von Afrika bis Russland und Indien machen anthropologische, psychoanalytische Erklärungsmodelle wahrscheinlicher, als simple evolutionistische, nach denen technische Aufklärung stets voranschreite und eine bestimmte Denkform wie Hexerei der Vergangenheit anheim fallen lasse. Dem widerspricht auch die Tatsache, dass solche Hexenjagden in den letzten 10-20 Jahren massiv anwuchsen, vor allem in Tansania, Südafrika, Kongo, Nigeria und eben Indien.

23.8.06 13:41
 


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