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UNtisemites!


Pedro A. Sanjuans Klassiker "The UN-Gang" wurde nun ins Deutsche übersetzt und vom Verlag "zu Klampen" 2006 frisch aufgelegt.Der Titel "Die UN-Gang. Über Korruption, Spionage, Antisemitismus, Inkompetenz und islamischen Extremismus in der Zentrale der Vereinten Nationen. Erfahrungsbericht eines Insiders" sagt im Prinzip schon alles, was auf den 205 Seiten im Detail bearbeitet wird.

Für alle, die sich den stolzen Preis von 19.80 für die Hardcoverausgabe nicht leisten können, findet sich hier eine kurze Zusammenstellung der schärfsten Zitate.

Ein Auszug aus einer Rede auf einem Russlandbesuch in Leningrad, auf die Frage, warum er die Piskarijowska, den Denkmalsfriedhof von Leningrad besuche:

"Weil die Faschisten vor den Toren Leningrads das Chaos waren und weil die heroische Bevölkerung Leningrads für diese Ordnung stand - und die Ordnung hat gesiegt! Durch das Opfer, das sie gebracht hat, hat die Bevölkerung Leningrads meine Kinder und Enkel [die ich damals noch gar nicht hatte] vor der faschistischen Bedrohung gerettet. Sie haben uns unsere Freiheit bewahrt. Ich bin deshalb gekommen, um den Opfern zu danken." (S. 120)

Er zitiert den Oberbürgermeister von Wolgograd (Stalingrad):

"Ihr Amerikaner habt doch keine Ahnung. Ihr habt ja auch keine Juden, die hinter jeder Tür und hinter jedem Busch sitzen. Wir haben sie, oder wir haben sie gehabt, und müssen immer noch die silbernen Löffel verstecken, damit sie nicht irgendein Bronstein vor unserer Nase mitgehen lässt." (S.121)

Über die Alltagspraxis der sexuellen Belästigung bis hin zur Vergewaltigung in UN-Gebäuden:

"Sexuelle Belästigung gab es im UN-Sekretariat offiziell nicht, weil sie gar nicht als eine Abweichung von der akzeptierten Normalität galt." (S.149)

Über die Ostafrika-Mission der UN:

"Darüber hinaus wurden große Mengen wertloser Medikamente mit abgelaufenen Verfallsdatum gekauft und kontinuierlich eingelagert - eine allgemeine Gesundheitsgefährdung." (S.158)

Über einige Vorfälle nach dem Zusammenbruch der UDSSR:

"Unverdrossen kam derselbe UN-Vertreter nach einem Monat schon wieder in mein Büro. 'Diesmal habe ich eine große Sache' sagte er, 'genau das Richtige für jemanden in ihrer Position.' Mich schauderte bei dem Gedanken, was er als nächstes sagen würde. 'Ich habe Beryllium - Sie wissen ja, dieses Metall, das man für Atombomben braucht -, und zwar vierzigtausend Tonnen, eingelagert in Kasachstan in Güterwaggons. Das soll verkauft werden. Sie müssten jemanden kennen, der daran Interesse hat, das zu vermitteln; es ist ja eigentlich nicht frei verkäuflich." (S. 152)

Sanjuan wurde aufgrund seines Namens und einem Gerücht von Beginn seiner Amtszeit an als amerikanischer Jude in der UN geschnitten.
Antisemitismus beschreibt er als Alltagskultur in einer Organisation, die sich dem "Weltfrieden" verschrieben hat.
Die USA übernehmen zwar ein Viertel der UN-Ausgaben, halten aber nur einen Bruchteil der Posten inne. Dennoch hält sich hartnäckig das Märchen von der angeblichen US-Dominanz in der UN, die sich allein auf das Vetorecht stützt, das Staaten wie Russland oder China ebenfalls besitzen und ausgiebig in Anspruch nehmen. Antisemiten stört, dass die USA als einziger Fürsprecher Israels (und der Zivilisation) in der UN überhaupt vertreten sind und konstruieren daraus eine Übermacht. Die wirklich relevanten Stellen in der UN wurden während des kalten Krieges von KGB-Leuten besetzt und zur intensiven Spionage genutzt. Laut ehemaligen KGB-Leuten war die UN-Zentrale in Manhattan die erfolgreichste Basis der Sowjetspionage. Die USA nahmen dies nicht ernst und wollten etwaige diplomatische Zerwürfnisse mit der UDSSR im Vorfeld vermeiden. Sanjuan zeichnet plastisch einen Verwaltungsmoloch nach, dessen einzige Aufgabe es ist, sündhaft teure Prozesse ohne jeden Inhalt am Leben zu erhalten. Dabei frönt Sanjuan ausgiebig dem Sarkasmus, wobei er äußerst kritisch auch gegenüber der US-amerikanischen Naivität gegenüber Spionage und Antisemitismus bleibt, wie auch der eindeutigen Interessenspolitik der Großmächte, die eine effektive Gestaltung zu Beginn der Organisation behindert hätte. Als Placebo der Mitbestimmung für die dritte Welt erscheint ihm die Funktion dieser gigantisch unfähigen Geldvernichtungsmaschine.

Äußerst angenehm zu lesen ist seine ehrliche Empörung über den penetranten Antisemitismus, dem er in der UN begegnete. Die UN-Informationsbehörden waren mit PLO-Funktionären besetzt und verteilten deren antiisraelische Propaganda auf Kosten der UN in aller Herren Länder. Schließlich galt es, den Zionismus als Rassismus zu enttarnen. US-amerikanische oder gar jüdische Kritikerinnen in der Organisation wurden gemobbt oder entlassen. Innerhalb der UN haben israelische Bewerber keine Chance, einen Posten über die ihnen zugeschriebene Quote hinaus zu bekommen, diese wurde zudem nie erfüllt. Das israelische Büro im obersten, entlegensten Flur ist als einziges mit einem Fenstergitter gesichert, da die Antisemiten aus dem Stockwerk darunter mit einem Seil Sprengsätze anbringen oder einbrechen könnten. Das Gebäude ist zudem gegen Terrorakte nicht gesichert, Sanjuan beschreibt mehrere Möglichkeiten, völlig unbehelligt in das Gebäude einzudringen. Zivilrechtlich können die in den UN Gebäuden stattfindenden Vorgänge wie Terrorismus, Spionage oder Drogenschmuggel nicht belangt werden, der Diplomatenpass machts möglich. Eine innerhalb der UN etablierte Ordnung kann nur von dieser selbst überwunden werden, ein Eingreifen von außen ist so gut wie unmöglich.
Der Nepotismus treibt Blüten bis in die obersten Reihen der sogar einmal von Nazi-Kriegsverbrecher Waldheim geleiteten Institution. Sanjuan plädiert dafür, die UN nicht wie gewohnt als nutzlosen Papierdinosaurier zu interpretieren, der zum Lachen anregt, sondern als ernstzunehmende Bedrohung!

"Es liegt aber auf der Hand (weil es dafür umfangreiche Belege gibt), daß das UN-Sekretariat - das gegenüber äußerer Aufsicht Immunität genießt, finanziell nicht rechenschaftspflichtig ist und terroristischen Elementen leichten Zugang bietet - einen Unterschlupf für Terroristen darstellt, den wir nicht ignorieren können." (S. 185)

Die Empfehlung für das Buch lautet: Kaufen, wer das Geld hat, leihen, wer es nicht hat (Die 19,80 € sind meines Erachtens besser angelegt), über die ersten 20 stilistisch ungewohnten, womöglich schlechtübersetzten Seiten hinweglesen, den etwas paraphrasierenden, sprunghaften Verlauf und viel autobiographische Eitelkeit ignorieren und sich verwundert über ein Monstrum die Augen reiben, in das eine internationale Gemeinschaft bisweilen ernsthafte Hoffnung setzt, genozidale Massenmorde wie Ruanda oder Darfur zu verhindern.

Ausführliche Rezension in der "Welt"

4.8.06 18:15
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


klarer / Website (5.8.06 16:32)
Ich würde das Buch gerne Lesen, Aber jetz habe ich dir doch eine mail geschrieben, oder schon wieder nicht?

Liebe Samstagsgrüße

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