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'Can't someone else do it?' - The Call for US in Burma

"Wo bleiben denn die USA in Burma jetzt?"

So oder ähnlich lauten die Kommentare unter einigen Diskussionen zu der unberechenbaren Lage in Burma. Man könnte denken, der aus Selbstverteidigung erwachsende Handlungsrahmen der USA in der postsozialistischen Welt sei auf Zustimmung gestoßen, die Anerkennung als "Weltpolizei" durch den autoritären Charakter vollzogen. Wer jedoch in dem Ruf nach US-amerikanischen Truppen für Burma tatsächlich eine rational artikulierte Forderung sieht, könnte den darin verdunkelten psychologischen Interessen nicht mehr auf den Leim gehen.

Mitnichten ist die in zynischem Unterton verfasste Forderung an Burma oder überhaupt an konkreten politischen Ereignissen interessiert. Vielmehr ist sie Ausdruck der Ambivalenz des Antiamerikanismus, der zwischen Neid und Abwertung, Bedrohungsängsten und Überlegenheitsdünkel oszilliert.

Nicht Anerkennung eines durch die USA im Irak vertretenen Interesses an Demokratie und Sicherheit ist ausschlaggebend für den Ruf nach US-Truppen in Burma, sondern das Verleugnen. Die Unerfüllbarkeit der an die - mit zwei militärischen Konflikten an ihre ökonomischen Grenzen stoßenden - USA gestellten Aufgabe ist so offenbar, dass sie auch diesen Leuten nicht vorgebetet werden muss. Die USA können maximal einen weiteren Krisenherd kurzfristig beherrschen, ohne in die totale Kriegsmobilisierung im zweiten Weltkrieg zurückzufallen - und als dieser droht ob des Appeasement der Europäer vorerst der Iran am akutesten.

Nicht einmal ein Eingeständnis, dass die von den USA maßgeblich finanzierten UNO eine wirkungslose Sakralinstitution ohne Befugnisse oder Kompetenzen ist, verbirgt sich in der Aussage. Dieses Eingeständnis würde wiederum eine ernsthafte Hinwendung an die USA als paternalistische Schutzmacht beinhalten. Das Postulat ist so nihilistisch wie widersprüchlich: Es hat einen einzigen Pol und der ist auf der anderen Seite der USA. Egal wohin diese sich bewegen werden, das "Argument" verschafft sich Zugang zur anderen Seite. Ob nun der Welthunger, der Terror im Irak, der Klimawandel, der ökologische Raubbau - all das wird man den USA stets dort entgegenhalten, wo sie in den Interessen anderer ihr Eigeninteresse wahrnehmen oder aus purem Altruismus sich emanzipatorisch betätigen.

Das scheinbare Aufzeigen von existenten Widersprüchen auf Seiten der USA hat außer der Häme und Bosheit keinen Antrieb, es bedient sich des Widerspruchs um ihn instrumentell zu nutzen, nicht in der Vorsorge auf seine Aufhebung - diese wird phantasmagorisch durch den Angriff aufs Feindbild geleistet. Den Hunger wähnt man für erledigt, sobald man die USA dafür verantwortlich gemacht hat, den Terror im Irak braucht man nicht mehr zu fürchten, wenn der Abzug der USA seine Auflösung zeitigen soll, Burma kann man nach der Attacke gegen die USA ihrer Fürsorge anheim fallen lassen - natürlich nur um das als Beispiel für ein angebliches Bestrebens der USA nach der Rolle des Weltpolizisten zu inkriminieren.

Negative Kritik kann das nicht heißen - das würde beinhalten, sich über das Objekt der Kritik wenigstens halbwegs im Klaren zu sein. Klar ist, dass merkwürdigerweise niemand von Großbritannien, Deutschland, Japan oder Frankreich ein Eingreifen fordert, China und Russland sind ohnehin völlig numinose Mächte, die amorph dem antiimperialistischen Bedürfnis nach Appelation entrückt sind. Die USA müssen herhalten: Als unbezahlter Garbageman, dem man seinen Dienst noch nachträgt.


7.10.07 19:48
 


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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Frank (7.10.07 20:59)
Das Aufzählen von Krisenherden in die die USA nicht eingreifen ist immer auch der Versuch ihre Schwäche und eigentliche Ohnmacht zu demonstrieren und mit Genugtuung wird dann festgestellt, dass die USA endlich an ihre Grenzen gestoßen sind bzw. den Bogen bereits überspannt hätten. Aber man sollte die Leistungsfähigkeit der USA nicht unterschätzen. Seit dem 2. Weltkrieg gab es nur eine Bodenoperation die billiger war als Operation Iraqi Freedom und das war Operation Desert Storm. Das Engagement im Irak und in Afghanistan fällt gegen Vietnam und Korea überhaupt nicht ins Gewicht.


Nemesis / Website (7.10.07 22:38)
Ich denke du übertreibst etwas nichtidentisch. Das ganze Profiling auch über die "tatsächlichen" Motive des Chors, das jetzt das Eingreifen der USA erhofft, sind nicht so berechnend oder tiefsitzend, schon gar nicht widersprüchlich.
Diese Leute haben eigentlich nie was gegen den Einzug der Amis in den Irak gehabt, insgeheim haben sie es begrüßt, das sie dort aufgeräumt haben. Nur zugeben wollte es keiner.


Sterin McCollis (8.10.07 14:33)
Wer weiss etwas ueber die geheimen Antriebe verschiedenster Leute? Die Spitze der Kritik zielt ganz klar auf moralische Kriegsbegründungen: wenn diese UNIVERSAL und eigentlich HANDLUNGSLEITEND sind, dann ist das eingreifen in vergleichbare konflikte unabdingbar. wird dies nicht getan, dann ist die oeffentlich geaeusserte kriegsbegründung entweder falsifiziert oder doch zumindestens eingeschraenkt. bei letzteren ist nach der rahmung fuer militaerische interventionen zu fragen.


nichtidentisches / Website (8.10.07 16:20)
@Nemesis: Meinst du jetzt dich? Oder triffst du eine generalisierende Aussage? Ich denke, der Unterton, den auch Frank nochmal andeutet ist bei zahllosen Kommentaren seeeeehr deutlich zu hören: "Die geben doch immer vor, für Menschenrechte zu sein, aber wenn man sie "wirklich" braucht..." etcpp


Nemesis / Website (8.10.07 22:16)
@Nichtidentisch
Klar meine ich mich ;-)
Ich gehe von mir aus. Ich hab am Anfang wirklich meine Zweifel gehabt, ob der Irakkrieg gut ist. Nicht weil ich grundsätzlich dagegen war, sondern, weil ich nicht sicher war, ob das die Amis gut hinbekommen. Und das mit den Massenvernichtungswaffen? Naja ich glaube, wenn die von Anfang gesagt hätten, wir wollen Saddam fertig machen, dann hätte es sogar mehr Zustimmung gegeben.

Mitlerweile denke ich, irgendwann hätte es eine militärische Aktion gegeben, ob jetzt oder in ein paar Jahren. Von drinnen kannst du Saddam nicht stürzen. Und da sind wir auch schon beim Problem, Saddam ist weg, die Stabilität muss gewahrt werden. Die Amis können nicht verschwinden, das würde das Land in einen Bürgerkrieg stürzen.
Den Türken juckt es ständig in den Nordirak einzumarschieren, weil die ihre Probleme mit der PKK haben. Wenn es die Amis nicht gäbe, wären die schon längst drin (Gestern sind 15 türkisches Soldaten umgekommen, solangsam denke ich auch das die da rein müssen).


nichtidentisches / Website (9.10.07 10:50)
Ui, wie kommts?
Zur PKK habe ich auch meine Zweifel. Ich denke, dass es sie nicht ohne Grund gibt, allerdings wie sie existiert ist abzuschaffen. Ein Einmarsch hätte fatale Folgen, ich traue da den türkischen Militärs weniger, aber worum es geht, ist Druck aufzubauen. Die kurdischen Demokraten müssen unter diesem Druck wohl Distanz üben und im Extremfall gegen die PKK vorgehen, was nicht sehr populär sein wird. Ich denke es wird wie unter demokratischen Institutionen üblich auf einen Deal hinauslaufen: Die Türkei gewährt den Kurden etwas mehr Rechte, die kurdischen Offiziellen im Irak liefern ein paar PKKs aus. Naja, dazu kann man ja WADI lesen.


Nemesis / Website (9.10.07 11:57)
Das das PKK-Problem mit administrativen Maßnahmen nicht zu lösen ist, wird wohl keiner mehr bezweifelen (außer Militärs). Allerdings wird der Druck ständig mehr, weil viele PKKler aus dem Nordirak kommen.
Naja die Israelis haben auch mal einen kurzen Grenzausflug gemacht, das können wir auch sagen sie. Da ist was dran.

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