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Angstlust auf Zigarettenschachteln

Die Emanzipation der Nichtraucher schreitet voran. Die ärgsten Zumutungen, Raucherlaubnis in allen Kneipen und Züge mit 17 Raucherabteilen, fallen der bisweilen allzu rationalisierenden Vernunft anheim. Meinetwegen hätte die Beschränkung auf ein Raucherabteil gereicht. Leider ist die Debatte nicht eine der Emanzipation der Individuen verpflichtete, sondern trägt von je fürsorgliche, hätschelnde und damit autoritäre Elemente in sich. Nicht nur sollen die, die sich dagegen entschieden haben, in ihrer Unversehrtheit geschützt werden, sondern die Raucher selbst werden aus volkswirtschaftlichen Gründen Ziel der Bekehrung. Für volkswirtschaftliche Erwägungen gibt es das Instrument der Steuern. Der neueste Vorschlag, Zigarettenschachteln mit abschreckenden Fotos von Folgen zu verzieren, ist dagegen äußerst fragwürdig.
 
Zunächst ist da offensichtlich die Frage nach der Wirksamkeit: Raucher werden schlichtweg zu Metallschachteln greifen und Umfüllen, die Tabakfirmen werden Packungen so zusammenbinden, dass das Frontbild nicht sichtbar ist. Ob tatsächlich Raucher mehr auf visuelle Abschreckung reagieren als auf das bislang Gelesene sei dahingestellt. Möglich, dass es bei einigen wirkt. Andere werden nur trotziger rauchen, beinhaltet Rauchen doch von je das Spiel mit Gefahr und Tod, was es ja erst reizvoll macht. Der Lonesome Cowboy zeigt durch die Zigarette, dass er den Tod verspottet, den er täglich fürchten muss. Die Gefahr schafft erst das Heldentum, das der Anreiz für das Rauchen ist.
 
Die Bilder fördern vielmehr Abstumpfung gegen Wunden und Angstlust. Will man Jugendlichen einen ungeschnittenen Rambo III nicht zumuten, weil dort ein bisschen Kunstblut fließt, sollen Jugendliche ab 16 und Kinder von Rauchereltern nun Bilder sehen, die einen Horrorfilm sofort zum FSK 18 machen würden: verfaulte Zähne in Nahaufnahme, Raucherbeine, Krebsgeschwüre.
 
Das Setzen aufs Visuelle beinhaltet zugleich eine Absage an die abstrakte Vernunft, die aus einem Satz auf eine sinnvolle Handlung schließt. Das deiktische Verfahren soll im Unterbewusstsein wirken, auf Ekel abzielen. Was aber, wenn dadurch nur der Ekel überwunden wird, das Ansehen von Wunden am Objekt mit Belohnung in Form einer Zigarette assoziiert wird? 
Dem Projekt liegt die Annahme zugrunde, dass Ekel eine natürliche, von je aufrecht bestehende Institution sei, und dass die erworbene Sucht sich danach richte. Es bedenkt nicht, dass die Sucht in anderen Fällen schon den Ekel überwand, dass Rauchen selbst einmal überwundenen Ekel verlangte. Es bedenkt ebenso wenig, dass Ekel und Angst im Extremfall auch durch Wiederholung am Anderen bewältigt werden und in Sadismus umschlagen können.
 
4.9.07 12:31
 


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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


m...t (4.9.07 12:40)
meinerseits glaube ich an eine aktion,
die `echte raucher` nicht wirklich erreichen kann.
da müßten schon ekelige geschmacksnoten in jede zigarette eingestreut werden . . .

soll wohl helfen, die kranken/pflegekassen zu schützen.

meinerseits seit 17 jahren nichtraucher.
überzeugter.
lg/meerluft


nichtidentisches / Website (4.9.07 13:03)
Ekelige Geschmacksnoten? Was soll das bringen...
a) ist Zigarettenrauch ja wohl ekelige Geschmacksnote schlechthin, Pfeifentabak und Menthol versucht das ja zu übertünchen.
b) ist Rauchern durchaus auch ihre individuelle Entscheidung zum Rauchen zu überlassen. Keine Frage, dass eine Zigarre auch mal Genuss sein kann und man am leise ziehenden Schmerz in der Lunge beim tiefen Inhalieren auch Lust zu gewinnen vermag. Wer das in Kauf nimmt, bitte. Alles was Spaß macht UND gefährlich ist dadurch zu entschärfen, dass der Spaß verdorben wird, ist der Vernunft und dem Abwägen meines Erachtens nicht zuträglich.


m...t (4.9.07 14:05)
und was ist mit den vielen passivrauchern dabei`?
kinder beispielsweise?
damals schmeckte mir der geschmack wirklich.
heute empfinde ich ihn als so mit das widerlichste, was es so im alltag gibt.

du hast noch nie geraucht - stimmt`s ?


nichtidentisches / Website (4.9.07 14:58)
Schön wärs...


Frank (4.9.07 15:59)
Solche Aktionen wirken vielleicht mehr auf Nichtraucher als auf Raucher. Sie stigmatisieren sozusagen Raucher als eklig, krank etc. und könnten so bewirken, dass diese noch stärker gemieden und aus dem öffentlichen Raum gedrängt werden.


Frank (4.9.07 16:05)
Damit werden Raucher irgendwann sommerlochtauglich.


nichtidentisches / Website (4.9.07 20:22)
Jup, die Dimension tritt hinzu. Damit wird durchaus ein rationaler Zugang zum Anderen verbaut.

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